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Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H.

: Die Denkwürdigkeiten des Herrn von H. - Kapitel 33
Quellenangabe
typefiction
authorGustav Schilling
titleDie Denkwürdigkeiten des Herrn von H.
publisherby edition or-mondial/Paris
year1966
firstpub
senderreuters@abc.de
created20070410
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Gegenwart des Geistes

Im Herbst zog meine Raschmann wieder in die Stadt, und nun war alle Gelegenheit abgeschnitten, nächtliche Besuche abzustatten. Ich mußte mich also weiter umsehen, denn ich wußte ja nun, daß ich nicht allein sein konnte.

Bald machte ich Bekanntschaft mit einer artigen Blondine, die ungemein viel Reizendes hatte, und ich beschloß, mein Heil zu versuchen. Ihre schöne Kleidung hatte mich irregeführt. Es war eine Putzmacherin, und doch wollte ich nicht zurücktreten, da ich einmal meine Absicht verraten hatte. Sie wohnte in einem engen Gäßchen Parterre. Ich kann nicht leugnen, wie ich das erste Mal hinging, um mich eine Nacht zu vergnügen, so kamen mir allerhand Gedanken, wer wohl schon dergleichen Besuche bei ihr abgestattet haben mochte, und was es wohl für Folgen für mich haben könnte?

Indessen waren meine Besorgnisse unnötig, wie meine Leser aus dem Erfolg sehen werden.

Das närrische Mädchen hielt eine lange, wohlgesetzte Rede über Liebe und ihre Folgen, wie ich sie in meine Arme schloß und küßte.

»Wozu das, Liebste? Genießen ist besser als reden. Wollen wir uns entkleiden?«

»Herr v. H., warum habe ich wohl Ihren Besuch nicht ebenso standhaft zurückgewiesen, als ich schon mehrere ausgeschlagen habe?«

»Weiß ich das?«

Ich untersuchte ihre Milchhügel, eine feine weiße Haut war ihr ganzes Verdienst, die Erhöhung war gering.

Ihre Schenkel und Hüften waren gut, der Myrthenhain schön, die Spalte wohl geschlossen und der Eingang – ganz eng.

Hätte ich geglaubt, hier eine Rose zu brechen?

Ich hatte Mühe mich zu überzeugen, und doch war es so.

Das war auch, was meinen Reiz erhielt, denn der Mangel voller Milchhügel hatte mich wirklich etwas erkaltet.

»Lieben Sie mich, holdes Mädchen?«

»Würde ich mich Ihnen sonst so preisgeben?«

»So ziehen wir uns aus und verschieben den wechselseitigen Genuß nicht länger.«

»Wage ich nicht zu viel?«

»Nichts! Liebe.«

Unter allerhand Tändeleien hatten wir die Kleider abgeworfen, und nichts verbarg sich dem neugierigen Auge. Ihr Körper reizte mich nicht, er war unregelmäßig und präsentierte sich noch schlechter auf krummen Beinen.

Ich brachte sie aufs Bett und machte mich gefaßt, den Eingang in den Tempel der Wollust zu öffnen.

Jetzt bemerkte ich erst, wie ungewöhnlich hinterwärts die Öffnung war. Ich ließ sie sich heben, ich legte Kissen unter sie, versuchte alles und erhielt doch keine ordentliche Richtung.

Das Mädchen war vor lauter Gefühl außer sich und durch das öftere Berühren zur sinnlosen Maschine geworden. Sie atmete kurz und geschwind und zur Muschel brauste ein Schäumchen heraus. Die viele Vorbereitung hatte auch mich in Feuer gesetzt und meine Begier aufs höchste gespannt.

»Liebe, unsere Mühe ist umsonst, und wenn du dich nicht umdrehst und dich auf die Knie und Hände stellst, so kommen wir nicht zum Ziel.«

Sie wollte anfangs durchaus nicht einwilligen, endlich aber gab sie nach.

Ihre Hinterbacken waren sehr schön weiß und rund. Ich stellte ihre Schenkel auseinander und hatte eine reizende Aussicht. Die Spalte war offen, herrlich rot und der kleine Hymen stand an dem Eingange der Grotte. Dies machte mich ganz begierig.

Ich stellte meinen Amor an den Eingang, das Mädchen schauderte; ich rückte etwas ein und es zog zurück.

»Nein, Liebe, Sie müssen widerstehen, wenn nicht alles verloren sein soll.«

Ich umschloß sie fest und rückte mit Nachdruck etwas weiter. Ich fand weniger Widerstand als bei meiner Raschmann. Indessen fing meine Blonde doch an, gewaltig über Schmerzen zu wimmern und zog immer zurück.

Ich wandte alle Beredsamkeit an, um sie ruhig zu erhalten. Und bald war es Zeit, wenn ich mich nicht auf dem Wege entladen sollte.

Ich faßte sie also recht fest, stieß so viel ich vermochte und war nun so glücklich, eben zu rechter Zeit bis in den Hintergrund zu dringen, um die ganze Grotte zu füllen.

Die Bewegung des Mädchens unter lautem Wimmern war sonderbar.

Ob es die Neuheit der Positur war, oder ob sie wirklich viel bequemes hat, mag ich nicht entscheiden, kurz, meine Ergießung war mit unbeschreiblicher Wollust verbunden und wenn ich Madame Flammans Liebesgrotte ausnehme, so hatte noch keine meinen Amor so ganz eingenommen.

Mein Mädchen lag unbeweglich, und mein Amor fand viel zu viel Behagen in dem Liebeszwinger, als daß er verlangt hätte, auszutreten.

Ich begann nach kurzer Erholung das Spiel aufs neue. Wie ein angepaßter Ring umschloß der Eingang meinen Amor, und je weiter ich ausholte und je tiefer ich eindrang, je mehr Vergnügen genoß ich. So tief war ich noch nie gekommen, denn mit jedem Stoß konnte ich meinen Amor bis an die Wurzel einführen und einen Strohhalm hätte ich zermalmen wollen.

»Wie ist dir, Liebe?«

»Oh! –«

Sie konnte nicht sprechen. Sie besaß ein außerordentliches Temperament und war ganz Wollust. Ihr Atem stockte, ich merkte, daß bei ihr der Reiz stieg, ich verdoppelte also meine Bewegung, um das Vergnügen zu genießen, den Wollustbecher zu gleicher Zeit zu leeren, und erreichte meine Absicht. Sie sank zusammen und ich mußte sie ganz halten.

Ich verließ jetzt die Stellung und sie blieb wie starr. Ich betrachtete die Liebesgrotte; noch immer quoll über blutige Zeichen der gebrochenen Rose der Wollustsaft hin, und die aufgedunsenen Lippen zuckten.

Ich wendete sie um, und nach und nach erholte sie sich.

»Wie ist Ihnen, Liebe?«

(Lächelnd:) »Weiß ich's, ob ich lebe oder tot bin?«

Es ist immer ein vortrefflicher Anblick, ein Frauenzimmer im Wollustgefühl zu betrachten. Und je weniger es fühlt, je mehr verliert der Genuß an Wert. Ich habe sehr schöne Frauenzimmer in meine Arme geschlossen, aber ihre Nerven hatten nicht den höheren Grad von Reizbarkeit und der Genuß verlor an Delikatesse.

Ich sann nun, ob ich es nicht möglich machen könnte, von vorne in den Wollusttempel einzugehen, denn ein Kuß mit vermischtem Zungenspiel gibt doch dem Genüsse viel Würze.

Ich gelangte zu meinem Endzwecke. Sie stellte ihre Füße auf Stühle und ruhte mit dem Hintern auf dem Tisch; allein ich fand nicht nur weniger Vergnügen, sondern fühlte auch, daß es mich angriff, weil ich stehen mußte.

Mein Mädchen war schon wieder ganz im Taumel. Ich setzte ab, trug sie aufs Bett, stellte sie in die vorige Positur und endigte mit ebenso großem Vergnügen wie vorher.

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