Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Richard Zoozmann >

Deutsche Minnesänger

Richard Zoozmann: Deutsche Minnesänger - Kapitel 59
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleDeutsche Minnesänger
publisherGeorg Müller Verlag A.G.
year1927
translatorRichard Zoozmann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080409
projectid936cb5b0
Schließen

Navigation:

Markgraf Otto von Brandenburg (mit dem Pfeile)

um 1250

Räumt den Weg der Schönsten aller Frauen!
Und die Tugendreiche laßt mich sehen!
Selbst ein Kaiser möchte gern sie schauen,
Und die Welt muß ihr es zugestehen.
Hoch vor Freude muß das Herz mir steigen;
Lob und Ruhm kann ich ihr nicht verschweigen,
Wo sie wohnt, dem Land muß ich mich neigen.

Botin seid, Frau Minne, mir alleine,
Und vermeldet, daß ich sie nur minne,
Sie nur, ewig treu im Herzen meine,
Ob sie mir geraubt auch fast die Sinne.
Wollt ihr süßer Mund mir lieblich lachen,
Könnte sie das Herz mir heiß entfachen
Und dem Gram ein ewiges Ende machen.

Ach! die Blümlein falben auf der Heide,
Und sie hat mich tief in Not getrieben.
Ich bin wund von einem Doppelleide,
Daß mir keine Freude mehr verblieben.
Kränken kann sie mich und Heil mir schenken;
Wollt die Gute besser sich bedenken,
Würde Freude sie ins Herz mir senken!

 << Kapitel 58  Kapitel 60 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.