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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 148
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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146. Goethe an Bürger

Ich schicke Ihnen die zweyte Auflage meines Göz. Ich wollt Ihnen schon lang einmal schreiben und die Paar Stunden die ich mit Ihrem Freunde Destorp zugebracht habe haben mich determinirt.

Ich thue mir was drauf zu gute, daß ich's bin der die Papierne Scheidewand zwischen uns einschlägt. Unsre Stimmen sind sich oft begegnet und unsre Herzen auch. Ist nicht das Leben kurz und öde genug? sollen die sich nicht anfassen deren Weg mit einander geht.

Wenn Sie was arbeiten schicken Sie mirs. Ich wills auch thun. Das giebt Muth. Sie zeigens nur den Freunden ihres Herzens, das will ich auch thun. Und verspreche nie was abzuschreiben.

Destorp ist mit mir auf dem Eise gewesen, mein Herz ist mir über der holden Seele aufgegangen. Leben Sie wohl.

Frankfurt am 12. Febr. 1774.

Goethe.

*

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