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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 20
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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18. Herzogin Anna Maria von Preußen an Freiherrin Magdalena Ungnad

29. Mai 1562.

An Magdalena Ungnadin Freyherin zu Sonnegk. Den 29. Mai Anno 62.

Nomine Ducissae.

Edle, besondere liebe, uns ist ewer ahn uns gethanes schreiben des Datum Urach den 15 May negst verschienen von zeigern ewers geliebten herrn gemahls botten überantwortet und were der darin bescheenen großen Dancksagung für überschickten Augstein und Elendtsklauen nicht vonnöten gewesen, dann es gantz gern beschehen, und wußten wir euch nur worin noch unserm vermugen beheglichen willen zuerzaigen, solte ahn uns zu keinen zeitten einiger Mangel gespür, werden.

Wir haben auch die 18 schachteln mitt Quittensafft und andern von dem botten empfangen. Wiewol wirs aber wol gerne haben, hette doch nicht vonnöten gethan, das ir euch derenthalben umb unsers willen bekümmert und soliches so weitten fernen wegk hereiner geschicket. Wir können auch wol gedenken, das ihr es für euch und die ewrigen wol selbst hettet gebrauchen können. Weil es dan also geschehent nemen wirs von euch zu sonderm gnedig angenemen Dank ahn und seindt uhrpütig, da wir euch und den ewrigen, sonderlich aber ewerem Sohn Carln, der alhie bey unserm lieben herrn und gemahl im Dienst, wiederumb gnedigen willen würden beweisen können, wollen wir in allewege die gn. fürstin erspüret werden. Das ihr euch auch in ewerm schreiben zum überflus erbieten thut, uns auf negst künfftigen herbst mit mehrem desselben zuvorsehen, mit bitten, Euch zuberichten, wie und mit bester gelegenheit ihr uns soliches überschicken sollet oder mochtet, Daran geschicht uns zu sonderm gn. gefallen. Seindt euch davor gleichfals in allen gn. danckbar, Vermercken aus diesem, also auch dem überschickten euere gegen uns und die unseren guttes gemüt und zuneigung und wissen nicht womit wirs beschulden und verdienen sollen. Wir hoffen aber mit diesem, so wir empfangen uns eine gutte Zeit zu behelffen und können euch noch zur zeitt, durch wehme oder mit was gelegenheit Irs uns künfftig zusenden möchtet, nicht verstendigen. Da wirs aber künfftig benötigt sein und bedürfen sein würden, soll euch dessen aller gutter bericht, wie oder wan und durch wehme zeittig genug zuwissen gethan und zugeschrieben werden. Wolten wir euch, der wir sonderlich mit allen gnaden gewogen und zugethan, für dismal in Anttwort gnedigst nicht vorhalten und befehlen damit euch und ewern geliebten herrn gemahl (den ihr mit unsern Worten grüssen wollet) in den schutz Christi.

Dat. ut supra.

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