Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Richard Zoozmann >

Deutsche Minnesänger

Richard Zoozmann: Deutsche Minnesänger - Kapitel 50
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleDeutsche Minnesänger
publisherGeorg Müller Verlag A.G.
year1927
translatorRichard Zoozmann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080409
projectid936cb5b0
Schließen

Navigation:

Herr Gottfried von Niefen

1235 – 1273

Seht, wie sich die Heide kleidet
Mit gar wonniglichem Kleide,
Rosen sind ihr schönstes Kleid;
War der Winter ihr verleidet,
Weil er sie bedrängt mit Leide,
Ist doch jetzt vorbei ihr Leid,
Denn des Maien lichte Blüte
Schmückte sie mit Blust und Blut:
Doch noch mehr freut Weibesgüte,
Denn sie lindert Sehnsucht sanft und gut.

Was ich jemals sang von Frauen,
Das geschah von einer Fraue,
Die mir lieb vor jeder Frau,
Weil ich froh ihr kann vertrauen;
Will sie, daß ich ihr vertraue.
Spreche sie zu mir: vertrau!
Frohgemut dann wollt ich singen,
Frohgemut wie sonst ich sang;
Meinen Gram kann sie bezwingen,
Die schon eh mein sehnend Herz bezwang.

Süße Minne, such zu binden
Jene, die mich hat gebunden,
Die mein sehnend Herz mir band!
Ließ sie mich doch Gnade finden,
Die ich nie bisher gefunden,
Seit ich sie im Herzen fand,
Sie, die Liebe Wonnereiche,
Die vor allen wonnereich!
Hört, mit wem ich sie vergleiche:
Sie ist lieben Frauen völlig gleich!

 << Kapitel 49  Kapitel 51 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.