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Die leibhaftige Bosheit

Gustav Johannes Wied: Die leibhaftige Bosheit - Kapitel 27
Quellenangabe
pfad/wied/bosheit1/bosheit1.xml
typefiction
authorMathilde Mann
titleDie leibhaftige Bosheit
publisherDeutsche Buch-Gemeinschaft G. m. b. H.
year
firstpub
translatorMathilde Mann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080826
projectid47cdb47e
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Und dann saßen sie drinnen im Wohnzimmer und pafften und plauderten.

Sie saßen sehr gemütlich jeder in einer Ecke des Empiresofas, während das Feuer im Ofen prasselte.

»Ja, man erzählte es sich!« nickte der Oberlehrer sittlich entrüstet. »Der kleine Thomsen hat sie im Sommer einmal da draußen abgefaßt, als sie Rosen abschnitt!«

»Nun ja, mein Gott!«

»Das willst du doch nicht etwa verteidigen?«

»Verteidigen? – nein –«

»Draußen auf dem Friedhof! Auf den Gräbern! Nein, weißt du was!«

»Sie sammelt am Ende Rosen –«

»Sie sammelt?«

»Ja. Vielleicht liebt sie die Rosen so sehr.«

»Das ist aber immer noch kein Grund zum Stehlen.«

»Stehlen –! Pfui –! Nicht so hart sein! Knagsted wandte sein Gesicht dem Freunde zu:

»Sieh mich einmal an, Clausen, – nein, sieh mir gerade in die Augen!«

Clausen sah ihn an, jedoch nicht ohne zu blinken.

»Woher hast du eigentlich die doppelte Fuchsia dahinten, lieber Clausen?«

Clausen wurde dunkelrot wie die Fuchsia.

»Ja, siehst du wohl!« nickte Esau, und seine Haarzotteln tanzten vor Wonne. »Alle Sammler ›stehlen‹!«

»Ein armseliger Ableger!« murmelte der Pädagog.

»Ja, ja! Aber wenn du nun Diamanten gesammelt hättest –! Wie?« Der Zöllner packte seinen Wirt beim Arm – »Du bist doch wohl auf ehrliche Weise zu deinen Pfeifen gekommen? Du hast doch wohl Nummer achtundzwanzig nicht gegrabscht? Ich finde, sie schmeckt ein klein wenig nach dem Zuchthaus!«

»Deine Scherze sind immer gleich so grob!« murmelte Clausen ärgerlich.

»Ha, ha, ha! – Nein, man soll Kommas sammeln, das ist viel besser! Für die muß man sich selber abarbeiten.«

»Sammelst du denn wirklich Kommata?« fragte der Oberlehrer ungläubig.

»Weiß Gott, das tue ich! Sieh nur einmal –« (Knagsted zog sein Taschenbuch heraus und blätterte darin), »hier sind die letzten Ergebnisse.«

Er zeigte auf ein Blatt und las:

»Ewald: Die Fischer: 27 335. Balders Tod: 45 860. Die brutalen Treiber: 39 022. – Ich sammle ja nur aus dänischen Schriftstellern, weißt du. Man muß Spezialist sein. Und das andere wäre ja auch nicht zu bewältigen! – Und wenn ich nun mit Ewald fertig bin«, fuhr er fort, »dann zähle ich alles zusammen. Das ist eigentlich das Amüsanteste. Holberg gibt über sechs Millionen, du! – Aber man muß schrecklich genau sein, denn es ist so ärgerlich, wenn die Rechnung beim zweiten Male nicht stimmt.«

»Zählst du sie zweimaI ?« fragte der Pädagog mit Augen, so groß wie Dessertteller.

»Ja – ja! Und das zweitemal fange ich von hinten an!«

Clausen verfiel in Gedanken. Das muß eine verdammt angenehme Arbeit sein, mit der man sich an langen Winterabenden beschäftigen kann!

»Kann ich hineingehen und mir eine frische Pfeife stopfen?« fragte der Zöllner und steckte die Kommata wieder in die Tasche.

»Was sagst du?«

»Eine frische Pfeife.«

»Ja, gern, lieber Freund, gern, sehr gern!«

»Welche Nummer soll ich nehmen?«

»Ja, Nummer neunundzwanzig wäre mir am liebsten.«

»Dann nehme ich natürlich Nummer neunundzwanzig!«

»Aber es ist eine Meerschaumpfeife, Knagsted –«

»Ich füge mich der Weltordnung«, sagte Knagsted, ging in das Nebenzimmer und stopfte sich die Pfeife.

Und nach einer Weile saßen sie wieder traulich jeder in seiner Sofaecke und pafften. Und als die Pfeife zu Ende geraucht war, erhob sich Esau und nahm Abschied von dem Freund.

Der Oberlehrer begleitete ihn bis an die Treppe und dankte ihm immer wieder für seinen Besuch.

Und dann kehrte er in das Wohnzimmer zurück. Mitten im Zimmer blieb er einen Augenblick stehen und ließ sinnend seine Finger durch das Haar gleiten. Dann ging er mit langen Schritten auf das Bücherbrett zu und entnahm dem zweitobersten Fach ein Buch. Und lächelnd, halb erwartungsvoll und halb verlegen, setzte er sich mit dem Buch an den Schreibtisch.

Eine ganz unwiderstehliche Lust, nachzuzählen, wie viele Ausrufungszeichen in Richard dem Dritten von Shakespeare enthalten waren, hatte ihn angewandelt.


»Aber nun bitte ich Sie,« sagte der eine Siamesische Zwilling, Frau Lassen, dunkelrot vor Erregung, zu dem andern Siamesischen Zwilling Frau Heilbunth, »ist dies kleine Winkelmaß von Emanuel Thomsen nicht ganz um Sinn und Verstand gekommen, weil er das Glück gehabt hat, die paar lumpigen Groschen in der Lotterie zu gewinnen! Ich komme neulich in den Laden und will eine halbe Elle Gummiband haben, von dem gekrausten, wissen Sie, zu Strumpfbändern – Lassen ist in diesem Punkt ja altmodisch! – und da steckt dieser Eunuch – denn ein wirklicher Mann ist er bei Gott im Himmel nicht! – da steckt er die Nase in die Luft und sagt: ›Meine Frau Mutter betreibt das Geschäft nicht mehr!‹ – Frau Mutter! nun bitte ich Sie! Diese Flickmadam! Und jetzt wollen sie Landwirt werden! Was sagen Sie dazu? Und er ist doch ein ganz gewöhnlicher Kellner im Verein gewesen! Nein, ich sage wirklich mit dem seligen Bjerregaard, wenn Lumpengesindel zu Ehren und Bettelpack zu Geld kommt, so fangen die Hühner an, mit Lackschuhen zu gehen!«

Und der Siameser Zwilling Lassen atmete vor Empörung so tief auf, daß die Kinnbänder an des Siameser Heilbunths Visitenhut zu flattern begannen. –

Aber die ganze Stadt sprach auch von nichts anderem als von der Familie Thomsen. Wenn Manuel sich wie ein Taschenkrebs in seinem guten Cheviotanzug, der jetzt für alltags herabgesetzt war, durch die Südstraße bewegte, füllten sich alle Ladentüren mit Handlungsgehilfen und gegen alle Fensterscheiben preßten sich flachgedrückte Nasen. Ihn genierte das wenig oder gar nicht; die alte Mutter Karen dahingegen wagte kaum, sich auf der Straße blicken zu lassen, und sie litt die schrecklichsten Qualen, ehe sie sich zum Krämer oder zum Bäcker hineinwagte, um ihre Einkäufe zu machen. Die Kleider wurden ihr von den Frauen und Mädchen, die sie mit gierigen Händen an sich zogen, um sie auszufragen, fast vom Leibe gerissen: »Haben Sie den Mühlenhof gekauft?« »Wollen Sie den Mühlenhof kaufen?« »Haben Sie das Geld geerbt oder haben Sie es verdient oder haben Sie es gewonnen?« »Wieviel Geld haben Sie geerbt oder verdient oder gewonnen?« Die arme Frau kam ganz zerschlagen an allen Gliedern und ganz wirr im Kopf nach Hause, beinahe als habe sie Karussell gefahren, in dem Maße wurde sie von den teilnehmenden Leuten malträtiert.

Aber daheim auf dem Sofa in der Hinterstube saß Manuel, das eine Bein großfürstenmäßig über das andere geschlagen, die Zeitung des Städtchens in ihrer ganzen Breite vor sich.

Und dann hatte er sich auf das Rauchen gelegt. Er hatte sich eine Pfeife angeschafft, die beinahe ebenso groß war wie er selber.

»Man bleibt reichlich lange aus«, sagte er und sah mit seinem scheibenrunden Gesicht von der Zeitung auf. Die Pfeife steckte ihm im linken Mundwinkel.

»Man kann ja nicht von ihnen loskommen«, stöhnte die Alte und sank in einen Stuhl. »Sie machen einen ja verrückt mit ihrem Gerede über den Mühlenhof.«

»Sind die Leute mit dem Gerede denn noch nicht fertig!« sagte Thomsen überlegen. In seinem Herzen hoffte er, daß sie niemals damit fertig werden möchten.– »Hier ist ein guter Federwagen zum Verkauf angekündigt.« Er schlug flott mit den Fingern auf die Rückseite der Zeitung. »Was meinst du, sollte man hinfahren und sich ihn ansehen?«

»Es ist noch lange hin, bis wir Verwendung für einen Wagen haben werden, Manuel –«

»Für einen Federwagen hat man immer Verwendung!«

»Ja, wenn wir den Hof erst haben –«

»Man glaubt, daß man doch einmal hinfährt und ihn sich ansieht!«

»Ja, tue du das, Manuel.«

Es verging kaum ein Tag, ohne daß Thummelumsen sich nicht irgend etwas »ansah«. Er kaufte selten etwas, denn es wurde ihm nach wie vor sehr sauer, bares Geld herauszurücken. Er ließ sich aber das »Vorkaufsrecht« geben, und dann entfernte er sich mit der Haltung eines Brandmajors. Er ließ sich Pferde vortraben, befühlte Kühe und musterte Schweine und Schafe. Ja, er war sogar ein paarmal ausgefahren, um Gehöfte zu besehen, die er nie im Leben zu kaufen beabsichtigt hatte, da das Familiengehöft in Lindenberg das einzige irdische Gut war, an dessen Besitz ihm etwas gelegen war. Aber er ließ sich in Stall und Scheune herumführen, schätzte den Viehbestand ab und untersuchte die Qualität des Bodens. Worauf er sich das Gehöft »an die Hand geben« ließ, mit der Familie zu Mittag aß und wieder heimwärts zog.

Der kleine Emanuel war jetzt ganz glücklich. Die verflossenen fünfzehn Jahre der Sorge und Erniedrigung nahm er als »Prüfung« hin, die ihm Gott auferlegt hatte, um durch Zucht und Härte die Stunde der Erfüllung noch lichter und strahlender zu machen. Und er war Gott in seinem Herzen wirklich dankbar wie ein Kind, dem ein strenger, aber liebevoller Vater endlich den einen brennend und lange gehegten Wunsch erfüllt hat. Und wie ein Kind liebenswürdiger und umgänglicher wird, wenn man ihm seinen Weg sonnig macht, so kam auch jetzt all das Gute und Naiv-Liebenswürdige hervor, was bisher auf dem Grunde von Emanuels Seele geschlummert hatte. Seine Brust schwoll bei dem Gedanken, sich mit der ganzen Welt zu versöhnen, allen die Hände zu drücken und ihnen freundliche, scherzende Worte ins Ohr zu flüstern.

Die Stadt aber fand ihn nur noch lächerlicher in seiner strahlenden Siegesfreude und seinem naiven Selbstgefühl.

Sie zeigte heimlich mit den Fingern auf ihn und lachte laut hinter seinem Rücken. Thomsen aber sah und hörte nichts, so erfüllt war er von sich selber und von der großen, wunderbaren Gnade, die Gott der Herr ihm hatte widerfahren lassen. Denn er schrieb alles dem lieben Gott zu: »Daß man einer solchen Barmherzigkeit würdig befunden war, Mutter Karen! Aber man preist den Allmächtigen auch täglich auf den Knien!«

Und er tat, was er sagte: Jeden Abend, bevor er sein Lager bestieg, kniete er in seinem reichlich langen Nachthemd – einem unveränderten Erbteil seines Vaters – auf der kleinen Flickendecke vor dem Bett nieder und sandte ein heißes Dankgebet zum Himmel empor, weil ihn dieser endlich erhört hatte. Seine Hände waren gefaltet und sein Antlitz inbrünstig gen Himmel erhoben. Und wenn das Dankgebet beendet war, nahm er das Bankbuch, das er immer in der inneren Tasche seines Rockes bei sich trug, öffnete es und betrachtete lange die Summe; dann steckte er das Buch unter das Kopfkissen, legte seinen kugelrunden Edamerkopf auf dem Kissen zur Ruhe und schlief sanft ein, um am nächsten Morgen zu einem neuen wonnevollen Tag zu erwachen.

Aber ein wenig »hochnäsig« war er ja freilich geworden, das ließ sich nicht leugnen. Sein Rücken war gerade geworden (Mutter Karen behauptete geradezu, daß er gewachsen sei), der Kopf saß stolz auf dem kurzen Halse, und er bemühte sich, die schiefe Schulter hoch zu halten. Außerdem hatte er sich einen Spazierstock und ein Paar braune Glacéhandschuhe angeschafft, die er nachlässig in der rechten Hand hielt und womit er sich von Zeit zu Zeit gegen die Hüfte schlug. Und des Sonntags erschien er in langem, schwarzem Gehrock und graugestreiften Beinkleidern.

Alle seine kleinen Ämter hatte er aufgegeben.

»Man hat es nicht mehr nötig, Herr Hardesvogt,« hatte er gesagt, als er seine Kündigung anzeigte, »und Sie werden aus dem Obenangeführten einsehen können, daß sich die Lage der Dinge so verändert hat, daß es sich für einen nicht mehr passen würde, auf Ihrem Bureau zu sitzen und Akten abzuschreiben!«

»Das Obenangeführte« bestand darin, daß er dem Hardesvogt unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertraut hatte, daß er die Absicht habe, in allernächster Zukunft sein väterliches Besitztum wieder zurückzukaufen.

Und dem Rechtsanwalt gegenüber, bei dem er ebenfalls wöchentlich einige Stunden gearbeitet, hatte er sich in ähnlichen, zierlichen Wendungen ausgedrückt.

Dahingegen hatte er gemeint, daß es genügen würde, wenn er seine Stellung als Diener im Klub der Freßsäcke schriftlich in einem an Redakteur Heilbunth gerichteten Schreiben kündigte.

Nun, dies alles ging ja im Grunde niemand etwas an! Aber daß er sich eines schönes Tages daheim auf einen Stuhl in den Laden gesetzt und mit einer überirdischen Handbewegung den kauflustigen Damen die Tür gewiesen hatte, indem er sagte, er bedaure sehr, ihre geehrten Aufträge nicht effektuieren zu können, »da meine Frau Mutter mit dem heutigen Tage ihr Geschäft aufgegeben und sich in das Privatleben zurückgezogen hat!« – das veranlaßte Madam Thomsens alte und wirklich treue Kunden, vor Wut und Empörung zu schäumen. Sie stürzten zum Laden hinaus, schlugen die Tür mit einem solchen Lärm hinter sich zu, daß Mutter Karen im Hinterzimmer, wo zu verbleiben sie strengsten Befehl erhalten hatte, jedesmal einen kleinen Schrei ausstieß.

Manuel aber lachte laut.

Und acht Tage später wurden die Waren und das Inventarium auf öffentlicher Auktion in dem Auktionslokal der Stadt verkauft. Der Fußboden im Laden wurde gemalt, die Wände tapeziert, die alten Möbel, die oben auf dem Boden und im Hahnenschuppen gestanden hatten, wurden ausgepackt, abgerieben und aufgestellt. Und jetzt hatte die Familie Thomsen zwei Salons.

Aber obwohl sich Manuel jetzt gleichsam in eine höhere Rangklasse erhoben fühlte, entsagte er trotzdem keineswegs seiner Lieblingsbeschäftigung. Regelmäßig zweimal wöchentlich konnte man ihn früh des Morgens mit Besen und Gießkanne draußen vor dem Hause und auf seiner halben Portion Straße beschäftigt sehen. Und Türschlösser und Fenster erhielten allsonnabendlich ihren Branntweinüberguß und die Möbel ihre Abreibung mit Petroleum.

»Das sitzt einem so in den Fingern, Mutter Karen!« sagte der kleine Mann. – »Und dann muß man auch in der Übung bleiben, bis man wieder auf das Gehöft hinauskommt.«

Und Mutter Karen schwieg und nickte, wie sie zu allem, was der Sohn tat und sagte, schwieg und nickte. Sie hatte einen an das Mystische grenzenden Respekt vor ihm bekommen, von der Stunde an, wo er es für gut befunden hatte, ihr mitzuteilen, daß Gott der Herr ihn über zwölftausend Kronen in der Lotterie habe gewinnen lassen. Sie war jetzt fest davon überzeugt, daß er mit höheren Mächten im Bunde stehe. Und der Umstand, daß das Geld genau drei (Gott Vater, Gott Sohn und Gott der Heilige Geist) Tage nach Knors' und Mortensens Wallfahrt nach dem Mühlenhof gekommen war, und die »Offenbarung« also ihre Probe bestanden hatte, das hatte sie mit dem unerschütterlichen Glauben erfüllt, daß sowohl jetzt als auch in Zukunft Manuel einzig und allein bestimmen und regieren müsse.

Und doch fühlte sie sich zuweilen gleichsam auf schwankenden Wegen! Daß der Junge so plötzlich alle seine Stellungen kündigte; daß er die Kunden zum Laden hinausjagte, und daß er Zwirn und Garn und Band und Knöpfe und den Ladentisch und »die ganze Bescherung« nach dem Hotel fahren und verkaufen ließ, das kam ihr ja wie der größte Wahnsinn vor! – Aber sie murrte nicht. Sie saß nur zusammengesunken in ihrem Stuhl da und grübelte. – Und dann war er ja so überaus sanft und freundlich im Umgang geworden! Wollte die liebe Mutter Karen dieses nicht haben? Wollte die liebe Mutter Karen jenes nicht haben? Die liebe Mutter Karen muß wirklich etwas mehr Wirtschaftsgeld haben! Und ein neues Kleid muß sie haben und einen neuen Schal und eine neue Haube! – Aber, aber, aber – Ein Glück war es nur, daß Manuel nicht sofort hinausgestürzt war und den Mühlenhof gekauft hatte! Da hatte sich doch der alte Mühlen-Mortensen, dieser Klotz, als treuer Freund erwiesen, indem er erklärte, daß Cornelius da draußen besser im Frühling beizukommen sein würde als jetzt, wo er die brillante Ernte gehabt habe, mit der er die schlimmsten Löcher zustopfen konnte. Und der Rechtsanwalt, mit dem der Junge gesprochen, hatte ihm denselben Rat erteilt. – Ach ja, da hatte sie doch wenigstens den Winter, um ihre Gedanken zu ordnen. – Ach ja, ach ja! – Aber, aber, aber –


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