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Deutsche Mythologie

Brüder Grimm: Deutsche Mythologie - Kapitel 65
Quellenangabe
typeXXXXXXXXX
booktitleDeutsche Mythologie
authorJacob Grimm
year1992
firstpub1835
publisherDrei Lilien Verlag
addressWiesbaden
isbn3-922383-68-8
titleDeutsche Mythologie
pages1552
created20091202
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Beschwörungen.

I. ags. segensformel gegen stichschmerz. Harley ms. no. 585. fol. 186 (mitgetheilt von Price). s. myth. 2, 1039.

II. ags. segen zur fruchtbarmachung der äcker. Oxford ms. no. 5214 (Jun. 103). s. myth. 2, 1033.

III. exorcismus ad pecudes inveniendas.III. IV. aus Wanleys catalog 114. 115 (vgl. 110b. 186a. 198b. 275a) verbessert nach Kembles abschriften. Noch viele andere ags. beschwörungen wären aus hss. zu gewinnen, die Wanley p. 44. 83. 223. 231. 232. 234. 247. 304. 305 anzieht.

Ne forstolen ne forholen nân uht thäs dhe ic âge ne mâ the mihte Herod urne drihten. ic gethohte sce Eád Elênan and ic gethohte Crist on rôde 493 âhangen. svâ ic thence this feoh tô findanne, näs tô othfeorganne and tô vîtanne. näs tô othvyrceanne and tô lufianne. näs tô odhlædanne. Gârmund godes dhegen find thät feoh and fâre thät feoh. and hafa thät feoh and heald thät feoh and fêre hâm thät feoh. thät he næfre näbbe landes thät he hit odhlæde ne foldan thät hit odhfêrie ne hûsa thät he hit odhhealde. gif hit hvâ gedô ne gedige hit him næfre binnam thrim nihtum. cunne ic his mihta his mägen and his mihta and his mundcräftas. eall he veornige svâ er vudu veornie, svâ bredhel theo svâ thistel. se dhe his feoh odhfergean thence. odhdhe dhis orf odhehtian dhence. amen.

This man sceal cvedhan dhonne his ceápa hvilcne man fosrtelenne. cydh ær he ænig other vord cvedhe. Bethlem hâttæ seo burh dhe Crist on geboren väs. seo is gemærsôd ofer ealne middangeard. svâ dheos dæd vyrthe for mannum mære. per crucem xpi. and gebide the thonne thriva eást and cvedh thriva † xpi ab oriente reducat. and thriva vest and cvedh. crux xpi ab occidente reducat. and thriva sûth and cvedh thriva crux xpi a meridie reducat. and thriva north and cvedh crux xpi. abscondita sunt (? fuit) et inventa est. Judeas Crist âhengon. gedidon him dæda thâ vyrstan. hælon thät hi forhelan ne mihton. svâ næfre theos dæd forholen ne vyrthe. per crucem xpi. Gif feoh sy undernumen. gif hit sy hors sing on his feotere odhdhe on his bridel. gif hit sy odher feoh. sing on thät hofrec and ontend dhreo candela. and drŷp on thät ofrec veax thriva. ne mäg hit the manna forhelan. gif hit sy inorf sing on feover healfa thäs hûses and æne on middan. crux xpi reducat. crux xpi per furtum periit inventa est. Abraham tibi semitas vias montes concludat Job et flumina Isac tibi tenebras inducat. Jacob te ad iudicium ligatum perducat.

IV. segnung.

Ic me on thisse gyrde belûce and on godes helde bebeode vidh thane sâra sîce vidh thane sâra slege vidh thane grymma gryre vidh thane micela egsa the bidh æghvam lâdh and vidh eal thät lâdh the in tô lande fare. sigegealdor ic begale. sigegyrd ic me vege, vordsige and veorcsige. se me dege ne me merne gemyrre. ne me maga ne gesvence. ne me næfre mînum feore forht ne gevurdhe. ac gehæle me älmihtig and sunu frôfregâst ealles vuldres vyrdig drihten. svâsvâ ic gehŷrde heofna scyppende Abrabame and Isace and svylce men Moyses and Jacob and Davit and Josep and Euan and Annan and Elizabet Saharie and ec Marie môdur xps. and eác thæ gebrôdhru Petrus and Paulus and eac thûsend thira engla. clipige ic me tô âre vidh eallum feondum. hi me fêrion and fridhion and mîne fêre nerion. eal me gehealdon, men gevealdon. vorces stîrende sî me vuldres hyht. hand ofer heáfod hâligra rôf sigerôfra sceote sôdhfästra engla biddu ealle blîdhu môde thät me beo hand ofer heáfod. Matheus helm. Marcus byrne leoht lîfes rôf. Lucas mîn svurd scearp and scîrecg. scild Johannes vuldre gevlitegôd. vega Seraphin. fordh ic gefare. frind ic gemête. eall engla blæd. eádiges lâre. bidde ic nu god sigere godes miltse sidhfät gôdne. smylte and lihte vind veredhum vindas gefran circinde väter simblige häledhe vidh eallum feordum. freond ic gemête vidh thät ic on this älmihgian (sic) môte belocun vidh thâ lâdhan. se me lifes eht on engla blâ blæd gestathelôd and inna hâlre hand hofna rîces blæd thâ hvîle the ic on this lîfe vunian môte. amen.

V. adjuratio contra grandinem (münchner hs. des 11 jh., cod. tegerns. 372).

Signo te aer in nomine domini . . . . adjuro te diabole et angelos tuos . . . . adjuro vos . . . ut non feratis grandinem neque aliquam molestiam in terminum istum, et non habeatis dicere coram deo, quia nemo vobis contradixerit. contradicat vobis deus et dei filius, qui est initium omnium creaturarum. contradicat vobis sancta Maria . . . . . adjuro te Mermeut, cum sociis tuis, qui positus es super tempestatem, per illius nomen te adjuro, qui in principio fecit 494 coelum et terram. adjuro te Mermeut per illius dexteram, qui Adam primum hominem ad imaginem suam plasmavit. adjuro te Mermeut per Jesum Christum filium dei unicum . . . . conjuro te daemon et satanas . . . . te conjuro, ut non habeas hic potestatem in isto loco vel in isto vico nocere nec damnum facere, nec tempestatem admittere nec pluviam valentissimam iacere etc.

In dem deutschen wettersegen einer späteren münchner hs. (Cgm. 734. f. 208): ich peut dir Fasolt, daß du das wetter verfirst (wegführest) mir und meinen nachpauren ân schaden.

VI. (aus cod. vindob. theol. 259.) s. myth. 2, 1032.

(auf des blattes rechter seite unten): Petrus Michahel et Stephanus ambulabant per viam. sic dixit Michahel. Stephani equus infusus. signet illum deus. signet illum Christus et erbam comedat et aquam bibat.

VII. contra malum malannum (aus einer bonner hs. von 1070 bis 1090 in Wackernagels wessobr. gebet 67–70).

cum minimo digito circumdare locum debes ubi apparebit, his verbis. ich himuniun dih suam pî gode jouh pî christe. tunc fac crucem per medium † et dic: daz tû niewedar ni gituo noh tolc noh tôt houpit. item adjuro te per patrem et filium et spiritum sanctum ut amplius non crescas sed arescas.

VIII. (cod. vindob. R. 3282 fol. 32. 12 jh.)

Dere hêligo Christ was geboren ce Betlehêm,
dannen quam er widere ce Jerusalêm,
dâ wart er getoufet vone Johanne
in demo Jordâne,
duo verstuont der Jordânis fluz
unt der sîn runst.
alsô verstant dû bluotrinna
durch des heiligen Christes minna,
dû verstant an der nôte
alsô der Jordan tâte
duo der guote sce Johannes
den heiligen Christ toufta.
verstant dû bluotrinna
durch des heiliges Christes minna.

VIIIb. reisesegen (Diut. 2, 70).

Ic dir nâch sihe, ic dir nâch sendi mit mînen funf fingirin funvi undi funfzic engili. got dich gisundi heim gisendi, offin sî dir daz sigidor, sami sî dir daz slegidordas thor der flut, vgl. egidor s. myth. 1, 198. (s. l. für selgidor, oder sældedor?) bislozin sî dir daz daz wâgidor, sami sî dir daz wâfindor.vgl. MS. 2, 198b: der fröiden tor ist zuo getân. des guotin sandi Uolrichis segin vor dir undi hindir dir undi obi dir undi nebin dir sî gidân, swâ dû wonis undi swâ dû sîs, daz dâ alsi guot fridi sî, alsi dâ wæri, dâ mîn frauwi sandi Marîe des heiligin Cristis ginas.

IX. aus einem engelberger cod. (Diut. 2, 293).

Herre sce Michahel hiute wistu N. sîn schilt und sîn sper. mîn frouwa sca Maria sî sîn halsperge. hiute muoze er in deme heiligin fride sîn, dâ got inne wâre, dô er in daz paradîse châme. Herre got dô muozist in bescirmin vor wâge und vor wâfine, vor fiure, vor allen sînen fîandin gesiunlichen und 495 ungesiunlichen. er muoze alse wol geseginôt sîn sô daz heilige wizzôt wâre, daz mîn herre sce Johannes mîme herrin dem almehtigen gote in den mund flôzte, dô ern in deme Jordâne toufte. amên.

In nomine domini. daz heilige lignum domini gisegine mich hiute, undenân und obenân, mîn bûch sî mir beinîn, mîn herze sî mir stâhelîn, mîn houbet sî mir steinîn. der guote sce Severîn der phlege mîn, der guote sce Petir unde der guote sce Stephan gesegineigin mich hiute for allir mînir fîande gewâfine. in nomine dei patris et filii et spiritus sancti. alse milte und alse linde muozistu hiute sîn ûfin mîme lîbe swert und aller slahte gesmîde, sô mîner frouwun sce Mariun sweiz wâre, dô si den heiligin Crist gebâre. pater noster.

X. aus einer münchner hs. (Hoffm. fundgr. 343).

Ich slief mir hiute suoze
datz mînes trehîins fuozen.
daz heilige himelchint.
daz sî hiute mîn frideschilt.
das heilige himelchint bat mich hiut ûf stân,
in des namen und gnâde wil ich hiut ûf gân,
und wil mih hiute gurten
mit des heiligen gotes worten,
daz mir allez daz holt sî
daz in dem himel sî,
diu sunne und der mâne
und der tagesterne scône.
mîns gemuotes bin ih hiute balt,
hiute springe ih, hêrre, in dînen gewalt.
sant Marîen lîchemede
daz sî hiute mîn fridhemede.
aller mîner viende gewâfen
diu ligen hiute unde slâfen
und sîn hiut alsô palwahs
als wære mîner vrouwen sant Marîen vahs,
dô si den heiligen Christum gebære
und doch ein reiniu mait wære.
mîn houpt sî mir hiute stælîn,
deheiner slahte wâfen snîde dar în.
mîn swert eine wil ih von dem segen sceiden,
daz snîde und bîze allez daz ih ez heize,
von mînen handen
und von niemen andern;
der heilige himeltrût
der sî hiute mîn halsperge guot.

XI. Tobias reisesegen (braunschw. nachr. 1755 p. 321. Hoffm. fundgr. 261. die vier ersten zeilen ergänzt).Eschenburgs denkm. p. 279. Tobias segen sprechen. H. Sachs. 1, 439d.

Der guote hêrre sante Tobîas,
der gotes wîzage was
sînen lieben sun er sande
sô verre in vremdiu lande.
Sîn sun was ime vile liep,
unsanfte er von ime schiet,
umbe in was im vil leide,
er sande in uber vierzec tageweide.
Er sprach: der got der vor niemen verborgen ist, 496
und des eigen schalc dû bist,
der an niemanne wenket,
die armen vil wol bedenket,
der müeze dich hiute behüeten
durch sîne vaterlîche güete
über velt, durch walt
vor aller nœte manecvalt
vor hunger und gevrœrde.
got müeze mîn gebete erhœren,
sô dû slâfest oder wachest
in holze oder under dache.
dîn vîende werden dir gevriunt,
got sende dich heim vil wol gesunt
mit vil guotem muote
hin heim zuo dînem eigenguote.
gesegenet sî dir der wec
uber strâze und uber stec,
dâ vor und dâ hinden
gesegenen dich des hêrren vünf wunden.
ietweder halben dar en eben
gestê dir der himelische degen.
in gotes vride dû var,
der heilige engel dich bewar.
der lîp sî dir beinîn,
ez herze sî dir steinîn,
ez houbet sî dir stæhelîn
,
der himel sî dir schiltîn,
diu helle sî dir vor versperret,
allez übel sî vor dir verirret,
ez paradîs sî dir offen,
alliu wâfen sî vor dir verslozzen,
daz si daz vil gar vermîden,
daz dich ir dekeinez steche noch ensnîde.
der mâne und ouch diu sunne
diu liuhten dir mit wunne.
des heiligen geistes siben gebe
lâzen dich mit heile leben.
der guote sante Stephan
der alle sîn nôt überwant,
der gestê dir bî
swâ dir dîn nôt kunt sî.
die heiligen zwelf boten
die êren dich vor gote,
daz dich diu herschaft gerne sehe.
allez liep müeze dir geschehen.
sante Johannes und die vier êvangeliste
die râten dir daz beste,
mîn frouwe sante Marîe
diu hêre unde vrîe.
mit des heiligen Kristes bluote
werdest dû geheiliget (ze guote),
daz dîn sêle (sô dû sterbest)
des himelrîches niht verstôzen werde
nâch den weltlîchen êren.
got gesegne dich dannoch mêre.
sante Galle dîner spîse pflege,
sante Gêrtrût dir guote herberge gebe.
sælec sî dir der lîp,
holt sî dir man unde wîp,
guot rât dir iemer werde,
daz dû gæhes tôdes niene ersterbest.
Alsô segente der guote
Santobîas sînen sune
und sande in dô in ein lant,
ze einer stat, diu hiez ze Mêdiân,
diu burc diu hiez ze Râges:
sît wart er vil frô des.
.   .   .   .   .   .   .   .   .   .   .   .  
got sande in heim vil wol gesunt
mit vil guotem muote
hin heim ze sînem eigenguote.
Also müezest dû hiute gesegenet
des helfen hiute die heiligen namen drî,
des helfe hiute diu wîhe,
mîn liebe vrouwe Marîe,
des helfen mir alliu diu kint,
diu in dem himelrîche sint,
und der guote Santobîas
und sîn heiliger trûtsun. amen.

XII. gebet und segen. (aus einer hs. von 1347 zu Sant Paul im Lavantthal.)XII. XIII. XIV mitgetheilt von Hoffmann.

Darnach dise nachgende gebette, daz soltu dristunt sprechen in eim gadem, da dich niemen irre, so kument darm engel und sagent dir daz du fragest.

Der heilig Crist vuor von himele mit engeln manegen, do fuort er an sinen henden ein fronesbilde, under einem boume er geraste, do entslief er so vaste. do komen die leidigen diebe und verstalen im sin frones bilde. do er erwachte trurete er so vaste, do sprach diu genedige min frowe sant Marie, des sol guot rat werden, wir sulen uf diser erden von dem heiligen kinde daz dink noch hinaht vinden.

Sabaoth herre, ich bitte dich durch din einborn sun Jesum Christum daz du vergebest mir min sünde und gib mir ein guot ende. Jesu Crist des waren gotes sun du bist. ich bit dich und man dich daz du dis dinges verrihtest mich. Disen selben segen maht du ouch sprechen, so dir oder eim andern diner guten fründen üt verstolen wirt, daz gar schedelich si und redelich, nüt umb kleine üppig sache, nuwent da ez noturftig und redelich si, wande so di segen ie edeler und ie besser sint, ie minre sü helfent da man sü bruchet unnotdurfteclich.

XIII. beschwörung der gicht. (hs. zu Göttweich v. 1373.)

Ich virbeden dir gycht bi der heylgir wandillungin. vnd bi den heylgin V wunden. vnsers herren iesu christi vnd bi deme bluode dat gote vyt sinen V wunden ran vnd bi dem erstin menschin dat got vf erden. ye gemacht oder ye liz geborren werden. Ich virbeden dir bi den drin nagelin. de gode durch sine hende vnd durch sine vuzse wrde geslagen. ich virbeden dir bi den vyer hulden de da stuonden vf zweyn vuozsin vnd sprachin vys zweyir muodir libe wer si bede van rechtir lybden vmme allis dat mogelich is des wulden si in geweren. dat was Maria godis muodir vnd was iesus christus vnd was min frauwe sancte Elsebe vnd was myn herre sancte johannes der deufir. ich virbeden dir bi deme bebinden vrdeil das got wil gebin ubir mich vnd ubir alle doden vnd lebenden. ich virbedin dir bi deme fronen cruce vnsers herren iesu christi da he de martil ayn leyt. durch mich vnd alle cristeneyt. ich virbedin dir bi der gotligir kraft de da ist in hymil vnd in erden dat du mir godes knegthe nyt in schades an allen minen glederen an haubde an hirne an augen an cenden. an armen an henden. an vingeren an rippen an rucke an lenden an huffin an beynen an vuozin an cein an 498 aderen noch an allen. da ich mich mach keren oder wenden. des helfe mir de godis kraft. und dat heylge graf. da got selve inne lach. da herbebede allit dat da was. Pylatus sprach hais du gesugthe odir gegichte? neyn ich inhan sin nyt. it sy vrauwe oder man der düse wort ubir yme dreyt der sal sigchir sin dat in de geychte nummer gelemen kan. Ich geleufe dat keyn wif noch keyn man. der düse wort ubir sprechen kan. want der sunder an deme cruce genade gewan. de mach mich godis knegt N. gesunt an selen und an libe as Maria was. do si irs lieben kyndis genas. amen.

XIV. hirtensegen s. myth. 2, 1037.

XV. segen gegen den blasenden wurm. (cod. pal. 367, 173b.)

Dis ist eyn guter seyn vor den blasinden worm. der gute herre senthe Iob der lak in deme miste. her clagete deme heilge Criste. wi syn gebeyne. essen die worme cleyne. do sprach der heilge Crist. wen nymandt besser ist. ich gebite dir worm du siest wies adir swartz geel adir gruene adir roet. in desir stundt siestu in dem pferde toet. in gotis namen amen. nota. man sa das pferdt nennen alz is geharet is (vgl. XXXV). Dis ist eyn gutir seyn vor den pirczil.bürzel, gunbirzel. Frisch 1, 157c. 383a. Horestu worm yn fleische und in beyne. vornem was das heilge euangelium meyne. du seist weis swartz adir geel grüne adir roet. der gebutet myn herre senthe Iob in desir stunt siestu in desem pferde toet. in gotis namen amen. nota. man sal deme pferde treten uf den vorderfuß und sal ym runen in das rechte oer desen segn. (vgl. RA. 589.)

XVI. beschwörung eines zauberpferdes. (cod. pal. 212, 45b.)

Wiltu machen ein pferd das dich trag wo du wilt so nymb ein plut von einer fledermaus. wen es dan nacht ist. so gang zu eimem haus heimblich an das ende sin. und schreib an die haustur und die . . . in namen omnii. geapha. diado. wen du si geschriben hast so gang dan ein weil und kom dan herwider so findestu ein ros bereit mit satl und mit zaum und mit allem gezeuge. wan du dan uf das ros wilt sitzen, so tritt mit dem rechten fuß in den linken stegreif und sprich die beschwerung. Ich beschwer dich ros bei dem vater und bei dem sone und bei dem heilgen geist und bei dem schepfer himelreichs und erdreichs der alle ding aus nicht gemacht hat. ich beschwer dich ros bei dem lebendigen got und bei dem waren got bei dem heiligen got das du an meinem leib noch an meiner sel noch an meinen glidern nit geschaden mugst noch mit keinerlei hindernus. so sitz frolich uf das pferd und solt dich nit segen und forcht dich nit. wan du komst an di stat do du gern werest, so nymb den zaumb vnd grab in under die erden. wan du das ros wilt haben, so nymb den zaumb und schutel in vast so kumbt das ros. so beschwer es aber als vor und sitz doruff und rit wo du wilt und lug das du den zaumb wol behaltest. verleurstu den zaumb so mustu das pferd wider machen.vgl. Hartlieb oben s. 426 wie bei zauberpferden an zaum und gebiß gelegen sei lehrt die geschichte des königs Beder (1001 nuits. Paris 1806. 4, 445. 449. 1001 nacht. Bresl. 1825. 6, 167. 171).

XVII. beschwörung des zaunsteckens.XVII–XXXVII aus Mones anz. 1834 p. 277 ff. in dem selben anzeiger 1834. 46 ein wundsegen und blutsegen aus einer wolfenb. hs. und 1833. 234 und 1837. 464 ein segen gegen beschreien und einige gegen feuer.

Geh zu einem zaunstecken und sprich: zaunstecken ich weck dich! mein lieb das wolt ich. ich beger vil mer dan aller teufel her. her zu mir so rür ich dich zaunstecken. alle teufel müssen dich wecken. und füren in das 499 haus. do mein lieb get in und aus. das du müssest faren in die vier wend. wo sich mein lieb hin ker oder wend. es ist aller eren wol wert. ich send ir einen bock (zum pfert). Ich ruf euch heut alle gleich. bei den drei negeln reich. und bei dem rosenfarben blut. das gott aus seinen heiligen wunden floß. ich beut euch teufel her. ir bringet zu mir mein lieb N. her. zwischen himel und erden. das es nit berür die erden. fürt es ob allen baumen her. als man Maria thet do si fur in ires kindes reich. Und nim die caracteres alle zu dir und blas dreimal auf die hant und schlage dreimal gegen in so mügen sie dir nit geschaden.

XVIII. gegen wölfe und reißende thiere.

Christ sun gieng unter thür, mein frau Maria trat herfür: ›heb uf Christ sun dein hand und versegen mir das viech und das land, das kein wolf beiß und kein wulp stoß, und kein dieb komm in das gebiet. Du herz trutz markstein hilf mir das ich kom gesunt und gevertig heim!‹ vgl. XLb.

XIX. ein segen das die wolf das viech nit essen.

Ich beschwer dich wolfzan bei dem vil heiligen namen und bei dem vil heiligen barn, den unser liebe frau trug an irem arm, das du noch alle dein genoßen das viech nit beißen noch stoßen. es muß dis nacht sein als war und als vast, als das heilig paternoster was, das got aus seinem munde sprach.

XX. segen zum ausgang.

Hude wil ich uf sten, in den heilgen friden wil ich gen. do unser liebe fraue in gieng, do sie den heilgen Crist inphieng. noch hute will ich mich gorten mit den heilgen funf worten, mit den heilgen sigeringen, mit allen guten dingen. allez daz dages alt sy daz sy mir holt, unser lieben frauwen zunge sy aller miner fiende münde. amen.

XXI. segen zur fahrt.

Ich dreden hude uf den phat, den unser herre Jesus Cristus drat, der si mir also süß und also gut. nu helfe mir sin heilges rosefarbes blut und sin heilge funf wunden, das ich nimmer werde gefangen oder gebunden. von allen minen fienden mich behude, daz helfe mir die here hude, vor fließen, vor swerten und vor schießen, vor aller slacht ungehüre, vor schnoder gesellschaft und abentüre; das alle mine bant von mir enbunden werde zu hant, also unser here Jesus inbunden wart, do er nam die himelfart.

XXII. ain schöner segen alle sebtemer zu thun.

am mantag vor der fronfasten. der mantag ist kräftiger dan die fronfasten vor aufgang der sonnen, unbeschrauen. sprich also:

Hier ein in dese hofstat gehe ich nein, solche land beschließt got mit seiner aignen hand, er beschließt sie also fest wol mit dem süßen Jesu Crist, disen gibel oben und disen gibel unden. diser gibel unden der ist mit engeln uberzogen verbunden. Feuer vom dach, dieb vom loch, rauber vor der thür! unser liebe frau trit heut selbst darfür, das avemaria sei vor der thür, das paternoster der rigel darfür, und was der lieb h. Lorenz hat gegert, das hat der heilig Crist bewert, das niemant stärker ist dan der heilig Crist, der gehe herein und nemb was hier innen ist. im namen † † † amen. 15 pat. 15 ave und credo.

XXIII. für den hagel.

Item mach den pfeil auf die erden gegen dem wetter oder auf ein deller und setz in gegen dem wetter und nim ein weichbrun, und spritz dreu kreuz 500 gegen dem wetter im namen u. s. w. und sprich: Ich peut dir schaur und hagl in der kraft der heilgen drei nagl, die Jesu Cristo durch sein heilge hend und fuß wurden geschlagen, er du kumbst zu der erd, das du zu wind und wasser werd. Im namen etc. mach dreu kreuz mit dem weichbrun gegen das wetter.

XXIV. feuerbeschwörung.

wellent ir feuer leschen, so sprechent wie hernach folgt; auch das ir ain prant von demselbigen feuer in der hand habt, wo aber solliches nit beschehn möcht, sol es dannacht mit andacht gesprochen werden: Unser lieber herr Jesus Cristus gieng uber land und er fand einen riechenden prant, den hueb er uf mit seiner gotlichen hant und gesegent disen riechenden prant das er nimer weiter kum. in dem namen etc. und darzue bett 5  p. 5 a. 1 cr.

XXV. feuersegen.

wer feuer verhüet daß sein haus und statel nit prinnent werd, der mach alweg mit der hand ein creuz und sprech wie hernach folgt: mein haus das sei mir umbeschwaifen mit engelischen raifen, mein haus sei mir bedeckt mit einer englischen deck. das helf mir gotes minn, der sei alzeit hausvater und wirt darin.

XXVb. anderer feuersegen.

sprich: Feuer, ich gepeut dir in dem namen Jesu, das du nit weiter kumest. behalt dein funk und flammen, wie Maria ir jungfrauschaft und er behalten hat vor allen mannen. das sei dem feuer zue pueß zelt im namen etc.

XXVI. fiebersegen.

Zwig, ich buck dich, rett nů mid michrett ist rite (febris); mît mich, laß mich in ruhe, ungequält. mit der metten dû mich mît. kolocz 263. bi dem heiligen nagel, der unserm lieben herren Cristo Jesu durch sin rechten hand ward geschlagen, und als menig blůtstropf dar von ran, als meniger rett mid mich und gang mir ab! jm namen u. s. w.

XXVII. gegen krankheiten.

Ich stand uf den mist, und ruf zu werden Crist, das er mir buß die rechten sporenfuß und das heuptgescheub und den herzritten und allen seinen sitten, und gelsucht und sibenzich gesucht; und ist ir keiner mer, den buß mir gott der herre, und gang aus her ruckbein und gang aus her ripp und gang ab in das wilt zorach! das buß dir der man, der den tot an dem heilgen creuz nam.

XXVIII. wurmsegen.

Ich beschwör dich wurm und würmin, bei der waren gottes minn und bei der waren gothait gut, das dein aiter und dein blut werd lauter und auch rain, als unser lieben frauen gspint, die sie gab Jesu Crist irem lieben kint! im namen got des vaters etc. item nim den gerechten dumen in die gerechte hant.

XXIX. anderer.

Wurm bist du dinne, so beut ich dir bei sant . . . . minne, du seiest weiß schwarz oder rot, daß du hie ligest tot! Ists ain vich, so streichend im mit der rechten hand über den rucken ab; ists dan ain mensch, so nemend im den finger in die hand und sprechend 5 vatter unser, 5 ave Maria und ain globen. 501

XXX. segen für das kaltweh.

Grüß dich gott, vilheiliger tag, nimm mir mein 77 kaltwee abj ist eben einer drunder, der nit zu erbitten ist, so nem mirs der lieb herr Jesus Crist, der am heilgen frankreuz verstorben ist. in dem namen u. s. w.

XXXI. ein segen unter dem rechten arm 24 stunden zu tragen.

Es giengen drei selige brüder aus in guter fristKeisersperg ameis 50a anfangswort eines segens: ›es giengen drei brüder über feld.‹, begegnet inen herr Jesus Christ. unser lieber herr Jesus Christ sprach ›wo welent ir hin?‹ ›wir welent hinter den zaun, wir welent suchen das kraut das zue allen wunden guet ist, es sei gleich gehauen oder gestochen.‹ Unser lieber herr Jesus Crist sprach: ›gant auf Messias berg, nement die wol von denen schafen und das moes von denen steinen, und das öl von denen bemen‹: druck darein und darauf, so heilt die wunde von grund auf, es sei gleich gehauen oder gestochen oder brochen, wie es möcht ergangen sein, so sol es weder geschwelen oder schweren, sol auch keines eiters begeren. Wie Lucas auf Severinesberg hat gesprochen, wie die Juden unsern herren J. Chr. umb unschult haben gestochen. das walt got der vatter u. s. w.

XXXII. ein schöner segen das blut zu stillen.

In unsers herren gottes herz da stuenden drei rosen, die erst ist sein dugent, die ander ist sein vermögen, die dritt ist sein will pluet steh still! im namen u. s. w.

ein ander: Longinus der man, der unserm herren Jesu Crist sein gerechte seiten hat auf getan, daraus rann wasser und bluet, ich beschwöre dich bluet, durch desselbigen bluets ehre, das du nimer bluetest mere. im namen u. s. w.

ein ander: o got der immer ewig ist, der aller menschen hilf und trost ist, ich büt dir blůt, das du stil standist, als die menschen am jungsten tag still stan müssend, die nicht nach gottes willen hant getan.

XXXIII. gegen den nagel in dem ros.

Welches ros den nagel het in dem ougen, der sol ain stro nemen ain nacht als dick er mag, und sol im sin atem in das oug nüchter kuchen (hauchen) und sol mit seinem finger gen dem oug grifen und sol sprechen. Ich gebüt dirs nagel bi dem vil hailgen gottes grab da got in selber lag unz an den hailgen ostertag, das du verschwinist nagel, und dörrest, als die Juden taten, die verschwinend und verdorrenden; das gebüt dir der vatter u. s. w.

XXXIV. gegen den wurm im ros.

Welches ros die würm in dem gederm hat und in dem magen, der sol das ros mit seinem linken fuß stoßen und sol sprechen. Wurm und al di würm, die in dem ros sind, das euch des ros lib, flaisch, gederm und bain also laid sige ze nießen und ze bruchen, und euch das als unmar sig, als unserm herren ains pfaffen wip, die des tüfels veltmerch (feldmähre) ist, als war müssent ir in dem rosflaisch sterben, das gebüt euch u. s. w.

Welches ros den ußwerfenden wurm hat, der sol sprechen: ich gebüt euch wurm und würmin, das du des rosses flaisch und bain und al sin lip (lassest), das dir darin sig als wind und als we, und dir dar inne sig als laid, als s. Petern was unsers herren marter, do er vor den richtern und den Juden floch; das dir dar inne werd als we, unz das er das wort gesprech, das 502 s. Peter sprach, do er ze Rom ze dem ersten in das münster trat; das ir uß dem ros fließend, oder aber her uß fallend, oder in dem ros sterbend und ewer dheiner nimmer lebend werde. das gebüt euch der man der die marter und den tod laid.

XXXV. pferdesegen.

Item ain pfärt, das sich strichet, so züch es unter den himel an ainem sontag frü vor der sunnen ufgang, und ker dem ros den kopf gegen der sunnen und leg dine zwen dumen crüzwis uber ain ander und halt die hend umb den fuß, doch das sie den fuß nit an rüren, und sprich: Longinus was ain Jud, das ist war, er stach unsern herrn in sein siten, das ist war (und nem das pfärd bei der varb), das si dir für das streichen gůt.

XXXVI. beim verlieren des hufeisens.

Item ain pfärd, das ain isen verliert, so nim ain brotmesser und umbschnit im den huf an den wenden von ainer fersen zů der ander, und leg im das messer crüzwis uf die solen und sprich: ich gebüt dir huf und horn, das du als lützel zerbrechist, als got der herr die wort zerbrach, do er himel und erd beschůf. Und die wort sprich dristunt nach einander und 5 pat. n. und 5 ave Maria ze lob, so trit das pfärd den hůf nit hin, bis das du glichwol zů ainem schmit komen magst.

XXXVII. wo man die milich stelt.

Nimb weichwasser und sprengs in den stall, nimb gunreben, geweicht salz und merlinsen. ich gib dir heut gunreben, merlinsen und salz, und gang uf durch die wolken und bring mir schmalz und milich und molken!

XXXVIII.XXXVIII. XXXIX aus Voigts quedlinb. hexenacten. beschwörung der holdichen.

Fahr aus und fahr ein in N. wie bist du hereingekommen? du sollt gedenken, daß du da wieder heraus kommst. wer dich herein gebracht hat, soll dich wiederum herausbringen, er sei hei oder sei, und sollst einen beweis von dir geben, daß man siehet, daß du hinweg bist!

andere: das walte gott und der teufel! fahr hin da du nutze bist und thu, wie ich empfangen habe!

andere: alle in und alle ut! so spricht die liebe jungfrau sente Gerdrut.

andere: wolauf elb und elbin, zwerg und zwergin, unterwärts und oberwärts, du sollst zu dem und dem, du sollst seine beine necken, du sollst sein fleisch schmecken, du sollst sein blut trinken und in die erde sinken! in aller teufel namen.

andere: Du elben und du elbinne, mir ist gesagt, du kannst den könig von der königin bringen, und den vogel von dem nest; du sollst noch ruhen noch rasten, du kommst denn unter den busch, daß du den menschen keinen schaden thust.

andere: Op unsers herrn gottes berge ist unsers herrn gottes born, in unsers herrn gottes born ist unsers herrn gottes nap, in unsers herrn gottes nappe ist unsers herrn gottes appel, liegt sente Johannis evangelium, das benimmt einem die bösen dinger. der liebe gott wolle helfen, daß es vergehe und nicht bestehe.

andere: Joseph und gardian die giengen vor gott den herrn stan; da sie vor gott und den herrn kamen, trauerte Joseph also sehre. es sprach gott mein herre: ›Joseph warum trauerst du so sehr?‹ ›die unternsen (unterirdischen) kleine wollen ausfaulen mein fleisch und meine beine.‹ ›ich verbiede es den untersen kleinen, das sie nicht ausfaulen mein fleisch und meine beine!‹ähnliche formel im Romanusbüchlein (Görres volksbücher p. 205). 503

andere: die heiligen drei könige giengen über das feld, do mutten (begegneten) ihnen alp und elbin.in der aufzeichnung steht sinnlos: alfinadi alfinie, für alf, elfin (nach niedersächs. mundart.)albinne das solt du nicht thun, kehre wieder um.‹ im namen u. s. w.

andere: hebbe mutter und hochmutter, lege still ein deinem blode, als Jesus lag in seiner mutter schote.

XXXIX. gegen krankheiten.

Unser herr Jesus Christus und dieser wasserfluß. ich verbüße dir sieben und siebenzig schuß; sieben und siebenzig seuche, die seind mehr denn wir verbüßen; weichen von diesem geruch (?) neunerlei geschuß! das sei dir zur buße gezählet im namen etc.

Es giengen drei Salomen über einen ölberg, sie giengen über ein grüne aue, da begegnet ihnen Marie unse liebe fraue. ›wohin ihr drei Salomen?‹ ›wei willen hengahn ut und seuken mangerlei god krut (vgl. XXXI): dat stikt nicht, dat brikt nicht, dat killt nicht, dat swillt nicht‹ im namen u. s. w.

Unse leve frue ging still over land, se gesegene desen hilligen brand, dat he nich quillt oder schwillt und inworts fritt!

Wollet ihr hören des herrn wunder grot, da Jesus Christus von Marien auf den erdboden schot, in einer hilligen spangen, damit sie den herren Jesum Christ empfangen. sie trug ihn unterm herzen vierzig wochen ohne schmerzen, sie trug ihn gen Betlehem in die stadt, da Jesus drinne geboren ward. sie schickten ihn über das wilde meer, es wäre noth daß sie hinter ihn kämen, drei scharfe dornen mit sich nähmen. das eine was de harte nagel, de ward dem heiligen Christ durch hände und füße geschlagen. die falschen Juden waren oft behende, sie warfen ihm ein dornen kron auf sein haupt, daß ihm sein rosinfarbnes blaut durch seinen braunen bart floß. Johannes thät einen hellen schrei: ›hilf gott, mir bricht mein herz entzwei. die mutter gottes will gar verderben, Jesus Christus wird gar am kreuze sterben‹. Wie he do gestorben was do verwandelt sich laub und gras und alles was uf dem erdboden was. Ut welken munde dies gebet wird gesprochen, der wird nicht gehauen oder gestochen, dem wird auch kein haus verbrant, kein jungfräulich herz wird auch zu schanden, keiner frauen . . . . . gelungen. das helf mich gott und seine heiligen fünf wunden.

XL. bruchstück eines gebets gegen das fieber und böse wetter. (Andr. Gryphius Horribilicr. p. 768.)

Das walte der es walten kann. Matthes gang ein, Pilatus gang aus, ist eine arme seele draus. ›arme seele wo kommst du her?‹ ›aus regen und wind, aus dem feurigen ring.‹

XLI.b. eingang einer beschwörung (14 jh.).

Unser herr saz und stunt under der kirchtür, da kam sein lieb traud muter gangen (herfür), ›draut son, mein herre, wie siezest du trawren so sere?‹ ›ach herczenliebew muter mein, solt ich nit trawrig sein?‹ da kom ich an bulwechs perg gangen, da schoz mich der bulwechs, da schoz mich die bulwechsin, da schoz mich als ir hingesind u. s. w. vgl. XVIII.

XLI. feuersegen.

Ein feuer kann besprochen werden, wenn der die formel hersagende dreimal um die flamme reitet, dann erlischt sie. beim drittenmal aber springt die flamme auf ihn los, und wenn sie ihn erreicht, ist er verloren. Feuer stand stille um der worte willen, die s. Lorenz sprach, da er den feurigen rost ansach. 504

Anderer feuerspruch: Gott grüße dich liebes feuer mit deiner flamme ungeheuer: das gebeut dir der heilige mann Jesus du solt stille stan, und mit er flamme nit für baß gan! im namen etc.

anderer: feuerglut du sollst stille stehn, und wie das liebe Marienkind die marter am kreuze hat ausgestanden, der hat um unserer sünde willen all still gestanden! Diese worte soll einer dreimal aussprechend unter dem rechten oder linken fuß ein wenig erde wegnehmen und sie ins feuer werfen.vgl. den dän. spruch bei Nyerup morskabsl. 200.

XLII. gegen elbe.

Ich beschwöre dich alb, der du augen hast wie ein kalb, rücken wie ein teigtrog, weise mir deines herren hof!

Ihr elben sitzet feste, weicht nicht aus euerm neste! ihr elben ziehet fort, weicht bald an andern ort!

Im thume steht die rosenblume, sie ist weder braun noch fahl. so müßen die hüfdinger (hüfteelben) zersteuben und zerfahren und kommen der hirtischen Margareten ins teufels namen an! (Carpzov pract. rer. crim. pars 1 quaest. 50. p. 420.)

Begräbt die hexe ihre elben, so gibt sie ihnen ein wenig wachs, einige faden flachs, und etwas käs und brot mit ins grab: unter dem verscharren wird gesprochen: ›da, elben, da, wringet das wachs, spinnet das flachs, esset den käse, esset das brot, und laßt mich ohne noth!‹ (Elias Casp. Reichardts verm. beitr. 3, 369.)

XLIII. gegen fieber.

Fieber hin, fieber her! laß dich blicken nimmer mehr! fahr der weil in ein wilde au! das schaft dir ein alte frau. Turteltäubchen ohne gallen; kalte gichtchen du sollst fallen!

gegen den wurm am finger. Gott vater fährt gen acker. er ackert fein wacker, er ackert würme heraus, einer war weiß, der ander schwarz, der dritte roth: hie liegen alle würme todt.

gegen brustgeschwür: Scher dich fort, du schändliches brustgeschwür von des kindes rippe, gleich wie die kuh von der krippe! vgl. abergl. 873.

gegen barmgrund. diesen ausschlag zu tilgen, wasche man sich in einer pfütze, worin hunde und katzen ersäuft zu werden pflegen und spreche die formel: in dit water worin versupen manch katt und hund, darin still ik di barmgrund. im namen u. s. w. (Schütze holst. id. 1, 70.)

XLIV. gichtsegen.

Am ersten mai vor tagesanbruch muß der gichtkranke sich im walde einfinden, dort drei tropfen seines blutes in den spalt einer jungen fichte stillschweigend versenken, und nachdem die öfnung mit wachs von einem jungfernbienstock verschlossen ist, laut rufen: ›gut morgen, frau fichte, da bring ich dir die gichte: was ich getragen hab jahr und tag, das sollst du tragen dein lebetag! der erde thau befeuchte dich, des himmels regen wässre dich, doch drücke dich nun ewiglich mit gichteseuch auf mein geheiß gott v. s. und h. g.!‹ (Ernst Wagners abc eines henneberg. fiebelschützen. Tüb. 1810 p. 229.)

XLV. segen für gebärende.

Unser liebe frau und unser lieber herr Jesus Christ giengen miteinander durch die stadtviel ähnliche anfänge. z. b. es gieng Christus und seine mutter aus einem wald, bald über feld bald über land, berg auf berg ab, hatte ein büschel holz in der hand u. s. w.: ›ist niemand hier der mein bedarf?‹ liegt ein krankes weib, sie liegt in kindes banden. gott helf ihr und ihrem lieben kind von einander. das thu herr Jesu Christ, der schließ auf schloß, eisen und bein! Hiermit 505 vgl. folgende formel in Mones anzeiger 1834 p. 278: Ich bitte dich Maria und Jesu Christ, das mir das schloss verschlossen ist, der Maria ruhet unter ir brust, das mir das schlos wider uf wisch (auffahre).

XLVI. frauen zu vergessen (vgl. altn. ôminnisöl).

Ich weiß wol wo du bist, ich sende dir den vater herrn Jesu Christ, ich sende dir der treusten boten drei, die auf erden und himmel sind, einen in dein gemüte, den andem in dein geblüte, den dritten in deines herzens block. gott gebe daß alle weiber und mägde in deinem herzen verstocken! ich sende dir den süßen herrn Jesum, den süßen herrn Christum, die stumpfen nägel drei, die gott dem herrn wurden geschlagen, den einen durch seine hände, den einen durch seine füße, den dritten durch sein herze. gott gebe daß du müßest vergessen alle weiber in deinem herzen. im namen etc.

XLVII. spruch gegen diebe.ähnlich dänische formeln bei Nyerup morskabsl. s. 197. 198.

Wie Maria im kindbette lag drei engel ihr da pflagen. der erste hieß S. Michael, der ander S. Gabriel, der dritte hieß S. Rafael. da kamen die falschen Juden und wollten ihr liebes kindlein stehlen. Da sprach Maria: ›S. Petre bind!‹ Petrus sprach: ich hab gebunden mit Jesu banden mit gottes selbsteignen handen. wer mir ein diebstal thut stehlen der muß stehn bleiben wie ein stock, über sich sehen wie ein block: wann er mehr kann zählen als sterne am himmel stehn, alle schneeflocken, alle regentropfen, wann er das alles kann thun, mag er mit dem gestolen gut hingehn wo er will; wann ers aber nicht kann, so soll er stehn bleiben mir zu einem pfand, bis ich mit meinen leiblichen augen über ihn sehe und ihm urlaub gebe, wieder zu gehn.

XLVIII. andere formel, einen fest zu bannen.

Hier stand so fest, als der baum hält seine äst, als der nagel in der wand, durch Jesum Marien sohn; daß du weder schreitest noch reitest und kein gewehr ergreifest! in des höchsten namen soltu stehn!

XLIX. noch andere festbannung.

Ich thu dich anblicken, drei blutstropfen sollen dich erschricken in deinem leibe, der erste mit einer leber, der zweite mit einer zunge, der dritte mit einer mannes kraft, ihr reitet oder geht zu fuß, gebunden sollt ihr sein so gewis und so fest, als der baum hält seine äst, und der ast hält seine nest, und der hirsch hält seine zungen, und der herr Christus uns hat das himmelreich errungen; so gewis und wahr sollt ihr stan, als der heil. Johannes stand am Jordan, da er den lieben herrn Jesum getaufet; und alsogewis und wahrhaftig solt ihr stehn, bis die liebe göttliche mutter einen andern sohn gebähret, so gewis solt ihr sein gebunden zu dieser tagzeit und stunden!

L. sich lieb und werth zu machen.

Ich trete über die schwelle, nehme Jesum zu meinem gesellen, gott ist mein schuh, himmel ist mein hut, heilig kreuz mein schwert, wer mich heute sieht, habe mich lieb und werth! so befehl ich mich in die heilige drei benedicts pfennung (?), die neunmalneun geweihet und gesegnet sein; so befehl ich mich in der heil. dreifaltigkeit leuchtung, der mich heute sieht und hört, der habe mich lieb und werth, im namen etc.

LI. sich unsichtbar zu machen.

Grüß euch gott! seid ihr wolgemut? habt ihr getrunken des herrn Christi blut? ›gesegne mich gott, ich bin wolgemut, ich habe getrunken des 506 herrn Christi blut.‹ Christus ist mein mantel, rock, stock und fuß, seine heilige fünf wunden mich verbergen thun. gesegne mich gott, ich bin wolgemut u. s. w. Christus der herr, der die blinden sehend gemacht und die sehenden blind machen kann, wolle eure augen verdunkeln und verblenden, daß ihr mich nicht sehet noch merket u. s. w.

LII. schwedische sprüche. (Fernows Wärmeland p. 250 ff.)

Sanct Johannes evangelist han bygde bro för Jesum Christ. vår herre är min brynja, och Jesus är min försvar. ser väl för min fall idag och hvar dag, för den heta eld, för den hvassa orm, för den blinda man, som alla vähla villa kan. Den ena böna för min nöd, den ara för min död, den tredje för min fattiga själ.

aftonbön. Jag lägger i vårs herres tröst, korsa gör jag för mit bröst. signe mig sol och signe mig måne, och all den frögd som jorden bär. jörden er min brynja, och himmelen är min skjöld, och jungfru Maria är mit svärd.

åter: Nu går jag te sängje, med mig har jag guds ängle, tolf te hand och tolf te fot, tolf te hvar ledamot.

ännu en annan: Vår herre Jesus rider öfver hede, där möter han den lede. ›hvart skal du hän?‹ sade vår herre Jesus. ›jag skal åt kött at suga blod.‹ ›nej, jag förmenar dig: du skal ur ben och i kött, ur kött och i skinn, ur skinn och ända at helfvetes pina!‹ genom tre namn.

at döfva verk: Vår herre Jesus rider in på kyrkogård, dar döfde han både verk och sår. Jesus somnade, verken domnade; Jesus vaknade, verken saktnade. genom tre namn.

LIII. dänische formeln (Nyerups morskabsl. 200. 201.)

at dölge eg og od. Läs disse ord strax naar du seer knivene eller svärdene drages: stat eg og od, med de samme ord som gud skabte himmel og jord. stat eg og od med de samme ord som gud skabte sig selv med kjöd og blod i jomfru Mariä liv! i navn gud faders etc.

Vor herre Christus red i herrefärd, dövede han alle dragne svärd; alle de vaaben som han saae, dem tog han eg og odde fra, med sine to händer og med sine ti fingre, med sit velsignede blod, med sin värdig hellig aand og med sit hellige kors, med sine tolv engle og med sine tolv apostle. fra klod og ud til od, det hvide skal ikke bide, det röde skal ikke blöde, förend Christus sig igjen lader föde, det er skeet og skeer aldrig mere.

Jesus gik ad vejen fram, der mödte ham Rylla den lede og gram. ›hvor vil du gange?‹ siger Jesus. ›jeg vil gaae til N. N.‹ ›hvad vil du der?‹ siger Jesus. ›jeg vil hans blod lapt, jeg vil hans ben bidt og hans händer slidt, jeg vil hans hilse fortappe.‹ ›nej, siger Johannes evangelist, det skal du ikke giöre: mens Jesu navn mane dig af blod i flod! Jesu navn mane dig af been i steen! Jesu navn mane dig af hold i mold, Jesu navn mane dig ud til verdens ende!

Jesus han sig under espen stod, han svedte vand, han svedte blod. flye ägte rosen for ordet, som den döde under jorden, som duggen for dagen. Jeg binder dig med min haand, og med Jesu haand, med jomfru Marias haand, med de ni gode guds engler, med hvid uld og grön gräs og den hellig aands sande läst. i navn etc.

Lucia den blide skal flye mig ad vide: hvis dug jeg skal brede, hvis seng jag skal rede, hvis barn jeg skal bäre, hvis kjäreste jeg skal väre, hvis arm jeg skal sove i.

A ligger mä paa mi hyver ley. saa souer a paa vor frou Frey, herud Ragirist! herind Mari med Jesus Christ! herud dit slemme skaan! herind Mari med det lille baan!

Tvi! det sätter amellem deulen aa mä. ›du giör di finger for brey aa di taa for laang‹ sagde jomfru Mari. ›da skal a bind dem i en silketraa‹ sagde Jesus. ›vig bort du deuel aa i 7 ond aander!‹ saa sätter a vor haris 507 12 engler omkring mä, to ve min hoved, to ve hver a min bien, to ve mi hyver aa, to ve mi venster sie, saa vil a si paa den deuel der skal gjör mä nöy, i Giösus naun, amen.

LIV. beim schmieren mit salz gegen den grif (greb.) skand. lit. selsk. skr. 19, 376.

Christus gik sik til kirke, med bog i hände, kom selver jomfru Marie gangende. ›hvi fälder du löd (wie wirst du blaß) min välsignede sön?‹ ›jeg haver faaet stärk greb min velsignede moder.‹

LV. gegen den grif (greb).LV–LVIII aus Hans Hammond nordiske missionshistorie. Kiöbenh. 1787 p. 119. 120.

Jeg giör at dette menneske for berggreb, for söegreb, for dödmans greb, for alle de greb, som falde imellem himmel og jord, i de tre navn etc.

LVI. gegen rendsel (gicht, gliedschmerz).

Jesus gik sig efter vejen frem, der mödte han slangen. ›hvor har du agtet dig?‹ sagde der herre Jesus. saa svarede han: ›til den, som svag er.‹ saa svarede den herre Jesus: jeg skal dig igien vende, hiem igien sende. jeg skal sende dig udi bierget blaa, der skal du staae, saa länge som verden staaer, jeg skal binde dig med mine 10 fingre og med 12 guds engle, udi 3 navn etc.

LVII. gegen knochenbruch.

Jesus reed sig til heede, der reed han syndt (zerbrechen) sit folebeen, Jesus stigede af og lägte det, Jesus lagde marv i marv, been i been, kiöd i kiöd, Jesus lagde derpaa et blad, at det skulde blive i samme stad. i 3 navne etc.

LVIII. gegen qvärsil (eine pferdekrankheit).

Jeg giör at dette best for qvärsil udi 3 navn. der ere 3 ord som döver qvärsil, et er jorden, det andet er solen, det tredie er Jesu Christi moder jomfrue Marie.

LIX. gegen nesselstich.

Hat sich jemand heftig an einer nessel verbrannt, so nimmt man einige blätter von ampfer (rumex obtusifolius, engl. dock, dockon), speit darauf, und reibt damit die verletzte stelle, indem man die worte ausspricht: ›in dockon, out nettle!‹ anderwärts: in dock, out nettle! schon bei Chaucer (Troil. and Cr. 4, 461): ›nettle in, dock out‹; mittellat. spruch: ›exeat urtica, tibi sit periscelis amica!‹ Brocketts glossary of Northcountry words p. 57. [out nettle in dock. Barnes p. 49.]


Eine reichere sammlung solcher segen und beschwörungen, wozu hier der bloße anfang gemacht wird, müste über ihren ursprung und ihre bewandtnis vollends aufklären. unentbehrlich scheinen aber ältere niederschreibungenaus einer trierer pergamenths. des 15 jh. bekam Horst (zauberbibl. 4, 363) viele segensformeln, theilt sie aber in seinem buch, das ärgerlichen überfluss der unnützesten dinge darbietet, nicht mit. Wahrscheinlich findet sich in dem Romanusbüchlein (Görres no. 34.) brauchbares.; 508 viele sind aus dem mund des volks entstellt und unverständlich aufgenommen. ihr gehalt ist oft hochpoetisch und alterthümlich, einige zeichnen sich aus durch gedrungne kürze, z. b. ›oben aus und nirgend an!‹ oder ›wer mich scheußt, den schieß ich wieder!‹, ›du hast mich geschossen, ich schieße dich wieder!‹

Ihre wendung kehrt in den verschiedenen gegenden wieder: ein zeichen langer und weiter verbreitung. so, daß dem alb oder teufel, der zu schaden ausgeht, begegnet, und gesteuert wird (XXXVIII. LII. LIII. LVI), aber auch die begegnung heilmittel suchender bildet eingänge (XXXI. XXXIX). Das stufenweise beschwören aus mark an bein, aus bein an fleisch, aus fleisch an haut in VI und LII bezeugt die einstimmung der altdeutschen mit der schwedischen formel. Alt ist auch, daß der schutz durch thore (VIIIb), bruniein einer hs. der cambridger univ. LI. 1, 10 flndet sich ein lat. segen, betitelt lorica, mit ags. interlinearversion: ›hanc loricam Loding cantavit ter in omni die‹. es sind 89 reimverse, welche für alle glieder und in allen gefahren schutz erflehen. die vier ersten verse:

suffragare trinitatis unitas,
unitatis suffragare trinitas,
suffragare quaeso mihi posito
maris magni velut in periculo.

das ganze nicht sehr poetisch und oft schwer verständlich, aber aus dem 9 jh.

, hemd, schild, helm und schwert ausgedrückt wird (IV. X. L. LII) oder durch beinernen leib, steinernes herz, stählernes haupt (IX. X. XI). Alliteration blickt noch häufig durch den reim, z. b. in der zahl 77 (XXX. XXXIX) und 55 (VIIIb). in den ags. formeln III. IV.

Wie sich alliterationen und reime mischen, scheint auch der inhalt eine verehrung heidnischer und christlicher wesen zu verbinden. Neben erde und sonne Maria (LVIII), wie neben erde und himmel (II). sonne und mond werden in X und LII angerufen, in XXXV soll der kopf gegen die sonne gerichtet sein; uralter elementarcultus. In der jütischen formel LIII aber noch frau Freya, wenn die übersetzung richtig: ich lege mich auf meine rechte seite, so schlafe ich bei frau Freya. Wer ist Ragirist? (ragr altn. timidus, malus vgl. Ragi og Riste! herud Ragi Rist! antiqv. anm. 3, 44); auch Rylla (LIII) scheint schelte (vgl. Rulla s. 2, 298).

Viele formeln beruhen auf bloßer sympathie zwischen gleichnis und wirkung. Das blut, das feuer soll so still stehn, wie Christus still am kreuz hieng (XLI. sanguis, mane in venis, sicut Christus pro te in poenis; sanguis mane fixus, sicut Christus crucifixus); wie der Jordan still stand bei der taufe (VIII); wie die menschen am jüngsten tag still stehn werden (XXXII). das feuer soll seine funken behalten, wieMaria ihre jungfrauschaft behielt (XXVI); dem wurm im fleisch soll so weh werden, als es Petro weh ward, da er seines herrn marter sah (XXXIV); der huf so wenig brechen, als gott je sein wort brach (XXXVI). Zuweilen steht aber die formel des gleichnisses in unmittelbarem bezug auf die wirkung, z. b. wenn VIIIb ein friede gebeten wird gleich dem, der zu Christi geburt herschte.

Die dichter des 13 jh. gedenken verschiedner segen, führen aber keine formeln an. ›daz swert bedarf wol segens wort‹ Parz. 254, 15; ›swertes segen bekennen‹ Parz. 253, 25; ›swertes segen êren‹ MS. 2, 233a; wunden segen sprechen Parz. 507, 23; nur Diut. 1, 362 sind einige worte des reisesegens beigebracht: ›guot sî iu weter unde wint!‹ âbentsegen, morgensegen MS. 1, 184a 2, 36a vgl. 1, 161a 2, 207b. ein von Walther gedichteter morgensegen steht bei ihm 24, 18.

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