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Die Anweisung zum seligen Leben

Johann Gottlieb Fichte: Die Anweisung zum seligen Leben - Kapitel 12
Quellenangabe
typetractate
authorJohann Gottlieb Fichte
titleDie Anweisung zum seligen Leben
publisherDeutsche Bibliothek in Berlin
editorHeinrich Scholz
yearo.J.
firstpub1806
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141207
projectide9eb430d
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Siebente Vorlesung

Ehrwürdige Versammlung,

Unsere Theorie über Sein und Leben ist nun vollständig vorgetragen. Es ist, keinesweges um diese Theorie dadurch zu beweisen, sondern lediglich als eine Nebenbemerkung, dargetan worden, daß die Theorie des Christentums über diese Gegenstände ganz die gleiche sei. Ich ersuche in der letzten Beziehung hier nur noch um die Erlaubnis, von diesem geführten Beweise den fortdauernden Gebrauch zu machen, daß ich zuweilen an einen Ausdruck oder ein Bild aus den christlichen Schriften, in denen höchst ausdrucksvolle und vortrefflich bezeichnende Bilder sich befinden, erinnere. Ich werde diese Erlaubnis nicht mißbrauchen. Es ist mir nicht unbekannt, daß man in unserm Zeitalter in keinen nur ein wenig zahlreichen Zirkel aus den gebildeten Klassen treten kann, worin sich nicht einzelne befinden sollten, bei denen die Erwähnung Jesu und der Gebrauch biblischer Ausdrücke unangenehme Empfindungen anregt und den Verdacht, daß der Redende eins von beiden, entweder ein Heuchler, oder ein beschränkter Kopf sein müsse. Es ist ganz gegen meine Grundsätze, dieses jemandem zu verdenken; wer kann es wissen, wie sehr sie von unberufenen Eiferern mit diesen Gegenständen gequält, und welche vernunftwidrige Dinge ihnen als Bibellehre aufgedrungen sein mögen? Wiederum aber weiß ich, daß in jeder gebildeten Gesellschaft, und namentlich auch in der hier sich versammelnden, andere Individuen sich befinden, welche es lieben, zu jenen Erinnerungen und mit ihnen zugleich zu ihren frühern jugendlichen Gefühlen zurückzukehren. Mögen diese beiden Klassen sich gegenseitig einander gefällig fügen. Ich werde alles, was ich zu sagen habe, zuerst in der gewöhnlichen Bücher-Sprache sagen; mögen diejenigen, denen das biblische Bild wehe tut, allein an den erstern Ausdruck sich halten und den zweiten ganz überhören.

Der aufgestellten Theorie lebendiger Besitz nun, keinesweges aber ihr trockenes und totes, lediglich historisches Wissen ist nach unsrer Behauptung die höchste und die einzig mögliche Seligkeit. Dieses darzutun, ist von heute an unser Geschäft, und es machet dies eigentlich den zweiten Hauptteil dieser ganzen Vorlesungen aus, welcher durch die episodische Untersuchung der vorigen Stunde unter andern auch von dem ersten geschieden werden sollte.

Die Klarheit gewinnt allenthalben durch den Gegensatz. Indem wir im Begriffe sind, die richtige und beseligende Denkweise tief zu erfassen und nach dem Leben zu schildern, wird es gut sein, die ihr entgegengesetzte flache und unselige Weise da zu sein, welche wir ebenso, wie das Christentum, ein Nichtexistieren, ein Totsein und Begrabensein bei lebendigem Leibe nennen, gleichfalls noch tiefer und anschaulicher zu charakterisieren, als es in der ersten Stunde, wo wir allerdings sie schon beschrieben haben, geschehen konnte. Als Zerstreuung über das Mannigfaltige, im Gegensatze mit der Zurückziehung und Zusammenziehung auf das Eine, haben wir damals die unrichtige Denkweise im Gegensatze mit der richtigen charakterisiert; und dies ist und bleibt ihr wesentlicher Grundzug. Anstatt aber, daß wir damals mehr auf die mannigfaltigen äußeren Objekte sahen, über welche sie sich zerstreut, lassen Sie uns heute betrachten, wie dieselbe, noch ohne alle Rücksicht auf das Objekt, in sich selber ein Ausgedehntes, Breites, Flaches und gleichsam Ausgegossenes und Umhergegossenes ist.

Alle innere geistige Energie erscheint im unmittelbaren Bewußtsein derselben als ein Sich-Zusammennehmen, Erfassen und Kontrahieren seines außerdem zerstreuten Geistes in einen Punkt, und als ein Sich=Festhalten in diesem Einheitspunkte gegen das stets fortdauernde natürliche Bestreben, diese Kontraktion aufzugeben und sich wiederum auszudehnen. Also, sage ich, erscheint schlechthin alle innere Energie; und nur in diesem Sich=Zusammennehmen ist der Mensch selbständig und fühlt sich selbständig. Außer diesem Zustande der Selbstkontraktion verfließt er eben und zerfließt, und zwar keineswegs also, wie er will und sich macht (denn alles sein Sich=Machen ist das Gegenteil des Zerfließens, die Kontraktion), sondern so, wie er eben wird und das gesetzlose und unbegreifliche Ohngefähr ihn gibt. Er hat demnach in diesem letztern Zustande gar keine Selbständigkeit, er existiert gar nicht als ein für sich bestehendes Reales, sondern bloß als eine flüchtige Naturbegebenheit. Kurz, das ursprüngliche Bild der geistigen Selbständigkeit ist im Bewußtsein ein ewig sich machender und lebendigst sich haltender geometrischer Punkt, das ebenso ursprüngliche Bild der Unselbständigkeit und des geistigen Nichtseins eine unbestimmt sich ergießende Fläche. Die Selbständigkeit kehrt der Welt eine Spitze zu; die Unselbständigkeit eine stumpf ausgebreitete Fläche.

In dem ersten Zustande allein ist die Kraft und Selbstgefühl der Kraft; darum ist auch nur in ihm eine kräftige und energische Auffassung und Durchdringung der Welt möglich. In dem zweiten Zustande ist keine Kraft; der Geist ist bei der Weltauffassung gar nicht mit dabei und zu Hause, sondern er ist, wie in einer alten Erzählung Baal, über Feld gegangen oder dichtet oder schläft; wie vermöchte er im Objekte sich zu fühlen und sich von ihm abzusondern? Er verfließet sich, für sich selbst, mit ihm, und so verblasset ihm seine Welt, und er erhält statt des lebendigen Wesens, an welches er sein eignes Leben setzen und dieses ihm entgegensetzen müßte, nur einen grauen Schatten und ein Nebelgebilde. Auf solche paßt, was ein alter Prophet von den Götzenbildern der Heiden sagt: sie haben Augen und sehen nicht, und haben Ohren und hören nicht. – Sie sehen in der Tat nicht mit sehenden Augen; denn es ist ganz etwas anderes: die sichtbare Gestalt in ihrer bestimmten Begrenzung also in das Auge und in das Gemüt fassen, daß man sie von nun an jeden Augenblick mit absoluter Freiheit gerade also, wie man sie gesehen hat, wieder vor das innere Auge bringen könne; unter welcher Bedingung doch allein jemand sagen kann, er habe gesehen; – als dies ist, eine wankende und formlose Erscheinung sich nur so vorschweben lassen, bis sie eben verschwindet und keine Spur ihres Daseins für uns hinterläßt. Wer es noch nicht einmal zu dieser kräftigen Auffassung der Gegenstände des äußern Sinnes gebracht hat, der sei nur sicher, daß das unendlich höhere innere Leben an ihn noch sobald nicht kommen wird.

In diesem langen, breiten und vielfachen geistigen Sein lieget nun eine Fülle von Gegensätzen und Widersprüchen ruhig und verträglich nebeneinander. In ihm ist nichts geschieden und gesondert, sondern alles steht gleich und ist ineinander hineingewachsen. Sie halten nichts für wahr und nichts für falsch; sie lieben nichts und hassen nichts. Beides zuvörderst darum, weil zur Anerkennung, wobei es nun bleibe für immer, zur Liebe, zum Hasse und zu jedem Affekte gerade jenes energische Sich=Zusammennehmen gehört, dessen sie nicht fähig sind; sodann deswegen, weil dazu gehört, daß man das Mannigfaltige sondere und trenne, um daraus den einigen Gegenstand seiner Anerkennung und seines Affekts sich zu wählen. Wie aber könnten diese irgend etwas als Wahrheit festsetzen, indem sie ja sodann alles mögliche andere, das jenem ersten entgegengesetzt ist, als falsch verwerfen und aufgeben müßten, wozu es ihre zärtliche Anhänglichkeit auch an das letztere nie kommen läßt? Wie könnten sie irgend etwas mit ganzer Seele lieben, da sie ja sodann das Gegenteil davon hassen müßten, was ihre allgemeine Liebe und Verträglichkeit ihnen nimmer erlauben wird? Sie lieben gar nichts, sagte ich, und interessieren sich für gar nichts, nicht einmal für sich selbst. Wenn sie sich jemals die Frage vorlegten: habe ich denn nun recht oder habe ich unrecht, und bin ich denn recht oder bin ich unrecht, was wird wohl noch mit mir werden, und befinde ich mich wohl auf dem Wege zum Glücke oder zum Elende? so müßten sie sich antworten: was kümmert's mich, ich muß eben sehen, was aus mir werden wird, und mich verbrauchen, wie ich werden werde; es wird sich schon finden. So sind sie von sich selbst verschmäht, verlassen und aufgegeben; und so mag ihr allernächster Besitzer, sie selber, sich nicht um sie kümmern. Welcher andere außer ihnen soll denn mehr Wert in sie setzen, als sie selbst es tun? Hingegeben haben sie selbst sich dem blinden und gesetzlosen Ohngefähr, aus ihnen zu machen, was eben werden will.

So wie die rechte Denkart an sich recht und gut ist und an und für sich keiner guten Werke, die freilich auch nicht ausbleiben werden, zu Erhöhung ihres Wertes bedarf, so ist die beschriebene Sinnesart an sich nichtswürdig und verwerflich, und es braucht gar nicht etwa noch eine besondere Bösartigkeit dazu zu kommen, damit sie verwerflich werde; auch darf keiner hierbei damit sich trösten, daß er bei alledem doch nichts Böses, sondern vielleicht gar nach seiner Weise, und was er also nennt, Gutes tue. Das ist eben der wahrhaft sündliche Hochmut bei dieser Sinnesart, daß sie denken, sie könnten auch sündigen, wenn es ihnen beliebte, und man müsse ihnen noch großen Dank dafür wissen, wenn sie es unterließen. Sie irren; sie können gar nichts tun, denn sie sind gar nicht da, und es gibt gar keine solche »sie«, wie es ihnen scheint; sondern an ihrer Stelle lebet und wirket das blinde und gesetzlose Ohngefähr; und dieses bricht aus, wie es sich nun trifft, hier als eine bösartige, dort als eine äußerlich unbescholtene Erscheinung, ohne daß darum die Erscheinung, der bloße Abdruck und Schatten der blind wirkenden Kraft, im ersten Falle Tadel, im zweiten Lob verdiene. Ob sie als bösartige oder als gutartige Erscheinungen ausfallen werden, müssen wir erwarten; und es kommt hierauf gar nicht an. Daß sie auf alle Fälle ohne inneres geistiges Leben und verworren und unzuverlässig ausfallen werden, wissen wir sicher; denn das, was in ihnen waltet, die blinde Naturkraft, kann gar nicht anders wirken, noch dieser Baum andere Früchte tragen.

Was diesen Zustand unheilbar macht, und ihn der Anregung zu einem bessern und der Mitteilung von außen verschließt, ist das mit demselben verbundene, fast totale Unvermögen, etwas über ihre Denkart Hinausliegendes auch nur historisch in seinem wahren Sinne zu nehmen. Sie würden gegen alle Menschenliebe zu verstoßen und einem ehrlichen Manne das kränkendste Unrecht anzutun glauben, wenn sie annähmen, daß, wie wunderlich er auch sich etwa ausdrücken möge, er damit irgend etwas anderes meinen könne oder wolle, als dasselbe, was sie eben auch meinen und sagen; und wenn sie bei irgend einer Mitteilung einen andern Zweck voraussetzten, als den, sich von ihnen in Rücksicht der alten und bekannten Lektion überhören zu lassen, ob man diese Lektion auch recht auswendig gelernt habe. Verwahre man sich, wie man wolle, durch die schneidendsten Gegensätze, erschöpfe man alle Geheimnisse der Sprache, um den stärksten, frappantesten und in die Augen springendsten Ausdruck zu wählen; wie er nur an ihr Ohr gelangt, verliert er seine Natur und verwandelt sich in die alte Trivialität; und ihre Kunst, alles herunterzudeuten und herabzuziehen, ist überschwenglich vor aller andern Kunst. Darum sind sie auch jedem kräftigen, energischen und besonders durch Bilder zum Verstehen zwingen wollenden Ausdrucke höchst abgeneigt; und nach ihrer Regel müßte allenthalben die gemeinste, nüchternste und abgezogenste und eben darum matteste und kraftloseste Bezeichnung gewählt werden, bei Strafe, als unfein und zudringlich zu erscheinen. So, wenn Jesus vom Essen seines Fleisches und Trinken seines Blutes redete, fanden seine Jünger darin eine harte Rede; und wenn er der möglichen Vereinigung mit Gott erwähnte, so hoben die Jüden Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Sie haben zu allen Zeiten recht. Da nun einmal schlechthin nichts anderes gesagt werden kann, noch soll, als dasjenige, was sie in ihrer Sprache so und so sagen: wozu denn das wunderliche Bestreben, dasselbe Eine anders zu sagen, wodurch ihnen nur die überflüssige Mühe gemacht wird, es wieder in ihre Sprache zurück zu übersetzen?

Diese Schilderung der geistigen Nicht-Existenz, oder, mit dem Bilde des Christentums, des Totseins und Begrabenseins bei lebendigem Leibe, wurde hier gemacht, teils um durch den Gegensatz damit das geistige Leben klarer darzustellen; teils aber und zweitens ist sie selbst ein notwendiger Bestandteil der Beschreibung des Menschen in Beziehung auf sein Verhältnis zum Wohlsein, welche Beschreibung wir demnächst zu liefern haben. Zum Leitfaden dieser Beschreibung besitzen wir und bedienen wir uns der oben in der fünften Vorlesung aufgestellten fünf oder, da der Standpunkt der Wissenschaft von populären Vorträgen auszuschließen ist, der übrig bleibenden vier Standpunkte der Weltansicht als ebenso vieler Standpunkte des Genusses der Welt und seiner selber. In ihren Zusammenhang gehört nicht einmal der jetzt beschriebene Zustand der geistigen Nichtexistenz; dieser ist überhaupt gar kein mögliches positives Etwas, sondern er ist ein reines Nichts; und so ist er auch uns nur? (Medicus) negativ in Beziehung auf Genuß und Wohlsein. In ihm ist keine Liebe, aller Genuß aber gründet sich auf Liebe. Somit ist für jenen Zustand auch der Genuß durchaus unmöglich, und in dieser Rücksicht war seine Beschreibung vorauszuschicken, als die Beschreibung der absoluten Genußlosigkeit oder Unseligkeit; im Gegensatze der einzelnen, jetzt aufzustellenden besondern Weisen, die Welt oder sich selbst wirklich zu genießen.

Aller Genuß aber gründet sich auf Liebe, sagte ich. Was ist nun Liebe? Ich sage: Liebe ist der Affekt des Seins. Sie sollen nämlich, Ehrwürdige Versammlung, also mit mir argumentieren. Das Sein ist auf sich selbst ruhend, sich selber genügend, in sich selbst vollendet und keines Seins außer ihm bedürfend. Lassen Sie es nun also, absolut Original: absolute. sich bewußt, sich fühlen: was entsteht? Offenbar eben ein Gefühl dieses Sich-Zusammenhaltens und Sich=Tragens, also eben einer Liebe zu sich selbst, und, wie ich sagte, Affekt, Affiziertsein durch das Sein, d. i. eben Gefühl des Seins als Seins. Setzen Sie ferner, daß dem endlichen, d. i., wie wir es oben beschrieben haben, dem stets im Werden begriffenen Sein ein Urbild seines wahren und ihm gebührenden Seins beiwohne, so liebet es eben dieses Urbild; und wenn sein wirkliches, ihm fühlbares Sein mit diesem Urbilde übereinkommt, so ist seine Liebe befriedigt und ihm ist wohl; stimmt hingegen sein wirkliches Sein mit jenem, dennoch lebendig gewordenen und unaustilgbaren und ewig geliebten Urbilde nicht überein, so ist ihm unwohl; denn ihm mangelt das, was es sich nicht entbrechen kann, doch über alles zu lieben, es sehnet sich und ängstigt sich immerdar nach ihm hin. Wohlsein ist Vereinigung mit dem Geliebten; Schmerz ist Getrenntheit vom Geliebten. – Nur durch die Liebe gibt man sich der Einwirkung des Wohlseins sowie des Schmerzes hin; wer nicht liebt, der ist gegen beides gleich gesichert. – Glaube jedoch keiner, daß der anfangs geschilderte, blasse und totenähnliche Zustand, der, wie er ohne Liebe ist, freilich auch ohne Schmerz ist, dem dem Schmerze zugänglichen und durch ihn verwundbaren Leben in der Liebe vorzuziehen sei. Zuvörderst fühlt man wenigstens sich und hat sich und besitzt sich auch im Gefühle des Schmerzes, und dies allein beseliget schon durch sich selbst unaussprechlich vor jenem absoluten Mangel des Selbstgefühls; sodann ist dieser Schmerz der heilsame Stachel, der uns treiben soll, und der über kurz oder lang uns auch treiben wird zur Vereinigung mit dem Geliebten und zur Seligkeit in ihm. Wohl daher dem Menschen, der auch nur zu trauern und Sehnsucht zu empfinden vermag!

Auf dem ersten Standpunkte der Weltansicht, wo allein dem Gegenstande des äußern Sinnes Realität beigemessen wird, ist, in Beziehung auf den Genuß seiner selbst und der Welt, der sinnliche Genuß das Herrschende. Auch dieser (was in wissenschaftlicher Absicht und zur Erläuterung des erst hingestellten Grundsatzes dieser ganzen Materie gesagt wird), auch dieser gründet sich auf den Affekt des Seins, hier als eines organisierten sinnlichen Lebens, und auf die Liebe zu diesem Sein, und zu den unmittelbar gefühlten (keinesweges etwa, wie einige sich ausgedacht haben, durch einen geheimen Schluß eingesehenen), befördernden und entwickelnden Mitteln dieses Seins. Eine Speise schmeckt uns wohl und eine Blume riecht uns angenehm deswegen, weil sie unser organisches Dasein erhöht und belebt; und der Wohlgeschmack sowie der Wohlgeruch ist gar nichts anderes, als das unmittelbare Gefühl jener Erhöhung und Belebung. Verweilen wir bei diesem, in das System des gesamten Lebens allerdings mitgehörenden und darum nicht etwa vornehm zu verachtenden, nur der Betrachtung und der ernsten Sorge nicht sehr werten Genusse nicht länger! – ohnerachtet ich relativ und vergleichend freimütig bekenne, daß meines Erachtens dem konsequenten Philosophen derjenige, der auch nur mit ungeteiltem Sinne und ganz in einen sinnlichen Genuß sich zu werfen vermag, weit mehr wert ist, als derjenige, der vor lauter Flachheit, Zerstreutheit und Ausgeflossenheit, nicht einmal recht hinzuschmecken vermag oder hinzuriechen, wo es dem Schmecken oder dem Riechen allein gilt.

Im gesellschaftlichen Zustande treten zwischen diesen bloß sinnlichen Appetit und die höhern Standpunkte zwischenein die durch die Phantasie vermittelten Affekte, welche aber zuletzt sich immer auf einen sinnlichen Genuß beziehen und von ihm ausgehen. So unterwirft z. B. der Geizige allerdings sich freiwillig dem gegenwärtigen Mangel, zu welchem er unmittelbar gar keinen Appetit hat, aber lediglich aus Furcht vor dem künftigen Mangel, zu welchem er noch weniger Appetit hat, und weil er nun einmal seine Phantasie so wunderlich gewöhnt hat, daß ihn der in dieser abgebildete künftige Hunger weit mehr nagt, als der reale Hunger, den er gegenwärtig wirklich fühlt. – Lassen Sie uns auch bei diesen, sogar dem unmittelbaren sinnlichen Genusse gegenüber ungründlichen, seichten und grillenhaften Affekten – alles, was in diese Region fällt, ist gleich seicht und grillenhaft – nicht länger verweilen!

Der zweite Standpunkt der Weltansicht war der der Rechtlichkeit, auf welchem ganz allein Realität beigemessen wird einem das Vorhandene ordnenden, geistigen Gesetze. Welches ist der Affekt dieses Standpunktes und demzufolge sein Verhältnis zum Wohlsein? Ich will nebenbei für diejenigen, welche philosophische Kenntnisse haben, in diese schon von Kant sehr gut behandelte Materie durch scharfe Konsequenz in einigen ganz kurzen Bemerkungen ein neues Licht bringen.

Der Mensch auf diesem Standpunkte ist, in der tiefsten Wurzel seines Seins, selbst das Gesetz. Dieses Gesetz ist das auf sich selbst ruhende, sich tragende und durchaus keines andern außer sich bedürfende oder ein solches auch nur annehmen könnende Sein eines solchen Menschen. Gesetz schlechthin um des Gesetzes willen und verschmähend durchaus jeden Zweck außer ihm selber. –

Zuvörderst, – also in dem Gesetze eingewurzelt, kann der Mensch allerdings sein, denken und handeln. Der nur nicht ganz seichte Philosoph beweiset es a priori, der auch nur nicht ganz rohe oder verworrene Mensch fühlt es ewig in sich selbst und beweiset es sich durch sein ganzes Leben und Denken. Auf jenes berühmte Axiom, welches, nachdem in unserm Zeitalter der soeben ausgesprochene Satz von Kant und anderen wieder angeregt worden, die entschiedene Majorität der Theologen, Philosophen und Schöngeister der Zeit vorgebracht und bis zum Ekel wiederholt hat, – das Axiom, daß es schlechthin unmöglich sei, daß der Mensch ohne einen äußern Zweck des von ihm Gewollten wolle, oder ohne eine äußere Absicht seines Handelns handle, – auf dieses Axiom hat man sich gar nicht einzulassen, sondern es ist demselben lediglich kalt wegwerfende Verachtung entgegenzusetzen. Woher wissen sie denn, was sie so kategorisch behaupten, und wie gedenken sie denn ihr Axiom zu beweisen? Lediglich aus der Kenntnis ihrer selbst wissen sie es; wie sie denn auch dem Gegner nichts anderes anmuten, als daß er in seinen eigenen Busen greife und sich also finde, wie sie sind. Sie können es nicht und darum behaupten sie, kein Mensch könne es. Nochmals: was können sie nicht? Wollen und Handeln ohne irgendeine Absicht noch außer dem Handeln. Was gibt es denn nun, das außer dem Wollen und Handeln und außer der Selbständigkeit des Geistes in sich selbst liege? Durchaus nichts anderes, als das sinnliche Wohlleben, denn dieses ist der einzige Gegensatz des erstern: sinnliches Wohlleben, sagte ich, wie wunderlich man es auch etwa aussprechen, und ob man auch etwa die Zeit und den Ort jenseit des Grabes verlegen möge. Was also ist es, das sie in jenem Bekenntnisse von sich selber bekannt haben? Antwort: sie könnten gar nicht denken, noch sich regen oder bewegen, wenn sie nicht irgendeine Aussicht auf ein dadurch zu erlangendes Wohlleben hätten; sie könnten sich selbst durchaus nicht anders ansehen, außer als Mittel und Instrument eines sinnlichen Genusses, und ihrer unaustilgbaren Überzeugung nach sei das Geistige in ihnen lediglich darum da, um das Tier zu nähren und zu pflegen. Wer möchte ihnen denn ihre Selbstkenntnis abstreiten und ihnen in demjenigen, was sie selbst am besten wissen müssen und was in der Tat nur sie wissen können, widersprechen wollen?

Der Mensch, auf dem zweiten Standpunkte der Weltansicht, sei selber das Gesetz, sagten wir; ein lebendiges, sich fühlendes, von sich selber affiziertes Gesetz, versteht sich, oder ein Affekt des Gesetzes. Der Affekt des Gesetzes aber, als Gesetzes und in dieser Form, ist, wie ich Sie auffordere, selbst mit mir einzusehen, ein absoluter Befehl, ein unbedingtes Soll, ein kategorischer Imperativ, der gerade durch dieses Kategorische seiner Form alle Liebe und Neigung zu dem Befohlenen durchaus abweist. Es soll sein, das ist alles; lediglich es soll. Wenn du es wolltest, so brauchte es nicht zu sollen, und das Soll käme zu spät und würde entlassen; umgekehrt, so gewiß du deines Orts sollst und sollen kannst, willst du nicht, das Wollen wird dir erlassen, und die Neigung und Liebe ausdrücklich abgewiesen Diese immanente Kritik der Kantischen Religionsphilosophie ist eine körnige Wiederholung dessen, was Fichte schon in der mächtigen Kundgebung von 1798 über den Grund unsers Glaubens an eine göttliche Weltregierung, und der darauf folgenden Appellation an das Publikum 1799 mit unerbittlicher Schärfe erklärt hatte: Die Religion des Eudämonismus, gleichviel, ob des niederen oder des höheren, auf angebliche Moralitätsforderungen gegründeten, ist der wahre Atheismus. Dieses Urteil wird hier insofern vertieft, als gezeigt wird, daß vom Standpunkte der strengen Kantischen Ethik Religion im eigentlichen Sinne überhaupt unmöglich ist. Möglich ist nur das zweifelhafte Gefühl der Gottähnlichkeit im Bewußtsein der Pflichterfüllung. – Diese noch nicht widerlegte Kritik der Kantischen Religionsphilosophie ist von dem Tiefsten und Scharfsinnigsten zugleich, was über und gegen sie gesagt werden kann, und dringendster Beachtung wert!.

Könnte nun der Mensch mit seinem ganzen Leben in diesem Affekte des Gesetzes aufgehen, so würde es bei diesem kalten und strengen Soll, und, in Rücksicht der Ansicht seiner selbst und der Welt, bei dem schlechthin uninteressierten, alle Teilnahme und alles dem Wohlgefallen oder dem Mißfallen Ähnliche durchaus ausschließenden Urteilsspruche bleiben, daß etwas dem Gesetze gemäß sei oder nicht; wie es denn da, wo der Mensch in jenem Affekte aufgeht, wirklich dabei bleibt, und ein solcher wohl bei seiner sehr richtigen Erkenntnis des Gesetzes ohne Reue oder Mißfallen an sich selbst erklärt, er tue doch nicht darnach und wolle auch nicht darnach tun, mit derselben Kälte, mit welcher er anerkennen würde, daß tausend Jahre vor seiner Geburt in einem entfernten Weltteile jemand nicht seine Schuldigkeit getan hätte. In der Regel aber vereinigt sich mit jenem Affekte das Interesse für uns selbst und unsere Person, welches letztere Interesse sodann die Natur des erstern Affekts annimmt und dadurch modifiziert wird; also, daß die Ansicht unserer selbst zwar ein bloßer Urteilsspruch bleibt, was sie zufolge des erstern sein muß, doch nicht ein ganz uninteressierter Urteilsspruch; wir müssen uns verachten, wenn wir nicht nach dem Gesetze einhergehen, und sind dieser Selbstverachtung entledigt, wenn wir damit übereinstimmen, mögen uns jedoch weit lieber in dem letztern Falle befinden, als in dem erstern.

Das Interesse des Menschen für sich selbst, sagten wir, ist in jenem Affekte des Gesetzes aufgegangen. Der Mensch will nur nicht genötigt sein, dem Gesetze gegenüber sich selbst zu verachten. Sich nicht zu verachten, sage ich, negative: keinesweges aber etwa kann er sich achten wollen, positive. Allenthalben, wo man von positiver Selbstachtung spricht, meint man Ergänze: auf dieser Lebensstufe. nur und kann man nur meinen die Abwesenheit der Selbstverachtung. Denn der Urteilsspruch, von welchem hier die Rede ist, gründet sich auf das Gesetz, welches durchaus bestimmt ist und den Menschen ganz in Anspruch nimmt. Man kann nur entweder demselben nicht entsprechen, und dann muß man sich verachten, oder demselben entsprechen, und dann hat man sich eben nur nichts vorzuwerfen; keinesweges aber kann man über die Forderung desselben mit seiner Leistung noch hinausgehen und etwas über sein Gebot tun, was ja gerade eben darum ohne Gebot getan, mithin ein gesetzloses Tun wäre; man kann darum niemals positiv sich achten und ehren als etwas Vorzügliches.

Des Menschen Interesse für sich selbst ist im Affekte des Gesetzes aufgegangen; dieser Affekt aber vernichtet alle Neigung, alle Liebe und alles Bedürfnis. Der Mensch will sich nur nicht verachten müssen, weiter aber will er nichts und bedarf nichts und kann nichts brauchen. In jenem seinem einzigen Bedürfnisse aber hängt er schlechthin von sich selbst ab; denn ein absolutes Gesetz, in welchem der Mensch aufgeht, stellt ihn notwendig hin als durchaus frei. Durch diese Denkart wird er nun über alle Liebe und Neigung und Bedürftigkeit und so über alles, was außer ihm ist und nicht von ihm abhängt, hinweggesetzt, für sich keines Dinges bedürfend, denn sich selber, und so durch Austilgung des Abhängigen in ihm wahrhaft unabhängig, über alles erhaben und gleich den seligen Göttern. – Nur unbefriedigtes Bedürfnis macht unglücklich; bedürfe nur nichts als das, was du dir selbst gewähren kannst – aber du kannst dir nur das gewähren, daß du dir nichts vorzuwerfen habest – und du bist auf ewig unzugänglich dem Unglücke. Du bedarfst keines Dinges außer dir, auch nicht eines Gottes; du selbst bist dir dein Gott, dein Heiland und dein Erlöser.

Es kann keinem, der auch nur die bei jedem Gebildeten vorauszusetzenden historischen Kenntnisse hat, entgangen sein, daß ich soeben die Denkart und das System des bei den Alten berühmten Stoizismus ausgesprochen. Ein ehrwürdiges Bild dieser Denkart ist die Darstellung, die ein alter Dichter von dem mythischen Prometheus macht, welcher, im Bewußtsein seiner gerechten und guten Tat, des Donnerers über den Wolken und aller Qualen, die derselbe auf sein Haupt häuft, lachet und unerschrockenen Muts die Trümmer der Welt über sich zusammenstürzen sieht, und welcher bei einem unserer Dichter den Zeus also anredet:

Hier sitz ich, – forme Menschen
Nach meinem Bilde;
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich, –
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.

Sie haben sattsam vernommen, E. V., daß für uns diese Denkart nur auf der zweiten Stufe der möglichen Weltansicht steht und nur die erste und niedrigste des höhern geistigen Lebens ausmacht. Es sind Ihnen schon in der vorigen Rede Andeutungen eines weit innigern und vollkommenern Lebens gegeben worden, welche in den künftigen Reden weiter ausgeführt werden sollen. Dennoch ist es nicht unsere Meinung, diese denn doch aller Ehren werte Denkart der vornehmen Verachtung der geistigen Verwesung preiszugeben, noch dieser Verwesung irgendeinen Schlupfwinkel offen zu lassen. Ich setze in dieser Rücksicht folgendes hinzu.

Unwidersprechlich wahr ist es, daß diese Denkart nur durch Inkonsequenz zur Annahme eines Gottes kommen kann Genau so hat Fichte sich bereits in einer allerdings etwas verborgenen Anmerkung der »Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre« von 1794 ausgesprochen. Im konsequenten Stoizismus, heißt es dort wörtlich (W W I 278), wird die unendliche Idee genommen für das wirkliche Ich; absolutes Sein und wirkliches Dasein werden nicht unterschieden. Daher ist der stoische Weise allgenugsam und unbeschränkt; es werden ihm alle Prädikate beigelegt, die dem reinen Ich oder auch Gott zukommen. Nach der stoischen Moral sollen wir nicht Gott gleich werden, sondern wir sind selbst Gott. Die Wissenschaftslehre unterscheidet sorgfältig absolutes Sein und wirkliches Dasein, und legt das erstere bloß zum Grunde, um das letztere erklären zu können. – Darum ist die Wissenschaftslehre auch nicht atheistisch, wie der Stoizismus notwendig sein muß, wenn er konsequent verfährt.
Die hier niedergelegten Bekenntnisse von der notwendigen Unterscheidung zwischen dem göttlich-reinen und dem menschlich-empirischen Ich und von der ursprünglichen, erst durch Vernichtung des empirischen Ich wirksam zu hebenden Gegensätzlichkeit beider Subjekte sind zugleich die starken Klammern, die Fichtes spätere Religionsphilosophie mit seiner früheren verbinden, und auf die er sich gegen Jacobi (Brief vom 8. Mai 1806; Leben II 179) beruft, um die zu erwartenden Einwendungen gegen die in der Vorrede behauptete Kontinuität seines Denkens im voraus zu zerstreuen. – Vgl. hierzu die Einleitung.
, und daß sie allenthalben, wo sie konsequent ist, wenn auch etwa für theoretische Naturerklärung, doch sicher nicht für ihr praktisches Bedürfnis jemals einen Gott brauche, wenigstens für ihr Herz keines Gottes bedürfe, keines achte und sich selber ihr Gott sei. Aber was ist dies für ein Gott, den sie fallen läßt? Es ist kein anderer und kann kein anderer sein, weil auf diesem Standpunkte kein anderer möglich ist, als der oben beschriebene willkürliche Ausspender des sinnlichen Wohlseins, dessen Geneigtheit man durch irgendein Mittel, wenn auch dieses Mittel das gesetzmäßige Betragen wäre, sich erst erwerben muß. Diesen also gestalteten Gott läßt sie nun mit allem Rechte fallen, er soll fallen, denn er ist nicht Gott; und auch die höhere Ansicht erhält in dieser Gestalt Gott nicht wieder, wie wir dies an seinem Orte S. 137 ff. klar einsehen werden. Der Stoizismus verwirft nicht das Wahre, sondern nur die Lüge; zur Wahrheit kommt er überhaupt nicht, sondern bleibt in Beziehung auf diese lediglich negativ; dies ist sein Fehler.

Somit bleibt der Wahn eines gewissen, sich auch christlich nennenden Systems, daß durch das Christentum die sinnliche Begier heilig gesprochen und einem Gotte ihre Befriedigung aufgetragen und das Geheimnis gefunden werde, gerade dadurch, daß man ihr fröne, zugleich diesem Gotte zu dienen, ein Irrtum. Die Glückseligkeit, die der sinnliche Mensch sucht, ist von der Seligkeit, welche die Religion nicht – verheißet, sondern unmittelbar darreichet, durch die Kluft der Unterwerfung unter ein heiliges Gesetz, vor dem jede Neigung verstumme, unvereinbar abgetrennt; nicht bloß dem Grade, sondern dem innern Wesen nach verschieden. So machen diejenigen, welche dasselbe als Philosophen aussprechen, und welche in den begeistertsten Ausrufungen uns zu Gemüte führen, daß wir durch unsere Anforderungen den Grundzug der menschlichen Natur ausrotten und ihnen ihr Herz aus dem Leibe reißen wollen, über ihre zugestandene Verächtlichkeit sich noch lächerlich obendrein. Ebenso befinden die Schöngeister, welche über die Vertilgung der Liebe durch den Stoizismus Klage erheben, – da sie unter dieser Liebe keinesweges die Flamme der göttlichen Liebe, von welcher wir später reden werden, sondern nur die irdische Liebe und Neigung verstehen, – und welche glauben, daß deswegen, weil ein Kind, das unschuldig den kleinen Arm nach einem dargebotenen Leckerbissen ausdehnt, ein wehmütig rührender und darum gefallender Anblick ist, auch der Erwachsene, der auf dieselbe Weise sich beträgt, die moralische Billigung des ernsthaften Beurteilers fordern könne, und daß überhaupt dasjenige, was dem Zuschauer ein belustigendes ästhetisches Schauspiel zu geben vermöge, deswegen auch in sich edel und gut sei – diese, sage ich, befinden sich in der sonderbarsten Verwirrung aller Begriffe.

Soviel hatte ich in Beziehung auf Wohlsein über den zweiten Standpunkt der Weltansicht, welcher in dieser Beziehung nur negativ und bloße Apathie ist, zu sagen; und ich wollte dasselbe scharf und bestimmt herausheben, um durch diese Apathie, als das Zwischenglied Original: als dem Zwischengliede., das Gemeine von dem Heiligen zu sondern und eine unübersteigliche Scheidewand zwischen beiden zu befestigen. Worin diese Apathie beschränkt sei und wie sie eben darum zur Entwickelung eines höhern Lebens in der göttlichen Liebe hinauftreibe, davon in der folgenden Rede!

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