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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 115
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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115.

Sonntag, den 14. Mai 1775.

Sie tun mir weh, Sie betrüben mich, Sie quälen mich, und dann sagen Sie, daß ich dauernd zu grausam gegen Sie sei! Ach, mein Gott, ich »lasse Ihnen nichts durch«? Lieber Freund, wie können Sie diese Worte auszusprechen wagen? Aber ich verzeihe Ihnen.

Ich bin in Unruhe und Aufregung, in einer wahnsinnigen Wankelmütigkeit. Ich weiß nicht, ob das mein Kopf oder mein Leben länger aushalten wird. Einen so stürmischen Zustand kann man unmöglich ertragen. Wenn ich Ihnen alles sagte, würden Sie Angst bekommen und mich hassen. Ich leide so sehr. Ich bin so unglücklich! So voll Reue! Wie bangt mir vor der Zukunft!

Leben Sie wohl, lieber Freund! Mein Hirn und mein Herz sind wirr und wild. Ich finde keine Ruhe. Ich weiß nicht mehr, ob ich Sie liebe.

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