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Deutsche Minnesänger

Richard Zoozmann: Deutsche Minnesänger - Kapitel 121
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleDeutsche Minnesänger
publisherGeorg Müller Verlag A.G.
year1927
translatorRichard Zoozmann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080409
projectid936cb5b0
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Herr Rost, Kirchherr zu Sarnen

um 1300 – 1329

Minne, was hab ich getan denn der Süßen,
Daß mir nun ihre Ungunst macht Schmerz?
Daß sie mir heimlich nicht mehr ein Grüßen
Werfen will ins entzückte Herz?
Minne, 0 sag mirs, es ist kein Verrat!
Tat ich ein Unrecht, will gern ich es büßen
Und ihr dienen auf Ungnad und Gnad.

Beicht ich es ihr, die im Herzen ich meine,
Spricht sie: O Herr, was man alles doch hört!
Daß ihr mich minnt und meint ganz alleine,
Das glaub ich nie! – So wird ganz mir betört,
Ganz mir zerrüttet noch Herz und Haupt.
Weil mir nie etwas will glauben die Reine,
Aller Freuden ihr Trotz mich beraubt.

Vielsüße Minne, willst du denn nicht wehren
Meinem Gram, der mein Herz so bedrückt?
Wahrlich, du solltest die Liebste belehren,
Daß es nun Zeit wär, daß sie mich beglückt.
Soll mir je fröhlich werden zu Sinn,
Kann es kommen nur von der Hehren,
Der du mein Leben zu Eigen gabst hin!

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