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Die Insel Berande

Jack London: Die Insel Berande - Kapitel 15
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typefiction
authorJack London
titleDie Insel Berande
publisherBüchergilde Gutenberg
editorMax Barthel
year1934
translatorMax Barthel
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Die Martha

Am nächsten Morgen waren sie nach dem Frühstück in eine Partie Billard vertieft, als Viaburi hereintrat und verkündete: »Großer fella Schoner ganz nahe.«

Er hatte noch nicht ganz ausgesprochen, als sie schon das Rasseln der Ankerkette durch das Klüsgat hörten und von der Veranda aus einen großen, schwarzgestrichenen Schoner sahen, der um den Anker, der gerade gefaßt hatte, schwojte.

»Das ist ein Yankee. Sehen Sie den Bug, den ovalen Spiegel! – Hab ich's nicht gesagt!–« rief Joan, als das Sternenbanner zur Mastspitze emporstieg.

Auf Scheldons Anweisung hißte Noah-Noah den Union-Jack am Flaggenmast.

»Was will denn ein amerikanisches Schiff hier unten?« fragte Joan. »Es ist keine Jacht, aber ich wette, daß sie segeln kann. Halt! Sehen Sie den Namen? Wie heißt sie?«

»Martha, San Francisco«, las Scheldon durch das Glas. »Das ist der erste Yankee, von dem ich je in den Salomons gehört habe. Nun, wer sie auch sein mögen, so kommen sie doch jedenfalls an Land. Und wahrhaftig, sehen Sie die Leute an den Riemen. Es ist eine ganz weiße Besatzung. Was mag die hierher führen?«

»Das sind keine richtigen Seeleute. Ich würde mich schämen, wenn meine Schwarzen so ruderten. Sehen Sie den Burschen im Bug – der fast über Bord springt; ich glaube, der fühlt sich auch auf einem Pferde mehr zu Hause.«

Die Bootsbesatzung zerstreute sich, neugierig umherblickend, am Strande, während die beiden Männer, die achtern gesessen hatten, die Pforte öffneten und den Weg zum Bungalow heraufschritten. Der eine, ein hochgewachsener schlanker Mann, trug einen weißen Anzug, der fast wie eine Uniform aussah; der andere war in einem unbeschreiblichen Aufzug, der sich ebensogut für die See wie für das Land geeignet hätte, jetzt aber unangenehm warm sein mußte; er watschelte und schlenkerte wie ein übernatürlich großer Affe. Um die Ähnlichkeit noch größer zu machen, war sein Gesicht mit dichten, roten Haarstoppeln übersät, während die kleinen Augen scharf und unruhig blickten.

Scheldon, der ihnen bis zur Treppe entgegengegangen war, stellte sie Joan vor. Der Bärtige, der wie ein Schotte aussah, trug den deutschen Namen von Blix und sprach mit stark amerikanischem Akzent. Der große Mann in dem gutsitzenden Anzug, der sich unter dem englischen Namen Tudor – John Tudor – vorstellte, sprach, abgesehen vielleicht von einem kaum merklichen deutschen Akzent, ein reines Englisch, wie jeder gebildete Amerikaner es spricht. Joan dachte, daß der kurze, deutsch aussehende Schnurrbart, der den Mund und die vollen roten Lippen nicht verbarg, dazu beitragen mochte, daß man seinen Akzent bemerkte. Seinem Gesicht verliehen eine gewisse Härte und Strenge einen kühnen Zug.

Von Blix war derb und bäurisch, Tudor jedoch war gewandt in Bewegungen, Blicken und Worten. Seine blauen Augen funkelten und blitzten, seine scharf geschnittenen Züge spiegelten seine innersten Empfindungen, er sprudelte vor Leben, und sein leisestes Lachen schien natürlich und echt zu sein. Aber zunächst sprach er nur wenig, denn von Blix erzählte ihre Geschichte und ihr Vorhaben. Sie waren auf der Suche nach Gold. Er war der Leiter und Tudor seine rechte Hand. Alle andern – im ganzen achtundzwanzig – waren in verschiedener Höhe an dem Unternehmen beteiligt, einige waren Seeleute, die meisten aber Goldgräber, aus allen Minen von Mexiko bis zum Eismeer zusammengetrommelt. Es war die alte, nie sterbende Sucht nach Gold, die sie nach den Salomons getrieben hatte. Ein Teil von ihnen sollte unter Führung Tudors den Balesuna hinaufgehen und in das gebirgige Innere von Guadalcanar eindringen, während die Martha unter von Blix nach Malaita segelte, um dort eine ähnliche Expedition zu unternehmen.

»Und dazu,« sagte von Blix, »brauchen wir einige Schwarze. Können Sie uns welche geben?«

»Wir zahlen natürlich dafür«, fiel Tudor ein. »Sie brauchen nur zu sagen, was Sie haben wollen. Sie selbst zahlen ihnen sechs Pfund jährlich, nicht wahr?«

»Vor allem können wir keinen Schwarzen entbehren«, antwortete Scheldon. »Wir haben selbst nicht genug für die Pflanzung.«

»Wir?« fragte Tudor schnell. »Dann sind Sie eine Firma oder eine Handelsgesellschaft. Ich verstand in Guvutu, daß Sie allein wären und Ihren Teilhaber verloren hätten.«

Scheldon wies mit dem Kopf auf Joan, und als er jetzt sprach, fühlte sie, daß er etwas förmlicher geworden war.

»Fräulein Lackland hat sich an der Plantage beteiligt. Um aber auf die Leute zurückzukommen: wir können keinen entbehren, und außerdem würden sie Ihnen nur von geringem Nutzen sein. Sie würden sie nicht dazu bringen können, Sie über Bino hinauszubegleiten, das keinen halben Tag Bootsfahrt von hier entfernt ist. Es sind Malaitaner, und sie fürchten, gefressen zu werden. Sie würden Sie bei der ersten Gelegenheit im Stich lassen. Sie könnten zwar für einen weiteren Weg durch das Grasland Bino-Leute bekommen, aber die würden an der ersten Hügelkette auch umkehren. Die haben ebenfalls keine Neigung, sich fressen zu lassen.«

»Ist es wirklich so schlimm?« fragte von Blix.

»Das Innere von Guadalcanar ist noch gänzlich unerforscht«, erklärte Scheldon, »die Buschleute sind so wild, wie man es heute auf der ganzen Welt nicht mehr findet. Ich selbst habe noch keinen gesehen. Ich kenne auch keinen Menschen, der je einen gesehen hätte. Sie kommen nie an die Küste herunter, und nur gelegentlich wird ein Eingeborener von der Küste, der sich zu weit ins Innere gewagt hat, von einer umherstreifenden Bande aufgefressen. Niemand weiß etwas von ihnen. Sie kennen nicht einmal Tabak. Die österreichische Expedition – Gelehrte – drang teilweise bis ins Innere vor, ehe sie aufgerieben wurde. Das Denkmal steht einige Meilen vom Strand entfernt. Nur einer kam zur Küste zurück und erzählte die Geschichte. Und das ist alles, was ich oder sonst jemand vom Inneren von Guadalcanar weiß.«

»Aber Gold – haben Sie je etwas von Gold gehört?« fragte Tudor ungeduldig. »Wissen Sie etwas über das Vorkommen von Gold?«

Scheldon lächelte, während seine beiden Besucher gespannt an seinen Lippen hingen.

»Wenn Sie den Balesuna zwei Meilen weit hinaufgehen, können Sie aus dem Kies Gold waschen. Ich habe es oft getan. Zweifellos gibt es in den Bergen Gold.« Tudor und von Blix sahen sich triumphierend an. »Dann war also die Erzählung des alten Wheatsheaf doch wahr«, sagte Tudor, und von Blix nickte. »Und wenn es mit Malaita ebenso ist –«

Tudor brach ab und blickte auf Joan.

»Die Erzählung dieses alten Bummlers hat uns hergebracht, von Blix befreundete sich mit ihm und erfuhr das Geheimnis.« Er wandte sich zu Scheldon. »Ich glaube beweisen zu können, daß lange vor der österreichischen Expedition Weiße in das Innere von Guadalcanar gedrungen sind.«

Scheldon zuckte die Achseln.

»Hier haben wir nie etwas davon gehört«, sagte er einfach. Dann wandte er sich zu von Blix: »Wie gesagt, die Leute von hier können Sie nicht weiter als bis nach Bino gebrauchen. Ich will Ihnen so viele, wie Sie wünschen, bis dort zur Verfügung stellen. Wie viele sind Sie, und wann wollen Sie aufbrechen?«

»Zehn«, sagte Tudor. »Neun Mann und ich selbst.«

»Und sie sollen möglichst übermorgen aufbrechen«, sagte von Blix. »Die Boote könnten schon heute nachmittag zusammengesetzt, morgen könnte die Ausrüstung verteilt und verpackt werden. Und was die Martha betrifft, Herr Scheldon, so würde ich heute nachmittag die Sachen an Land schaffen und bei Sonnenuntergang abfahren.«

Als die beiden Männer wieder zu ihren Booten hinabgingen, blickte Scheldon Joan spöttisch an.

»Da haben Sie Romantik«, sagte er. »Und Abenteuer – Goldjagd unter Kannibalen.«

»Das wäre ein Titel für ein Buch«, rief sie aus. »Oder noch besser ›Goldjagd unter Kopfjägern‹, oh, das würde Absatz finden.«

»Tut es Ihnen jetzt nicht leid, daß Sie Pflanzer geworden sind?« sagte er. »Stellen Sie sich vor, daß Sie an einem solchen Abenteuer teilnähmen.«

»Von Blix würde jedenfalls nicht so viel Aufhebens davon machen, wenn ich mich ihm auf der Fahrt nach Malaita anschlösse«, erwiderte sie.

»Er würde sicher sofort darauf eingehen.«

»Was halten Sie von ihm?« fragte sie.

»Nun, gegen den alten von Blix habe ich nichts einzuwenden. Er ist in seiner Art schon vertrauenswürdig; aber Tudor ist mir zu flatterhaft – zu oberflächlich, wissen Sie. Wenn ich je auf einer verlassenen Insel scheitern sollte, dann würde ich es lieber in von Blix' Gesellschaft tun.«

»Das verstehe ich nicht ganz, was haben Sie gegen Tudor?«

»Erinnern Sie sich an Brownings ›Letzte Herzogin‹?«

Sie nickte.

»Nun, bei Tudor muß ich an sie denken –«

»Aber sie ist doch entzückend.«

»Das ist sie. Aber sie ist eine Frau, und von einem Mann erwartet man etwas anderes, mehr Selbstbewußtsein, wissen Sie, Zurückhaltung und Überlegung. Ein Mann muß gründlicher sein, gesetzter und weniger unbeständig. Ein Mann von der Art Tudors fällt mir auf die Nerven. Ich verlange von einem Mann mehr Ruhe.«

Joan fühlte, daß sie diesem Urteil nicht ganz beipflichten konnte; und irgendwie begriff Scheldon ihre Empfindung und war bestürzt. Er erinnerte sich, wie ihre Augen geglänzt, als sie mit den Gästen geplaudert hatten – Donnerwetter! Werde ich etwa eifersüchtig? fragte er sich. Überhaupt, warum sollen ihre Augen nicht glänzen? Was geht es mich an. –

Ein zweites Boot war ausgesetzt worden, und die Ausrüstung für die Landabteilung wurde eiligst ausgeschifft. Ein Dutzend Mann von der Besatzung setzten die Faltboote am Strande zusammen. Sie hatten fünf dieser Fahrzeuge, schlank und schmal, mit ausgebuchteten Seitenwänden, und merkwürdig lang. Jedes von ihnen war mit drei Paddeln und mehreren eisenbeschlagenen Stangen ausgerüstet.

»Ihr scheint auf Flüssen Bescheid zu wissen«, sagte Scheldon zu einem der Leute.

Der Mann spie seinen Tabakssaft auf den weißen Sand und erwiderte:

»Wir benützen sie in Alaska. Sie sind nach dem Muster der Yukon-Stechboote gebaut und sind einzig in ihrer Art, darauf können Sie sich verlassen. Der Bach hier ist eine Kleinigkeit im Vergleich mit den Strömen im Norden. Jedes dieser Boote kann fünfhundert Pfund laden, und zwei Mann können es so schnell vorwärtsbringen, daß Sie sich wundern würden.«

Bei Sonnenuntergang lichtete die Martha die Anker und ging in See, wobei sie die Flagge hißte und mit einer Signalkanone salutierte. Am Flaggenmast ging der Union-Jack auf und nieder und Scheldon erwiderte den Gruß mit seiner Bronzesignalkanone. Die Goldsucher schlugen ihre Zelte auf dem Grundstück auf und kochten am Strande ab, während Tudor mit Joan und Scheldon das Abendessen einnahm.

Ihr Gast schien überall gewesen zu sein, alles gesehen und alle getroffen zu haben. Und ermuntert durch Joan, sprach er hauptsächlich von seinen eigenen Abenteuern. Er war ein Abenteurer vom reinsten Wasser, und seinen eigenen Angaben nach von Geburt an zu Abenteuern bestimmt. Er stammte aus einer alten Neu-England-Familie, sein Vater war Generalkonsul in Deutschland gewesen, und dort war er geboren und hatte seine erste Erziehung, sowie seinen Akzent erhalten. Dann hatte er, noch ein Knabe, seinen Vater nach der Türkei und später nach Persien begleitet, wo sein Vater Gesandter geworden war.

Tudor war sein ganzes Leben unterwegs gewesen, und mit viel Humor und lebendiger Darstellungskraft sprang er von einer Episode zur andern, von einem Ort zum andern. Er erzählte seine Erlebnisse nicht, weil es die seinen waren, sondern wegen ihrer besonderen Eigenart, wegen eines ungewöhnlichen Vorfalls, einer lächerlichen Situation. Er hatte südamerikanische Revolutionen mitgemacht, war Reiter auf Kuba gewesen, Kundschafter in Südafrika, Kriegsberichterstatter im russisch-japanischen Krieg. Er war mit Hundeschlitten über den gefrorenen Klondike gezogen, hatte aus dem Sande in Nome Gold gewaschen und in San Francisco eine Zeitung herausgegeben. Der Präsident der Vereinigten Staaten war sein Freund. Er war überall zu Hause, in den Klubs von London und auf dem Kontinent, im Grand Hotel in Yokohama, wie in jedem andern Ort auf der ganzen Welt. Er hatte Großwild in Siam gejagt, Perlen in den Paumotus gefischt, Tolstoi besucht, die Passionsspiele gesehen, die Anden auf Maultieren überquert; dazu war er ein lebendes Adreßbuch der Fieberlöcher in Westafrika.

Scheldon lehnte sich auf seinem Stuhl auf der Veranda zurück, schlürfte seinen Kaffee und hörte zu. Unwillkürlich wurde er durch den Zauber dieses Mannes, der ein so wechselreiches Leben hinter sich hatte, eingesponnen und fühlte sich doch nicht recht behaglich. Es schien ihm, als ob der Mann sich ganz besonders an Joan wandte. Seine Worte und sein Lächeln waren gleicherweise an sie beide gerichtet, und doch war Scheldon sicher, daß sich die Unterhaltung, wenn Joan nicht dabei gewesen wäre, um andere Dinge gedreht hätte. Tudor hatte die Wirkung seiner Worte auf Joan beobachtet, packte absichtlich seine Erinnerungen aus und verstrickte sie in den Zauber der Romantik. Scheldon bemerkte ihre gespannte Aufmerksamkeit, hörte ihr natürliches Lachen, ihre schnellen Fragen und treffenden Bemerkungen, und er spürte innerlich das erwachende Bewußtsein, daß er sie liebte.

Aus diesem Grunde war er sehr schweigsam und beinahe traurig und empfand zeitweilig eine gewisse Gereiztheit gegen seinen Gast; er überlegte sogar, inwieweit die Erzählungen Tudors wahr sein mochten, und ob sie erwiesen oder widerlegt werden könnten. In diesem Augenblick erschien, als hätte ein geschickter Regisseur die Szene vorbereitet, Utami auf der Veranda, um Joan zu melden, daß sich in der Falle, die ihre Leute kürzlich für sie gebaut hatten, ein Krokodil gefangen hätte. Tudor zündete sich gerade eine Zigarette an, und sein Gesicht, das von dem Streichholz beleuchtet wurde, lenkte die Aufmerksamkeit Utamis auf sich. Der Tahitianer vergaß seinen Bericht.

»Hallo, Tudor« sagte er mit einer Vertraulichkeit, die Scheldon überraschte. Die Hand des Polynesiers streckte sich aus, und Tudor schüttelte sie, ihm ins Gesicht sehend.

»Wer bist du?« fragte er. »Ich erkenne dich nicht.«

»Utami.«

»Und wer, zum Kuckuck, ist Utami? Wo habe ich dich je getroffen, Mann?«

»Du nicht vergessen die Huahine?« sagte Utami vorwurfsvoll. »Letztes Mal segeln.«

Jetzt ergriff Tudor die Hand des Tahitianers zum zweitenmal und schüttelte sie herzlich.

»Von der letzten Fahrt der Huahine kam nur ein Knabe zurück, und der hieß Joe. Hol mich der Teufel, Mann, ich freue mich, dich wiederzusehen, wenn ich deinen neuen Namen auch noch nie gehört habe.«

»Ja, jedermann sprechen mich Joe auf der Huahine. Utami mein Name, alle Zeit derselbe.«

»Aber was treibst du hier?« fragte Tudor, die Hand des Seemanns loslassend und sich neugierig vorbeugend.

»Mich segeln auf Missie Lackalanna ihr Schoner Miélé. Wir gehen Tahiti, Raiatea, Tahaa, Bora-Bora, Manua, Tutuila. Apia, Savaii und Fidschi-Inseln. Viel Fidschi-Inseln. Mich bleiben bei Missie Lackalanna in Salomons. Sehr bald sie holen ander Schoner.«

»Wir beiden waren die einzigen Überlebenden beim Schiffbruch der Huahine«, erklärte Tudor den andern. »Als wir von Huapa abfuhren, waren wir siebenundfünfzig an Bord, und Joe und ich sind die einzigen, die je wieder den Fuß ans Land gesetzt haben. Das war zu der Zeit, als ich Perlen fischte.«

»Und das hast du mir nie erzählt, Utami, daß du in einem Orkan Schiffbruch erlitten hast,« sagte Joan vorwurfsvoll.

Der große Tahitianer wandte sich ihr mit einem gewinnenden Lächeln zu.

»Mich denken nicht das alles«, sagte er.

Er machte eine halbe Wendung, um anzudeuten, daß es Zeit für ihn zum Gehen war, wenn er auch gern noch geblieben wäre.

»Schon gut, Utami,« sagte Tudor, »ich werde dich morgen früh aufsuchen, um mit dir zu plaudern.«

»Er rettete mir das Leben, der Bengel«, erklärte Tudor, als der Tahitianer mit wuchtigen, aber doch elastischen Schritten die Stufen hinunterschritt.

»Schwimmen kann der, nie in meinem Leben habe ich einen besseren Schwimmer gesehen.«

Dann erzählte Tudor auf Joans dringenden Wunsch von dem Schiffbruch der Huahine, während Scheldon rauchte und sann und schließlich zu dem Schluß kam, daß dieser Mann, welche Fehler er auch haben mochte, zum mindesten kein Lügner war.

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