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Deutsche Minnesänger

Richard Zoozmann: Deutsche Minnesänger - Kapitel 66
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleDeutsche Minnesänger
publisherGeorg Müller Verlag A.G.
year1927
translatorRichard Zoozmann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080409
projectid936cb5b0
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Der Winsbeke und die Winsbekin

um 1250

Sohn, willst du zieren deinen Leib,
Sodaß er sei dem Unfug gram.
So lieb und ehr ein gutes Weib!
Die Sorgen scheucht es tugendsam.
Von Frauen doch der Ursprung kam,
Von dem wir alle sind geboren.
Der hat nicht Zucht noch rechte Scham,
Der solches nicht an Frauen preist;
Er ist zu rechnen zu den Toren,
Und hätt er Salomonis Geist.

Man sagt, die Frau hab kurzen Sinn,
Doch dafür desto längeres Haar.
Manch Weib lebt leider so dahin,
Daß sie dies Sprichwort machet wahr.
Wie s mit der Männer Unstet ist,
So laßt uns Frauen besser sein;
Mit Gunst verkünd ichs aller Frist:
Die Männer täuschen insgemein,
Da sie die Zucht nicht wahren wollen,
Statt daß sie unser schonen sollen!

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