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Die Kinder von Finkenrode

Wilhelm Raabe: Die Kinder von Finkenrode - Kapitel 7
Quellenangabe
typefiction
authorWilhelm Raabe
titleDie Kinder von Finkenrode
publisherVerlagsanstalt Hermann Klemm
seriesSämtliche Werke
volumeZweite Serie Band 2
printrunDreizehntes bis Siebzehntes Tausend
year
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20080920
modified20181018
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6

Das Speisezimmer des Hauses Fasterling ist ein behagliches Gemach mittlerer Größe, dessen Wände in dunkelblauer Ölfarbe gemalt sind. Der runde Klapptisch von Eichenholz steht in der Mitte, und heute wie vor zwanzig Jahren steht der nach Südosten und dem Ofen zu gelegene Fuß desselben auf einem Stückchen zusammengewickelten Papieres; denn der Fußboden hat sich, nach dieser Richtung hin, etwas gesenkt. Der Ofen ist ein altertümliches Bauwerk von weißen und grünen Kacheln und trägt auf seiner pyramidenförmigen Spitze die Gipsbüste Ihrer Majestät der Königin Luise von Preußen. Neben dem Ofen, im Winkel, befindet sich seit undenklichen Zeiten der riesenhafte, dunkelgebeizte Eckschrank, welcher bei feierlichen Gelegenheiten zugleich als Buffet dient. Hinter den blankgescheuerten Glastüren desselben prangen die verschiedenartigen Gegenstände in Glas und Porzellan, welche das Herz einer Hausfrau mit Wonne erfüllen. Da sind Tassen von allen Größen und Formen, Geschenke, aufbewahrt lange Generationen hindurch, gemalt, vergoldet, mit Schriftzügen – dem guten Hausvater – Lohn der Tugend – der Hausmutter – zur Erinnerung – und so weiter, und so weiter. Ferner gibt es da allerhand Weingläser – eine interessante Sammlung für den Kenner! Da steht der grüne, ehrenfeste, echtdeutsch-gemütliche Römer neben dem spitzfindigen Likörgläschen, dem windigen Champagnerglase; da steht das fein und zierlich geschliffene Wasserglas neben dem gewaltigen, wunderbaren, silbergehenkelten Bierkruge. Ganze Pfeiler von Tellern, Schüsseln wechseln mit buntgemalten Punschbowlen, Suppennäpfen und so weiter ab; und zwischendurch wimmeln Mißgeburten aller Art, Chinesen, Schäfer und Schäferinnen, Tiere, wie die Naturgeschichte sie kennt und nicht kennt! Stundenlang könnt' ich in der Beschreibung dieses Schrankes und seines Inhaltes fortfahren, wie ich einst Stunden in vergnüglicher Betrachtung vor ihm zugebracht habe. Ich bescheide mich aber, und sage nur noch, daß an der Seite dieses Eckschrankes der Wedel von Hahnenfedern hängt, und daß oben auf ihm ein ungeheuerer, gelbgrüner Kürbis, der Stolz meines alten Hauptmanns, das Erzeugnis des letzten Sommers, liegt.

Zwischen den beiden Fenstern des Zimmers, die mit gelben Vorhängen geziert sind, hängt ein großer Spiegel im vergoldeten Rahmen und wirft dem Hineinschauenden ein etwas geisterhaftes, verzerrtes Abbild seines verehrlichen Ichs entgegen. Unter diesem Spiegel trägt ein aus Holz geschnitzter, rotgemalter, pausbackiger Engel eine Marmorplatte, auf welcher zwei Vasen mit Federbinsen stehen. Zwischen ihnen kauert ein feister Chinese, welcher höchst wahrscheinlich in einem unbewachten Augenblick aus dem Eckschrank entwischt ist, und glotzt grinsend, unverwandt auf Fräulein Sidonie Fasterling, die ihren Platz ihm und dem Spiegel (sie muß ja in letzterem die Gesichter studieren, welche sie ihrem Papa schneidet!) gerade gegenüber an dem Speisetisch hat. Über dem harten, rückenschmerzerzeugenden Sofa aber hängt der Hauptschmuck des Zimmers – das lebensgroße, ganz vortrefflich gemalte Bild von M. Simon Fasterling, weiland Bürgermeister der Stadt Finkenrode. An der Schulter des alten Herrn steht in weißen, verschnörkelten, lateinischen Buchstaben, außer dem Namen: – In alls geduldig. Sins alters LX jar. A. D. 1550. Heute noch ist der Wahlspruch der Familie: »In allem geduldig« – wenn auch Fräulein Sidonie, der letzte niedliche Sprößling der Fasterlinge, sich ganz und gar nicht damit einverstanden erklärt und dem wackern Vorfahren oft genug spöttisch eine lange Nase macht, welche der alte Herr, die rechte Hand auf die Bibel gelegt, die linke auf einen hohen Stock gestützt, ernsthaft entgegennimmt.

Ich biete nun der holden Sidonie sogleich den Arm, führe sie zu ihrem Platze und nehme den meinigen zwischen ihr und dem Hauptmann ein, so nahe einem hübschen, seidenen Kleide als möglich. Den Leser setze ich als zuschauenden und zuhörenden, stillvergnügten Gast in die entlegenste Ecke des Gemaches an den Katzentisch, wo er nach Gefallen sitzen bleiben kann, von wo er sich aber nach Belieben entfernen darf, wenn ihn Wichtigeres oder Vergnüglicheres abruft.

»Sie werden uns nun hoffentlich fürs erste nicht verlassen, Herr Vetter!« sagte Sidonie. »Finkenrode ist ein sehr angenehmer Ort.«

»In meinen Jahren fängt man an, sich nach Ruhe zu sehnen,« antwortete ich und verbrannte mir tüchtig den Mund an der heißen Suppe.

»Sie sind wohl schon recht hoch in den Jahren der Beschaulichkeit?«

Ich seufzte, und das Bäschen zeigte mir zwei Reihen weißer Zähne, wie sie niemals perlengleicher in einem Romane vorkamen.

»Ich habe die Absicht, hier in Finkenrode viel zu lernen; habe auch schon vernommen, es sei ein sehr schlüpfriger, gefährlicher Boden. Nun, ich weiß zu balancieren!«

Diesmal seufzte Fräulein Sidonie ein klein, klein wenig, ließ ihr Seufzerchen jedoch schnell genug in ein Lächeln übergehen, welches aber nicht mich, sondern den Rand ihres Tellers traf.

Der Alte gab jetzt dem Gespräch durch eine Erzählung, welche begann: Als wir in Frankreich waren – eine allgemeinere Richtung. Wir sprachen über meine Erbschaft, über die Abenteuer meiner Reise, über die zugrunde gegangene Aktiengesellschaft, welche den Fluß mit Dampfschiffen befahren wollte; aber zwischen alledem durch lief ununterbrochen eine Interlinearunterhaltung, von welcher der Hauptmann Fasterling wenig oder gar nichts bemerkte. Mehrere Male fing ich die Cousine über verstohlenen Blicken, wie ich nicht leugnen kann, ebenfalls durch das Mittel verstohlener Blicke. Wir traueten einander nicht über den Weg und studierten uns, indem wir vorsichtige Fühlfäden gegeneinander ausstreckten.

Der Hauptmann wunderte sich auch nicht wenig, als wir beide, unvermutet, in ein helles, lustiges Gelächter ausbrachen.

»Nun, was habt ihr? Was gibt's? He – so sprecht doch!«

»O – Waddel und – der Herr Vetter! . . .«

Was hatte Waddel mit dem Herrn Vetter zu schaffen! Zusammengewickelt lag das Vieh unter dem Tische, sprang aber nun, da es seinen Namen hörte, natürlich sogleich auf, sprang auf den leeren Stuhl neben Sidonie; im nächsten Augenblicke lagen seine gelbgrauen Pfoten auf der Tischdecke und fragend, frech und unbefangen schaute es uns, über den Braten weg, der Reihe nach an.

»Ein himmlisches Geschöpf, Fräulein Bäschen!« sagte ich, und reichte dem Scheusal vorsichtig auf der Spitze meiner Gabel eine Brotkruste, einem Friedenspräliminarium gleich. Die Kreatur beschnüffelte den Bissen verächtlich und fuhr im Augenblick darauf, zum großen Ergötzen seiner Herrin, mit einer gestohlenen Bratenschnitte unter den Tisch.

»Du glaubst nicht, Max, wie das Mädchen den Köter verzogen hat!« brummte der Hauptmann. »Ich wollte, sie behandelte ihren alten Vater so gut.«

»Der gute Waddel!« rief Sidonie. »Wie er mich liebt – gib dem Vetter ein Pfötchen, Waddel, sei artig! Il est bien joli, mon cousin! Vous n'aimez pas les chiens?« und jetzt fuhr das Bäschen französisch fort, mir psychologische Rätsel aufzugeben, mit einer Volubilität zum Schwindligwerden. Der Papa ächzte und brummte und ergriff zuletzt sein halbvolles Weinglas, benetzte den Finger und entlockte, nach einigem vergeblichen Reiben, dem Rande des Glases endlich jenen bekannten schneidenden Ton, der Lebendige tötet und Tote zum Leben erwecken kann.

Mit einem Schrei fuhr Sidonie auf, beide Ohren zuhaltend: »Um Gottes willen! Papa! Papa! Hör auf – ah, ich will alles tun, was du willst« –

Der Alte rieb lachend weiter. »Das ist das einzige Mittel, das Teufelsmädchen zur Vernunft zu bringen.«

»Waddel! Waddel!« rief Sidonie. Sie zog das Vieh zu sich heran, sie kniff es in den Schwanz, daß es ein heulendes Gebell ausstieß.

Lustig rieb der alte Krieger, ohne sich dadurch stören zu lassen, bis ihm sein Töchterchen beide Hände festhielt. Atemlos sank sie in ihren Stuhl zurück.

»Das nennen sie jetzt schwache Nerven!« lachte der Hauptmann. »Donnerwetter, als wir in Frankreich waren, hatten wir in unserer Kompanie nur den Leutnant von Aschbach, der etwas davon wußte, und der schleppte einen Splitter von einem Dragonerpallasch im Hirnkasten mit sich herum!«

»Es ist nur gut,« sagte Sidonie, »daß der Papa nach dem Dessert seinen Mittagsschlaf halten muß, wie der ehrliche Pfarrer von Grünau – ah, ich bitte um Entschuldigung, Herr Vetter, wir Leute auf dem Lande lesen die Luise noch, und die bezauberte Rose, und Tiedges Urania – und, ach, was wollt' ich gleich sagen? ja so, es ist gut, daß der Papa gleich nach Tisch einschläft – die Geschichte von dem Leutnant von Aschbach und seiner Kopfwunde ist sehr lang und –«

»Dummes Zeug!« rief der alte Soldat ärgerlich. »Gesegnete Mahlzeit!«

»Gesegnete Mahlzeit, mein lieber, lieber, herzlieber Papa!« rief Sidonie und gab dem Alten einen Kuß, den sie besser hätte verwenden können. Ich bekam leider nur einen kaum fühlbaren Druck der schon erwähnten kleinen, weichen, warmen Hand.

»Ich werde dem Herrn Vetter aus der Residenz Gesellschaft leisten, wenn er es erlaubt,« sagte sie, »und wenn ihm ein Gänschen wie ich (ein allerliebster Knicks) nicht zu unbedeutend erscheint.«

Was konnt' ich anders tun, als mit dem ernsthaftesten, regungslosesten Gesicht und einer tiefen Verbeugung der holden Spitzbübin den Arm zu bieten, und sie hinüberzuführen in die der Straße zu gelegenen Gemächer des Hauses Fasterling? – –

Andern Kaffee trinkt man im Café de l'Univers, andern zu Finkenrode im Hause des Hauptmanns a. D. Fasterling. Ich ziehe den letztern vor; aber die Tasse muß in der Fensterbank, neben dem Nähtischchen meines Bäschens Sidonie stehen, und die holde Cousine selbst, das Blendwerk einer weiblichen Arbeit im Schoß, halb verborgen in dem grünen Blätterwerk der Efeulaube, ihren zierlichen Korbsessel einnehmen. – Das Kamäleon findet keinen Eingang im Hause des Hauptmanns; zwar hatte mir die Cousine, boshaft lächelnd, die neueste Nummer des Halbmonds zur Lektüre angeboten; aber trotz meiner Vorliebe für dieses wackere Blatt hatte ich dafür herzlich gedankt. Die Polemik gegen den Halbmond wollte Weitenweber schon tüchtig besorgen; ich hatte in diesen behaglichen Augenblicken mit einer lieblicheren Gegnerin als der Redaktion des eben erwähnten Blattes zu tun.

Eine wonnige Lebensstunde!

In dem Nebenzimmer hielt der Hauptmann seine Siesta und vergaß in süßen Träumen die Sorge um sein Töchterlein; am Ofen schlief Waddel, und draußen lag öde, menschenleer, in der frostigen Novembernachmittag-Beleuchtung der Marktplatz von Finkenrode, auf welchem einige Krähen langsam und gravitätisch einherschritten, die einzigen lebenden Wesen, welche zu erblicken waren. Halb geschlossenen Auges blickte ich durch die blauen Wölkchen der mir huldreich gestatteten Verdauungs-Zigarre nach meiner Cousine hinüber. Von Zeit zu Zeit strich sie eine Locke von der weißen, klugen Stirn zurück oder spielte mit einem Knäuel bunter Seide ein zierliches Spiel oder machte den vergeblichen Versuch, von ihrer Sticknadel Gebrauch zu machen –

»Fräulein Sidonie!«

Sie blickte schnell auf: »Herr Bösenberg?«

»Sie sind doch dem unberufenen Eindringling nicht böse? Glauben Sie mir, es ist mir selbst wie ein hübscher Traum, daß ich in dieser Minute Ihnen hier in Finkenrode, in diesem Hause, gegenüber sitze! Ist es denn wahr? – Wird nicht der nächste Augenblick das Erwachen bringen, und der Druckerjunge mich zur Redaktion des Kamäleons rufen, weil eine Beschlagnahme des Blattes droht?«

»Der Papa hat mir wohl öfters von Ihnen gesprochen – ich freue mich recht, daß Sie unser altes Haus nicht vergessen haben. Sie sind schon so lange aus Finkenrode fortgegangen.«

»Es ist eine lange, lange Zeit. Wo sind die alten bekannten Gestalten! – Ob ich wohl noch einige meiner Jugendgespielen wiederfinden werde?«

»Es muß in der Tat eigentümliche Gefühle erwecken, wenn man so urplötzlich aus einem bewegten Leben auf den Schauplatz einer lang versunkenen, stillen Vergangenheit zurückgeworfen wird! . . . und noch dazu im Herbst – im Winter, wenn die Bäume entblättert sind, und die Gegend tot ist! Ich glaube, ich käme lieber im Frühling in meine Heimat zurück!«

Diesmal sperrte ich den Mund auf – mit welchem Tone sie das sprach! War das noch dieselbe Sidonie Fasterling?

»Warten Sie einmal, wen könnten Sie noch kennen von den Bewohnern Finkenrodes? Die Männer sind wohl alle zerstreut, und von den Frauen und Mädchen – warten Sie – Elise Walter ist tot – ah, da ist Cäcilie Willbrand – meine Cäcilie! Haben Sie Cäcilie Willbrand gekannt?«

»Cäcilie Willbrand?!« ich legte die Hand an die Stirn. »Wahrlich – ihr Vater war oder ist ein Schreiber, ein Registrator am Stadtgericht, – da muß ein kleines Haus sein, ganz im Grün versteckt – und ein Garten, aus dem man sogleich ins Freie tritt« –

»Richtig, richtig, da wohnt Cäcilie mit ihrer Mutter – ihr Vater ist tot! O, das ist prächtig, daß Sie meine Cäcilie noch kennen.«

»Hinten im Garten steht ein großer Kastanienbaum, und unter ihm ist ein steinerner Tisch und eine Bank von Stein« –

»Jawohl, jawohl! Und der Hurlebach plätschert daran vorbei! O, die Cäcilie müssen Sie wieder aufsuchen. Sie ist eine Künstlerin – wir sind die besten Freundinnen!«

»Und nun – warten Sie – unter der Kastanie spielte ich noch mit einem Kinde – o ja! o ja! Käthchen Manegold, das kleine Käthchen aus der Schmiede!«

»O das ist brav – daß Sie die Leute aus unserm Städtlein nicht ganz vergessen haben. Das kleine Käthchen ist eine niedliche Förstersfrau geworden. Kennen Sie auch noch das romantische Jägerhaus unter dem Wartenberg, das Haus ›im Himmelreich‹?«

»Jawohl! Jawohl! Da hauste der riesige Förster von Altenbach, mein guter Freund, mit seinen Söhnen und seinem Töchterlein Hedwig. Ich könnte in diesem Augenblick alles dort an die Wand malen: die hohen Fichten und Buchen rings um das alte, niedrige Gebäude, das Gärtchen, das zahme Reh, welches darin ging, das lustige Volk der Hunde – alles, alles!«

»Da wohnt jetzt das Käthchen – Käthchen Rösener, die kleine Waldfrau! Rösener heißt jetzt der Förster im Himmelreich.«

»Sehen Sie, den habe ich auch gekannt, und da geht einer, den ich auch kenne!« sagte ich. »Ich bin ihm schon begegnet.«

»Das ist der Pastor Rohwold aus Ruhlingen. Der besucht uns sehr oft – der Vater mag ihn gern leiden und spielt Schach mit ihm. Ei, wenn Sie den kennen, müssen Sie auch unsern Doktor Gundermann kennen – das ist ein lustiges Haus – er hat viele prächtige, dicke Kinder.«

»Ich werde ihn aufsuchen; hab' ihn auf der Universität wieder getroffen! Er ist höchst wahrscheinlich der einzige von uns, der es bis jetzt zu etwas gebracht hat in der Welt – ein gemütlicher Bursch!«

»Seine Frau hat er von der Universität mitgebracht. Die ist auch prächtig!«

Jetzt war die Zeit gekommen –

»Ich kenne noch einen Jugendfreund in Finkenrode!« sagte ich.

»Nun?!«

Ich sah mich vorsichtig um; aber der Alte schnarchte im Seitenzimmer lustig fort; es schien ungefährlich, den Namen »Alexander Mietze« auszusprechen, und ich tat es.

»Ich darf Ihnen wohl noch eine Tasse Kaffee einschenken, Herr Vetter?« fragte das Bäschen. Die melodischen Töne im Nebenzimmer waren plötzlich zu Ende gekommen – der Alte stieß erwachend einen tiefen Seufzer aus.

»Woher mag es doch kommen, daß das Gähnen so ansteckend wirkt?« sagte Sidonie und hielt das Händchen vor den Mund. Was dahinter vorging, kann ich nicht sagen; aber es stand mir frei, Vermutungen darüber anzustellen, bis zur Dämmerung.

 
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