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Deutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch

Verschiedene Autoren: Deutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch - Kapitel 217
Quellenangabe
typepoem
authorVerschiedene Autoren
titleDeutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch
publisherSteingrüben Verlag
editorFerdinand Avenarius
year1951
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150217
projectid374d4959
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Heinrich Suso Waldeck

Die neun Chöre

Traten einmal zum Schöpfer und Meister
Bescheiden die wohlgeprüften Geister:
»Sollen wir als einziger Haufen
Im Himmel durcheinanderlaufen?
Sagst du nicht immer: Ordnung muß sein?
Also denn, Vater, teile uns ein.«

»Ja. So seiet unverweilt
Zu neunen Chören für ewig geteilt.«
Doch Gabriel war es, der tat verwundert:
»Warum zu neunen und nicht zu hundert?«

»Neun Monat kommen, die sollt ihr bewachen,
Verhehlen, verhüllen dem höllischen Drachen.
Neun Monat, heilig in Ewigkeit,
Gewaltiger als die Schöpfungszeit
Und zarter als euer Schimmerluftkleid
Und süßer als all eure Seligkeit.«

Da wollte nun Gabriel zweifeln und lachen:
»Was sind das wieder für dunkle Sachen?«

Aber Gott Vater entgegnete nicht.
Dem Engel entfiel das Angesicht.

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