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Die Innerste

Wilhelm Raabe: Die Innerste - Kapitel 6
Quellenangabe
typenovelette
authorWilhelm Raabe
titleDie Innerste
publisherFreiburg und Braunschweig, Klemm
seriesBraunschweiger Ausgabe
volumeBand 9
year1955
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130802
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Sechstes Kapitel

Nun hätten wohl auch wir in diesem Moment gern den gelehrten Professor aus Göttingen hier in der Stube des Müllers an der Innerste gehabt. Wir malen ihn uns wenigstens hinein und sehen ihn leibhaftig vor uns in dem Kostüm von Anno 1760: schwarz, mit wohlgeordneter Perücke, tadellosem Kragen und wohlgefältelter Handkrause, den Hut und Stock unterm Arm, die zierlich geöffnete Dose in der Linken und zwischen dem Daumen und Zeigefinger der Rechten die zierliche Prise. Er ist kurfürstlich hannoverscher Untertan, aber er hält die Illusion fest, zugleich königlich großbritannischer zu sein; – er tut sich nicht wenig auf die letztere, etwas zweifelhafte Eigenschaft zugute, zumal da er vielleicht wirklich einmal in London war und den großen Mimen David Garrick auf den Brettern von Drury Lane »tragieren« sah. Wie dem auch sei, er nimmt seinen Tabak mit mehr Grazie als der große Doktor Samuel Johnson, blickt, die Achseln emporziehend, um sich her und murmelt: »Hm, hm!«

So ziemlich das nämliche tun wir; – auch wir sagen Hm, hm, hm! und sehen im Kreise umher. – Der Göttingensche Hofrat ist nicht ganz in der Verehrung des großen britischen Doktors Johnson aufgegangen; der Voltaireaner Fritz sitzt in Berlin (freilich reitet er um diese Jahre mehr in Schlesien und Sachsen hin und her), und der deutsche Professor glaubt selbst als königlich großbritannischer Untertan nicht an den Geist in Cock-Lane, er glaubt überhaupt nicht an Gespenster, und das ist ein Vorzug, auf den er gottlob kaum stolz sein darf als Professor von Göttingen.

Hm, hm; wer in der Müllerstube hatte den Bach schreien hören? – Niemand natürlich, das heißt niemand als der Müller selber! Es trat aber augenblicklich das ein, was gewöhnlich folgt, wenn irgend jemand in einer größeren Gesellschaft etwas Ungewöhnliches oder gar Geheimnisvolles gehört zu haben glaubt.

»Alle gute Geister –« stöhnte die Müllerin, »jetzt habt ihr's doch alle vernommen und könnt bis zu eurem Ende davon nachsagen!«

Und sie nickten fast alle, und die Weiber drängten sich zuhauf und flüsterten zitternd. Die Männer warfen noch verstohlenere, scheuere Blicke nach den niedrigen schwarzen Fenstern, und wieder wurde es mausestill in der Stube.

Sie warteten in Todesangst und doch voll eines geheimen Verlangens, daß der Ton noch einmal kommen, daß die Innerste zum zweiten Male schreien werde. Sie warteten jedoch vergeblich; man vernahm zu dem gewöhnlichen Rauschen des Wassers nur einen gurgelnden Laut aus der dicksten Mitte des Tabaksqualms. Dieser Laut rührte von dem Korporal Jochen Brand her, der abermals den Inhalt seines Kruges die Kehle hinunterlaufen ließ; und der Korporal war's auch, der zuerst wieder der Kompanie ein lautes Wort zu hören gab.

»Ich für mein Teil habe nichts gehört!« sprach er ganz gemütlich. »Alle Wetter, und sie haben doch mein feines Ohr manch liebes Mal auf Vorposten gelobt!« Damit setzte er den geleerten Krug mit einem Klapp auf den Tisch nieder. »Nicht wahr, Musketier Bodenhagen?« fügte er hinzu.

Hinter dem Ofen hervor kam eine befangene Stimme:

»Sei ruhig, Lieschen, – es war nichts! Ich – ich glaube auch nicht dran!«

Der Meister Christian nahm die Tonpfeife, die er vor sich hingelegt hatte, wieder auf, jedoch nur, um sie in zwei Stücke zu brechen und unter den Tisch zu werfen.

»Junge?!« rief er. »Was will der Junge? Was sagt der Junge da? – Will der Junge, der Landläufer, auch einmal wieder reden, ohne gefragt zu sein?«

»Ja, Herr Vater«, kam die Antwort ein wenig zögernd, aber doch mürrisch genug aus dem Winkel zurück. »Und wenn die Innerste wirklich schreit, so schreit sie nicht bloß nach Ihm, Herr Vater, sondern auch nach mir; also darf ich diesmal doch reden, ohne von dem Herrn Vater gefragt worden zu sein.«

Der Alte ächzte in maßloser Verwunderung und stand auf von seinem Stuhl.

»Christian?!« rief die Mutter flehend; doch der Vater Bodenhagen schob sie wieder einmal von sich und streckte drohend die Faust nach dem Ofen hin. Es war die höchste Zeit, daß sich jemand ins Mittel schlage und, was noch an Behagen und friedlichem Einvernehmen zu retten war, in Sicherheit bringe. Auch hierzu war der Korporal Brand gut und auf der Stelle bereit.

»Und setze ich den Fall, daß da draußen nicht alles in Ordnung sei oder einer sich einen Spaß mit diesem löblichen Konvivium und guter Vetternschaft und Freundschaft gemacht habe«, rief er, »Sakrament, so soll mich der Teufel holen, wenn ich nicht dem Dinge auf den Nacken springe und dem Schreier verdemonstriere, wie naß die Innerste ist! Bajonett auf, marsch, Musketier Bodenhagen. Komm mit hinaus in die frische Luft, Albrecht, wir fangen den Spuk mit oder ohne Fischschwanz. Hier in der Stube soll er uns was vorsingen, und der Herr Meister soll ihm die Noten halten!«

Er sprang hinaus, und ihm nach sprang der junge Müller, dem Jungfer Lieschen Papenberg vergeblich einen kläglichen Bittruf nachschickte. Die übrigen aber blieben alle sitzen und legten sich von neuem aufs Horchen. Die Braut drückte sich an ihre Mutter, der Vater Papenberg schüttelte den Kopf, der Meister Christian senkte den seinigen finster auf die Brust und schlug die Arme ineinander. Nach zehn Minuten vergeblichen Harrens und Horchens ächzte die alte Müllerin:

»Vater, ich trage es nicht länger! Das Herz will mir vor Angst zerspringen!«

»Laß sie doch«, murmelte der Greis. »Laß sie nur suchen. In meiner Jungheit bin ich auch mal dem Rufen nachgegangen, meinem Vater zum Trotz. Morgen früh – ja morgen früh soll jedem sein Recht werden; und jetzo, Freundschaft, guckt auf und kümmert euch um nichts. Schenk frisch ein, Mutter, die Innerste wird nicht mehr zum zweiten Male schreien; sie soll morgen früh ihr Recht haben!«

Die letzten Worte hatte der Alte selber mit schreiender Stimme gegen das Fenster hin gerufen, und nun tat er selber einen hastigen, wilden Trunk.

»Guck auf, Lieschen! Gevattersche Papenberg, bringe Sie das Kind wieder zu einem vergnügten Gesicht. Kümmert euch nicht mehr um die Innerste, Freundschaft, ich kenne sie, und sie kennt mich, und sie hat nicht im Sinn, uns das Pläsier an diesem Abend zu verstören. Sie will nur ihr Recht haben, und das soll sie auch morgen mit dem Frühesten kriegen.«

»Wenn ich nur meinen Jungen von draußen wieder drin hätte!« seufzte die Mutter Bodenhagen; aber da schnarrte der Alte wiederum höchst verdrießlich:

»Der Junge? Ja, der Junge! Freilich sagt man: was hängen soll, versäuft nicht, und zu meinem Wunder ist der Junge ungehangen von dem Volk nach Hause gekommen. Ach was, Gevatter Papenberg, trinke Er aus und lasse Er nur das Kopfschütteln. Frisch weiter mit dem Pläsier!«

Das »Pläsier« war jedoch, was der Müller an der Innerste auch sagen mochte, verdorben und blieb so, und die Fröhlichkeit des Abends kam nicht wieder in Gang. Dagegen aber kamen von neuem die seltsamsten Historien in die Höhe, und ein jeglicher wußte abermals das Seinige zu sagen von der Leine, der Ihme und der Innerste und selten etwas Gutes.

Die beiden Kriegskameraden blieben eine ziemliche Zeit aus; aber nicht einmal den wachsamen Hund Laudon, der mit ihnen auf die Suche und Jagd gesprungen, hörte man anschlagen, als ob er auf etwas Sonderbares gestoßen sei. Am besten wird's sein, wir gehen ihnen jetzo nach; denn wenn sie in der naßkalten Dunkelheit des Abends auch nichts Merkwürdiges fanden, so haben sie doch allerhand Kurioses miteinander geredet; die Jungfern, denen wir erzählen, hören gern von dergleichen, zumal, wenn es sie allesamt so genau angeht, wie in diesem Fall. Es klingt nämlich durch die Nacht, das Rauschen des Mühlwassers und Wehen des Windes wie ein kurz abgerissenes Stück aus dem alten, alten Liede von der Treue.

Sie standen beide still, nämlich die zwei einstigen Waffenbrüder, vor der Tür der Mühle, und ein jeder tat einen langen Atemzug in der feuchten Kühle dieses Februarabends.

»Puh«, meinte der Korporal, »da merkt man erst, aus was für einem Backofen man kommt und was für einen Dunst die gute Freundschaft im Zusammenhocken prästieren kann. Eine Taternhöhle ist ja gar nichts dagegen! – Nun, Albrecht, steck die Laterne an, ohne eine Laterne kommen wir dem Spuk nicht auf die Sprünge! Sieh, der Sackville ist ja auch vorhanden, den können wir item gut gebrauchen. Such, such und bring, Mylord!«

Der Hund tat ein paar Sprünge um seinen jungen Herrn herum, doch mit dem Suchen gab er sich weiter keine Mühe.

»Du hast nichts vernommen, Jochen?« fragte der Haussohn.

Der Korporal fing an, einen königlich preußischen Kriegsmarsch zu pfeifen, brach nach dem ersten Gesätz ab und erwiderte:

»Dich möcht ich lieber als alles andere beim Laternenschein besehen, Bodenhagen – Musketier Bodenhagen! Die Innerste hat wohl nicht geschrieen, wie der Alte vermeinte; aber die Doris da oben an der Innerste könnte wohl gelacht haben. Was meinst du, Albrecht?«

Der junge Müller lachte jedenfalls, doch es klang rauh, und die Dunkelheit verhinderte den Korporal zu sehen, wie sein Kamerad zu dem Lachen die Hand ballte. Die Faust öffnete sich aber wieder, und Jochen Brand fühlte die Hand seines Freundes an seinem gesunden Arme. Der Müller zog ihn weiter von dem Hause weg um das Haus herum, über den Hof, durch den Garten.

»Wer hat Ihm das gesagt; oder hat Er es aus sich selber gesagt? Das mit dem Lachen? Jochen, es ist so; als der Vater sein Wort gerufen hatte und das Frauenzimmer in seinem Schrecken winselte, habe ich ein Lachen gehört. So wahr mir Gott helfe, es hat jemand in der Finsternis vor dem Fenster gelacht, und dabei war ein Knirschen – da – so – hörst du? – gerade so!«

Diesmal knirschte nichts als zwei der Eisschollen, die sich auf dem dunklen, schläfrig dahinkriechenden Spiegel der Innerste aneinander rieben, und der Korporal spuckte deshalb erst verächtlich in den Bach hinein, dann aber sprach er ernsthaft genug:

»Musketier Bodenhagen, ich habe vieles erlebt in der Welt, und was am grimmigsten aussah, das wurde manchmal zum größten Spaß. Ich bin mit dem König, volle Feldmusik und fliegende Fahnen vorauf, dem Feldmarschall Daun unter der Nase vorbeimarschiert, und er sah schauderhaft genug herunter von seinem Berge und hinter seinen Schanzen und Kanonen hervor. Ich weiß Bescheid in der Welt, Musketier, und zwischen Morgen und Abend habe ich auch von Ihm genug gesehen und gehört, um zu wissen, wie es mit Ihm steht. Will er nun einen guten Rat annehmen?«

»Wie von einem leiblichen Bruder!« rief der junge Müller.

»So geh nicht wieder zurück in die Stube, Albrecht.«

»Ach, Jochen, rede deutlich!«

»Bleib draußen! Geh nicht wieder in das Haus zur Freundschaft zurück. Ich habe drei Reichstaler in der Tasche, mehr bin ich in der ganzen weiten Welt nicht wert; aber du sollst die Blechkappen haben und willkommen dazu sein. Da liegt der Mühlensteg über die Innerste; – spring, lauf und laß dich vor dem Jüngsten Gericht nicht wieder hier sehen. Dieses ist mein Rat, und meine Meinung dazu ist, daß du hier ohne Gnade und Barmherzigkeit kaputt gehst. Der Alte ruiniert dich, die Freundschaft ruiniert dich, und die Jungfer Papenberg ruiniert dich zu allermeist. Du spielst hier ja doch den wilden Bodenhagen nicht länger, der gute Geruch verdampfte wie der Franzos bei Roßbach. Die Innerste aber holt dich bei guter Gelegenheit einmal wirklich, und die Freundschaft und Verwandtschaft wird dir keine Stange hinhalten, um dich aufs Trockene zu holen. Sie wird nur sagen, daß es ihr leid sei, wenn sie dich mit dem Haken durchs Schilf zieht. Albrecht, Bruder Albrecht, du weißt es selber, daß wir solche wie du zu Tausenden in der Armee haben, und, Bruderherz, es ist doch vergnüglicher, bei Trommeln und Pfeifen, mit Kling und Klang in angenehmer Kameradschaft eingescharrt, als so zu Hause in Güte und Herzlichkeit vom Bösen geholt zu werden. Kerl, geh zum Fritz nach Sachsen, wenn du den Prinzen Ferdinand satt hast. Den Colignon findest du immer noch unterwegs, und er zahlt auch ein immer besser Handgeld. Das ist der eine Weg aus deinem Jammer; der andere aber geht hier am Bache hinauf, immer den Bergen zu. Schleich dich zurück nach der Buschmühle, grüße Doris Radebrecker von mir und bestelle ihr, sie solle dir schon um meinetwillen den Hals nicht umdrehen.«

Mit schluchzender Stimme wimmerte der wilde Bodenhagen:

»Aber da drinnen in der Mühle, in der Stube bei Vater und Mutter, habe ich ja meinen Schatz, meine junge Braut sitzen?!«

»Jawohl, hinter dem warmen Ofen, und des Herrn Vaters spanisch Rohr hänge ihr über dem Kopfe am Nagel. Kamerad, ich sage dir, nimm dich in acht, daß du die Innerste nicht wirklich und wahrhaftig nach dir schreien hörst, wenn der Pfaff dir das arme Ding erst niet- und nagelfest um den Hals geschmiedet hat. Nun, wie ist's? Nimmst du Vernunft an von deinem alten Zeltbruder und Unteroffizier? Greif zu – da hast du den Juden Ephraim und den Borussorum Rex dazu dreifach als Reisegeld. Als du zum ersten Male durchgingest, hat dir der Herr Vater wahrlich nicht so viel gutwillig mit auf den Weg gegeben.«

Er hatte sein letztes Besitztum an klingender Münze aus der Tasche geholt und hielt es hin; der andere aber schob die Hand mit dem Gelde mattherzig zurück.

»Dir ist dann nicht zu helfen«, sagte der Korporal Brand mit einem Fluch. »Also sehe ich auch nicht ein, daß wir uns noch länger hier in der Kühle und Feuchte herumtreiben. Laß uns zurück in die Stube. Element, nachher wundert sich Seine Königliche Majestät Fritze noch, daß selber ihm manchmal eine Bataille schief abläuft. Kotz Blitz, es ist auch ein Wunder, daß er mit solchen Breiköpfen und Plattfüßen in Reih und Glied sich doch noch so anständig durch zwei Schlesische Kriege bis in diesen dritten hinein durchgeschlagen hat. Marsch zurück unter den Ofen, Sackville! Und meinen leeren Ärmel trag ich auch noch nicht lange genug, um nicht die Nachtkühle an dem nichtswürdigen Stumpfe zu verspüren!«

Er drehte sich kurz um und ging in das Haus zurück. Strack und munter trat er in die heiße, dampfvolle Stube ein, und dicht auf den Hacken schlich ihm Albrecht nach.

»Herr Meister«, rief der Einarm lachend, »bei der Finsternis da draußen suche Ihm ein anderer Seine nächtlichen Spukmusikanten. Hier der Musketier Bodenhagen ist mein Zeuge, daß die Innerste so sanft dahinfließt, als hätte sie niemals ein Mühlenrad getrieben oder einem Müller die gute Laune verdorben. Und das muß ich auch sagen, das Gespensterhafteste, was man heute abend zu sehen kriegen kann, sind die Käsegesichter, welche die löbliche und angenehme Vetternschaft allhier durch den Nebel schneidet. Hab ich recht, Jungfer Papenberg?«

Die Jungfer Papenberg antwortete dem lustigen Invaliden nicht, Ihr war's genug, daß sie den Bräutigam heil und ganz von der gefährlichen Expedition wieder hinter den Ofen ziehen konnte.

Der alte Müller Bodenhagen sagte aber ruhig:

»Er hat sich eine vergebliche Mühe gemacht, Musjeh. Meine Schuld ist es nicht, Korporal Brand. Das Wasser schreiet wohl, aber sehen lasset sich selten etwas, und das ist auch das beste.«

Die anwesende Gesellschaft, die trotz allem vollauf genügenden Grauen und Grusel gehofft hatte, von den beiden mutigen Kriegsleuten noch etwas Graulicheres zu vernehmen, fühlte sich getäuscht, wenngleich niemand dieses zu sagen wagte. Es ist still geblieben, und die Freundschaft von Groß-Förste, die am Nachmittage auf dem Wiesenwege angekommen war, stieg nach einem bedrückten Abschiede auf den Leiterwagen und fuhr wieder ab auf dem Fahrwege. Ebenso die Vetternschaft aus Harsum und aus Pattensen.

Als der junge Müller seine Braut auf den Wagen hob, erschien sie ihm beim Lichte der Laternen merkwürdig bleich, und sie schluchzte auch:

»O Albrecht, ich werde toll, wenn ich erst ganz bei dir bin und einmal allein sitze und die Innerste schreit!«

»Binde dir selber keine Dummheiten auf und laß dir keine aufbinden!« lachte der Bräutigam, doch klang sein Lachen gar nicht lustig.

Was der Göttingensche Hofrat und Professor zu dem Rate des Korporals Jochen Brand gesagt haben würde, können wir leider nicht wissen: seine Ansicht darüber wäre uns aber sicherlich höchst willkommen gewesen.

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