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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 132
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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132.

Dienstag, den 1. August 1775.

Ich habe eben Ihren »Catinat« zu Ende gelesen. Ich verstehe Ihre Schrift immer besser und fühle mich immer mehr in sie hinein. Ich zweifle nicht, daß die Akademie ihren Wert anerkennen wird. Was sich sonst mit darum bewirbt, das mag ja ganz trefflich sein, bleibt aber weit hinter Ihrer Arbeit zurück. Sie machen mir Befürchtungen wegen anderer meiner Bekannten; aber ich möchte sie nicht entmutigen.

Ach, mein Lieber, Sie haben mir gar nichts zu antworten gehabt? Bringen Sie mir wenigstens mein törichtes Geschreibsel zurück! Nötigenfalls werde ich Ihnen das heute abend erläutern. Vielleicht haben Sie die Liebenswürdigkeit, zeitig zu kommen.

Guten Morgen! Ich habe gestern Worte ausgesprochen, bei denen mir das Herz stillstand. Ich habe Ihnen gesagt, ich sehnte mich nach Ihrer Abreise! Das ist geradeso, als ob ich gesagt hätte: Ich möchte tot sein! Und das wäre noch eher wahr. Sie waren also wohl in Verlegenheit, was Sie mir antworten sollten. Lassen Sie es gut sein. Ich weiß ein Geheimnis, das Sie Ihrer Verlegenheit entheben wird. Es wird Sie in mich verliebt machen und wie! Aber das grobe Geschütz soll man möglichst bis ganz zuletzt aufsparen.

Mein Buch! Geschwind!

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