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Die Abenteuer des kleinen Walther

Multatuli: Die Abenteuer des kleinen Walther - Kapitel 35
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typefiction
authorMultatuli
titleDie Abenteuer des kleinen Walther
publisherVerlag von Otto Hendel
seriesBibliothek der Gesamt-Litteratur
year
firstpub
translatorKarl Mischke
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
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Ophelia kommt zu hohen Ehren, und eine Liebeserklärung kommt zu einem seltsamen Ende. Die Schule und das Leben Berufswahl.

Wenn der Leser an Effekt-Romane gewöhnt ist, wird es ihn gewiß befremden zu vernehmen, daß Walthers Besuch bei der Familie Holsma auf seine geistige Entwicklung großen Einfluß ausübte. Nicht sofort, aber es war ein Keim gelegt, der nicht erstickt werden konnte. Er sah nun doch, daß ein selbständiges Denken möglich war, wenn er sich auch den Genuß noch nicht gönnte. Und daß es andere Meinungen gab als die in seiner Umgebung, diese Erkenntnis war ein großer Fortschritt.

Vor allem drückte ihn sein Mangel an Kenntnissen. Jene Kinder wußten viel mehr als er, und das betrübte ihn.

Sie hatten von einem gesprochen, der sich vor Fußstapfen erschrak. Wer war das? Der arme Junge hatte nie von Defoes Einsiedler gehört. Er fragte Stoffel.

»Fußstapfen? Fußstapfen? Ja, du mußt mir sagen, welche Fußstapfen? Fußstapfen von wem, meine ich. Man muß immer Namen nennen, wenn man zu fragen hat.«

»Ganz recht,« sagte die Mutter, »wenn du was wissen willst, mußt du Namen nennen. Und Mevrouw machte den Salat selber zurecht? Das finde ich sonderbar. Na, das Mädchen wird ausgewesen sein.«

Von den Sonderbarkeiten, die auf kein günstiges Urteil zu rechnen hatten, war er still gewesen. Kein Wort von der Saturnalie! Nichts von dem unterlassenen Beten bei warmem Essen! Auch verschwieg er die Freiheit, mit der die Kinder sich bewegten und mit der sie am Gespräch teilnahmen. Es war vielleicht eine überflüssige Vorsicht: Bärenfellen verzeiht man viel.

Jüffrau Pieterse fragte wiederholt, ob er auch »anständig« gewesen wäre. Walther sagte ja, ohne recht zu wissen, was sie meinte. Die Geschichte mit dem Löffel? War das unanständig gewesen? Er wollte diese Entscheidung lieber nicht seiner Mutter überlassen. Aber nett war es von Sietske doch gewesen ... er hätte es auch gethan.

Er erfuhr, daß der Tag nahte, da seine Abwesenheit von Pennewips Schule ein Ende nehmen sollte. Mehr denn je fühlte er, daß diese Quelle der Weisheit nicht genügend war. An Widerstand war jedoch nicht zu denken. Er war unzufrieden mit sich selbst, mit allem! »Aus mir wird nie was Rechtes!« seufzte er.

Seine Lady Macbeth kam ihm häßlicher vor als jemals. Er zerriß sie. Und Ophelia?

O Himmel! den ganzen Tag hatte er nicht an Femke gedacht. Das kam ihm sehr schlecht vor. Etwa, weil sie bloß ein Wäschermädchen war und die Doktorkinder viel vornehmer?

Er nahm die erste Gelegenheit wahr, um seine Schuld loszuwerden. Denn eine Schuld war es, das fühlte er, und dies Gefühl gab ihm Mut. Mit seiner ausgetuschten Zeichnung in der Hand, trat er diesmal mutig an den wohlbekannten Zaun und klopfte an die Thür. Sein Herz pochte sehr, aber er mußte! Auf einmal stand er vor dem Mädchen. Die Herzensdame unseres Helden stopfte gerade Strümpfe. Es ist hart für den Schreiber, aber Walther machte sich nichts draus.

»Ah!« rief sie aus und reichte ihm die Hand.

»'s ist der junge Herr von damals,« sagte sie zu ihrer Mutter, für den Fall, daß sie sich nicht mehr erinnerte. »Der kleine Junge, der so krank gewesen ist. Und wie geht's jetzt? Du siehst blaß aus.«

»Setz dich, mein Junge. Ja, du siehst blaß aus. Gewiß von den Würmern.«

»Nicht doch, Mutter. Das Kind hat's Nervenfieber gehabt.«

»Na ja, Fieber. Ich will bloß sagen, daß es auch von den Würmern sein könnte. Gieb'm 'n Täßchen, Femke, und schenk'm ein. Kaffee kannst du wohl trinken. Sonst, wenn's von den Würmern ist ...«

Die Würmer der Frau Claus waren Walther mehr im Wege als ihre Strümpfe.

»Wo läßt deine Mutter waschen?« fragte sie. »Nicht, daß ich jemand rausbeißen will, bewahre, nee! ... aber wenn sie mit ihrer Waschfrau nicht zufrieden ist... 's kommt vor, verstehst du. Na, jeder ist sich selbst der Nächste, und ich empfehl' mich. Wenn Tintenflecke sind, die macht Femke raus, mit Kleesalz, weißt du. Und 's kommt nie 'n Stück weg ... ja, einmal ist's passiert, ein paar Stulpen, die haben wir ersetzt ... frag' Femke.«

Er hatte Femke eigentlich etwas anderes fragen wollen. Und sie verstand das wohl. Die Geschichte Aztalpas hatte ihre Spuren hinterlassen. Aber es ging Femke wie Walther mit seiner Umgebung. Sie konnte auch nicht sagen: Mutter, sprich doch peruanischer!

Sie fragte also, was die Rolle in seiner Hand bedeutete. Etwas verwirrt brachte Walther heraus, daß es ein Geschenk für sie war. Femke sagte, sie würde das Bild stets bewahren.

»Ja,« sagte die Mutter, »und die Kniffe mußt du ausplätten. Plätten thun wir auch, Jungchen. Wir bringen die Wäsche fix und fertig ins Haus, und keiner hat zu klagen. Kannst's deiner Mutter sagen. Da dein Kragen ... der ist nicht gut geplättet. Ist auch lodderig geblaut ... frag' nur Femke. Femke, ist's nicht streifig?«

Sieh da – sein Kragen lodderig geplättet? und streifig? Und das hatte die überkluge Petro gemacht. Auch hier Unterschiede in Auffassung und Methode? Und auch darin war die Tradition des Pieterseschen Hauses nicht alleinseligmachend?

Aber Femke saß auf Kohlen. Sie dachte nach, wer Ophelia war, und machte Versuche zu einem anderen Gespräch. Endlich schlug sie einen Weg vor. Es müßte durchaus etwas besorgt werden, sagte sie, und »der junge Herr könnte sie ein Endchen begleiten.«

»Meinetwegen,« sagte die Mutter.

Das junge Paar zog ab.

Femkes Besorgungen schienen wenig Eile zu haben. Sie schlug mit Walther einen der Wege ein, die in der Umgebung Amsterdams schlechthin »die Wege« genannt werden und die auch weiter nichts sind. Wer da spazieren geht, muß schon eine Menge von Eindrücken mitbringen, um sich nicht zu langweilen.

Nun, daran mangelte es nicht. Walther hatte Femke so viel zu sagen, daß er fast nicht sprechen konnte. Und auch sie hatte mehr an ihn gedacht, als sie selbst sich eingestehen wollte, und mehr, als er ahnen konnte. Sie begann damit, daß sie ihrer Mutter von dem unfreundlichen Empfange bei den Seinen nichts erzählt habe, weil sie nicht wollte, daß ihre Mutter ...

»O, Femke, du dachtest also daran, daß ich kommen würde?«

»Ja.« sagte sie stockend, aber doch mit einer Schnelligkeit, die Walther in Entzücken versetzte. »Ja, ich dachte wohl, dich wiederzusehen. Und ich habe eine Messe für deine Genesung lesen lassen,«

»Wirklich?« fragte Walther, der kaum wußte, was das bedeutete. »Das hast du für mich gethan?«

»Ja, und gebetet auch. Ich wäre sehr traurig gewesen, wenn du gestorben wärst. Denn ich glaube, daß du ein guter Junge bist.«

»Ach, ich hätte früher kommen sollen! Und ich wollte auch, aber ... Femke, ich traute mich nicht.«

Er erzählte, wie er am Sonntag in ihrer Nähe gewesen war. Das Mädchen schrieb seine Schüchternheit der Scheu vor ihrer Mutter zu.

»Weißt du, meine Mutter ist eine sehr gute Frau. Sie thut keinem Menschen etwas Böses, aber ... du verstehst wohl. Sie kommt nicht viel unter Menschen. Ich komme besser in der Welt zurecht, weil ich Kindermädchen gewesen bin, so drei Wochen lang. Zur Aushilfe, weißt du, für ein wirkliches Kindermädchen war ich noch zu jung, 's war bei 'ner Verwandten von uns, wo das Mädchen krank war, denn wir sind eigentlich von besserer Familie. Aber das macht ja nichts. Sag' mir lieber, bist du nun wieder ganz gesund?«

Walther erzählte nun von seiner Krankheit, und bald kam er unwillkürlich auf die Sache, die ihn am meisten quälte, seine mangelhaften Kenntnisse.

»Alle Kinder verstehen französisch, aber auf unserer Schule wird's nicht gelernt. Und wer kein Französisch versteht, kann niemals ein großer Mann werden.«

»O, das glaub' ich nicht. Der Kaufmann in der Molstraat hat drei Häuser, und ich weiß gewiß, daß er kein Wort Französisch versteht.«

Walther hatte Mühe, ihr auseinanderzusetzen, daß er etwas anderes meinte als den Besitz von drei Häusern, wenn ihm das auch nicht gerade schlecht schien.

»Ich möchte gern ... verstehst du ... so gern .. ja, wie soll ich sagen? Ich möchte ...«

Die afrikanische Herrschaft schwebte ihm auf der Zunge. Aber er hatte nicht den Mut, seine Träume in Worten auszudrücken.

»Du weißt, Femke, daß wir hier in Europa wohnen. Nun, da unten, im Süden, weit weg, weit ... ich will dir's aufzeichnen. Wir können uns hier ein bißchen hersetzen, dann will ich dir ganz genau erklären, was ich meine.«

Er führte das Mädchen auf einen Stapel gesägter Planken, und dort nahmen sie Platz, nachdem er ein paar Zweige aufgelesen hatte, die ihm als Zeichenstift dienen sollten. Und nun malte er im Sande umher.

»Das ist Europa. Die Erde ist rund ... das heißt, sie besteht aus zwei Hälften ... wie Pfannkuchen. Siehst du, 's sieht aus wie 'ne Brille. Na, mit der einen haben wir nichts zu thun, 's ist Amerika ... kannst ruhig den Fuß rausstellen. Hier wohnen wir ... da ist England ... und hier ist Afrika. Die Menschen da sind ... uncivilisiert. Sie können nicht lesen und tragen wenig Kleider. Wenn aber 'n Reisender kommt, behandeln sie ihn sehr freundlich ... 's steht im Buch. Da will ich hingehen und alle die Menschen lesen lehren, und ihnen Kleider geben und sorgen, daß im ganzen Lande kein Unrecht geschieht. Und dann wollen wir ...«

»Ich auch?« fragte Femke erstaunt.

»Na gewiß! Ich wollte dich fragen, ob du mitkommen willst. Wir werden Mann und Frau sein. Verstehst du, wenn ich König werde in dem Lande, dann wirst du ...«

»Ich? Königin?«

Sie lachte. Unwillkürlich aufstehend, zertrat sie alle die Königreiche, die ihr Walther eben zu Füßen gelegt hatte.

»Aber – willst du denn nicht meine Frau werden?«

»Aber nein, Junge! Ich weiß nicht, wo du den Unsinn her hast. Du bist doch noch ein Kind!«

»Willst du dann warten, bis ich groß bin? Willst du mich zu deinem Freunde annehmen?«

»Gewiß! Aber du mußt nicht an solchen Unsinn denken. Nicht, daß du später nicht sollst nach Afrika gehen. Warum nicht! Es gehen viele Menschen auf Reisen. Bei uns auf dem Weg wohnte früher 'n Zimmermann, der ist mit seiner ganzen Familie nach Haarlem. Aber ... heiraten!«

Wieder lachte sie. Walther machte es Schmerz. Der arme Bursche traf es schlecht mit seiner ersten Liebeserklärung, Plötzlich wurde das Mädchen ernst.

»Ich glaube, daß du 'n guter Junge bist, und ich halte viel von dir ...«

»Und ich!« rief Walther, »Femke, ich habe immer an dich gedacht ... in meiner Krankheit ... wenn ich denken konnte. Denn ... im Fieber ... ich weiß nicht, an was ich im Fieber gedacht habe ... aber ich denke, 's wird an dich gewesen sein! Und mit dem Bilde, das ich für dich austuschte, hab' ich gesprochen, als ob du es wärst. Und das Bild antwortete und sah dir so ähnlich. Und dann hieß ich Kusco und Telasco und du warst Aztalpa, die Tochter der Sonne. Sag', Femke, darf ich dein Freund sein?«

Das Mädchen dachte einen Augenblick nach, und sie fühlte wohl in ihrem unverdorbenen rein menschlichen Herzen den Trieb, etwas Gutes zu thun. War sich das siebzehnjährige Mädchen des Einflusses bewußt, den Walthers Kindesgemüt auf sie ausübte? Wohl kaum. Aber sie wollte ihm eine weniger kränkende Antwort geben.

»Gewiß, gewiß sollst du mein Freund sein. Aber ... aber ...«

Sie suchte einen Vorwand, ein Hindernis, das ihn nicht verwundete und doch auf den Altersunterschied zurückführte. Er war gewachsen in seiner Krankheit, gewiß ... aber doch ... sie hätte ihn auf den Arm nehmen können, ihn, der davon träumte, sie aus einer Feuersbrunst zu retten.

»Mein Freund ... ja ... aber dann mußt du alles thun, was ich verlange.«

»Alles, alles, alles! Sag' schnell, was ich für dich thun kann!«

Es war für das Mädchen peinlich. Sie wußte nicht, was sie verlangen sollte. Aber sie war nun genötigt, etwas zu nennen. Also denn, sie hatte immer gehört, daß fleißig lernen für Kinder nützlich ist. Wenn sie ihn dazu anspornte?

»Hör' mal, Walther, ich habe aus Spaß meiner Mutter erzählt, daß du der Beste in der Schule bist.«

»Ich?« rief Walther ganz verblüfft.

»Mach, daß du in drei Monaten der Erste in der Schule bist,« sagte Femke, die nicht wußte, was für ein Sarkasmus dem Welteroberer gegenüber in ihren Worten lag. »Siehst du, sonst könnte meine Mutter merken, daß ich über dich gespottet hätte, und das möchte ich nicht. Wenn du dafür sorgst, daß das geschieht ...«

»Ich will es thun, Femke!«

»Dann geh' also nach Hause und fange gleich an!«

So schickte sie ihn weg. Beim Abschied fand sie plötzlich, daß er zu groß geworden war, um ihn zu küssen. Und als ein paar Stunden später Pater Jansen zu ihrer Mutter kam und so nebenbei die Zeichnung sah – er sagte, Ophelia bedeute auf holländisch so viel wie Flora, die in alten Zeiten die Schutzheilige von Rosen und Vergißmeinnicht gewesen wäre – da, da wurde in Femkes Augen Walther auf einmal wieder ein ganz kleines Kind. Daß er noch in der Wiege läge, konnte sie ja wohl nicht sagen, aber doch immerhin:

»Ach, das Bildchen ist von einem kleinen Jungen, von einem ganz kleinen Jungen. Er wird so zehn Jahre alt sein, oder ... neun. Ja, älter als neun wird er gewiß nicht sein!«

»Bist du närrisch, Mädchen!« rief die Mutter. »Der Junge ist fünfzehn!«

»Ja, richtig, fünfzehn ... oder so. Ich will bloß sagen, daß er noch 'n Kind ist.«

Sie steckte Ophelia in einen verborgenen Winkel. Frau Claus und Pater Jansen haben die neue Ausgabe der alten Blumengöttin nicht wieder gesehen.

»Femke, ich will es thun!« hatte Walther gesagt.

Es war wirklich Hoffnung, daß er nun etwas flotter lernte, nun Pennewips Schulweisheit Femkes Farben tragen sollte. Walther verstand wohl, daß sie mit dem verlangten Minnedienst eigentlich seinen eigenen Vorteil im Auge hatte. Aber auch diese Absicht war liebevoll – und wie hätte es ihm gestanden, wenn er nach allem Vorhergegangenen geantwortet hätte: Alles, bloß das nicht!

Natürlich hätte er seiner Dame lieber in abenteuerlichen Fahrten gedient. Aber man kann sich die Heldenthaten nicht wählen. Auch Herkules und Sankt Georg hätten sich heutzutage mit Miniaturdrachen begnügen müssen.

Jedenfalls, Walther packte seine Arbeit ernsthaft an. Er studierte seinen »Ippel«, seinen »Strabbe«, seine »Vaterländische Geschichte«, sogar die »Geschlechtsliste der Gegenstandswörter« und was sonst dazu gehört, um ein braver Niederländer zu werden. Und selbst das gab ihm etwas von der Poesie, um die ihn andere Herkulesse hätten beneiden können.

Turniergeschichten hatte er noch nicht gelesen. Keine Zauberin gab ihm einen gefeiten Panzer. Keine Minerva heftete ihm das Medusenhaupt an den Schild ... nichts von alledem ... aber doch ... Schlachterskeesje konnte aufpassen!

Zu Walthers Ehre muß ich sagen, daß er den Gegner ritterlich warnte.

Und wirklich, nach drei Monaten war er der Erste in der Klasse. Pennewip selbst fühlte sich genötigt, einzusehen:

»Es ist befremdend! Man könnte auch sagen: es ist ... verwunderlich, ja sogar in gewissem Sinne: beispiellos, oder ... ohne Beispiel!«

Die Folge war zu Hause eine große Beratung über Walthers Zukunft. Schriftsetzer wollte er nicht werden, und auf die See – ihm hätte es wohl gepaßt, aber die Mutter mochte nichts davon wissen. Auch Stoffel hatte dagegen einzuwenden, daß man meist junge Leute zur See schicke, die zu Lande nichts getaugt hatten. So verflogen Walthers Welteroberungspläne.

Er selbst hatte wieder keine Lust zu den glänzenden Laufbahnen, die man ihm vorschlug. Er wollte kein Schulmeister werden, kein Schuster, kein Advokatenschreiber, kein Apothekerjunge, kein Ladenschwengel ...

Nach einem großen Rate, bei dem alle Autoritäten gehört worden waren, kam endlich Stoffel zu dem Beschlusse, »daß Walther besondere Anlagen für den Handel hatte.« Und Jüffrau Pieterse gab ihm darin vollkommen recht.

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