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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 58
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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56. Winkelmann an den Baron von Riedesel

Rom, den 29. Jan. 1767.

Mein geliebtester Freund!

Der nach so vielen vermeynten Freunden, die verworfen und vergessen sind, nebst meinem Stosch, die Probe gehalten hat; Ihnen schreibe ich, und ich schreibe Ihnen, wie ein Verliebter schreibt, wenn Sie nicht versichert wären, daß ich Sie herzlich und ohne Schmeicheley liebe. Aber die Zeit ist kurz, und ich muß einige Stunden dem Prinzen geben, die ich gerne verliere, und kann also nicht alles sagen, was ich Ihnen wollte wissen lassen. Der vornehmste Punkt betrifft meine Reise nach Neapel, welche gewiß und unfehlbar geschehen wird, aber nicht eher als vor der heiligen Woche, und ich zweifle Sie alsdenn dort zu finden. –

Ich habe heute auch an den würdigen Hamilton geschrieben, und Sie können demselben merken lassen, daß ich nicht ungeneigt sey, mich in eine Erklärung dessen Gefäße einzulassen.

Von Ihrer Gegenwart in Neapel hänget die Beschleunigung meiner Reise gänzlich und allein ab. Denn sollten Sie nicht bis Ostern daselbst bleiben, würde ich erst im April kommen.

Schreiben Sie mir, ob Sie Schönheiten unter dem weiblichen Geschlechte entdecken. In unserm Geschlechte habe ich dieselbn gefunden.

Ich küsse Sie von ganzen Herzen und bin ewig
Der Ihrige
W.

*

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