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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 214
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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212. Baggesen an Reinhold

Augustenburg, den 14. August 1795.
Freitag, Morgens um 4 Uhr.

Geliebter Bruder! O daß ich in Deine Arme fliegen könnte, und in den Strahlen dieser überschwenglich herrlichen Morgensonne Deiner Stirn einküssen, Deinen Augen einblicken, Deinen Händen eindrücken, daß ich in diesem Augenblicke das dritte der seligsten Momente meines Lebens genieße, indem ich zum dritten Male der glücklichste Vater geworden bin.

Da liegt der gesunde Junge in den Armen der unbeschädigten Mutter! Gestern Abends promenirte sie noch spät im Garten mit der vortrefflichen Prinzessin Louise. Gegen Mitternacht wurde ihr ernstlich übel, doch nicht heftiger, als daß sie unaufhörlich zwischen den Anstrengungen über meine launigen Einfälle lachte. Sie litt ungleich weniger, als die beiden vorigen Male. Schon um halb vier Uhr war der Knabe da, der zu meinem größten Erstaunen die Welt mit einem deutlichen Ja begrüßte. Er wird zuverlässig ein Optimist werden.

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