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Deutsche Minnesänger

Richard Zoozmann: Deutsche Minnesänger - Kapitel 103
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleDeutsche Minnesänger
publisherGeorg Müller Verlag A.G.
year1927
translatorRichard Zoozmann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080409
projectid936cb5b0
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Der Schulmeister von Eßlingen

1273 – 1289

Der Wald hat seine Äste schön bekleidet
Und aufgesetzt sich manchen stolzen Kranz.
Hei! wie die Heide auch am Schmuck sich weidet,
Die eine Schleppe trägt von Blumenglanz.
Und lieblich hört man schon die Vögel singen
Wie Harfenklingen,
Und rings im Feld herrscht wieder Freudentanz.

Und ich kann nur von wilder Freude singen,
Denn wild muß ach! mir alle Freude sein;
Der Vogelsang kann mir nicht Freude bringen,
Mich freut nicht Laub, noch Gras, noch Blumenschein.
Kein Hase huschte scheuer durchs Gestäude,
Als meine Freude:
Weh dir, mein Lieb, die Schuld ist einzig dein.

Du Traute, koppelst alle meine Sinne,
Und deinen Banden weiß ich schlechten Dank;
O, binde mir die Freude durch die Minne,
Doch nicht mit Koppeln, nur mit Ärmlein blank:
O Traute, bessere Fesseln nicht noch Binden
Kannst du mir finden,
Als wenn dein Leib mich fesselt zart und schlank!

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