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Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes

Arthur Schurig: Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes - Kapitel 72
Quellenangabe
typefiction
authorArthur Schurig
titleDie Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes
publisherInsel-Verlag
editorherausgegeben von Arthur Schurig
year1918
firstpub1918
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060228
projectid81cacf28
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Etliche Eigentümlichkeiten der Mexikaner

Die Mexikaner sind ungemein kluge, anstellige und betriebsame Leute. In jeglichem Handwerk und Gewerbe haben sie Meister, die eine Sache nur anzusehen brauchen, um sie alsbald nachzubilden.

Aus den Weibern machen sie sich weniger denn irgendein anderes Volk. Ihnen gegenüber sind sie nicht mitteilsam, selbst wo es ihr Nutzen wäre. Obgleich Vielweiberei Sitte ist, so herrscht doch in jedem Hause nur eine Frau, deren Kinder das Vermögen der Familie ungeteilt erben, so daß die übrigen Kinder des Hauses im Grunde nur Bastarde sind und als solche behandelt werden.

Die Toten werden in der Erde begraben, in Grüften aus Stein und Mörtel, wo sie auf Stühle gesetzt werden. Jeder Verstorbene bekommt sein Schwert, seinen Schild und Kostbarkeiten mit. Ich bin zugegen gewesen, wie ein solches Grab erbrochen wurde. Man fand 3000 Pfund Gold darin. Auch stellt man den Toten Speisen und Getränke hin, für mehrere Tage bemessen. Die Frauen erhalten statt der Waffen Spinnrocken und anderes Hausgerät. Mitunter auch verbrannte man die Toten und begrub nur die Asche.

Der Genuß von Menschenfleisch war in Mexiko und in den benachbarten Gebieten allgemein Sitte. Man zog es jedwedem anderen Gericht vor. Oft haben die Stämme untereinander Krieg geführt, nur um sich einmal an Menschenfleisch recht gütlich zu tun.

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