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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 43
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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41. Gleim an Friedrich Bouterweck

Schloß Wernigerode den 9. Juny 1797.

Hier ist das Land der Freundlichkeit
Der Eintracht und der guten Sitten,
Hier möcht ich Tempel baun, und Hütten
Der Weisheit, der Bescheidenheit,
Und Dir!

Sey's, wo's wolle, lieber, nun schon alter lieber Freund, Ihnen möcht' ich eine Hütte bauen! Sie wanderten genug umher! Sie führten in ihrem Septimius die Weisheit aus dem Himmel auf die Erde. Sie machten um die Menschheit sich verdient, je menschlicher, desto beßer, die Menschheit sollte nun mit Ruhe Sie belohnen. Mehr nicht für dieses mahl, als nur den schönsten Dank noch für die Schweitzerbriefe. Lesen könnt' ich hier sie nicht! Hier hat man nur Augen und Füße, Hände zum Schreiben hat man hier nicht.

Fragen Sie meinen lieben alten Freund, den Herrn von Zanthier und den auch lieben, neuen, den Herrn D. Weber, zu dem ich, wenn er von seiner heutigen Wallfahrt nach der heiligen Augusta, zurück kommt, sagen werde:

Wir reisen in die Schweiz, wir suchen Berg' und Thäler, und haben Sie bey uns!

Leben Sie, lieber Alter! Ihrer Weisheit, nicht der stoischen, nicht der Kantischen, Ihrer! und denken Sie nie wieder, daß der alte Gleim Ihr Freund gewesen, und nicht geblieben sey; er ist, was er war

Ihr,
ganz Ihr
Gleim.

*

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