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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 143
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
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141. Goethe an Salzmann

(Sesenheim, Juni 1771?)

Ich komme, oder nicht, oder – das alles werd ich besser wissen wenn's vorbey ist als jetzt. Es regnet draußen und drinne, und die garstigen Winde von Abend rascheln in den Rebblättern vorm Fenster, und meine animula vagula ist wie's Wetter-Hähngen drüben auf dem Kirchthurm; dreh dich, dreh dich, das geht den ganzen Tag, obschon das bück dich! streck dich! eine Zeit her aus der Mode gekommen ist. Punktum. Meines Wissens ist das das erste auf dieser Seite. Es ist schwer gute Perioden, und Punkte zu seiner Zeit zu machen, die Mädgen machen weder Komma noch Punctum, und es ist kein Wunder wenn ich Mädgen-Natur annehme.

Doch lern ich schön griechisch; denn daß Sies wissen, ich habe in der Zeit, daß ich hier bin meine griechische Weisheit so vermehrt, daß ich fast den Homer ohne Uebersetzung lese.

Und dann bin ich 4 Wochen älter, Sie wissen daß das viel bei mir gesagt ist, nicht weil ich viel sondern vieles thue.

Behüt mir Gott meine lieben Eltern
Behüt mir Gott meine liebe Schwester
Behüt mir Gott meinen lieben Hrn. Aktuarius,
Und alle frommen Herzen.
Amen!

Goethe.

*

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