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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 159
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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157. F. H. Jacobi an Goethe

den 10ten März 1775.

Ach lieber, was Rath für mich, daß ich zu dir lange mit meiner Hand, mit meinem Blick? – Wort aus dem Herzen, du beklemmst nur noch mehr das Herz! – Aber du, mein Herz, was willst du? Bist ja so geängstet, bist ja so traurig, liebst ja, bist ja seelig: so sey dann ruhig.

Auf und ab geh' ich nun wieder auf eben dem Boden, zwischen eben den Wänden und Thüren, wo ich zuerst dich liebgewann; wo ich, nach unserer ersten Trennung dich – nicht wiederfand; wo ich in tiefer Verstummung wandelte, die nachsann, der Liebe pflegte im eigensten Innern meiner Seele; wo ich bald darauf Wiedersehen hoffte – vorauskostete – ahndete! – und das alle nun erfüllt! Ich so glücklich! – – Gott, was für ein Strom von Thränen da aus meinem Aug brach! – Wie Wohl, wie Weh!

J.

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