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Gutenberg > Josef Ruederer >

Die Fahnenweihe

Josef Ruederer: Die Fahnenweihe - Kapitel 7
Quellenangabe
typecomedy
booktitleTheaterstücke
authorJosef Ruederer
year1987
publisherSüddeutscher Verlag
addressMünchen
isbn3-7991-6365-4
titleDie Fahnenweihe
pages5-11
created20020607
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1895
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Geschrei draußen sehr stark.

Foitenleitner der ängstlich hinaushorchte: Wenn Sie kei' Vernunft annehmen wolln, nacher haben wir nix mehr z' sagen.

Nusser Sie haben uns ruiniert.

Foitenleitner Sie haben 's dahin bracht, daß uns trieben wor'n is.

Nusser Daß wir nimmer gewählt werden.

Foitenleitner Daß uns der Pfarrer wie Schulbuben behandeln wird!

Das Geschrei ist jetzt am stärksten.

Posthalterin Um Gottes willen!

Foitenleitner verrät eine furchtbare Angst in seinen Bewegungen: Die Kerl werd'n am End noch da 'rein kommen.

Nusser Sie werden doch nicht?

Posthalter Wenn Sie Angst haben, dann verstecken S' Ihnen, i bleib da, i hab 's mit 'm Pfarrer aufg'nommen, i nimm 's mit die Haberer auf, i nimm 's mit der ganzen Welt auf.

Hulda und Flora erscheinen wieder an der Bühnentüre.

Hulda Wir warten und warten noch immer.

Flora Wann geht denn das Theater an?

Götzensperger Des hat scho ang'fangt, die Haberer sind da!

Draußen starkes Geschrei.

Foitenleitner zitternd: Oh, oh!

Hulda Wie? die möchten wir a sehn!

Posthalter wütend: Fort, fort, fort, mit der ganzen Komödibagage!

Flora Was?

Nusser in furchtbarer Erregung: Herr... Herr Posthalter.

Posthalter Und weil Sie so Angst haben, Herr Hoflieferant, gehen S' mit dort 'nein, Sie und der tapfere Bürgermeister! Er faßt beide beim Arme, zerrt sie nach rückwärts und schiebt sie mit den kreischenden Choristinnen durch die kleine Türe fort. Jetzt können wir der Musi da draußen ungeniert zuhören. Er nimmt seine Wanderung wieder auf und horcht ab und zu hinaus.

Sehr große Pause. Der Lärm dringt ununterbrochen herein. Die Posthalterin hat ihr Gesicht verhüllt und weint so laut, daß man es stoßweise hört. Rettinger, links, hat den Kopf auf die rechte Faust gestützt. Neben ihm sitzen Götzensperger und Herr von Beck. Letzterer, elegant, mit überschlagenen Beinen, verliert nie seine Haltung und blickt sicher herum. Wahrend der folgenden Worte des Posthalters nimmt er eine Zigarette aus einem eleganten Etui und zündet sie bedächtig an.

Posthalter beginnt endlich laut zu lachen: Ha, ha, ha! Es is famos! Alles is ausg'rissen, 's ganze Dorf, vom Pfarrer bis zum Wegmacher vor der b'soffnen Sippschaft da drüben.

Das Geschrei dauert immerfort.

Götzensperger Und wie die Kerl schrei'n!

Posthalter stets auf der Wanderung, die Hände in den Hosentaschen: Möcht' nur wissen, warum die Bande g'rad mir treibt, was hab' i denn tan? I laß' a Geld springen, i tritt auf wie a Kavalier, i halt neun Roß, i gib die Bauern z' verdienen, i leb und lass' leben, was gehen denn die Kerl nacher meine privaten Familiensachen an?

Posthalterin schluchzt laut.

Posthalter Warum treiben s' denn also g'rad mir? Warum denn net de andern, die nix verzehren im Ort, als alle Tag 'n Fetzen Rindfleisch? Warum net 'm Amtsrichter, der jedem Madel nachlauft, warum net 'm Apotheker, der a gemeiner Geizkragen is, warum net 'm Postoffizianten, der mit seiner Haushälterin lebt, warum denn net 'm Pfarrer, der... Es kracht eine Gewehrsalve, alles fährt zusammen.

Götzensperger stürzt an die Türe.

Posthalterin O du meine Welt!

Posthalter Waren des die Gendarm'?

Götzensperger Na, na, des war'n die Kerl scho' selber.

Posthalter Natürli, wenn mir trieben wird, da kommt kei' Gendarm.

Götzensperger horcht hinaus: Kei' Wort kann man von da drüben versteh'n.

Posthalterin schluchzend: Des is ja no' 's einzige Glück bei der G'schicht.

Posthalter ballt die Fäuste: Oh, oh, wenn ich 's nur g'rad wüßt, wer die Kerl san, was wollt i zahln dafür!

Götzensperger tritt von der Türe weg: Man kennt kein' 'raus!

Posthalter Heißt des, i weiß ja ganz gut, wer des is, aber antun kann i ihnen nix.

Posthalterin weinend: Wer is denn?

Posthalter Des hat alles der schuftige Mohrenwirt anzettelt, der hat 'n Kederbauer zahlt, daß er die andern aufhetzt, der Kederbauer, der Hauptlump, der hat 'n Mutzenbauer aufg'hetzt, der Mutzenbauer...

Mutzenbauer erscheint an der Verandatür, lachend und torkelnd: Hi, hi, hi, hi, Posthalter... red'st von mir? Hi, hi, hi.

Posthalter erschrickt heftig: Du... Du bist...

Mutzenbauer I bin no amal kommen, weil i di fragen möcht wegen der... der Gregoriwiesen.

Posthalter schreiend: Du bist a Haberfeldtreiber.

Mutzenbauer Na, na, des bin i net, i möcht di bloß fragen...

Posthalter Aber du g'hörst dazu, du und der Kederbauer –

Mutzenbauer Schaug nunter auf d' Gregoriwiesen, hi, hi, hi, auf dei' Gregoriwiesen!

Posthalter Ihr zwei habt's mein' Erzfeind, den alten Seehansele, aufg'hetzt, ihr habt's...

Seehansele taumelt rechts schwer betrunken herein.

Posthalter erschrickt furchtbar: Du – Du – Du –

Seehansele Grü... Grüß Gott, Posthalter!

Posthalter ganz rasend: Was? Du kommst a zu mir 'rein?

Seehansele I hab, ha, ha, ha, i hab di fragn wollen, Posthalter, wie dir 's Haberfeld g'fallt?

Mutzenbauer Hi, hi, hi!

Posthalter packt Mutzenbauer, schiebt ihn links hinaus. Naus mit dir a mal! Dann eilt er zu Seehansele und packt ihn. Du treibst mir 's Haberfeld und kommst noch zu mir?

Seehansele I treib dir's net, aber ha, ha, ha, i woaß, wer dir da drüben einheizt.

Zugleich:

Götzensperger Wer?
Hr. v. Beck Wer?
Posthalterin Wer?
Posthalter Wer is?

Seehansele Ja, balst drei Mark zahlst, nacher sag' i dir 's.

Götzensperger Der schwindelt di' bloß an!

Posthalter zieht die Börse: Da hast d' deine drei Mark. Jetzt 'raus damit! Wer is?

Seehansele Der Kederbauer is!

Posthalter triumphierend: Was hab' i g'sagt?

Seehansele Der is der Habermeister von der ganzen Gegend.

Posthalterin Der is 's?

Seehansele Ja, der und kei' anderer.

Posthalter sehr schnell: Wart, Kederbauer! Des zahl' i dir heim. Jetzt lauf i g'schwind auf d' Gendarmeriestation und alamier die Kerl. Die müssen in 'n Kederbauer sei Haus laufen, und wenn der Schuft net in sei'm Bett liegt, nacher is er 's, nacher bring' i ihn aufs Schwurg'richt! Wart', du Tropf, du elender!

Als er zur Türe stürzt, tritt ihm Kederbauer entgegen. Alle schreien auf mit Ausnahme von Rettinger, der immer teilnahmslos bleibt. Seehansele wankt nach links an den zweiten Tisch und bricht ganz haltlos zusammen.

Posthalter ist wie vor einem Gespenst zurückgefahren: Ah... ah... der... der Gauner da, der kommt jetzt daher?

Kederbauer Wo is mei' Bruder?

Posthalter Was? Du, Habermeister?

Kederbauer Wer is der Habermeister, du!

Posthalter Du, du, du, bist's, einer muß's sein.

Kederbauer Der Habermeister steht auf deiner Gregoriwiesen, i bin 's net.

Posthalter Der Seehansele hat 's g'sagt.

Kederbauer lachend: Nacher muß 's ja wahr sein.

Posthalter Du bist vom Mohrenwirt zahlt worn und hast alle Leut z'samm trieben.

Kederbauer Vom Mohrenwirt? Ha ha! Der Moosreiner war a guter Haberfeldtreiber.

Posthalter Wenn 's der net war, nacher war 's a anderer.

Kederbauer Posthalter! 's Haberfeldtreiben kann ma net kaufen wie d' Gregoriwiesen.

Posthalter So, net?

Kederbauer fest: Na.

Posthalter Wenn i morgen tausend, i mein hundert Mark, na, zehn Mark bloß herleg, nacher treibt 's ihr 's 'n jeden andern grad so.

Kederbauer höhnisch: Is wahr?

Posthalter immer ganz wütend und heftig: I kann 's euch beweisen. Warum habt's heut 'm Pfarrer net trieben? Weil er abg'falln is von mir.

Kederbauer I treib ja net, Posthalter, i steh da und net da drüben.

Posthalter wie wahnsinnig: Was willst du nacher hier?

Der Lärm läßt nach.

Kederbauer Mein'n narrischen Bruder such i, der is in seiner Dummheit zu dir g'schoben!

Posthalter Such du dir dein' Bruder beim Teufel und seiner Großmutter! Götzensperger, tu mir den Kerl naus! Sonst vergreif i mi no!

Götzensperger winkt Kederbauer zur linken Türe und geht mit ihm hinaus.

Posthalter wie ein gereizter Stier herumtaumelnd: Ha, ha, ha, ha! Nix und wieder nix! Keiner is 's g'wesen, a jeder kommt daher wie a unschuldigs Lamperl und du – er stürzt zu Seehansele – hast mi ang'logen, du hast mir drei Mark aus der Taschen g'stohlen und bist doch a Haberer.

Seehansele lallt: Na, na...

Posthalter Und doch bist's!

Seehansele Ha, ha! Mir is selber scho trieben wor'n, da darf ma kei Haberer mehr sein.

Der Lärm außen wird noch schwächer und verliert sich nach und nach ganz in der Ferne.

Posthalter hebt die Hand: Du!

Seehansele fällt im Ausweichen unter den Tisch und bleibt regungslos liegen.

Posthalterin Laß doch den Kerl liegen!

Hr. v. Beck Kommen Sie doch zu sich!

Posthalter beide Fäuste schwingend: Oh, oh, oh, wenn i nur ein'n derwischen könnt, wenn i nur ein'n derwischen könnt...

Posthalterin die Hände ringend: Oh, was is das für eine Prüfung!

Posthalter Wenn mir nur einer in die Hand laufet! In höchster Raserei: Packen wollt' ich ihn, daß ihm Hören und Sehen verging.

Lorenz eilig von rechts.

Posthalter Halt! Da kommt einer, der paßt mir grad.

Posthalterin fährt in die Höhe: Alle Heiligen!

Lorenz Herr Posthalter, Herr Posthalter! Lassen S' Ihnen sagen, die Haberer, die...

Posthalter geht auf ihn zu wie ein zum Sprung bereites Raubtier: Was... Was soll i mir sagen lassen von dir? Du, du...

Lorenz Was habt's denn? Ärgert's Enk nimmer! Sie zieh'n ja fort und... denken S' Ihna...

Posthalter noch näher: Ha? ha? Was tun die Haberer?

Lorenz mit beiden Händen winkend: Laßt S' mi nur ausreden, sie zieh'n fort und...

Posthalter So? Sie zieh'n ab? Und du, du, Lump, du bist no' da? Du bist so frech und kommst mir no' amal unter die Augen? Ha? Du?

Posthalterin Mann! Um alles in der Welt!

Posthalter Laß mi aus, du hast Angst für den Kerl, weil er dei Liebhaber is.

Hr. v. Beck Was?

Lorenz sehr frech: Geht's da naus, Posthalter? Da pack'n Rettinger an, der is scho' vor mir da g'wesen.

Posthalterin Lorenz!

Posthalter ergreift die Fahne: I schlag dich tot.

Lorenz Geh', Posthalter, des glaubst ja selber net.

Posthalter schwingt die Fahne: So?

Lorenz weicht aus: Z'erst mußt mi haben. Ab durch die Verandatüre.

Posthalter haut mit der Fahne daneben, die mit der Spitze scharf auf den Boden schlägt. Der Fahnenengel zerbricht krachend in Stücke.

Posthalterin Oh, der schöne Engel is kaputt!

Posthalter die Fahne loslassend, auf einen Stuhl fallend, halbtot und seiner kaum mehr mächtig, mit gurgelnder Stimme: Alles soll kaputt sein, alles, alles!

Posthalterin O Gott, o Gott, warum sind wir net in der Stadt blieben, da war'n wir so ungeniert. Warum sind wir in die Berg zogen zu dem Volk?

Posthalter noch ganz dumpf, in der gleichen Stellung: Jawohl, zu dem Volk, zu diesem verkommenen Auswurf der Menschheit, zu dem miserablen Volk, des muß ma' kennen des Volk. Er deutet auf den durch die linke Türe wieder eintretenden Götzensperger. Aber net so, wie der da muß ma' 's kennen, der weiß nix vom Gebirgsvolk, der Kerl da!

Götzensperger Meinst du mi'. Ha?

Posthalter springt auf. Wieder lebhaft und schnell: Ja, dich mein' i, du Schnadahüpflhanswurst!

Götzensperger Du, sei so gut! Gelt?

Posthalter Du kennst ja kein' Bauern, du hast ja noch gar kein'n g'seh'n in dei'm Leben.

Posthalterin Mann! Mann!

Götzensperger Du, erlaub mir!

Posthalter Sonst tatst kein solchen Mist schreiben.

Götzensperger Schlegel!

Posthalter liest vom Proszenium in meckerndem Tone ab: Und geben schlicht ohn' Falsch und Spott, nur unser biederes Grüß Gott! Jawohl! Mit geballter Faust und rollenden Augen gegen Götzensperger: Du mit dei'm schlichten Gebirgsvolk balst mir net gehst! Im tollsten Ausbruch: A Lumpeng'sindel is de ganze G'sellschaft!

Götzensperger I verbitt mir jedes weitere Wort über meine dichterische Tätigkeit.

Posthalter Der Dichter! Ha, ha! So schaut a Dichter aus!

Götzensperger Immer besser no', wie a Mensch, der de Leut 's Geld aus der Taschen zieht.

Rettinger der allmählich aus seiner Betäubung erwacht ist: Bravo, sehr gut!

Posthalter zu Götzensperger: Du unterstehst dich, mir so etwas z' sagen? Gib mir erst amal des Geld wieder, was i dir schon pumpt hab, nacher kannst reden.

Götzensperger De paar Markln, herrje, da sitzt du anders in der Kreiden bei – auf Rettinger weisend – dem da!

Rettinger Jawohl!

Posthalter auf Götzensperger losfahrend: Kerl!

Posthalterin Jessas, Mann! Herr Aktuar!

Götzensperger Wer meine poetischen Werk angreift, Frau Posthalterin, den greif i wieder an, b'sonders, wenn 's einer is, der selber net sauber is.

Rettinger Ganz meine Ansicht.

Posthalter I werd' dir zeigen, ob i sauber bin oder net, dir, und dem elenden Nest. Ins G'sicht spring ich der ganzen Welt und wenn i des verdammte Findelhaus aus Marmor bauen müßt'.

Posthalterin ganz gebrochen: Geh, sag' do' so was net!

Posthalter A Tingel-Tangel mach' i d'raus, und alle Sonntag lass' i halbnackte Chansonetten d'rin 'rumhupfen.

Rettinger grimmig: Des wirst dir jetzt überlegen.

Posthalter Nix überleg i mir.

Rettinger So? Aber moralisch zugrund richten hast du mich können, mei' Reputation hast du in 'n Schmutz treten.

Posthalter Jetzt fangt der a no' an.

Götzensperger Dem wird's halt z' dumm.

Posthalter zu Götzensperger: Dich wirf i 'naus.

Götzensperger auf Rettinger weisend: Der is der wahre Hausherr, du hast nix z'sagen.

Rettinger Jawohl, du hast, oder vielmehr Sie, Sie haben, Sie haben zu schweigen.

Posthalter Du sagst Sie zu mir? Net schlecht! Nimm mir's net in Übel, wenn i di auslach.

Rettinger schreiend: Sie haben mich Sie zu titulieren!

Posthalter Fallt mir ein! Wenn du zu mir Sie sagen willst, so sag Sie, i sag du zu dir!

Rettinger steht fassungslos.

Posthalter sieht ihn erst einen Augenblick an: Ha, ha, ha! Mit solchen Witzeln kommst bei mir net durch.

Rettinger Aber meine Rehabilitierung vor der Welt, die will ich haben.

Posthalter Laß mi' aus mit deine Fremdwörter!

Hr. v. Beck Herr Posthalter!

Rettinger ganz verzweifelt: Das Haberfeldtreiben hat den Skandal noch vollständig gemacht, alle Leut' wissen davon. Was fang ich an? Was fang ich an?

Posthalter Mach, was d' willst!

Rettinger in heller Verzweiflung: Ich bin verloren, zugrund g'richt, wenn morgen alles besprochen wird. Drum muß was g'schehen, ich kann des net auf mir sitzen lassen, daß ich mit dem Herrn da – er deutet auf den Posthalter – überhaupt verkehrt hab.

Posthalter Mit dem Herrn? Ich gib dir glei' den Herrn!

Götzensperger Rettinger, da bist reing'fallen.

Rettinger Elend, elend bin ich reing'fallen, aber ich will, ich weiß net, was ich will...

Götzensperger Da is nix mehr z machen.

Rettinger Schrecklich! Schrecklich! Er läuft vorne herum. Wenn ich nur einen Ausweg wüßt, wenn mir nur jemand helfen könnt! Sein Blick fällt auf Herrn von Beck, der noch immer sehr ruhig auf dem gleichen Platze sitzt. Beck, Beck, weißt du gar nix, ich bitt' dich, sag mir was! Du bist doch sonst in solchen Sachen bewandert. Red, red, warum red'st denn nix?

Hr. v. Beck ganz ruhig: Wer kann denn reden bei einem solchen Geschrei?

Rettinger hastig: Weißt du vielleicht was? Kannst mir was raten?

Hr. v. Beck wirft die Zigarette weg. Fest und klar: O ja!

Rettinger Warum sagst denn nacher nix?

Hr. v. Beck Weil die Herren bis jetzt endlose Reden gehalten haben, die alle nichts nützen.

Posthalter I sag ja nix mehr, der red't die ganze Zeit.

Rettinger heftig: Ich hab' meine Stellung verteidigt.

Posthalter Und ich hab' dir...

Hr. v. Beck Erlauben Sie mir! Wenn Sie so fortfahren, finden wir keinen Ausweg.

Posthalter I brauch kein' Ausweg.

Rettinger Weil du eben ein ganz...

Posthalter Was bin i?

Hr. v. Beck Bitte, bitte, Ruhe vor allen Dingen! Er horcht einen Augenblick. Die munteren Herren da draußen scheinen sich ja ohnehin verzogen zu haben.

Götzensperger an der Verandatüre: Sie sind wieder ins Dorf 'nunter.

Hr. v. Beck Ins Dorf?

Posthalter mit geballten Fäusten: O wenn 's nur grad 'm Pfarrer und 'm Amtsrichter no' d' Fensterscheibn...

Hr. v. Beck scharf: So fromme Wünsche helfen jetzt nichts. Besser, wir überlegen uns, was zu tun ist, dann kann manches wieder ins Gleiche kommen.

Rettinger ungeduldig: So fang doch endlich an!

Posthalterin Ach, Herr von Beck, Sie sind der Engel in der Not!

Hr. v. Beck Danke! Ich habe mir ja in der Zwischenzeit so manches überlegen können. Dabei bin ich zu einem sehr guten Resultat gelangt.

Posthalter No, ich bin neugierig.

Rettinger Los! los!

Hr. v. Beck Betrachten wir uns einmal die Situation! Zu Rettinger, Posthalter und Posthalterin: Ihnen allen ist Haberfeld getrieben worden. Das ist gleichgültig diesen Bauerntropfen gegenüber, nicht aber vor der Welt. Da geben Sie mir doch recht?

Rettinger rasch: Freilich, freilich!

Posthalter Die Welt, was geht mi die Welt an?

Hr. v. Beck Bleiben Sie nur noch einige Zeit hier, dann werden Sie es schon sehen.

Posthalter O mein!

Posthalterin O ja, o ja, er hat recht, der Herr von Beck.

Hr. v. Beck zum Posthalter: Sie schädigt die Sache materiell, meinen Freund moralisch, weil er eine exponierte Stellung einnimmt.

Posthalter Die Stellung! die Stellung! die Wirtschaft mit derer Stellung!

Rettinger Wenn dir des am End nix is, dann...

Hr. v. Beck Rettinger fest am Arme packend und sehr laut fortfahrend: Deshalb mache ich Ihnen einen Vorschlag, der Ihnen im Anfang vielleicht etwas sonderbar klingen mag, der aber einmal für Freund Rettinger den Ausweg eröffnet.

Posthalter Und für mi?

Hr. v. Beck Sie kommen gleich nachher.

Rettinger Raus damit!

Hr. v. Beck sehr laut: Sie müssen sich fordern.

Posthalter Fordern? So 'n Unsinn!

Posthalterin A Duell?

Götzensperger Auf zogene Hypothekenwechsel vielleicht?

Rettinger Ach, was fallt dir denn ein? Der kann mir doch kei Satisfaktion geben.

Posthalter sehr schnell: Wenn 's da drauf ankam, mein Lieber! I hab a d' Realschul absolviert.

Rettinger Ha, ha, ha!

Posthalter Und wenn i net militärfrei word'n war, war i grad soviel wie du.

Rettinger Ich tat mich bedanken für die Kameradschaft!

Posthalter So?

Hr. v. Beck Bitte, bitte meine Herren. Nach einer kleinen Pause: Es braucht ja gar nicht zum Duell zu kommen.

Posthalter Könnt mir a passen.

Rettinger Was hilft denn dann die ganze Verabredung?

Hr. v. Beck Verstehst du denn nicht? Der Welt gegenüber muß was geschehen, das ist das erste.

Rettinger Weiter! Weiter!

Hr. v. Beck Zweitens werd' ich zum Amtsrichter gehen, der meinen Freund heute an dieser Stelle beleidigt hat. Da gibt's ebenfalls eine Forderung, aber eine richtige.

Rettinger Und drittens werd' ich mich noch heut abend zur Frau Rentbeamte begeben und offiziell um ihre Tochter anhalten.

Posthalter Wie?

Posthalterin Was?

Götzensperger Aha!

Posthalterin Sei so gut.

Hr. v. Beck Pardon! Das ist jedenfalls weitaus das beste Beruhigungsmittel für alle Welt.

Posthalterin No, und was soll denn aus uns wer'n, wenn wir hier unmöglich sind, wie Sie immer sagen?

Posthalter Von dene Forderungen und von der Heirat, da seh i no' kein' Vorteil für mi.

Hr. v. Beck Ganz richtig, ich zweifle nicht, daß mein Freund Rettinger, wie immer, so auch diesmal der noble Mann sein wird und Ihnen anderweitig, wo Sie ungestört von Haberern sind, ein neues Heim gründet. Zu Rettinger: Nicht wahr?

Rettinger zugeknöpft und sehr formell: Ich... ich wäre dazu eventuell bereit, aber unter der Voraussetzung, daß man mich mit meiner künftigen Frau in Ruhe läßt.

Hr. v. Beck Nun, sehen Sie, es geht ja famos, wenn man sich nur richtig versteht.

Posthalterin Mir tat alles passen, bis auf die Heirat.

Rettinger wieder heftig: So? Dann ist 's aus, dann tu ich nichts mehr für euch...

Hr. v. Beck faßt ihn beim Arm und schiebt ihn zur linken Türe hinaus: Du regst dich am besten nicht mehr auf, sondern tust sofort, was du nicht lassen kannst. Schnell, schnell!

Rettinger links ab.

Hr. v. Beck kommt schnell nach vorne: Ängstigen Sie sich nicht so sehr, schöne Frau, ich bin überzeugt..., wenn Sie Herrn Rettinger – lächelnd – richtig zu behandeln verstehen..., wird er mit Ihnen auch fernerhin befreundet bleiben.

Ganz in der Ferne hört man wieder eine Menschenmenge.

Posthalterin Meinen Sie?

Hr. v. Beck Er ist ein guter – mit Betonung des »u« – Mensch, wirklich ein sehr guter Mensch.

Posthalter Dafür laß nur mi sorgen, ganz verlieren wir 'n Rettinger no' net.

Götzensperger lächelnd: Glaub 's a!

Hr. v. Beck Also ist alles in Ordnung, und Sie sind ein für allemal befreit von diesen Haberern.

Lärm etwas näher.

Posthalterin horcht auf: Was is denn des?

Posthalter Der Spektakel?

Götzensperger Kommen vielleicht gar de Kerl wieder?

Posthalterin De Haberer?

Hr. v. Beck Was?

Posthalterin Oh, des war' entsetzlich!

Götzensperger an der Verandatür: Wahrhaftig sie sind 's!

Posthalterin Is wahr?

Posthalter herumlaufend: No' amal der Schwindel? Aber jetzt hab' i g'nug.

Posthalterin Des is furchtbar.

Posthalter Desmal soll 's ihnen aber schlecht geh'n.

Posthalterin Nun hat man g'meint, es war' 'rum.

Posthalter rasend: Mein' Revolver hol' i und mitten in die Bande schieß' i 'nein. Er will nach links.

Hr. v. Beck stellt sich ihm entgegen: Herr Posthalter! Keine Unbesonnenheit!

Posthalter fährt ihn an: Sie mit Ihre verruckten Duellforderungen!

Hr. v. Beck Sie sind besessen!

Posthalter deutet auf die Verandatür: Da haben Sie 's, was Ihr G'schwatz wert is, i hol mein' Revolver.

Hr. v. Beck Dann wird Ihnen das ganze Haus demoliert.

Götzensperger Die Kerl kommen näher.

Posthalter Mein'twegen zünden s' es mir über 'm Kopf an, aber schießen will i. Eilig links ab.

Hr. v. Beck ruft ihm nach: Das ist ja heller Wahnsinn.

Stärkeres Geschrei draußen.

Götzensperger Es scheint, die Bande kommt wirklich 'rauf zu uns.

Hr. v. Beck Nicht möglich?

Posthalterin wankend: Des is mei End.

Hr. v. Beck der zur Verandatür geeilt ist: Donnerwetter!

Posthalterin mit ausgebreiteten Armen herumlaufend: Helft's mir! Helfen S' mir!

Götzensperger Da is nix z'machen.

Posthalterin Wenn s' uns derwischen!

Posthalter kommt wieder von links mit einem Revolver: So, da bin i.

Hr. v. Beck will ihn fassen: Weg mit dem Revolver!

Posthalter Lassen S' mi' aus!

Hr. v. Beck Hören Sie!

Götzensperger springt von der Türe fort: Jetzt kommen die ersten.

Hr. v. Beck Was?

Posthalterin flieht mit wahnsinnigem Schrei links hinaus, draußen hört man sie noch laut »Hilfe, Hilfe, Hilfe!« rufen.

Posthalter spannt den Hahn und legt an: An jeden brenn' i nieder. Er fährt zusammen und läßt jäh den Revolver sinken, als er den Pfarrer und den Amtsrichter erblickt, die atemlos herein- und direkt auf den Posthalter losstürzen. Amtsrichter voran, dann Pfarrer, gleich darauf ein Gendarm, der in strammer Haltung an der Türe stehen bleibt.

So schnell wie möglich:

Amtsrichter Herr Posthalter!
Pfarrer Herr Posthalter!
Amtsrichter Guten Abend.
Pfarrer Guten Abend.
Amtsrichter Hat sich niemand zu Ihnen geflüchtet?
Pfarrer Von dem Gesindel?
Amtsrichter Von den Haberern?
Pfarrer Ist der Bürgermeister nicht da?
Amtsrichter Und der Hoflieferant?
Pfarrer Der Nusser?
Amtsrichter Wir suchen sie überall.
Pfarrer Denen ist auch getrieben worden.
Amtsrichter Dem Mohrenwirt ebenfalls.
Pfarrer Denken Sie sich!
Amtsrichter Dem ganzen Dorf ist getrieben worden.
Pfarrer Vor nichts ist dieses Gesindel zurückgeschreckt.
Amtsrichter Unerhört!
Pfarrer Sie hat man auch belästigt?
Amtsrichter Deshalb halten Sie wohl den Revolver?
Pfarrer Hat man Ihnen etwas getan?
Amtsrichter Reden Sie!
Pfarrer Reden Sie!
Amtsrichter Daß wir die Bande erwischen.
Pfarrer Schnell, schnell!
Amtsrichter Reden Sie doch!

Posthalter der beide mit offenem Munde anstarrte und immer wie vor einer plötzlichen Erscheinung stand, kommt zu sich: Meine Herren... ich begreif net.

Amtsrichter Was begreifen Sie nicht?

Pfarrer Die Unverschämtheit dieser Bande?

Posthalter läßt wie im Traum den Revolver fallen: Nein... nein, des net, ich begreif net, daß Sie jetzt so plötzlich daher kommen?

Amtsrichter Wir müssen doch die Haberer suchen!

Pfarrer Versteht sich!

Posthalter Ja?... ja? hetzen denn die Haberer net hinter Ihnen daher?

Amtsrichter Die Haberer?

Posthalter Man hat sie doch fürchterlich schreien hören?

Amtsrichter Ach was, Haberer!

Pfarrer Die sind auf und davon.

Amtsrichter Wir suchen sie ja eben.

Posthalter Ja, was is denn das nacher?

Pfarrer sehr laut: Das is der Findelhausverein.

Amtsrichter Der will zu seiner Fahne kommen.

Posthalter merkt alles und kann seine Freude kaum verbergen: Der Findelhausverein ist des?

In der Ferne setzt ein flotter Marsch ein. Pause.

Posthalter blickt triumphierend herum, mit starker Betonung: Der kommt aber spät.

Hr. v. Beck der sich inzwischen lebhaft mit Götzensperger unterhalten hat: Allerdings!

Götzensperger geht links ab.

Amtsrichter Dieses Haberervolk hat ja alles verzögert und aufgehalten.

Pfarrer Sonst wären wir ja schon viel früher gekommen.

Amtsrichter Natürlich! Der Verein hat sich ja auf der Straße nicht sammeln können.

Pfarrer Daher der Spektakel.

Posthalter Was Sie sagen!

Hr. v. Beck winkt ihm verstohlen, klug zu sein.

Amtsrichter Schnell, schnell, Herr Posthalter, ehe die Leute eintreffen! Haben Sie Verdacht auf jemand?

Posthalter Verdacht?

Pfarrer Sagen Sie 's offen!

Posthalter Verdacht? Er bemerkt Seehansele. Halt, Herr Amtsrichter! Der da is vorhin 'reinkommen und hat anzügliche Redensarten g'führt, ich bin überzeugt...

Amtsrichter Ohne Zweifel.

Pfarrer Des is ja derselbe, der gestern abend...

Posthalterin kommt mit Götzensperger von links mit strahlendem Gesichte wieder: Jawohl, Hochwürden, der is!

Pfarrer Ah, guten Abend, Frau Posthalterin. Er spricht mit ihr weiter.

Amtsrichter zum Gendarm auf Seehansele deutend: Packen Sie dieses Subjekt und fort damit!

Gendarm packt Seehansele.

Götzensperger geht inzwischen zur Bühnentüre und läßt Foitenleitner und Nusser heraustreten, die sich erst noch scheu im Hintergrunde halten.

Seehansele Hi, hi, hi!

Amtsrichter Wir haben den Rechten, der ist ein Haberer.

Seehansele A Haberer, hi, hi, hi. Vom Gendarm nach rechts gezogen, ab.

Musik etwas näher, aber immer so, daß die Unterhaltung nicht im mindesten gestört wird.

Pfarrer der sich inzwischen mit der Posthalterin unterhalten hat: Aber da liegt ja die schöne Fahne am Boden.

Posthalterin Ja, sie ist vorhin a bissel...

Posthalter Nunterg'fallen!

Posthalterin Wir lassen 's aber glei wieder machen.

Amtsrichter und Posthalter heben die Fahne auf.

Götzensperger auf Foitenleitner und Nusser weisend: Herr Pfarrer! Da sind jetzt die beiden Vielbegehrten.

Pfarrer dreht sich lebhaft um: Ah, meine Herren! Überall haben wir Sie gesucht.

Amtsrichter Ihnen darf man ja gratulieren.

Foitenleitner Gra...

Nusser Gratulieren?

Die linke Türe öffnet sich. Es erscheinen Frau Wanninger und Rettinger mit Wally. Letztere Arm in Arm. Beim Anblick des Pfarrers bleiben sie betroffen stehen.

Pfarrer der sie nicht bemerkt: Weil Sie die Gregoriwiesen so famos verkauft haben.

Foitenleitner und Nusser starren sich an.

Pfarrer No freilich, das is doch ein Glück für die Gemeinde.

Durch die Verandatüre erscheinen nach und nach Gäste und Bauern, die sich im Hintergrunde des Saales verteilen.

Foitenleitner stotternd: Ja... Ja...

Nusser der jetzt auch versteht: Ein großes Glück!

Pfarrer Also gratulier' ich!

Hr. v. Beck Und dort müssen Sie auch gratulieren, Hochwürden, dort kommt ein Brautpaar.

Pfarrer Ist nicht möglich?

Amtsrichter Was?

Pfarrer geht den Eintretenden entgegen: Das laß ich mir g'fallen. Jetzt wird's dem Herrn Assessor und dem Herrn Premierleutnant doppelt leid tun, daß sie nicht kommen können.

Fr. Wanninger ganz in Wonne: Zu gütig, zu gütig.

Posthalter Die Herren kommen nicht?

Pfarrer Beide lassen sich entschuldigen, sie gehen eben stets punkt dreiviertel neun Uhr zu Bett.

Alle Ja, ja, ja!

Die Musik bricht ab. Juchzend strömen Burschen und Mädchen herein. Dorfhonoratioren und Bauern folgen. An der Türe drängen sich fortwährend die Ankommenden nach.

Foitenleitner macht sich wieder an den Pfarrer und flüstert: Herr Pfarrer! Der Findelhausverein wär da!

Nusser Dürfen wir jetzt die Ehrenmitgliedsernennung verkünden?

Pfarrer Wüßte nicht, was ich dagegen haben sollte.

Nusser laut und mit Pathos: Meine Herrschaften! Zum Beginn des heutigen Festes erklärt der Findelhausverein Herrn und Frau Posthalter Schlegel, sowie Herrn Großhändler Rettinger zu Ehrenmitgliedern. Allgemeines Bravo.

Nusser Stimmen Sie alle mit mir ein in den Ruf: Die neuernannten, verdienstvollen Ehrenmitglieder, sie leben hoch! hoch! hoch!

Alle rufen mit.

Götzensperger Setzen! setzen! setzen! Die Vorstellung beginnt!

Posthalter 'n Banzen anstechen!

Während sich alles Stühle sucht, zieht Rettinger, der immer wie im Traum herumblickte, Herrn von Beck und Posthalter nach vorne.

Lorenz erscheint rechts und beobachtet den Posthalter.

Rettinger Sagt's mir nur, was soll denn das alles heißen? Was gibt 's denn nur?

Hr. v. Beck Kein Duell!

Fr. Specht und Frl. Schaitzach treten rechts ein und begrüßen Fr. Wanninger und Wally herzlich.

Posthalter Kei Forderung!

Götzensperger Alles in Ordnung!

Hr. v. Beck Ganz famos!

Götzensperger Jetzt könnt's tun, was nur grad wollt's im Dorf und wenn's es no so dick auftragt's.

Rettinger Wieso denn?

Götzensperger Merkst no nix?

Posthalter mit kaum verhaltener Freude: 'm Amtsrichter und 'm Pfarrer haben s' a trieben, die dummen Esel.

Rettinger Trieben?

Posthalter Freili', die Prachtmenschen.

Lorenz der mit dem Bierwechsel nach vorne kam, hat etwas zugehört und spricht zum Posthalter: Des hab i enk ja vorhin sagen wollen!

Posthalter Des war 's?

Lorenz Freili! Haben 's d' Haberer net guat g'macht?

Posthalter aufs höchste befriedigt: Flott haben sie 's hertrieben, die ganze Gesellschaft. I lob mir die Haberer!

Der Bühnenvorhang geht unter den sanften Klängen der auf der Veranda gebliebenen Musikkapelle in die Höhe. Flora, Hulda und Minna stehen als Engel mit langen Flügeln und Palmenwedeln auf dem Podium. Der Vorhang fällt.

 
Ende der Komödie

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