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Die Lamplgasse

Rudolf Stürzer: Die Lamplgasse - Kapitel 20
Quellenangabe
typenarrative
booktitleDie Lamplgasse
authorRudolf Stürzer
year1924
firstpub1921
publisherBurgverlag
addressWien
titleDie Lamplgasse
pages154
created20140527
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Beim Heurigen.

Ungestrichene, verwitterte Bänke und Tische, die Stützen in die Erde gerammt, drüber ein Laubdach alter Nuß- und Apfelbäume, ein flackernd grünes Dämmern voll goldiger Sonnenflecken, durchwoben vom schmeichelnden Dreiklang der »Winsel«, der »Klampfn« und des »Maurerklaviers«, von hellem Lachen und frohsummendem Stimmengewirr – – o du Leid ertränkender, Frohmut spendender, unvergleichbar einziger Grinzinger Heuriger!

Gelbgrün funkelt der würzige Rebensaft in taubeschlagenen Flaschen und Gläsern zwischen Hügeln fettigen Pack- und Pergamentpapiers voll köstlicher Schätze an Geselchtem, kaltem Schweinernen und Kälbernen, Gänsebrüsten und Biegeln, Backhühnern, Karbonaden, Schopfbraten, Schinken, Würsten, Speck, Käse, harten Eiern und anderen Herrlichkeiten eines üppig spendenden Gottes der Freude und des Genusses . . .

Es gab fast keinen Platz mehr für die Einziehenden, nur abseits am Gartenzaun unter Holunderbüschen war noch ein langer Tisch frei, im Dufte eines nahen Kuhstalles, daher noch scheu gemieden. Auf ihn steuerten die aus der Lamplgasse los und bald saß die Gruppe harrend der kommenden Dinge.

Herr Wotruba blickte mit schwimmenden Augen auf das ungewohnte Bild im Wonnefieber des ersten Sehens. Geschäftig eilten Mägde hin und her mit Stutzengläsern, Wein- und Sodaflaschen, und plötzlich stand auch eine, vollbusig und rotwangig, neben Herrn Wotruba, stützte leicht den vollen bloßen Arm auf seine Schulter, das eine Knie auf die Bank und sah dem Schuster aufmunternd in das verdutzte Antlitz:

118 »Also was is, Herr Vatta, was kriegn ma denn?«

Frau Radlinger versuchte noch die Befehlsgewalt an sich zu reißen: »Bringen Sie uns zwei Kracherln, zwei Achtel Gspritzte und ein Viertel Wein . . .«

Die Kellnerin hielt die Hand vor den Mund und kicherte mit lustigem Kopfschütteln hinein: »Also gschwind, Herr Vatta, was soll i bringa?«

Ratlos sah der Gefragte auf die Führerin des Ausfluges und schnell begreifend rief die Kellnerin: »Aber so a Zipflerei san mir net gwohnt da – i bring an Liter und an Siphon, da können S' Ihna spritzn, so viel S' wolln – und für die Kinder drei Kracherln . . .« und weg war sie. Hinter ihr her unzusammenhängender Widerspruch, dann Erörterungen und Erwägungen wegen der Bewältigung solcher Mengen – und mitten in die Ausführungen der besorgten Hausfrau hinein stellte die Rückkehrende die Gläser und die Flaschen und sagte zuversichtlich: »Sie werdn 's schon d'rmachen, i hab ka Angst, d'r Herr Vatta hilft Ihna schon« – gab dem stillen Böhm einen anfeuernden Klaps auf den Rücken und entschwand, heftig begehrt von anderen Gästen.

Herrn Wotruba durchrieselte der erste Trunk schier mit Wollustschauern, den anderen rauchte die Kohlensäure durch die Nasen. Ein wohliges Gefühl der Labung und Erquickung überkam sie alle.

Da zog eine neue Schar in den Garten ein, drei Männer und zwei Frauen, frohes, leichtherziges Wienertum, sorglos der Stunde lebend, die ein gnädiges Geschick gewährt.

»Da schau, Xandl, da is grad no a Platzerl für uns – die Herrschaften erlaubn schon, net wahr, Herr Nachbar, Sie habn nix dagegen?«

119 »Aber bitt ich Ihne, is uns an Vergniegn . . .« Herr Wotruba ahnte erhebende Geselligkeit, die Gattin und Frau Radlinger musterten die Frauen, die leicht grüßend, unbefangen und gewohnheitssicher auftraten. Die Herren legten alsbald umfangreiche Pakete auf den Tisch und einer rief der Kellnerin: »Giserl, was is denn, solln ma da vadurschtn?«

»Grüaß Ihna Gott, Herr Helmer, jeh, da Herr Haubner und da Herr Nowak is aa da – küß d' Hand gnä Frau, küß d' Hand!« jubelte die Kellnerin.

»Also Weiberl, paß auf: drei Liter Heurign und a Kracherl, aber heut no, sunst tramt D'r vierzehn Tag vom Teufl!«

»Dös war ma recht, mir hat schon lang nix Gscheits tramt«, und lachend stob sie dahin. Die Pakete wurden ausgepackt, bald deckte eine Überfülle von Fleisch und Würsten aller Art den Tisch.

»Varhungan werdn ma net« stellte Herr Helmer fest.

»Mir habn ja aa no das Packl vom Vogl! Den sei Gsicht mecht i sehgn!« alle lachten voll Übermut, am lautesten die Frauen.

»Gschiecht eahm schon recht, warum muaß er an Extratanz machn nach Sievring mit d'r Wenzinger-Plattn, war er bei uns bliebn!«

»Jegerl, dös wird so ka Halloh werdn, wann der durt auspackt . . .«, kicherte die eine Frau und die andere preßte die Hand auf die feste Brust und konnte kaum reden vor Heiterkeit: »Da hat er d'r Wenzinger no ausdrücklich gsagt, sie soll nix mitnehmen, er bringt schon selber alles mit!«

Man schüttelte sich vor Lachen und Herr Helmer wandte sich dann an den mit allen Sinnen horchenden Schuster:

120 »Wissen S', Herr Nachbar, mir habn an guatn Freund, der geht sunst immer mit uns da außa – aber heut hat er a andere Gsellschaft gfundn, a junge Witwe is dabei, da will er si eintegln – eh schon wissn – na, und da habn mir eahm sei Packerl vertauscht in der Tramway und habn eahm a nämlichs gebn, aber drinn san vom Nowak zwa alte Schuach – der wird a so net spuckn . . .«

Man lachte nun zusammen – die Verbindung war angeknüpft. Gierig hefteten sich des Schusters Augen auf die Eßwaren – ein gewaltiges Hungern kam über ihn. Als hätte es der andere durch eine Art geheimer Übertragung gefühlt, wandte er sich plötzlich halb herum und rief:

»Aber meine Herrschaften, Sie sitzn da ganz ohne? Ja, was is denn dös für a Heurignpartie?«

»Mir habns Jausn gessn auf Wiesn, sans me nur da auf paar Viertel . . .«

»Ah, dös geht ja net, zum Heurign braucht ma a Unterlag, a so a Wiesnjausn gibt ja nix aus und der Wein zehrt – da schaun S', gnä Frau, da is grad a recht a schönes Kareetscherl, oder wolln S' a Stückerl Kaiserfleisch? Aber nur net schenirn, mir habn gnua. Zuagreifn, wann ma was kriagt. Gengan S', Herr Nachbar, teiln S' aus . . .«

»Wißt's was? mir gebn glei das ganze Vogl-Fuatta dena Herrschaftn, wenigstens kann er net sagen, daß mir 's eahm weggfressn habn!«

»Gilt schon – so, Herr Nachbar, da habn S' das ganze Packl – aber nix redn, was geht Ihna da Vogl an, war a mitganga – jetzt kann er 'n Nowak seine Tscheankn kifln . . .«

121 Ungeheure Heiterkeit – schandenhalber sträubte man sich noch, aber der Hunger überwog alle Bedenken. Nach dem ersten Gansbiegel erwachte in Herrn Wotruba der Weltmann: »Aber wie sulln me uns rewantschirn?«

»Aber is d'r Müh wert – wissn S' was, zahln S' halt a paar Liter, mir werdn net streitn . . .«

Ein gelinder Schreck durchfuhr den Schuster und seine Gattin horchte scharf auf, aber sie war gerade daran, eine Büchse Sardinen zu entleeren und Frau Radlinger knusperte an einem Stück Backhuhn, konnte also nicht mehr zurück.

Als die Kellnerin bald darauf die leeren Flaschen holte, sagte Herr Nowak: »Bringen S' glei fünf Liter, Giserl, die Herrschaftn da unten trickern ja schon aus!«

122 Die Musik spielte und Herr und Frau Lechner sangen dazu: »Heut hab i schon mei Fahnl, heut is ma allesans, da habts mei letztes Kranl und spielts ma harbe Tanz . . .«

Man aß, trank und sang; auch den Frauen stieg der Wein schon allgemach zu Kopfe. Herr Wotruba redete immerzu: »Ise net wahr? Heut is allesans, ob me Geld hat oda kans – hab i recht? kann ma Geld fressn? na! no also! – so an Räuschel is me liebe als an Hustn oda Fiebe, hab i recht oda net? no also . . .«

»Hallo! Die Bachereifrau! Da kumman S' her!«

Das Weib kam heran und ihrem Korbe wurden Weinbeißer, Korsikaner, Engländer, Indianer, Karlsbader und andere Süßigkeiten entnommen. Auch Herr Wotruba wählte aus und wies die Bäckereifrau mit schelmischer Dringlichkeit an Frau Radlinger: »Gengan S' nur hin, Hausfrau zahlt schon!«

Da rief Herr Nowak: »I gratulir Ihna, Sö habn a fesche Hausfrau, die unsare is a alts Drachngstell – aber a so a Hausfrau, dö laß i ma gfalln!« Er war gerade im Aufstehen und beim Vorübergehen tätschelte er anerkennend Frau Radlingers runden Oberarm: »A fesche Hausfrau, da gibt 's nix . . .«

»Ein Hoch der feschen Hausfrau!« rief Herr Haubner und man sang das dazugehörige Lied – Frau Radlinger war geschmeichelt und bald umfing die gleiche Wonne des Genießens beide Lager.


Draußen vor dem Tore standen der Ibsen und der Menzel, um sie herum eine Schar Grinzinger Halbwuchses, barfüßig 123 und barhäuptig, Spuren der Muttererde in den sonnverbrannten Gesichtern. Der Ibsen und der Menzel machten es wie in der Lamplgasse.

»Schauts, daß weitakummts! Da gibt 's gar nix zum Schaun! Fahrts oh – schauts auf Euchere Häuser, aber nöt auf dös da!«

Die Grinzinger verhielten sich vorerst noch heiter ablehnend, lachten unbändig und hie und da erscholl aus ihren Reihen ein Gegenruf.

»Halt die Pappn, glasaugata Aff!«

»Gelba Spatz, da hast an Habern!« und ein Roßapfel kollerte dem Menzel vor die Füße.

»No warts, ös Lausbuabn, dös sag i meiner Mutta!«

»Sag 's Deina Großmuatta!«

»Der gelbe Zaunraunk schaut aus wia d'r Zwerg beim Ringlspiel!«

»Geh, Poldl, schmier dem Glasaugatn ane . . . !«

Der Menzel schrillte: »Mistbuam, dreckige!«

Der Ibsen zeterte: »Lausbuabn, i hau Euch ane owa!«

Auf einmal entstand ein Wirbel. Braune Grinzinger Bubenfäuste droschen auf den Ibsen und Menzel los, die vorerst nicht zum Schreien kamen; was nicht hieb, das johlte – da kam aber auch schon der Schankbursch im Laufschritt mit einem Büttel Wasser angerückt, hoch im Bogen schleuderte er das trübe Naß auf den Kämpferknäuel, der im Nu auseinanderstob und spurlos verschwand.

Nur der Ibsen und Menzel blieben auf dem Schlachtfelde, waschelnaß und arg zerbläut. Dem einen waren die Augengläser verbogen, der andere vermißte die Krempe seines Hütchens. So kamen sie zu dem Tische unter den 124 Hollunderbüschen und das ergab eine unliebsame Abwechslung in der Gesprächsführung.

Herr und Frau Helmer sangen gerade wieder: »Komm in meine Liebeslaube . . .«, als die beiden Mütter ob der ungünstigen Veränderung des Aussehens ihrer Sprößlinge ihre Entrüstung zu äußern begannen. Herr Wotruba tat ganz unbeteiligt; vor seinen Augen spielte sich eine andere Erscheinung ab, die ihn lebhaft beschäftigte. Ihm war es, als ob sich der Garten hebe und senke, die Bäume sahen wie Riesenpfropfenzieher aus und die Menschen schwammen zu einer Masse zusammen. – Am ruhigen Genusse dieses seltsamen Schauspieles hinderte ihn nur ein uhrwerkmäßig wiederkehrendes Schlucken.

Die Tischgenossen trösteten Kinder und Mütter, linderten das Leid durch niederschmetternde Kritik an der Grinzinger Jugend, tranken und sangen aber bald wieder frohgemut weiter. In die Frauen Wotruba und Radlinger war ein Geist der Unruhe gefahren; sie drängten zum Aufbruch.

»Aber Sie werdn do net schon gehn, jetzt, wo 's erscht gmüatli wird!« riefen entrüstet die andern und Herr Nowak sagte zu Herrn Wotruba, der starr vor sich in den schwingenden Garten sah und schluckte: »Geln S' ja, Herr Nachbar, Sö bleibn no da, lassn S' die Fraun hamgehn – – geh, Fanni, hast net a Stückl Zucker, daß eahm d'r Schnackerl vergeht?«

Der stille Böhm drehte die Augen im Kreise und zwischen zwei Stößen hinein bekannte er voll stolzer Freude: »Hick – i habs an Rausch – hick!«

»Ah freili, dös bildn S' Ihna nur ein – von dö paar Lackerln, was Sö trunkn habn – trinkn S' no dös Öl 125 von die Sardinen, passn S' auf, da wird Ihna glei besser . . .«

Frau Wotruba war starr vor Entsetzen, Frau Radlinger sichtlich unangenehm berührt. Herr Wotruba war unzugänglich. Er begnügte sich lediglich mit der wiederholten Feststellung: »I habs an Rausch!«

Einige Versuche, ihn aus der Bank herauszubringen, mißlangen, dann taten sich die drei anderen Herren zu gemeinsamer Hilfe zusammen, betätigten überaus geschickt bewährte Hebelwirkungen und stellten Herrn Wotruba schließlich doch noch auf die einknickenden Beine.

»Wann er nur a bißl geht, kummt er schon wieder in Schwung«, meinte Herr Haubner, Herr Helmer aber wunderte sich: »Wia-r-a Mensch von a paar Tröpferln glei so an Straß kriagn kann . . .«

Jetzt aber wuchs Frau Wotruba in die Lage hinein, an ihr fand der wankende Gatte festen Halt und starke Stütze.

Die Giserl war herangekommen, kicherte wieder in die vorgehaltene Hand und fragte dann geschäftsmäßig: »Also, wie wird das aufteilt von die Herrschaften?«

»Dös is a leichte Rechnung – wiaviel Liter san herkumma? fufzehne? also guat, so nehman mir zehne und fünfe der Herr da . . .«

Der »Herr« hing an seiner Gattin, die ihn unter der Achsel stützte, schlenkerte mit der Rechten und sagte nur ganz schlicht: »I habs an Rausch!«

»Also zahlt 's halt daweil die Hausfrau – san S' a fesche Godl, Hausfrau«, sagte Herr Nowak und tätschelte nun bereits die Schulter der Frau Radlinger. Diese wand 126 sich noch: »Bestellt hab ich eigentlich nichts – – mir habn auch keine fünf Liter getrunken . . .«

»A freili, habn S' net gsehgn, was der Herr aus Böhmen einigschütt hat? – no, und das Essn? D'r Vogl hat guat seine zehn Kranln dafür ausgebn . . .«

Herr Wotruba war lange nicht zum Gehen zu bringen, erst als Herr Haubner den andern Arm des Schwankenden ergriff, kam eine ziemlich umständliche Art von Fortbewegung zustande, bei der Herrn Wotrubas Beine mehr schleiften als traten. Hinter ihnen her klang es jubelnd und voll Zuversicht:

»Kindar, wer ka Geld hat, der bleibt z'haus,
Heut reiß i dar Welt a Haxn auauaus!«

Auf der Straße stellte Herr Nowak fest: »Mit den Mugltrumm Affn lassn S' Ihna net eini in die Elektrische, Herr Wogurka, da gibt 's nix als a Wagerl!«

»Aber i bring 'n schon hin, i dank schön, bemühn S' Ihna net, für den Affn kann er si übrigens bei Ihna bedankn . . .«, sagte Frau Wotruba giftig. Herrn Nowak verschlug es die Rede, er vergaß den Abschiedsgruß, machte eine abweisende Handbewegung und begab sich kopfschüttelnd zu seiner Runde zurück.

Es war nicht möglich, den stillen Böhm zu einer raumgreifenden Schrittfolge zu bewegen – er drehte sich um seinen Stützpunkt wie das Schiff um den Anker und hub schwermutsvoll zu singen an:

»'s wird schene Madln gebn
Und i wer nimme lebn . . .«

Das Schauspiel fand bald frohbewegte Zuschauer.

127 »Serwas, den hat 's gsund, der hat an schön Schwamma brockt!«

»D'r Aff macht schon a Drahdiwaberl mit eahm . . .«

Herr Wotruba sah lauter tanzende Derwische um sich und versuchte sie zu beschwören:

»In Grinzing, in Grinzing,
Da gibt 's an Hetz, an Gstanz – – –«

Aus der Menge rief nun einer überlaut: »Serwus, Brzesina!« und ungeheure Heiterkeit umbrauste den Sänger und seinen stummen Chor.

Frau Wotruba fühlte ihre Kräfte schwinden, Frau Radlinger verging vor Scham und Aufregung, das Mariederl versuchte sich als Bremse bei den Drehungen ihres Vaters, der Ibsen schaute verängstigt durch seine verbogenen Augengläser, der Menzel hing weinend an der taubengrauen Schoß der Mutter.

»Mei liabe Frau, so kumman S' net eini in die Elektrische«, sagte ein Gutgesinnter, »wann 's an amal draht, dann is gfehlt, schaun S' nur, daß a Wagerl kriagn . . .«

Wie hergezaubert tauchte jetzt auch in der Ferne ein Einspänner auf und ward vielstimmig angerufen.

Frau Radlingers Widerstandskraft war gebrochen. Nur fort – war ihr sehnlichster Wunsch. Hilfreiche Hände hoben und schoben Herrn Wotruba in den Wagen, drückten ihn in die Ecke, neben den in sich Zusammensinkenden setzte sich die Hausfrau, auf den Notsitz Frau und Fräulein Wotruba, der Menzel wurde zwischen sie hineingepreßt und der Ibsen kletterte auf den Bock als Wegweiser in die Lamplgasse, von deren Dasein der Kutscher da das erstemal erfuhr. 128

 

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