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Die Gefangenen der Apachen. Zweiter Band

Paul Margot: Die Gefangenen der Apachen. Zweiter Band - Kapitel 5
Quellenangabe
typefiction
authorPaul Margot
titleDie Gefangenen der Apachen. Zweiter Band
publisherGrunow, Leipzig
year1868
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20140410
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Viertes Kapitel

Der Sieger Heimkehr. – Des Farmers Tod. – Die verbündeten Chomantschen. – Tojolah und die Pantherkatze.

Grenzenloser Jubel erregte der siegreichen Comantschen Heimkehr in dem Dorfe der Pantherkatze. Jung und Alt strömte den Kriegern entgegen, deren Ankunft vorausgesandte Boten gemeldet; der streng geordnete Kriegszug löste sich auf, Frauen und Kinder drängten sich zwischen die Reihen der Krieger, die abgesprungen dahinzogen, ein Kind auf dem Arm, während die Squahw das treue Streitroß führte, auf dem oft drei bis vier kleine wilde Rangen hockten; dort wurde sorgsam ein Verwundeter nach dem Wigwam geleitet und all die bunten Scenen verkündeten, daß der Hauch eines sittlichen Erwachens über diesem kleinen Paradies wehte, daß die Einwohner anfingen, als fühlende Menschen zu handeln, während der von der Civilisation gänzlich unberührte Indianer Freud und Leid hinter unbeweglichen Gesichtszügen verbirgt und sich trotzig gegen die Sprache des Herzens auflehnend, es für unmännlich hält die Gefühle zu zeigen, die vielleicht doch in seiner Brust als göttlicher Funke des Menschseins schlummern. Anders die Comantschen, welche gelernt hatten in ihren Frauen nicht nur die demüthigen Dienerinnen, in ihren Knaben nicht nur die dereinstigen Rächer des vielleicht gefallenen Vaters zu sehen, es war in ihnen eine Ahnung der Heiligkeit der Familienbande aufgestiegen, darum hatten sie wie die Löwen gekämpft, hätten dem weit überlegenen Feind den Sieg entrissen, um Haus und Herd vor Verderben zu bewahren.

Und der, der den Grundstein zu der Umwandlung der Comantschen gelegt – der frühere blutige Renegat, – den jetzt das dankbare Naturvolk seinen Vater nannte, er stand am Pallisadeneingang des Dorfes und sah mit thränenumschleiertem Auge bald auf die sich nahende Menge bald gen Himmel, um Gott zu danken für die Huld, die ihm die Kraft gegeben im Alter zu sühnen, was er in der Jugend gefehlt, – Kraft gegeben ein herrliches, wahrhaft edeles Volk zu heben.

Näher und näher kam der bunte Zug, allen voran »die Pantherkatze« im Arme seinen Knaben, während Arrita hinter dem theuren Manne auf dem Pferde saß. Mit Mühe nur konnte der geliebte Sachem sein treues Roß durch die Menge lenken, jeder wollte ihm ein Wort des Willkommens zurufen, ihm die Hand reichen und wieder mußte William, der dicht hinter dem Häuptling ritt, den glücklichen Familienvater, den lachenden Mann, der fast von Blumen überschüttet dahinzog, mit dem Krieger vergleichen, welchen er im Getümmel des Kampfes bewundert, dessen Wildheit ihn erschauern ließ. Da drückte die Pantherkatze die kräftigen Knie an den Hengst, zwei bis drei mächtige Sprünge desselben brachten sie bis zu den Pallisaden und der Mann, dem heut alle Herzen entgegenschlugen, dessen Ruf willig Hunderte von treuen, aufopfernden Kriegern folgten, er, der als Sieger heimkehrte aus dem ruhmvollen Streit, er beugte sich fast demüthig, vor dem Geist dessen, der ihn zu dem gemacht, was er war. Tief gerührt schloß der Vater der Comantschen den besten der Indianer in seine Arme, zog, dann auch William an seine Brust, während sämmtliche Krieger wieder in geschlossenen Reihen die kleine Gruppe im Halbkreis umstellten und deren Verwandte und Freunde den Hügelabhang füllten.

Nach der Begrüßung der Pantherkatze trat der alte Renegat auf einen freiliegenden Granitblock und auf die Schulter des Häuptling's gestützt, begann der Greis unter dem lautlosesten Schweigen der zahlreichen Menge:

»Meine Brüder! Vor kaum einem Mond stand ich auf dieser Stelle um Abschied von Euch zu nehmen, die Ihr auszoget zum Kampfe gegen den weit überlegenen Feind; Kummer und Angst herrschte in unserem sonst so glücklichen Dorf, denn die Besten des Stammes hatten uns verlassen, und wer konnte wissen, ob der große Geist Euch seinen Beistand schenken würde? Konnten nicht die Feinde Euch überwältigen und unser schönes Dorf vernichten. Eure Weiber und Kinder morden, und die Stätte, wo Ihr so manche glückliche Stunde verlebt, wo jetzt viele Augen dankbar auf Euch blicken, in ein Bild der Verwüstung verwandeln?«

»Der große Geist war aber mit Euch! Mit seiner Hilfe schluget Ihr den übermächtigen Feind; Gefangene, Waffen und Pferde fielen in Eure Hände und als Sieger kehrtet Ihr zurück. Im Namen des Dorfes begrüße ich Euch als dessen Retter, im Namen des ganzen Stammes als seine besten Krieger. Seid willkommen! ruht Euch von den Strapazen aus, pflegt Eure Wunden, doch harret bald wieder des Kampfrufes Eueres Sachems. Denn noch schmachten Freunde desselben in unwürdiger Gefangenschaft und viele Eurer Brüder sind auf dem Wege nach der Apacheria und warten Eurer Hilfe!«

Ein Murmeln des Erstaunens lief durch die Reihen der Krieger, auch die Pantherkatze schaute bei diesen Worten den Sprecher fragend an, welcher nach kurzer Pause fortfuhr:

»Zwei Bleichgesichter mit ihrem schwarzen Begleiter retteten das Leben Arritas und ihres Knaben; Ihr freutet Euch mit dem Sachem, den Ihr liebt, und die drei Tapferen wurden Brüder Eueres Stammes. Der eine Weiße und der schwarze Mann, theilten mit Euch alle Gefahren Eueres Kriegszuges, sie waren stets im dichtesten Handgemenge, sie kehrten mit Euch als Sieger zurück!«

»Wo aber ist der Andere? Er, der mit der Kraft und Tapferkeit der Jugend, die Klugheit des Alters verbindet? Er zog mit dem Falken voraus, das Lager der Apachenhunde zu beobachten.«

»Acht Mal sank die Sonne hinter jene Bergen, als nun der Falke in unser Dorf sprengte, – ein Apachenroß trug ihn zu uns und der Scalp des früheren Besitzers hing an seinem Gürtel, – der Weiße aber war nicht bei ihm, er hatte freiwillig sich von den Apachen gefangen nehmen lassen, um der Geliebten seines Freundes nahe zu sein, sie vielleicht retten zu können; er ging freudigen Muthes seinem gefährlichen Ziel entgegen, er wußte, daß seine Brüder, die Comantschen, ihn nicht verlassen würden.«

»Keine Macht war im Stande den Falken abzuhalten, dem tapfern Weißen Hilfe zu bringen! ich that es auch nicht, ich sandte Boten in die Nachbardörfer und fünf Tage nach seiner Ankunft verließ der Falke mit sechzig Kriegern unser Dorf und zog nach Westen. Meine Hoffnung war, daß er mit seiner Schaar Euch begegnen würde, doch der große Geist hat es anders gewollt. – Euere Brüder ziehen allein in das Gebiet der Apachen, sprecht! sollen sie vergeblich auf Eueren Beistand hoffen.«

Da brachen tosend die lang beherrschten Gefühle aus, unter wildem Rufen schwangen die Krieger ihre Waffen, lawinenartig wuchs der Lärm, – eine einzige Handbewegung des Vaters der Comantschen, und lautlose Stille herrschte wieder rings umher. –

»Meine Brüder! Ihr wißt, daß ich Euch stets gelehrt: nur im Frieden könnet Ihr zu einem starken, mächtigen Volk aufwachsen. Jetzt aber rufe ich Euch selbst zu den Waffen. Blickt um Euch, sehet Euere zahlreichen Kinder, Euere Weiber, sehet Euere freundlichen Wohnungen, die Felder, die starken Heerden! Dies Euer Reichthum ist's, den die faulen Apachen mit neidischen Augen betrachten! So lange ich nun unter Euch weile, haben sie schon unzählige Male versucht durch List und Gewalt Euch zu rauben, was Ihr besitzt; jedesmal warf Euere Tapferkeit den schurkischen Feind zurück, doch was half's? Er kam immer wieder, darum sammelt alle Euere Kräfte, ziehet hin in die Apacheria, den bereits geschwächten Feind so zu demüthigen, daß er nicht wieder wagt, Euer Gebiet zu verwüsten! Das Blut Euerer gefallenen Brüder schreit um Rache, Euere gefangenen Freunde harren der Befreiung, zögert nicht, daß die Apachen nicht in ihrer Wuth die Letzteren morden, nicht Zeit gewinnen, Bündnisse mit den Nachbarstämmen zu schließen.«

»Laßt die Feste, welche Euere Rückkehr, Eueren Sieg feiern sollten, bis der Kampf ganz beendet; laßt die gefangenen Apachen ruhig in meiner Obhut, denkt jetzt nur an eines: die Gefangenen zu befreien und die Apachen für immer zu demüthigen!«

Ein donnernder Beifallssturm folgte des Greises begeisterten Worten, jäh gellte der grimmige Schlachtschrei dazwischen und während der Greis William bei der Hand nahm und nach seiner Wohnung führte, während die Pantherkatze mit Arrita und dem Knaben ihrem Wigwam zuschritt, tobte in den Gassen des Dorfes noch lange der Lärm des fröhlichen Volkes, der auf's Höchste stieg, als Bob, überseelig durch das Rühmen und Preisen seiner Heldenthaten, den erstaunten Comantschen einen der grotesken Negertänze zum Besten gab.

Ja verschiedenartiger als hier sich dem stillen Beobachter die entgegengesetzten Bilder boten, ist wahrlich nicht das Leben in den größten Städten. Auf dem großen Berathungsplatz, vom Fackelschein grell beleuchtet, wogten im bunten Gemisch die Fröhlichen jauchzend und tanzend durcheinander, und dort, im Schatten der mächtigen Plantane, stand einsam ein junges Indianerweib, ein kleines Kind krampfhaft an die braune Brust gepreßt und blickte thränenden Auges in das Getümmel – ach – sie war nun allein, denn er, der Vater ihres Kindes, der stolze Krieger, der sonst unter den Fröhlichen der Fröhlichste gewesen, er war nicht wieder heimgekehrt; – einen herzzerreißenden Blick warf das arme Weib nach dem klaren Sternenhimmel – dann wankte sie langsam, verlassen der kleinen Hütte zu, nicht des Flüsterns, nicht der warmen Liebesworte achtend, die aus dem Gebüsche drangen, das ihren einsamen Pfad begrenzte.

Die Wigwam's, die den Verwundeten als Aufenthalt dienten, waren ebenfalls dicht von Neugierigen umlagert, welche aufmerksam den lebendigen Schilderungen von den wilden Scenen der letzten Kämpfe lauschten. Oft erklang ein Ruf der Verwunderung, der Theilnahme aus den Reihen der Zuhörer, und der Name der Pantherkatze und Williams war auf Aller Lippen. Der Sachem aber saß daheim im einfachen, schlichten Gemach, an seiner Brust ruhte die liebliche Arrita und lauschte des theuren Mannes Worten, sie sprachen von den bevorstehenden Kämpfen, von George, von Marie und William. Und William selbst? Er kniete vor einem Lager von Thierfellen; wohin ihn der Renegat geleitet, vor einem Lager, auf welchem sich der Farmer Preston – Marie's Vater – im Todeskampfe wand. Nach und nach erlosch jeder Lärm in dem Indianerdorfe, immer aber noch saß William an des Sterbenden Bett und die aufsteigende Sonne fand den jungen Mann noch auf derselben Stelle. Beim Aufgang der Sonne belebten sich noch einmal des Farmers schwindende Lebensgeister, er war im Stande Williams Erzählungen aufmerksam zu folgen und bei dessen zuversichtlichen Hoffnungen, dessen mannhaften Betheuerungen, die gefangene Tochter nie zu verlassen und Gut und Blut für deren Befreiung einzusetzen, flog ein leichtes Lächeln über des Farmers bleiches Gesicht und seine zitternden Hände erwiederten den Druck des jungen Mannes. Jetzt trat der alte Renegat an das Krankenlager und flöste Marie's Vater einen starkduftenden Trank ein, dann nahm er William in ein anderes Gemach und zwang ihm Speise und Trank auf; unterdeß erzählte er, daß die Strapazen der ungewohnten Reise des Farmers Kräfte so aufgerieben, daß es nur des Unglücks seiner geliebten Tochter bedurft hätte, um seine Lebenskraft vollständig zu knicken, der Gedanke aber sein Kind leichtsinnig einem Schurken anvertraut zu haben, und daß dieser Schurke der eigene Bruder sei, dieser Gedanke führe den armen bethörten Mann einem sicheren baldigen Ende entgegen.

»Ah, mein Vater, wissen Sie dies so sicher?« frug schwermüthig der junge Mann.

»So gewiß ich vor Ihnen stehe, schließt heute noch der Kranke für immer seine müden Augen!« sprach ernst der Greis. »Sie sind ein Mann, mein junger Freund, und ich würde es für Sünde halten, eine Hoffnung zu erwecken, die sich nicht erfüllen würde. Nein, nein – blicken Sie mich nicht so zweifelnd an, ich täusche mich nicht; zu oft habe ich dem Tod ins Auge geschaut, zu viele meiner Mitmenschen zur ewigen Ruhe eingehen sehen um nicht zu wissen, daß der Kranke bald von seinen Leiden erlöst sein wird. Nur die seelische Kraft, der Wunsch Sie einmal noch zu sehen, Ihren Händen als heiliges Vermächtniß die Tochter anzuempfehlen, hat dem Vater Ihrer Braut den letzten Lebensfunken erhalten. Kommen Sie jetzt, wir wollen zu meinem Patienten gehen, der Trank, den ich ihm gereicht und die kurze Ruhe wird ihn so weit gestärkt haben, daß er sprechen kann.« –

Wieder kniete William vor dem Lager des Farmers, der aufrecht, von dem Renegaten unterstützt, dasaß und mit tiefen Athemzügen die erquickende Morgenluft trank. Plötzlich begann der Kranke mit leiser Stimme:

»Ich danke Gott aus tiefster Seele, daß ich einmal wenigstens den Mann sehen kann, der meine Tochter schützen wird, wenn ich todt bin, daß ich seinem Ohr anvertrauen kann, was so lange meine Brust beengt; doch meine Stunden sind gezählt, ich muß mich kurz fassen!«

»Mein junger Freund, wissen Sie auch wer und was Marie ist?«

»Nein!« sprach einfach William – »doch der größte Seelenadel sieht aus ihren guten Augen, die reinste Herzensgüte prägt sich in ihren Zügen aus, ob Marie nun hoch oder niedrig in ihrer Stellung, ob arm oder reich, was kümmert das mich?«

»Ihre Antwort erfreut mein Herz!« – fuhr der Kranke fort – »und doch bebt meine Lippe, wenn ich Ihnen sage, was meine Tochter selbst nicht weiß, daß Negerblut in ihren Adern rollt!«

Wohl fühlte William bei diesen Worten einen leichten Stich in seinem Herzen und finster schlug er die Augen auf – da sah er in des alten Renegaten dunkele Augensterne, die durchbohrend mit unbeschreiblichem Ausdruck auf ihm ruhten, entschlossen richtete sich der junge Mann auf und wandte sich an den ängstlich ihn anstarrenden Kranken:

»Ich würde lügen, wollte ich sagen, daß mich diese unerwartete Nachricht nicht bewegt! Doch hoffe ich, daß Sie nicht glauben, Marie wäre mir deshalb weniger theuer, weil ihre Mutter entfernt von einer Race abstammt, die nur die schändlichste Habsucht der Weißen herabgewürdigt!«

Ein schwacher Händedruck war Preston's einzige Antwort, der mit merklich schwindenden Kräften fortfuhr:

»Noch lastet eines schwer auf meinem Herzen! Von meinem Bruder bethört, ließ ich mich verleiten die friedliche Heimath zu verlassen. – um Marie in ein Land zu bringen, wo der Unterschied des Blutes – nicht zu scharf bekritelt wird.« –

»Zu spät sah ich ein, daß ich in wohlangelegte Schlingen fiel. – Ja zu spät« – röchelte der Kranke, der erschöpft die Augen schloß, doch plötzlich schien ihm der Gedanke zu kommen, daß der Todesengel seinen Mund für immer schließen könne, ehe er bereit sei – erleichterten Herzens vor Gott zu treten; unendliche Angst prägte sich in den bleichen Zügen aus – doch noch einmal siegte der Geist über den schwächer werdenden Körper, und sich aufrichtend flüsterte Preston in fliegender Eile:

»Ich sorgte für das Wohl meiner Tochter, – kaum geboren, stellte ich ihren Freischein aus – setzte ich sie zu meiner Erbin ein. – Als auf meines Bruders Rath – die unselige Reise begann – stellte mir der Heuchler die Möglichkeit vor – daß mir getrennt werden könnten. – Schlau stellte er wir vor – er müsse den Freischein aufbewahren – um in meiner Abwesenheit – beweisende Documente – zu haben. Ich Thor gab ihm das wichtige Papier – doch das Testament – liegt dort– in meiner Jagdtasche. –«

Gänzlich ermattet sank Marie's Vater auf sein Lager zurück, tief ergriffen beugte sich William über ihn und sprach:

»Beruhigen Sie sich, mit der Befreiung Marie's wird es uns auch gelingen das Document in unsere Hände zu bringen, und finden wir es nicht, – dann zieh ich mit Marie in ein Land, wo die Sklavengesetze aufgehoben! Ich verlasse das theuere Mädchen nicht und sollte ich zeitlebens unter den Indianern bleiben. –«

»Halten Sie ein!« fiel jetzt der alte Renegat, dem erregten jungen Mann in's Wort. »Sie sprechen zu einem Todten!« –

Ja der Geist hatte die gebrechliche Hülle verlassen, beruhigt, zu wissen, daß Alles aufgeboten werden sollte, die geliebte Tochter vor Leid zu bewahren, so weit dies menschlichen Kräften möglich.

Am Morgen des anderen Tages wurde die Leiche unter der Theilnahme des ganzen Dorfes zur Ruhe bestattet, und während die Comantschen mächtige Steine zu dem Grabmal aufthürmten, während Bob und Brown emsig bemüht waren, die Stätte des Todes mit einem Holzgitter zu um»geben, eilte William zu dem Häuptling und bat dringend ihm zu gestatten, daß er ihn auf seinem Ritte nach den Nachbardörfern begleiten dürfe um das niedergeschlagene Herz zu zerstreuen.

Gern willfahrtete die Pantherkatze den Wünschen seines Freundes und noch am selben Tage zogen sie in Begleitung einiger Comantschen aus, Hilfe bei ihren Stammesbrüdern zu erbitten.

Mit offenen Armen wurden sie in den fünf Dörfern, die sie besuchten, aufgenommen und als am siebenten Tage die Pantherkatze den Rückweg, antrat, folgten dreihundert kräftige Krieger zu Pferd dem tapferen Häuptling.

Wohl hatte William in den berührten Dörfern Nichts von dem geistigen Aufschwung gewahrt, der ihn im Dorfe der Pantherkatze so freundlich angeheimelt, wohl standen die Krieges, die hinter ihm in langer, langer Linie ritten, noch auf der untersten Stufe der Civilisation, und wenige der gräßlich bemalten, halbnackten Reiter besaßen Feuerwaffen, doch wußte er, daß treue, muthige Herzen in den dunkeln Gesellen schlugen und staunend bewunderte er die Leichtigkeit, mit der sie die gänzlich wilden Pferde bändigten, die Sicherheit, mit welcher sie ihre Pfeile und langen Lanzen handhabten.

Freudig wurden die Bundesgenossen im Dorfe der Pantherkatze begrüßt und ein einfaches Lager in fabelhafter Schnelle am Ufer des Flusses aufgeschlagen. In einer Reihe wurden die langen Lanzen in den Boden getrieben, Schild, Bogen und Pfeile sowie das geringe Gepäck daran gelehnt, die Wollendecken ausgebreitet, die Pferde angepflöckt und das Lager war fertig.

Eine unendliche Thätigkeit wurde nun auf dem sonst so stillen Stückchen Erde entwickelt, denn nicht gering war der Fleischvorrath, den täglich die ausgesandten Jäger liefern mußten, theils eine so bedeutende Anzahl Hungriger zu sättigen, theils um getrocknet zu werden. Der Vater der Comantschen war helfend, rathend überall; die Vorraths-Häuser wurden geöffnet und Waffen, Pulver und Kugeln vertheilt. Ein Jeder der Krieger erhielt noch außer der starken Ration gedörrten Fleisches einen Sack Maismehl, die Wasserschläuche wurden frisch gefüllt, – und die Vorbereitungen zu der langen Reise waren beendet. Schon der vierte Morgen nach der Rückkehr der Pantherkatze mit den Hilfstruppen war zum Abmarsch bestimmt. Noch funkelte der Morgenthau in dem wogenden Gras, als die Comantschen der Nachbardörfer ihr leichtes Lager abbrachen und sich in zwei langen Reihen rechts und links vor dem Dorfeingang aufstellten, aus dem im bunten Gemisch Frauen, Kinder und Krieger hervorquollen; der Letzteren verdrossene Mienen verriethen, daß das Loos sie von der Theilnahme des Kriegszuges abgeschlossen, denn aus dem eigenen Dorfe sollten nur vierzig Comantschen den Häuptling begleiten, als deren Anführer William bestimmt war, bei diesem Trupp befand sich auch Brown und der Neger. Die Antilope sollte die fast gleich starke Schaar, der mit Flinten bewaffneten Verbündeten leiten und den Rest von über zweihundertfünfzig der wildesten und unbändigsten Comantschen wollte die Pantherkatze selbst anführen. Die Stunde des Abschieds war gekommen und rasch eilten die Krieger aus ihren Wigwams; dort eine Squahw, ein Kind an die Brust pressend, hier einem Freund die Hand schüttelnd, erreichten sie den Berathungsplatz, wo die Pferde ihrer harrten, schwangen sich in den Sattel und empfingen jubelnd die Abschiedsworte des alten Renegaten, der wieder erst die Pantherkatze, dann William in seine Arme schloß; Letzterer stellte sich nun an die Spitze der ihm zugetheilten Schaar. Stolz, daß sein Muth ihm zum Anführer so tapferer Krieger erhoben, Freude, daß so viele kräftige Arme bereit seien für ihn zu kämpfen, leuchtete aus des jungen Mannes begeisterten Augen, und als ihn durch ein Wort die Pantherkatze das Zeichen zum Aufbruch gab und jener ihn ersuchte die Vorhut mit seiner Abtheilung zu übernehmen, da drückte er seinem braven Hengst die Hacken in die Weichen, daß das feurige Thier hoch aufbäumte und fast unbewußt entschlüpfte William der wilde Kriegesruf der Comantschen. Nach allen Seiten grüßend, stob die Schaar davon, allen voran William, an dessen Rappen Trust lustig emporsprang; fort gings – den Hügel hinab, durch die Reihen der Verbündeten – jetzt durchzogen sie bereits die Furth, als die Pantherkatze zum letzten Mal Arrita und den Vater der Comantschen in seine Arme schloß. »Ich muß eilen«, sprach er wehmüthig lächelnd – »sonst erreicht William eher die Apacheria, als ich die Hälfte des Weges durchmessen! Arrita – mein Vater – der große Geist möge Euch schützen! Lebet wohl!« Mit einem Satz war der Sachem auf seinem Streitroß und wahrlich, war er nicht im Stande die wilde Schaar, die dort unten ungeduldig seiner harrte in Ordnung zu halten, dann vermochte dies wohl Niemand. In kurzem Galopp flog der schöne, stolze Häuptling den Hügel hinab, parirte an dessen Fuß das weiße Roß und eine wahrhaft erhabene Bewegung trieb die jauchzenden Krieger in den Sattel. Hoch auf stieg der Hengst, dann jagte er mit seinem edelen Reiter pfeilgeschwind dahin und hinterher brauste der tobende Reiterzug, geschlossen durch die etwas bedächtigere Schaar der Antilope, welche aus lauter älteren Kriegern bestand.

In den stärksten Tagesmärschen zog das kleine Heer dahin, verabredeter Maaßen William mit seiner Schaar immer einen halben Tagesmarsch voraus. Vier Tage waren so verstrichen, als in der Ferne ein kleines Wäldchen sichtbar wurde, das als Ruheplatz dienen sollte. Noch war William mit seiner Schaar gegen zwei Tausend Schritt von dem Gebüsch entfernt, als einer der Comantschen auf die Spuren dreier Pferde aufmerksam machte, die auf sie zugeführt hatten, plötzlich aber wieder rückwärts und voraussichtlich nach dem Wäldchen zustrebten.

In der Wildniß ist nun aber nichts ohne Bedeutung und nur der vermeidet die Gefahren, der in jedem Rauschen des Blattes einen Feind ahnt und jede Fährte mit Mißtrauen betrachtet. William war in zu guter Schule gewesen, um im Zweifel zu sein, was hier zu thun; rasch wollte er Befehle geben, das Wäldchen zu umzingeln, als Bob vom Pferde sprang und aufmerksam auf die Erde starrte.

»Nun Bursche, was siehst Du denn?« frug William ungeduldig.

»Massa! Dies Kind sein sehr bestürzt, es sehen Spuren und wissen nichts damit anzufangen!«

»Wo?«

»Hier!«

»Ah! weiter nichts? Nun dann beruhige Dich, die kamen begreiflicher Weise von Trust her!«

»Nein!« brummte Bob, den krausen Wollkopf schüttelnd; »Trust ist jetzt nicht vorangelaufen, der trottet bei dem letzten Reiter, welcher ihm Bissen Fleisch zuwirft!«

»Nun dann ist's ein Wolf gewesen!« rief William.

»Kann sein!« mischte sich ein Comantsche in's Gespräch, »doch glaube ich es nicht. Seht,« sprach der scharfsinnige Bursche – »hier ist die Spur auf dem einen Huftritt zu sehen, hier halbverdeckt von einem anderen!«

»Und was bedeutet dies?« frug William.

»Das Thier ist zu gleicher Zeit mit den Pferden gelaufen!«

»Was aber kann es gewesen sein?«

»Wir werden's sehen!«

In diesem Augenblick trat Bob in den Kreis, an der Hand Trust führend; langsam kreuzte er mit dem Hund die räthselhafte Fährte, als das mächtige Thier plötzlich still stand, schweifwedelnd die Nase in die Spur drückte und plötzlich sich mit gewaltigem Ruck befreiend, in langen Sätzen davonschoß. Einen Moment sah Bob verdutzt dem Bluthund nach, dann schlug er sich mit der geballten Faust vor die Stirn und brüllte mit aller Kraft seiner mächtigen Lungen: Diana – Diana – Diana! –

»Diana«? flüsterte William und blickte athemlos nach dem Wäldchen, das Trust noch nicht erreicht; da theilten sich die Büsche und herausschoß die Hündin. Wirklich rührend war es, wie die beiden Thiere sich begrüßten, da klang wieder Bob's mächtiger Ruf und wenig Minuten später sprang Diana bald an William, bald an dem Neger empor.

Voraussichtlich konnten nur Freunde sich in dem Wäldchen aufhalten und doch war es wunderbar, daß Niemand dasselbe verließ; um endlich die Zweifel zu lösen, befahl William rasch einen Kreis um die Baumgruppe zu ziehen und ritt dann entschlossen mit dem Rest der Krieger auf den gefundenen Spuren weiter.

Endlich mochten die Verborgenen aber auch zu einem Entschluß gekommen sein, denn plötzlich traten, die Pferde am Arm, die beiden Trapper und Tojolah hervor und erwarteten ruhig das Nahen der Reiter; die Comantschen waren nicht wenig erstaunt, eine Apachin vor sich zu sehen und ebensowenig wußte sich Brown das plötzliche Erscheinen seiner früheren Gefährten zu enträthseln, die doch wahrlich keine Ursache hatten, sich im Gebiete der Comantschen zu zeigen.

William war gänzlich unentschlossen, was er thun solle, als ihm Brown zuflüsterte, er möge seine Krieger sammeln, die Drei sorgfältig bewachen lassen, an Ort und Stelle sich lagern und das Hauptcorps, mit ihm die Pantherkatze, erwarten. Da trat der eine Trapper vor und berichtete in kurzen klaren Worten die seltsamen Ereignisse, die ihn wieder hierhergeführt. Das Gepräge zweifelloser Wahrheit lag in seiner lebhaften Rede und verdrängte jedes aufsteigende Mißtrauen; manch begeistertes Wort wurde George's aufopferndem Muthe gezollt, manch theilnehmender Blick streifte die unbeweglich dasitzende Apachin.

Zwei Stunden später traf die Pantherkatze mit ihren Kriegern, kurz darauf auch die Antilope ein; obgleich kaum Mittag, wurde doch beschlossen, hier am Wäldchen, in dem man frisches Wasser fand, bis zum anderen Morgen zu rasten und den derb angestrengten Pferden Zeit zur Sammlung neuer Kräfte zu lassen und sich mit frischem Fleische zu versehen.

Als die Lagerplätze ausgewählt, die Pferde und die Wachen ausgestellt waren, lagerten sich die angesehensten Krieger im Kreis und nachdem sich auch die Pantherkatze und William niedergelassen, machte das Calumet feierlich die Runde; dann erst wurden auf einen Wink des Sachems die beiden Trapper und Tojolah in den Kreis geführt. Der Pantherkatze Augen sprühten Funken, als sie die beiden Männer erkannte, die in so schlechtem Andenken bei ihr standen; rasch erhob sie sich und begann mit drohender Stimme:

»Seid Ihr Eueres Lebens so satt, daß Ihr muthwillig den Pfad der Pantherkatze kreuzt? Oder glaubt Ihr vielleicht, der Comantschensachem würde Euch mit offenen Armen aufnehmen, nachdem Ihr ihn verrathen, feig das Lager verlassen habet, das Euch beschützte, nachdem Ihr Euere Waffen erhobet gegen eine schutzlose Squahw? Ihr Beide, der schurkische Mormone und der Mulatte, der sich hüten mag in meine Gewalt zu kommen. Ihr seid die Ursache all der Kämpfe, der schon viele tapfere Krieger zum Opfer fielen, auf Euch komme das vergossene Blut, das Ihr mit dem Eueren sühnen sollt!«

Die verdutzten Mienen der Trapper verriethen nicht Furcht, bewiesen aber doch, daß sie diesen Empfang nicht erwartet; bald aber schüttelten sie ihre Verlegenheit ab und festen Schrittes trat der Aeltere in die Mitte des Kreises.

»Häuptling!« sprach er ernst, »wir sind in Eurer Macht, doch nicht der Zufall führte uns in Eueren Weg, wir suchten Euch. Ihr aber habt Unrecht, uns mit Euerem Zorn zu drohen, Ihr, der Ihr zu gerecht, die Heiligkeit abgeschlossener Verträge nicht anzuerkennen. Bequemer, gefahrloser war es für uns, bei Euch zu bleiben und Preston im Stich zu lassen, doch wir hatten unser Wort gegeben und hielten es als ehrliche Männer. Nicht unsere Schuld ist es, daß Preston's Pläne Euch zu unserem Feind machten, den Vorwurf aber, daß wir Euere Squahw bedroht, weisen wir entschieden zurück. Schon mancher Krieger sank von unseren Kugeln, aber stets im ehrlichen Kampfe, doch niemals besudelten wir unsere Hände mit dem Blut einer Frau oder eines Kindes!

»Zu spät erkannten wir, daß wir uns mit einem gewissenlosen Schurken verbunden, dessen Heuchelei uns bethört – ja zu spät, denn als wir dies erkannten, waren wir Gefangene der Apachen!«

Sichtlich besänftigend war der Eindruck, den diese Worte auf den Häuptling machten und in milderem Ton frug er:

»Und sahet Ihr nicht den muthigen weißen Jäger, der sich George nennt? Wo weilt er, wo das bleiche Mädchen?«

In lebhaften Worten schilderte jetzt der Trapper ihre Erlebnisse, erzählte ihre Leiden, die schlau ausgeführte Flucht, den Zusammenstoß mit dem Mulatten, pries begeistert George's Heroismus und schilderte die Mühseligkeiten ihres Weges bis zu dieser Stelle.

Ein beifälliges Murmeln lief durch die Reihen der Krieger, als jener geendet, und halb überwunden frug die Pantherkatze:

»Euere Worte klingen angenehm in unseren Ohren, doch was bürgt für deren Wahrheit?«

»Unser Leben« antworteten einfach die Trapper!

»Es ist gut! aber was wollt Ihr von uns und wer ist jenes Mädchen dort, deren Kleidung die Apachin verräth?«

»Wir kommen, um auf George's Gebot Euere schnellste Hilfe zu erbitten. Zu unserem Bedauern haben wir vorhin gehört, daß schon eine Anzahl Comantschen Euch vorausgeeilt; wir haben sie gesehen, hart an der Grenze des Apachengebietes und dieser Umstand verleitete uns zu dem Glauben, daß die Reiterschaar aus Feinden bestehe; zwei kostbare Tage verloren wir mit dem Bemühen denen auszuweichen, die wir suchten!«

»Und jenes Mädchen dort?« frug wiederholt die Pantherkatze.

Der Trapper nun kannte die beweglichen Gemüther der Commantschen, er hatte sich einen Trumpf bis zuletzt gespart, und während er vorhin das Gelingen ihrer Flucht nur Tojolah's Muth und Klugheit zugeschrieben, hatte er das unbeweglich in ihrem Mantel von Büffelhaut harrende Mädchen nicht wieder erwähnt und die Gemüther in Zweifel gelassen, wer jenes sei; jetzt direct befragt, schritt der Trapper langsam auf das Mädchen zu, nahm ihm den Mantel von der Schulter und führte es dicht vor die Pantherkatze.

»Mächtiger Häuptling!« begann er hier. »Dein Freund George sendet Dir dies Mädchen, das er liebt seit vielen Jahren mit der ganzen Glut seines Herzens; es ist Tojolah, die freiwillig ihren Stamm verließ, um Schutz bei den Comantschen zu suchen, bis der tapfere Weiße zurückgekehrt!«

Ein leises »Hugh« schlüpfte über die Lippen des Sachems, dann rasch gefaßt, erhob er sich, reichte mit edelem Anstand Tojolah beide Hände und sprach:

»Meine Schwester ist willkommen bei den Comantschen; der bleiche Jäger ist unser Aller Freund und was er liebt ist auch unserem Herzen theuer. Tojolah – die wilde Taube – mag sprechen, wenn sie ihre Reise fortsetzen will; jeder ihrer Wünsche soll erfüllt werden und wenn sie es wünscht, sollen augenblicklich zwanzig bewährte Krieger sie zum Dorfe der Pantherkatze geleiten!«

»Ich danke meinem Vater!« erwiederte die schöne Apachin, »doch will ihn Tojolah keines seiner tapferen Krieger berauben, sie wird glücklich sein ihn begleiten und vielleicht als Führerin nützlich sein zu können!«

»Der Wunsch meiner Schwester soll erfüllt werden, sie ruhe sich aus und stärke sich, morgen soll sie die Pantherkatze führen, jetzt aber müssen sich die Krieger berathen,« und sich an William wendend, fuhr der Sachem fort:

»Ich bitte meinen Bruder die Geliebte seines Freundes in seine Obhut zu nehmen und für sie zu sorgen!«

Bereitwillig sprang der junge Mann auf und führte Tojolah aus dem Kreise, die Krieger aber saßen noch lange im ernsten Gespräch über die Wege und die Art des Angriffes. Doppelt genau wurde Alles erwogen, da der vorsichtige Häuptling sich des Gedankens nicht erwehren konnte, daß die Trapper ihn vielleicht in eine Falle locken wollten. Als endlich jede Bestimmung getroffen und der Weitermarsch auf die früheste Morgenstunde des nächsten Tages festgestellt worden, rief die Pantherkatze nochmals die beiden Trapper herbei und sprach mit eisiger Stimme:

»Wir wollen Eueren Worten glauben, und Ihr möget nach Euerem Gefallen Euch einem der drei Corps anschließen, die auf verschiedenem Pfaden nach dem Apachendorfe ziehen; doch wehe Euch, wenn Ihr zum zweiten Mal als Verräther gegen mich gehandelt, ich würde Euch finden und müßte ich die ganze Erde durchsuchen und dann, dann – ich risse die gespaltene Zunge aus, die mich belogen, geschmolzenes Blei gösse ich in Eure Ohren und legte glühende Kohlen auf Euere Augen! Nun geht!«

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