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Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes

Arthur Schurig: Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes - Kapitel 63
Quellenangabe
typefiction
authorArthur Schurig
titleDie Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortes
publisherInsel-Verlag
editorherausgegeben von Arthur Schurig
year1918
firstpub1918
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060228
projectid81cacf28
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Von der Kleidung der Männer und Frauen

Zum gewöhnlichen Anzug der Männer gehört ein Umhang aus Baumwollenzeug, mit allerhand Fransen und Troddeln geziert. Jedermann besitzt zwei bis drei solcher Mäntel, die vorn am Hals festgemacht werden. Im Winter trägt man einen pelzartigen Rock aus ganz feinen Federn. Dieser Stoff, der fast wie unser Hutfilz aussieht, wird in den verschiedensten Farben, Rot, Schwarz, Weiß, Braun oder Gelb, gefertigt. Den Hintern und das Mannsglied bedeckt man mit einem Stück buntfarbigem Tuch, das unseren großen Sacktüchern ähnelt, die man auf der Reise um den Kopf bindet. Dieses Tuch ist verbrämt und mit kleinen Quasten verziert, und es wird derartig umgebunden, daß eine Ecke nach vorn und eine andere nach hinten zeigt. Die Schuhe hierzulande haben wie die Sandalen kein Oberleder, sondern nur Sohlen mit überaus zierlichen Absätzen, sie werden durch Bänder, die zwischen den Zehen hindurch nach dem Knöchel zu laufen, und durch Knöpfe gehalten. Das Haupt der Männer bleibt immer bloß, außer im Kriege oder bei Tänzen und Festen. Das Haar wird lang getragen und in Zöpfe geflochten.

Das Kleid der Frau besteht in einer Art von Hemd ohne Ärmel, das lang und weit und mit allerlei Stickereien, Fransen und Quasten verziert ist. Es sieht sich gut an. Solcher Hemden werden oft zwei, drei, ja vier, von verschiedener Arbeit, übereinander getragen, wobei immer eines länger ist als das andere. Unter dem Hemd fällt ein feingearbeiteter Rock von einfarbigem wollenem Zeug vom Gürtel bis auf die Knöchel herab. Den Kopf tragen auch die Frauen unbedeckt, besonders in den kälteren Gegenden. Ihr langes schwarzes oder braunes Haar hängt frei auf die Schulter herab, was ihnen im Verein mit ihrem schmucken Kleid reizend steht. In den heißen Strichen des Landes, besonders an der Küste, kommt dazu ein Schleier von sonnengelber Farbe.

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