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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 107
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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107.

Dienstags, elf Uhr. [1775.]

Das hatte ich nicht erwartet! Noch ist im Grunde meines Herzens der schmerzliche Eindruck jener grausamen Worte nicht verwischt: »Wir können uns nicht lieben!«, auf die ich Ihnen zur Antwort gegeben habe: »Dann kann ich nicht leben!«

Mein lieber Freund, ich bin nicht imstande. Ihnen zu sagen, was ich alles leide, was ich alles fühle. Es erscheint mir unmöglich, all dem nicht zu unterliegen. Mein Körper ist erschöpft, und mich dünkt, er hat gerade noch die Kraft, in den Tod zu gehen.

Jetzt, am Abend fühle ich mich wohler. Ich war drei Stunden im Bad. Hinterher war ich wie abgestorben. Die beständigen Brustschmerzen lassen aber nicht nach.

Gute Nacht. Ihre Sorgen, Ihre Unruhe reden mir – entgegen Ihren Worten – ein: Wir können uns lieben!

Auf morgen! Ich warte schon auf Sie.

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