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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 136
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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136.

Sonntags, acht Uhr. [August 1775.]

Mein Lieber, ich bins! Ich möchte Ihre Gedanken eine Minute in Anspruch nehmen. Habe ich Zutritt? Lassen Sie die andern Leute warten! Ich bin etwas Besonderes. Ich hasse Sie, ich liebe Sie. Ich beurteile Sie auf meine Weise. Ihre Triumphe, Ihre Fehler, Ihre Mängel, Ihre Sünden, alles das kenne ich wie kein anderer, und doch liebe ich Sie. Allzusehr, wie ich bisweilen zu meiner Betrübnis merke.

Lieber Freund, ich möchte Sie morgen sehen. Was ich Ihnen sagen wollte: Wo bleibt meine »Lobschrift auf Catinat«? Und den »Konnetabel« soll ich mir nicht ansehen? Welche Freude haben Sie mir damit gemordet! Noch eine kleine Weile, und wir sind tot und glücklich. Meinetwegen!

Mein Lieber, ich möchte, Sie erinnerten sich ein einziges Mal, und zwar zwischen Mitternacht und sieben Uhr früh, des unglücklichsten Geschöpfes auf Erden, das in seiner Liebe zu Ihnen verzweifelt. Denken Sie daran!

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