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Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H.

: Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H. - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorGustav Schilling
titleDie Denkwürdigkeiten des Herrn von H.
publisherby edition or-mondial/Paris
year1966
firstpub
senderreuters@abc.de
created20070410
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Hier wird ein Kontrakt geschlossen

Wie mir Lieschen am andern Morgen meinen Kaffee brachte, weinte sie.

»Was fehlt dir, Lieschen?«

»Fragen Sie noch? Unglücklich bin ich, Madame will mich aus dem Dienste jagen, und nun bin ich beschimpft.«

»Armes Mädchen!«

Ich nahm sie in meine Arme und küßte sie ohne allen Widerstand. Ich fuhr mit meiner Hand unter ihren Rock und sie hinderte es nicht. Der kleine, mit Wolle eingefaßte Eingang in die Liebesgrotte, ich fand ihn verschieden von dem der Madame.

»Lieschen, auf mein Bett, komm –«

Ohne Weigerung folgte sie mir, Madame schlief noch. Ich legte sie auf den Rücken, deckte sie auf, beschämt hielt sie die Hand vor das Gesicht und kreuzte die Schenkel.

»Nein! Sehen sollen Sie sie nicht!«

Geschwind hingen meine Hosen über die Knie, ich streckte mich über Lieschen, küßte sie, öffnete mit meiner Hand ihre Schenkel und führte meinen Amor in die Spalte. Ich stieß an die Pforte der Grotte und stieß wieder und wieder und konnte nach aller Anstrengung nur einen Fingerbreit eindringen, als mir der Lebenssaft entging. Sie schauderte und zitterte an allen Gliedern und schwächer und schwächer ward ihr Atem. So lag sie eine kurze Zeit in meinen Armen. Dann ging sie leise aus dem Zimmer.

Noch war ich in tiefes Nachdenken versunken über die Ursache, warum ich wohl bei Lieschen bloß in der Vorhalle der Liebesgrotte hatte opfern können, als Lieschen hereintrat und mir sagte, daß mich Madame sprechen wollte.

Heiß überlief es mich; ich küßte Lieschen flüchtig und eilte hin.

Madame saß in einem leichten kattunenen Negligé, sie errötete bei meinem Eintreten und ich machte eine steife Reverenz und fragte stotternd, was zu ihrem Befehl stände?

»Setzen Sie sich neben mich und trinken Sie einen Becher Schokolade mit mir.«

Ich gehorchte.

Madame: »Werden Sie auch schweigen können?«

Ich: »Können Sie das Gegenteil denken?«

Madame: »Ich will es nicht! – Aber – –« ich will Sie nun auch allein haben und werde Lieschen fortschicken, ich habe es ihr schon gesagt.«

Ich: »Wäre das wohl ratsam? Das arme Mädchen ist unschuldig.«

Madame: »Können Sie mir das versprechen und wollen Sie's auch gewiß halten, daß Sie sich nicht mehr mit ihr abgeben wollen?«

Ich: »Ja gewiß!«

Madame: »Und das so kalt! – Nicht einen Kuß darauf?«

Ich fiel ihr um den Hals und küßte ihren schönen, roten, aufgeworfenen Mund.

Sie zog den Stuhl näher und führte meine Hand an ihre runden, festen Hügel der Liebe. Ich drückte, streichelte sie, fühlte, wie sie sich nach und nach erwärmten und unter meinen Händen in eine wellenartige Bewegung gerieten. Sie küßte mich oft, sah starr in meine Augen, spielte an meinen Haaren und biß mich sanft bald in die Wangen, bald in die Lippen.

»Sie sind auch so wenig dreist, lieber Junge!«

Ich glaubte sie zu verstehen; deckte ihren leichten Rock auf, streichelte den so weißen, runden, festen Schenkel, sie legte ihn über die meinigen hin, und meine Hand gelangte hin, wo sie sie haben wollte.

»Das ist unbefriedigend, kommen Sie.«

Sie war feurig. Wir legten uns aufs Bett und sie entließ mich mit großer Zufriedenheit.

Ob ich mein Versprechen in Betreff Lieschens gehalten habe, wird eines der folgenden Kapitel lehren.

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