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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 60
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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58. Winkelmann an den Baron von Riedesel

Rom, den 18. Jun 1767.

Süßester und liebster Freund!

Hat mich irgend im Leben nach jemand verlanget, so ist es itzo nach Ihnen. Denn nunmehro werden unsere Unterredungen ohne Ziel und Ende seyn. Im entzückenden Gespräche werde ich auf dem Quirinal anfangen, und wenn wir müde in Castello angelangt seyn, wird bis Nemi und Genzano, und von da nach Tivoli und Subiaco zu sprechen übrig bleiben. Alsdenn wünsche ich, daß viele Deutsche Neulinge sehen möchten, wie ich mich nur allein um Sie dränge, und nur allein mit Ihnen gehe. Früh am Tage werde ich zu Ihnen kommen, um mit Ihnen nach Villa Madonna zu gehen, und Kraut und Brod mir, von Ihnen begleitet, süßer, als des Cardinals Tafel seyn. Über alles was groß in der Welt geachtet wird, werde ich mich mit dem Freunde erheben, und im Geiste längst denen Ufern des Ilissus und des Eurotas hingehen. Wäre es nicht möglich, daß Sie wenigstens im October zurück kommen könnten? Ich will hoffen, die Thorheiten einer Vermählung werden Sie nicht aufhalten. –

*

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