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Die Bande des Schreckens

Edgar Wallace: Die Bande des Schreckens - Kapitel 32
Quellenangabe
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typefiction
authorEdgar Wallace
titleDie Bande des Schreckens
publisherWilhelm Goldmann Verlag
translatorRavi Ravendro
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
isbn3442001609
created20111204
projectidb83c949a
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31

Die Bande des Schreckens gab dem Wetter in mancher Beziehung Rätsel auf. Er wußte zum Beispiel nicht, auf welche Weise sie sich mit der Verbrecherwelt in Verbindung setzte. Er hatte wohl gehört, daß der »alte Junge«, den sie auch den »Professor« nannten, die Vermittlung übernahm, aber er hielt das Gerede darüber für eine Erfindung.

Die Bande des Schreckens war eine Klasse für sich. Die Mitglieder waren zu klug, um sich mit den gewöhnlichen, ehrlosen Verbrechern einzulassen, denen man niemals vertrauen konnte.

Als Long an dem Abend in seine Wohnung kam, fand er einen Brief aus »Little Heartsease« vor, und er erkannte sofort die Schriftzüge Mr. Cravels.

»Mein lieber Mr. Long,

die Saison hat für uns mit einer großen Katastrophe geendet, wie ja vorauszusehen war. Aber Mr. Monkford war ein so guter Freund von uns, daß sein Tod alle persönlichen Sorgen überschattet. Vielleicht interessieren Sie sich für eine Lösung, die ich gefunden habe, wenn sie Ihnen auch etwas phantastisch erscheinen mag. Wenn Sie am sechzehnten des Monats Zeit haben, würde ich mich sehr über Ihren Besuch freuen. Ich könnte dann die Sache in aller Ruhe mit Ihnen besprechen.«

 

Der Wetter grinste.

Der sechzehnte August! Das war so gut wie eine Einladung der Spinne an die Fliege, sie in ihrem Netz zu besuchen. Womöglich war auch der »Professor« dort, um ihn zu begrüßen.

Er faltete den Brief zusammen und legte ihn in seine Brieftasche. Und wenn er auch lächelte, so war ihm doch nicht sehr wohl zumute. Das Datum des Briefes, das mit dem Datum auf der Kabinenwand übereinstimmte, machte ihn nachdenklich. Bis zum Morgen des sechzehnten sollte er sich sicher fühlen, das wollten sie ihm unter allen Umständen suggerieren. Aber gerade zwischen dem heutigen Tage und dem sechzehnten war die Gefahr für ihn größer als je. Jede Stunde konnte sich sein Schicksal erfüllen, und diese Aussicht war nicht gerade sehr verlockend. Die Galgenhand streckte sich nach ihm aus, die auch den Richter, den Staatsanwalt, den Henker und Monkford unter die Erde gebogen hatte. Er wurde schließlich so nervös, daß er zusammenschreckte, als sein Diener an die Tür klopfte.

»Donnerwetter«, sagte er, ärgerlich über sich selbst. »Das darf doch nicht passieren – Kommen Sie herein!«

»Wollen Sie Miß Alice Cravel empfangen?« fragte der Mann.

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