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Die drei von Cordova

Edgar Wallace: Die drei von Cordova - Kapitel 16
Quellenangabe
pfad/wallacee/3cordova/3cordova.xml
typefiction
authorEdgar Wallace
titleDie drei von Cordova
publisherWilhelm Goldmann Verlag
printrun13. Auflage
translatorRavi Ravendro
editorFriedrich A. Hofschuster
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
isbn3442001609
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15

Lord Verlond las beim Frühstück die ›Times‹. Das Frühstück war im Hause des Lords kein sehr geselliges Mahl. Lady Mary saß ihm in ihrem hübschen Morgenrock gegenüber und war zufrieden, daß sie ungestört ihre Briefe und Zeitungen lesen konnte. Sie erwartete nicht, daß der alte Herr sich mit ihr unterhielt.

Er sah über den Tisch nachdenklich zu ihr hinüber. Sein Gesicht erschien ihr immer geistvoll und fein, wenn er sich nicht gerade feindselig mit anderen unterhielt. Aber jetzt richteten sich seine ernsten Augen mit einem Ausdruck auf sie, den sie noch nicht gesehen hatte.

»Mary«, sagte er plötzlich unvermittelt, »kannst du wohl eine große Überraschung ertragen?«

Sie lächelte, obwohl sie ein ungewisses Gefühl überkam. Sie hatte schon manchmal einen wirklichen Schrecken in diesem Hause erlebt.

»Ich glaube schon, daß ich es überleben werde.«

Er schwieg einige Zeit, blickte sie aber unverwandt an.

»Würdest du umfallen, wenn du erführst, daß dieser junge Irrwisch, dein Bruder, noch am Leben ist?«

»Er lebt noch!« rief sie aus und sprang auf.

Verlond brauchte sie nicht weiter zu fragen, wie sie die Nachricht aufnahm. Ihr Gesicht rötete sich lebhaft, und ihre Augen strahlten freudig. »Ist das auch wirklich wahr?«

»Ja, es stimmt«, sagte der Lord mürrisch. »Es ist doch merkwürdig, wie alles zugeht. Ich dachte, der junge Bursche sei längst tot. – Warst du nicht auch dieser Ansicht?«

»Ach, sprich doch nicht so, du meinst es ja doch ganz anders.«

»Ich meine genau das, was ich sage«, fuhr er sie an. »Er war entsetzlich ungezogen zu mir, bevor er wegging. Weißt du, wie er mich damals nannte?«

»Aber das war doch schon vor sechzehn Jahren.«

»Meinetwegen vor sechzehn Jahrhunderten! Es ist mir ganz gleichgültig, wie lange es her ist – er hat es mir jedenfalls an den Kopf geworfen. Er sagte, ich sei ein langweiliger alter Schwätzer.« Sie lachte, und auch die Züge des Lords heiterten sich auf.

»Du kannst natürlich lachen! Aber für ein Mitglied des Oberhauses ist es keine einfache Sache, wenn es von einem Etonschüler ein langweiliger Schwätzer genannt wird.«

»Wo ist er denn?«

»Ich weiß es nicht. Ich habe seinen Weg bis nach Texas verfolgt. Anscheinend war er dort bis zum Alter von einundzwanzig Jahren auf einer Ranch. Nach dieser Zeit war es etwas schwer, ihm auf der Spur zu bleiben.«

»Du hast dich also um ihn gekümmert«, sagte sie plötzlich. »Du hast Nachforschungen angestellt.«

Einen kurzen Augenblick schien der Lord verwirrt zu sein.

»Ich habe nichts dergleichen unternommen«, brummte er dann. »Glaubst du wirklich, ich würde mein schönes Geld zum Fenster hinauswerfen, um herauszubringen, wo sich ein solcher Tunichtgut herumtreibt?«

»Ach, du hast es ja doch getan«, beharrte sie. »Warum tust du immer so, als ob du ein so schrecklicher Mann wärest.«

»Er ist also wohl irgendwie gefunden worden«, sagte er ärgerlich. »Das bedeutet, daß ein großer Teil des Vermögens an ihn übergehen wird, das du sonst geerbt hättest. Gresham wird nun wahrscheinlich nichts mehr von dir wissen wollen.«

Sie lächelte. Lord Verlond erhob sich und ging zur Tür.

»Sag diesem nichtsnutzigen Burschen –«

»Wen meinst du denn?«

»James natürlich! Sag ihm, daß ich meine Ruhe haben will. Ich gehe jetzt in mein Arbeitszimmer und möchte nicht gestört werden. Hast du mich verstanden?«

*

Lord Verlond war an diesem Morgen sehr beschäftigt, aber auch Oberst Black und sein Freund blieben nicht untätig. Es war Montag, und an diesem Tag mußten alle Wettschulden reguliert werden. In zahlreichen Londoner Clubs warteten Buchmacher, in deren Listen die Namen Blacks und Sir Isaacs mit großen Summen eingetragen waren. Sie sahen immer häufiger sorgenvoll auf die Uhr.

Aber zum Erstaunen aller, die die Verhältnisse genauer kannten, wurden alle Beträge pünktlich beglichen.

Die ›Firma‹ hatte plötzlich wieder Geld bekommen.

Sir Isaac Tramber verbrachte den Nachmittag in einer äußerst zufriedenen Stimmung. Aus tiefster Verzweiflung war er wieder zu einem hoffnungsfreudigen Leben emporgestiegen. Seine Ehrenschulden waren bezahlt, er konnte sich wieder zeigen und den Menschen ins Gesicht sehen.

Als er in einem Taxi zu Blacks Büro fuhr, pfiff er vergnügt eine Melodie vor sich hin.

Der Oberst war nicht in seinem Büro, und Sir Isaac, der vorsichtshalber den Chauffeur hatte warten lassen, fuhr zu der Wohnung des Obersts.

Black kleidete sich gerade für den Abend an, als der Baronet dort eintraf.

»Hallo, Sie kommen zur rechten Zeit!« Black lud ihn zum Sitzen ein. »Ich habe eine Nachricht für Sie, die Ihnen Freude machen wird. Sie gehören doch zu den Leuten, die sich vor den ›Vier Gerechten‹ fürchten. Das haben Sie nun nicht mehr nötig. Ich habe alles über die Leute herausgefunden. Diese Entdeckung kostete mich allerdings zweihundert Pfund, aber das ist die Sache auch wert.«

Er sah auf ein Stück Papier, das vor ihm auf dem Tisch lag.

»Hier haben Sie die Liste ihrer Namen. Den ersten kenne ich nicht. Der zweite ist ein Bankdirektor – Mr. Charles Grimburd, ein bekannter Kunstkenner und Mäzen. Sicher haben Sie schon von ihm gehört. Und dann Wilkinson Despard – den hatte ich allerdings schon seit einiger Zeit im Verdacht. Ich habe die Zeitungen sehr sorgfältig verfolgt. Er schreibt besonders für den ›Post Herald‹, und dieses Blatt war über Taten der ›Vier Gerechten‹ stets aufs beste informiert. Dort konnte man immer alles am ausführlichsten lesen. Obendrein hat dieser Despard viel über soziale Probleme geschrieben. Er wohnt in der Jermyn Street. Ich hatte einen Mann beauftragt, sich an die Dienstboten heranzumachen, und beim Butler, der durch Rennwetten viel Geld verloren hatte, hat es geklappt. Mein Mann ist seit einigen Wochen mit ihm in Verbindung. Da haben Sie die Liste.« Er schob das Papier über den Tisch. »Hier flößen sie einem lange nicht soviel Respekt ein, als wenn sie mit ihren Masken und sonderbaren Titeln auftreten.«

Sir Isaac studierte die Namen mit größtem Interesse.

»Aber ich lese doch nur drei Namen – wer ist denn der vierte?«

»Der vierte ist der Führer – können Sie sich nicht denken, wer das ist? Natürlich Gresham.«

»Gresham?«

»Ich habe zwar keinen direkten Beweis dafür, ich vermute es nur, aber ich könnte tausend Pfund darauf wetten, daß ich mich nicht täusche. Er ist doch ein Mann, der zu solchen Dingen paßt. Er kann organisieren und alle Einzelheiten ausklügeln.«

»Sind Sie wirklich sicher, daß Gresham der vierte ist?«

»Selbstverständlich.«

Black hatte seine Garderobe beendet und strich jetzt sorgfältig mit einer weichen Bürste über den Kragen seines Smokings.

»Wohin gehen Sie heute abend?« fragte Sir Isaac.

»Ich habe noch etwas zu erledigen. Ich glaube kaum, daß Sie die Sache weiter interessieren wird.«

Plötzlich legte er die Bürste weg und schien einen Augenblick nachzudenken.

»Das heißt, vielleicht interessiert es Sie doch. Kommen Sie mit mir. Haben Sie schon zu Abend gespeist?«

»Nein, noch nicht.«

»Leider kann ich Sie nicht einladen. Ich habe später noch eine wichtige Verabredung, die meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. – Sie sind ja auch noch gar nicht umgezogen«, fuhr er fort. »Nun, für unseren Besuch ist das gleichgültig. In der Gegend ist es nicht strenge Regel, sich abends umzukleiden.«

Er zog einen Mantel an, wählte einen weichen Filzhut und setzte ihn vor dem Spiegel auf.

»Nun wollen wir gehen.«

*

Es war dunkel, und ein kalter Wind pfiff durch die verlassenen Straßen. Oberst Black rief nicht gleich einen Wagen an, sondern ging bis zur Vauxhall Bridge Road. Dort war aber Sir Isaacs Geduld zu Ende.

»Ach Gott«, sagte er nervös, »solche Märsche liebe ich.«

»Warten Sie noch ein wenig. Sie glauben doch nicht, daß ich in Chelsea einen Wagen anrufe und dem Chauffeur dort angebe, wohin ich fahren will, wenn ein halbes Dutzend Horcher aufpaßt? Sie scheinen sich nicht zu überlegen, daß wir sehr genau überwacht werden.«

»Sie können uns doch hier auch beobachten«, meinte Sir Isaac.

»Das ist möglich, aber hier ist die Wahrscheinlichkeit geringer, daß sie hören, welches Ziel ich dem Chauffeur nenne.«

Als der Oberst jetzt ein Taxi anrief, sprach er so leise, daß nicht einmal Sir Isaac verstehen konnte, welchen Auftrag er dem Fahrer gab.

Durch das kleine Rückfenster des Wagens beobachtete Black die Fahrzeuge, die ihnen folgten.

»Augenblicklich ist wohl keiner hinter uns her. Es handelt sich um keine besonders bedeutende Sache, aber wenn die ›Vier Gerechten‹ erfahren haben, daß ihre Pläne verraten sind, dann könnte es doch recht unangenehm für uns werden.«

Das Auto fuhr die gewundene Straße entlang, die nach Kensington Green führt. Der Wagen bahnte sich einen Weg durch den lebhaften Verkehr und bog dann in die Camberwell Road ein. Hier klopfte Black plötzlich ans Fenster. Der Wagen bog scharf nach links ab und hielt gleich darauf.

Der Oberst stieg aus, Sir Isaac folgte ihm.

»Warten Sie dort am Ende der Straße«, wies Black den Chauffeur an und drückte ihm eine Banknote in die Hand.

In der Straße standen nur kleinere, armselige Häuser von Gewerbetreibenden und Handwerkern. Black mußte mit einer Taschenlampe die Hausnummern ableuchten. Schließlich kamen sie zu einem kleinen, schmalen Gebäude mit einem winzigen Vorgarten, und hier klopfte Oberst Black an die Tür.

Ein kleines Mädchen öffnete.

»Ist Mr. Farmer zu Hause?« fragte Black.

»Jawohl, Sir. Wollen Sie hinaufgehen?«

Sie führte sie die Treppe empor und klopfte an einer kleinen Tür zur Linken. Jemand rief: »Herein!«, und die beiden betraten einen ärmlich eingerichteten Raum, der nur vom Kaminfeuer erhellt wurde. Der Mann, der am Tisch saß, erhob sich.

»Ich muß Ihnen erklären«, sagte Black zu Tramber, »daß Mr. Farmer dieses Zimmer für einige Wochen gemietet hat. Er kommt aber nur gelegentlich her, um seine Freunde zu treffen. – Dieser Herr«, wandte er sich an den anderen, »ist ein guter Freund von mir.«

Er schloß die Tür und wartete, bis das kleine Mädchen wieder nach unten gegangen war.

»Es ist eigentlich nicht sehr vorteilhaft, in einem solchen Haus zusammenzukommen«, sagte Mr. Farmer, »denn bei der leisesten Bewegung wackelt das ganze Gebäude vom Keller bis zum Dach.«

Farmer ahmte in seiner Aussprache die vornehmen Leute nach. Es war die Stimme eines gewöhnlichen Mannes, der sich häufig in der Nähe solcher Menschen aufgehalten hat und eifrig bemüht ist, ihren Tonfall anzunehmen, ohne jedoch ihren Wortschatz erworben zu haben.

»Sie können frei sprechen, Mr. Farmer. Dieser Herr genießt mein volles Vertrauen«, sagte Black. »Wir sind an dieser lächerlichen Geheimgesellschaft beide in gleichem Maß interessiert. Wie ich hörte, haben Sie nun die Dienste von Mr. Wilkinson Despard verlassen?«

»Ja, ich bin gestern gegangen.« Er hüstelte verlegen.

»Haben Sie herausgebracht, wer der vierte ist?«

Der Mann zögerte.

»Ich bin meiner Sache nicht ganz sicher, und es ist besser, ich sage Ihnen offen, daß ich noch keine absolute Gewißheit erlangen konnte. Aber ich glaube, Sie könnten darauf wetten, daß der vierte Mr. Horace Gresham ist.«

»Das haben Sie doch erst gesagt, als ich selbst Ihnen diesen Namen nannte«, warf Black ein.

Der andere schien sich nicht um den Argwohn zu kümmern, der in den Worten des Obersts lag.

»Das gebe ich gerne zu«, erwiderte er ruhig. »Aber ich kenne die anderen drei Herren genau. Mit dem vierten habe ich nichts zu tun gehabt. Er kam gewöhnlich spät abends zu Mr. Despard, und ich mußte ihn hereinlassen. Ich habe aber niemals sein Gesicht gesehen und auch nie seine Stimme gehört. Er ging stets direkt in das Arbeitszimmer, und wenn Sie wüßten, wie die Räume in dem Hause liegen, könnten Sie verstehen, daß es fast unmöglich war, etwas zu hören.«

»Wie haben Sie denn überhaupt erfahren, daß das die ›Vier Gerechten‹ waren?« fragte Black.

»Nun ja, wie Diener das eben im allgemeinen herausbringen – ich habe gelauscht.« Mr. Farmer fühlte sich unbehaglich.

»Und trotzdem haben Sie nie entdecken können, wer der Führer war?«

»Nein.«

»Haben Sie sonst noch etwas herausgefunden, was ich noch nicht weiß?«

»O ja«, entgegnete der Mann eifrig. »Bevor ich wegging, erfuhr ich noch, daß sie es auf Sie abgesehen haben, das heißt, Sie sind zur Bestrafung vorgemerkt.«

»Wirklich?« fragte Black.

»Ich habe es letzte Nacht selbst gehört. An den Versammlungen nahmen nicht immer alle vier teil. Der vierte tauchte nur dann auf, wenn es etwas Wichtiges zu tun gab, obwohl er immer der Führer war. Er trieb immer das Geld auf, das gebraucht wurde, er verteilte die Rollen, und er war es auch, der ständig die Namen der Leute nannte, die bestraft werden sollten. Er hat Sie auf die Liste gesetzt – ich weiß es ganz bestimmt. Sie hatten vorgestern eine Zusammenkunft und sprachen über verschiedene Leute – dabei fiel auch Ihr Name zu verschiedenen Malen.«

»Wie konnten Sie denn das hören?«

»Ich war im angrenzenden Zimmer. Neben Mr. Despards Zimmer, in dem die Konferenzen stattzufinden pflegen, liegt ein Ankleideraum, und ich hatte mir einen zweiten Schlüssel besorgt.«

Black erhob sich, als ob er gehen wollte.

»Es ist wirklich zu bedauern, daß Sie nicht mehr bei diesem Despard sind. Haben sie übrigens auch einmal über mich gesprochen?« fragte Sir Isaac, der bis jetzt aufmerksam zugehört hatte.

»Ich kenne Ihren Namen nicht«, erwiderte Farmer höflich.

»Nein. Es ist auch besser, Sie erfahren ihn nicht«, antwortete der Baronet schnell.

»Da ich nun meine Stelle verloren habe, hoffe ich, daß Sie alles tun werden, um mir eine neue Beschäftigung zu verschaffen. Wenn einer der beiden Herren einen vertrauenswürdigen Diener braucht . . .«

Er sah Sir Isaac forschend an, als ob er mehr für ihn in Frage käme als für Black.

»Nein, ich kann niemand brauchen, der mich belauscht und alles ausspioniert, was ich tue«, sagte der Baronet brutal.

Mr. Farmer schienen diese verletzenden Worte nicht besonders zu kränken. Er neigte nur den Kopf, ohne etwas zu erwidern.

Black nahm seine Brieftasche heraus und gab ihm zwei Banknoten.

»Hier sind zwanzig Pfund. Sie haben jetzt im ganzen zweihundertzwanzig Pfund von mir bekommen. Wenn Sie noch etwas herausfinden, was wirklich wissenswert ist, so kommt es mir nicht darauf an, die Summe auf dreihundert zu erhöhen aber verstehen Sie wohl, es muß etwas Besonderes sein. Bleiben Sie vor allem mit der Dienerschaft in Verbindung – Sie kennen sie ja alle. Liegt irgendein Grund vor, aus dem Sie das Haus nicht wieder betreten könnten?«

»Nein, das nicht – ich bin nur wegen Nachlässigkeit entlassen worden.«

»Sie wissen ja meine Adresse und wo Sie mich finden können. Wenn sich irgend etwas ereignen sollte, teilen Sie es mir mit.«

»Jawohl.«

»Beabsichtigen die vier übrigens, schon in allernächster Zeit etwas zu unternehmen?«

»Nein, da kann ich Ihnen ganz sichere Auskunft geben. Ich hörte sie darüber sprechen, daß es ratsam sei, sich vorerst einmal zu trennen. Einer wollte für einen Monat auf den Kontinent gehen, und ein anderer wollte sich in Amerika um seine Minenkonzessionen kümmern. Sie waren sich einig, daß es im nächsten Monat nicht notwendig sei, zusammenzukommen. Daraus schließe ich, daß sie im Augenblick nichts Besonderes vorhaben.«

»Das ist ausgezeichnet!« sagte Black.

Er reichte dem Mann die Hand und verließ das Zimmer.

*

»Es muß sehr unangenehm sein, eine solche Kreatur im Hause zu haben«, meinte Sir Isaac, als sie zu ihrem Wagen zurückgingen.

»Sicherlich«, erwiderte Black gut gelaunt. »Aber es ist ja nicht mein Haus, und ich habe keine Bedenken wegen dieser Sache. Im allgemeinen halte ich es zwar nicht für richtig, Dienstboten zu bestechen, um Informationen über ihre Herrschaften zu erhalten. Aber es gibt Gelegenheiten, bei denen auch ein solches Vorgehen vollkommen gerechtfertigt ist.«

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