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Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten

Verschiedene Autoren: Deutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten - Kapitel 133
Quellenangabe
typeletter
authorJulius Zeitler
titleDeutsche Freundesbriefe aus sechs Jahrhunderten
publisherVerlag Julius Zeitler
editorJulius Zeitler
year1909
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140417
projectid5cbef5e6
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131. Klinger an Maler Müller

Mainz 1778.

Lieber Bruder!

Wenn ich dir so mit einem Sturm in deinen Geist und Herz hauchen könnte so würd ich glücklich seyn diesen Augenblick – ob ich's schon bin und nicht bin – und weiß der Himmel! nie werde seyn, und dadurch vielleicht doch glücklich bin. Wo unser Herz hinlangen kann, warum können wir nicht hinlangen? Versteh mich recht hier mein bester! sonst kriegt dein Sinn das Weib zu pakken, und ich wittre doch abwärts in diesen Gedanken, obschon die Nerven voll sind von ihr. Mein Herz schwoll gestern den Rhein hinab und es stund iemand gegen über mit dem ich hinab gangen dort wäre in Fluthen und Tiefen. Mir ist wohl im Schatten meiner Sonne – – diese Empfindung kränzt an Wahnwitz laß mich schnauffen.

Seiler trug mir auf, dich wegen des Wechsels zu fragen. Dein Degen ist funden. Ich meine du müßtest morgen kommen; daß ich deine dikke Brust einstweilen hätte daran zu saugen wies Kind an der Mutter. Juno sagt mir von dir und ich nichts von ihr. Adieu Bruder! schreib mir, schik mir, bring mir mit.

Kl.

*

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