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Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H.

: Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H. - Kapitel 34
Quellenangabe
typefiction
authorGustav Schilling
titleDie Denkwürdigkeiten des Herrn von H.
publisherby edition or-mondial/Paris
year1966
firstpub
senderreuters@abc.de
created20070410
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Warum gibt sich der Herr so viel ab?

Der Scherz bekam mir übel. In einer Gesellschaft war eine Witwe von etlichen und dreißig Jahren. Sie war schlank gewachsen, hager, und dennoch glaubte sie schön zu sein und ging auf Eroberungen aus. Zum Scherz sagte ich ihr allerlei Süßigkeiten und war Ursache, daß sie mit ihren Mienen und Gebärden die ganze Gesellschaft belustigte.

Ich begleitete sie auch des Abends nach Hause, hatte aber nichts weniger als die Absicht, da zu bleiben. Allein die gute Frau vergaß sich ganz, nötigte mich so dringend und so schön, daß ich allen Anstand beleidigt hätte, wenn ich es abschlug, mit ihr das Abendbrot zu genießen.

»Nun bleiben Sie noch ein Stündchen.«

Sie zog mich aufs Kanapee, kreuzte ihre Schenkel und zeigte mir ihren niedlichen Fuß und ihre runde Wade. Ihre Miene, jede Gebärde verriet Verlangen und jeder Hauch war Begier.

Du wirst einen Liebesdienst tun, dachte ich. Wer weiß, wie lange schon die arme Frau schmachtet. Ich küßte sie und begann Zungenspiel. Wie hastig sie schlürfte, wie inbrünstig sie mich drückte.

Ich schob meine Hand auf ihre bloßen Schenkel. Im Nu waren sie auseinander und machten mir freie Bahn.

Hu, da fand ich Gebüsche und eine Spalte und Lippen, in welche ich meine Hand verbergen konnte.

So wie ich mit meinem Finger den Eingang berührte, schob sie sich mir entgegen, daß mein ganzer Finger darin war.

Es rang mir ein Lächeln ab, welches sie aber wohl anders auslegen mochte. Sie umschlang mich, überströmte mich mit Küssen und war außer sich.

»Soll ich ganz glücklich sein?«

»Wer kann Ihnen etwas abschlagen?«

Und schon lag sie und zog mich über sich hin, daß ich kaum Zeit hatte, mich der Beinkleider zu entledigen.

Habe ich je feurige Augen gesehen, so war es bei dieser Frau. Sie rollten fürchterlich.

Sie erleichterte es mir sehr, jede meiner Bewegungen wurde doppelt erwidert, und als ich mich entblößte, glaubte ich, sie wollte mich verschlingen, so hastig küßte sie mich.

»O, nur noch etwas –«

Ich tat mein Mögliches, und durch ihr eigenes hastiges Bewegen erreichte sie auch ihren Wunsch. Mit jedem Erbeben schoß ein ganzer Strom hervor.

Ich glaubte nun, entlassen zu werden; meine Artigkeit machte sie jedoch ungeniert und sie trug mir daher an, bei ihr zu übernachten.

Kann ein Mann sich mit Ehren zurückziehen? Der Antrag war mir so unangenehm wie möglich; allein was wollte ich tun?

Ich entkleidete meine Donna ganz. Wahrlich, der Anblick war so reizend eben nicht, ein langes, hageres Knochengerippe vor sich zu sehen, an dem die stark behaarten Lippen der Muschel noch die fleischigsten Teile waren. Indessen suchte sie das Nicht-vorhanden-Sein ihrer Reize durch tausend kleine Spiele zu ersetzen, und es gelang ihr ganz gut, mich bei Laune zu erhalten. Da meine Augen eben keine Weide an ihrem Gesichte und an ihrem glatten Busen fand, so fiel mir ein, mich an den Äußerungen ihres Gefühls zu vergnügen.

Sie trug einen feinen flanellnen Unterrock; ich riß ein Stück ab und fing an, ihre Hinterbacken und die Lippen ihrer Muschel zu reiben.

»Das ist mir neu; wozu das?«

»Sie werden mit der Wirkung zufrieden sein.«

Sie geriet in unbändiges Feuer, sie schnaubte.

»Hören Sie auf, ich halte es nicht mehr aus.«

Nun stellte ich sie auf die Knie und Hände.

»O nein!«

»Doch, schöne Frau, Sie werden Vergnügen finden.«

Ich muß gestehen, die überaus großen aufgedunsenen Lippen und die Feuerröte, die durchschimmerte, machten einen sonderbaren Anblick. Ich führte endlich meinen Amor ein. Es war glühend heiß in der Grotte und die gute Frau fing bei seinem Eintritt an, wollüstig zu girren.

»Finden Sie Vergnügen, schöne Frau?«

»A–ach ja –«

»Wollen wir diese Positur behalten? Ich glaube wenigstens, daß ich auf keine andere Art so tief eindringe.«

»A–a–a– ge–e–e–seh–winder! Ah! – Ich kann nicht mehr!«

Ich preßte mit meinen Händen ihre Dünnung zusammen und drang so tief, daß sogar der Wollustbeutel von ihren Muschellippen bedeckt wurde. Ich ließ sie die Schenkel noch mehr auseinanderspreizen, und fand besonderes Vergnügen, wenn ihre heißen Lippen meine Samenbehälter berührten.

»Ich schmachte – eilen Sie –«

Nach einigen verdoppelten Stößen schlürfte sie endlich mit vollen Zügen den Wollustbecher aus.

Ich hatte nicht nötig, auf Liebkosungen zu sinnen, denn sie war unaufhörlich mit mir beschäftigt und verschwendete alle ersinnliche Zärtlichkeit.

Ich verhielt mich ruhig und ihre fortdauernde Tätigkeit bewies, wie großes Vergnügen sie genossen.

Kaum fand sie meinen Amor in Positur, als sie ihn unter allerlei Lobeserhebungen streichelte und küßte. Sie warf sich auf mich und ließ mich fast nicht zu Atem kommen vor lauter Küssen.

Sie führte meinen Amor in die Grotte und bewegte sich mit einer Art von verzweifelter Hast. Sie keuchte laut und unter den heftigsten Erschütterungen floß ein ganzer Strom über mich hin. Matt und entkräftet sank sie nieder.

Ich war indessen ziemlich warm geworden, und da die gute Frau vielleicht nicht sobald wieder eine so vergnügte Nacht haben mochte, wollte ich dazu doch noch alles beitragen, was ich vermochte. Ich legte sie also auf den Rücken und bestieg den Liebesthron aufs neue. Mit stummem Röcheln drückte sie mich an ihre Brust. Ich ließ ihre Beine über meine Hinterbacken kreuzen, spielte mit meinen Fingern an ihrer Hinterspalte und fing den Kampf mit aller Heftigkeit an.

»Sind sie mit mir zufrieden, liebe Frau?«

»O, bei weitem, denn diese ist die vergnügteste Nacht meines Lebens.«

Sehr gebrochen brachte sie dies hervor und ich freute mich wirklich, der guten Frau ein solches Vergnügen bereitet zu haben.

Wie sich endlich meine Wollustquelle öffnete, da blieb ich ruhig, um so recht im Innern der Grotte den Becher zu leeren; allein meine Schöne dachte anders. Als sie dessen nämlich gewahr wurde, fing sie an, sich unter mir fürchterlich zu bewegen und zog mich so fest an sich, daß es mir unangenehm empfindlich war. Ihre unversiegbare Quelle öffnete sich und mein Amor wurde ebenso stark gebadet wie das erstemal.

Wahrlich, ich beklage aus ganzer Seele eine solche Frau, welche sich in dem Feuer ihres Temperaments aufzehren muß.

Ich pausierte etwas und wollte mich dann empfehlen.

»O, nicht doch, lieber H., gönnen Sie mir doch das Vergnügen, Sie in meinen Armen schlummern zu sehen.«

Da das mir aber nicht zusagte und ich so glücklich war, Ausreden zu finden, welche meine Donna für maßgebend hielt, so wurde nichts daraus.

»Nun, dann wenigstens noch einmal«, bat sie.

Und dabei überhäufte sie mich wieder mit Schmeicheleien und Küssen.

Trotzdem hatte ich wenig Lust, noch einmal in den Sattel zu steigen.

Als sie aber in einem fort bat, konnte ich es ihr dennoch nicht abschlagen und versuchte mein Heil abermals. Ich bot alle meine Einbildungskraft auf, um mich in Feuer zu versetzen; allein vergebens, mein Amor hob sich nur sehr wenig. Kaum aber sah sie das, als sie auch schon auf mir lag und mit immer gleichem Feuer arbeitete. Wie vorhin entlud sie im Überfluß, hatte mich warm gemacht, die Szene ward verändert und sie nach Wunsch befriedigt.

Darauf entfernte ich mich, um nie wieder zu kommen.

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