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Deutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch

Verschiedene Autoren: Deutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch - Kapitel 154
Quellenangabe
typepoem
authorVerschiedene Autoren
titleDeutsche Balladen. Aus Ferdinand Avenarius' Balladenbuch
publisherSteingrüben Verlag
editorFerdinand Avenarius
year1951
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150217
projectid374d4959
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Theodor Fontane

Die drei Raben

Drei Raben saßen auf einem Baum,
Drei schwärzere Raben gab es kaum.

Der eine sprach zu den andern zwein:
»Wo nehmen wir unser Frühmahl ein?«

Die andern sprachen: »Dort unten im Feld
Unterm Schilde liegt ein erschlagner Held.

Zu seinen Füßen liegt sein Hund
Und hält die Wache seit mancher Stund.

Und seine Falken umkreisen ihn scharf,
Kein Vogel, der sich ihm nahen darf.«

Sie sprachens. Da kam eine Hinde daher,
Unterm Herzen trug sie ein Junges schwer.

Sie hob des Toten Haupt in die Höh
Und küßte die Wunden, ihr war so weh.

Sie lud auf ihren Rücken ihn bald
Und trug ihn hinab zwischen See und Wald.

Sie begrub ihn da vor Morgenrot,
Vor Abend war sie selber tot.

Gott sende jedem Ritter zumal
Solche Hunde und Falken und solches Gemahl.

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