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Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes

Arthur Schurig: Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes - Kapitel 85
Quellenangabe
typefiction
authorArthur Schurig
titleDie Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes
publisherInsel-Verlag
editorherausgegeben von Arthur Schurig
year1918
firstpub1918
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060228
projectid81cacf28
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IX

Charakterbild des Cortes

von Franz Xaver Clavigero 1780

Ferdinand Cortes war ein Mann von großen Fähigkeiten, starker Urteilskraft und vieler Herzhaftigkeit, sehr geübt in den Waffen, erfinderisch in Hilfsmitteln zur Ausführung seiner Anschläge und vorzüglich geschickt, sich in Ansehen und Achtung auch bei seinesgleichen zu setzen, großartig in seinen Plänen und Handlungen, ebenso vorsichtig bei seinen Unternehmungen wie standhaft in ihrer Durchführung, geduldig bei Widerwärtigkeiten und bescheiden im Reden. Sein Eifer in kirchlichen Dingen war der unverbrüchlichen Treue gegen seinen Kaiser gleich. Aber der Glanz dieser und anderer trefflicher Eigenschaften, die ihm einen Platz unter den Helden der Weltgeschichte einräumen, ist durch etliche seiner hohen Seele unwürdige Handlungen befleckt. Ein maßloser Hang zum Weibe verwickelte ihn beständig in gefährliche Verbindungen und hat ihn in manchen schlimmen Handel gestürzt. Eine übertriebene oder vielmehr hartnäckige Hitze bei seinen Unternehmungen, so auch die Furcht, den erhofften Erfolg nicht zu haben, waren die Ursache, daß er zuweilen Gerechtigkeit, Dankbarkeit und Menschlichkeit vergaß.

Cortes war von gutem, wohlgemessenem Wuchse, stark und tätig. Er hatte eine hohe Brust, einen schwarzen Bart und lebhafte verliebte Augen.

Dies ist das Bild des berühmten Eroberers von Mexiko, wie es uns die ersten Geschichtsschreiber, die ihn persönlich gekannt haben, überliefern.

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