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Des Baumes Frucht

Edith Wharton: Des Baumes Frucht - Kapitel 24
Quellenangabe
authorEdith Wharton
titleDes Baumes Frucht
publisherProjekt Gutenberg-DE
year2017
firstpub2017
translatorbruce.welch@gmx.de
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20170825
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XXIII.

Justine kehrte nach Lynbrook zurück. Sie war schließlich doch nicht fähig gewesen, die zehn Tage ihres Besuchs zu bleiben: das unbestimmte Gefühl, gebraucht zu werden, der so oft bestimmende Beweggrund ihrer Handlungen, zog sie nach Ablauf einer Woche zurück nach Long Island. Sie hatte keinerlei Nachricht von Amherst oder Bessy erhalten; nur Cicely hatte ihr in ihrer großen runden Handschrift mitgeteilt, dass Mutter seit drei Tag weg sei, und dass es sehr einsam sei, und dass die Katze des Hausmeisters Junge habe und sie eines bekommen werde; und ob die Katzenjungen getauft würden, oder woher sie ihre Namen bekämen? – weil sie ihres ›Justin‹ nennen wolle; und sie habe in ihrem Buch einen Vogel gefunden, so einen, wie Vater ihnen im Moor gezeigt habe; und sie seien jetzt nicht mehr allein, weil die Telfers da seien, und sie seien alle draußen Schlitten fahren gewesen; aber es wäre viel schöner, wenn Justine zurück käme …

Es war ebenso schwierig, Cicelys Briefen eine Abfolge von Tatsachen zu entnehmen, wie einer alten Chronik. Sie gab keinen Hinweis auf Amhersts Wiederkehr; das war seltsam, da sie ihren Stiefvater gern hatte, aber trotzdem nicht aussagekräftig, da die Tatsache seiner Rückkehr durch die Geburt der Kätzchen oder irgend einen anderen Vorfall, der in ihrer perspektivlosen Gruppierung der Ereignisse heraus ragte, verdrängt worden sein mochte. Ebenso wenig jedoch nannte sie das Datum der Abreise ihrer Mutter: so konnte Justine nicht einschätzen, ob sie mit Amhersts Rückkehr zusammen hing oder völlig unabhängig davon war. Was ihr am meisten Kopfzerbrechen bereitete, war Bessys eigenes Schweigen – aber auch das war gewissermaßen beruhigend, denn Bessy dachte an andere hauptsächlich dann, wenn es sie quälte, an sich selbst zu denken; und dass sie nicht schrieb, hatte wohl damit zu tun, dass sie gegenwärtig das Mitgefühl ihrer Freundin nicht benötigte.

Justine erwartete nicht, Amherst in Lynbrook vorzufinden. Sie war überzeugt gewesen, als sie sich trennten, dass er seinen Plan, in den Süden zu gehen, weiter verfolgen werde; und wenn die Telfer-Mädchen von Lynbrook Besitz ergriffen hatten, war er wahrscheinlich schon abgereist. Unter diesen Umständen hielt Justine die Trennung für ratsam; aber sie wollte unbedingt sicher sein, dass es freundschaftlich und ohne Kränkung von Bessys Stolz vor sich gegangen war.

Sie kam an einem Samstagnachmittag an, und als sie das Haus betrat, bewiesen der Klang von Stimmen aus dem Salon und das vorherrschende Gefühl von betriebsamer Bewegung, unter der ihre eigene Ankunft augenscheinlich ein unberücksichtigtes Detail darstellte, dass das normale Leben von Lynbrook seinen Ablauf wieder aufgenommen hatte. Die Telfers hatten wie gewöhnlich ein lebhaftes Getümmel in den Tross gebracht; und unter den Ausbrüchen von Fröhlichkeit rund um die Teetafel des Salons hörte sie Westy Gaines hervorstechenden Tonfall und das schrille Gelächter von Blanche Carbury heraus …

Blanche Carbury war also wieder zurück in Lynbrook! Diese Entdeckung gab Justine neuen Anlass zu Vermutungen. Welche gegenseitigen Zugeständnisse sich auch immer aus Amhersts Rückkehr zu seiner Frau ergeben haben mochten: es war unwahrscheinlich, dass sie die Erneuerung der Beziehungen zu Mrs. Carbury einschlossen. War dann also sein Unternehmen gescheitert – hatten er und Bessy sich im Zorn getrennt, und war Mrs. Carburys Anwesenheit in Lynbrook Bessys Vergeltung für die Behauptung seiner Unabhängigkeit?

Im Unterrichtsraum, wo Justine mit einem ungeduldigen Erguss von Cicelys unbedeutendsten Erlebnissen empfangen wurde, wagte sie nicht, die Frage zu stellen, die diese Zweifel behoben hätten; sie ging, sich zum Dinner umzuziehen, ohne erfahren zu haben, ob Amherst nach Lynbrook zurück gekehrt war. In ihrem Herzen aber bezweifelte sie nicht, dass er es getan hatte; all ihre Ängste drehten sich um das, was sich seitdem ereignet hatte.

Sie sah Bessy erst im Salon, umgeben von ihren Gästen; und ihre kurze Umarmung sagte ihr nichts, außer dass sie ihre Freundin nie blendender, triumphierender im Vollbesitz erholter seelischer und körperlicher Kraft erlebt hatte.

Dass Amherst abwesend war, wurde jetzt deutlich, indem Bessy Westy Gaines bat, sie mit Mrs. Ansell zum Esszimmer zu geleiten; sie war eine der wieder versammelten Gäste – und die einzige, wie Justine sogleich bemerkte, die nicht in die vorherrschende Heiterkeit einstimmte. Mrs. Ansell, auf die gewöhnlich die Töne ihrer Umgebung abfärbten, bewahrte bei dieser Gelegenheit die Neutralität eines grauen Farbtons, der den einzigen Widerspruch in der allgemeinen Helligkeit bildete. Es lag nicht in ihrer anmutigen Persönlichkeit, etwas so Grobes wie Missbilligung zum Ausdruck zu bringen, und doch war dieses Gefühl der gewissenhaften Beobachterin offenkundig durch eine empfindliche Distanziertheit, welche die Wellen des Gelächters an ihr abprallen ließen und einen Kreis trüber Stille um ihren Platz am Tisch ausbreitete. Justine hatte sich nie besonders zu Mrs. Ansell hingezogen gefühlt. Ihre eigene Anpassungsfähigkeit besaß nicht die geringste Verwandtschaft mit der einstudierten Zurückhaltung der älteren Frau; und die Unabhängigkeit des Urteils, die sich Justine ungeachtet ihrer Wahrnehmung abweichender Standpunkte bewahrt hatte, ließ sie ein wenig verächtlich auf ein Übermaß von Nachsicht herab blicken, die anscheinend auf Kosten aller individuellen Überzeugungen erzielt worden war. Heute abend spürte sie in Mrs. Ansell zum ersten Mal ein geheimes Mitfühlen mit ihren eigenen Ängsten; und die Empfindung dieses stummen Einverständnisses brachte sie dazu, mit plötzlichem Interesse das Gesicht ihrer unerwarteten Verbündeten zu prüfen … Was wusste sie am Ende schon von Mrs. Ansells Geschichte – von den verborgenen Vorgängen, die allmählich ihre eigenen leidenschaftlichen Wünsche unterdrückt und aus ihr gleichsam einen bloß dekorativen Hintergrund gemacht hatten, ein verbindendes Glied zwischen anderen Persönlichkeiten? Vielleicht gab es für eine in der Welt alleinstehende Frau ohne die Macht und die Möglichkeiten, die das Geld verleiht, keine Alternative, als entweder ihre Individualität zu einem kleinen, dürren, egoistischen Nucleus zu verhärten oder sich selbst in dieser Weise in die Zwischenräume des Lebens anderer zu zerstreuen – und da überfiel Justine der kalte Gedanke, dass genau solch eine Zukunft ihrer harren könnte, wenn ihr die befreiende Gabe persönlichen Glücks verwehrt bliebe …


Weder an diesem Abend noch am nächsten Tag kam es zu einem privaten Gespräch mit Bessy – und während die Stunden verstrichen, wurde es offensichtlich, dass Mrs. Amherst den Augenblick hinaus schob, in dem sie allein miteinander sein würden. Die Lynbrook-Gesellschaft würde freilich am Montag auseinander gehen; und Bessy, die frühes Aufstehen und all die Einzelheiten des Haushalts hasste, klopfte spät am Sonntagabend an Justines Tür, um sie zu bitten, die Abreise der Besucher zu beschleunigen.

Sie brachte diese Bitte als Entschuldigung für ihr Eindringen vor, und die eilige Ausgelassenheit ihres Verhaltens bewies ein nervöses Zurückschrecken vor jeglicher Erneuerung der Vertrautheit; als sie sich jedoch am Türrahmen anlehnte und die Diamantkette um ihren Hals befühlte, während ein satinbekleideter Fuß ruhelos unter einer Ecke ihres spitzenbesetzten Umhangs hervor schlüpfte, verlor ihr Gesicht die blühende Belebtheit, die Gespräch und Gelächter stets in ihm herbei führten, und sie wirkte so bleich und erschöpft, dass Justine keinen besseren Vorwand suchen musste, um sie in ihr Zimmer zu ziehen.

Es war Bessy nicht gegeben, zu Zeiten ihrer Anwandlungen von nervöser Reaktion einer besänftigenden Berührung zu widerstehen. Sie sank in den Sessel am Kamin und ließ ihren Kopf abgespannt auf dem Kissen ruhen, das ihre Freundin ihm untergeschoben hatte.

Justine setzte sich auf den niedrigen Platz neben sie und legte die Hände auf ihre. »Du siehst nicht so gut aus wie bei meiner Abreise, Bessy. Bist du sicher, das es klug war, deine Hauspartys so bald wieder aufzunehmen?«

Es alarmierte Bessy stets, wenn man ihr sagte, dass es mit ihrem Aussehen nicht zum Besten stehe, und sie setzte sich aufrecht hin, während eine rosa Welle unter ihrer empfindlichen Haut aufstieg.

»Im Gegenteil, es geht mir sehr gut; aber ich war schon gestorben vor lauter Leere in diesem großen unbelebten Haus, und ich nehme an, ich bin die Langeweile noch nicht aus meinem ›System‹ los geworden.«

Justine erkannte das Echo von Mrs. Carburys Stil.

»Selbst wenn dir langweilig war,« versetzte sie, »war die Leere wahrscheinlich gut für dich. Was sagt Dr. Wyant zu deinem Ausbruch aus seinem régime?« Sie erwähnte Wyant mit Absicht, weil sie wusste, dass Bessy Respekt vor dem medizinischen Urteilsspruch hatte, der die letzte Spur von Ehrfurcht vor Autorität im Kopf der modernen Frau darstellt. Aber Mrs. Amherst lachte mit feiner Boshaftigkeit.

»Oh, ich habe Dr. Wyant in der letzten Zeit gar nicht gesehen. Sein Interesse an mir erlosch mit dem Tag deiner Abreise.«

Justine forcierte ein Lachen, um ihren Ärger zu vertuschen. Obwohl der Ekel vor ihrer letzten Szene mit Wyant allmählich abnahm, hatte sie sich von ihr noch nicht ganz erholt.

»Sei keine Gans, Bessy. Wenn er nicht gekommen ist, dann muss es daran liegen, dass du ihm gesagt hast, er soll es nicht tun – weil du Angst davor hast, dass er sieht, wie du ihm nicht gehorchst.«

Bessy lachte wieder. »Meine Liebe, ich habe vor gar nichts Angst – vor gar nichts! Nicht einmal vor deinen großen Augen, wenn sie mich wie Kohlen anstarren. Ich vermute, du hast so den armen Wyant angesehen, um ihn weg zu scheuchen! Und das, obwohl du ihn anscheinend mochtest, als wir das letzte Mal über ihn sprachen – du hast sogar angedeutet, dass es an ihm lag, dass Westy keine Chance hatte.«

Justine gab einen ungeduldigen Ausruf von sich. »Wenn es einen von beiden nicht gäbe, hätte das auf die Chancen des anderen nicht den geringsten Einfluss. Ihr einziges Verdienst liegt darin, dass sie beide die Reize des Zölibats steigern!«

Bessys Lächeln sank in sich zusammen, und sie warf einen ernsten Blick auf ihre Freundin. »Ach, das tun die meisten Männer – du bist klug genug, das herausgefunden zu haben!«

Nun war es an Justine zu lächeln. »Oh, das habe ich nicht – jedenfalls nicht im Allgemeinen. Ich beabsichtige zu heiraten, sobald ich die Gelegenheit dazu erhalte.«

»Die Gelegenheit – – ?«

»Dem richtigen Mann zu begegnen. Meine Leidenschaft für das Spiel ist groß genug, dass ich noch an mein Glück glaube!«

Mrs. Amherst seufzte mitfühlend. »Es gibt keinen ›richtigen Mann‹! Wie Blanche sagt: Ehe ist so unbequem wie ein vorgefertigter Schuh. Wie kann ein und dieselbe Einrichtung für jeden individuellen Fall passen? Und warum sollen wir alle hinken, nur weil die Ehe erfunden wurde, die bloß auf einen imaginären Fall passt?«

Justine zuckte leicht die Achseln. »Du sprichst vom Hinken – wie sonst gehen wir denn alle? Mir scheint, das Leben ist ein zu enger Stiefel und Ehe die Krücke, die uns hilft, entlang zu humpeln!« Sie zog Bessys Hand mit liebkosendem Druck in ihre. »Wenn du philosophierst, weiß ich immer, dass du erschöpft bist. Niemand, der sich gut fühlt, macht Halt, um sich im Allgemeinen über bestimmte Symptome zu verbreiten. Wenn du nicht willst, dass dein Arzt dir Vorschriften macht, wird deine Pflegerin seine Anordnungen ausführen. Was du brauchst, ist Ruhe. Sei vernünftig und schicke alle fort, ehe Mr. Amherst zurückkehrt!«

Sie ließ den letzten Nebensatz achtlos fallen und schaute beim Sprechen fort; aber die Versteifung der Finger in ihrer Umklammerung sandte ein leises Zittern durch ihre Hand.

»Danke für deinen Rat. Er wäre sonst ausgezeichnet – nur: mein Ehemann kommt nicht zurück!«

Der Spott in Bessys Stimme schien in ihre Gesichtszüge einzudringen, die sich verhärteten und zusammenzogen, wie Frost eine Blume zusammenschrumpfen lässt. Justines Gesicht war im Gegensatz dazu plötzlich von Mitgefühl erleuchtet, als ob in ihm durch den kalte Glanz des Unglücks ihrer Freundin ein Licht entzündet worden wäre.

»Bessy! Was meinst du mit ›kommt nicht zurück‹?«

»Ich meine, er hatte soviel Taktgefühl, dass er erkannte, wir würden es getrennt bequemer haben – ohne mich der unerfreulichen Notwendigkeit auszusetzen, es ihm zu sagen.«

Wiederum das erbärmliche Echo von Blanche Carburys Phrasen! Die schwerfällige Nachahmung ihrer Ideen!

Justine schaute besorgt auf ihre Freundin. Es erschien ihr vollkommen verkehrt, ihr Gespräch mit Amherst nicht zu erwähnen, doch spürte sie, dass Unwissenheit vorzutäuschen klüger sei, da Bessy nicht zuzutrauen war, irgend eine Abweichung vom Konventionellen richtig zu deuten.

»Bitte erzähl' mir, was passiert ist,« sagte sie schließlich.

Bessy befreite mit einem Lächeln ihre Hand. »John ist zu dem Leben zurück gekehrt, das er bevorzugt – was ich als Hinweis für mich auffasse, dasselbe zu tun.«

Justine zögerte wieder; dann überschritt der Druck der Wahrheit jedes Hindernis von Zweckmäßigkeit. »Bessy – ich sollte dir mitteilen, dass ich Mr. Amherst in New York begegnete, als ich nach Philadelphia reiste. Er sprach davon, für eine gewisse Zeit fort zu gehen … er schien unglücklich … aber er erzählte mir, dass er erst zurückkehren werde, um mit dir zu sprechen –« Sie brach ab, ihre klaren Augen trafen sich mit denen ihrer Freundin; und sie erkannte mit einem Mal, dass Bessy viel zu sehr in sich selbst versunken war, um eine Überraschung über Justines Geständnis zu empfinden. »Er kam doch bestimmt zurück?«

»Oh ja – er kam zurück!« Bessy sank zurück auf das Kissen und betrachtete das Spiel des Feuerscheins auf ihrer Diamantkette, während sie diese mit unruhiger Gebärde aufhob und durch ihre Finger gleiten ließ.

»Gut – und dann?«

»Dann – nichts! Ich war nicht da, als er kam.«

»Du warst nicht da? Was war passiert?«

»Ich war zu Blanche Carbury 'rüber gefahren für ein paar Tage. Ich wollte gerade los, als ich hörte, er würde zurück kommen, und ich konnte das mit ihr nicht im letzten Moment über den Haufen werfen.«

Justine versuchte den Blick zu erhaschen, der ausweichend unter ihren Lidern zuckte. »Du wusstest, dass er kommen würde – und du wähltest diese Zeit, um zu Mrs. Carbury zu fahren?«

»Ich hab's nicht ›gewählt‹, meine Liebe – es passierte einfach! Und es war wirklich am besten, dass es so passierte. Ich nehme an, er war verstimmt, dass ich gefahren bin – weißt du: er hat ein lächerliches Vorurteil gegen Blanche – und so brauste er am nächsten Morgen zu seiner Baumwollfabrik ab.«

Es entstand eine Pause, während die Diamanten weiter wie eine Feuerkette durch Mrs. Amhersts Finger flogen.

Schließlich sagte Justine: »Wusste Mr. Amherst, dass du wusstest, dass er kommen würde, bevor du zu Mrs. Carbury aufgebrochen bist?«

Bessy täuschte vor, über die Frage nachzusinnen. »Wusste er, dass ich wusste, dass er wusste?« spottete sie. »Ja – ich nehme es an – er muss es gewusst haben.« Sie unterdrückte ein schwaches Gähnen, als sie sich gelangweilt erhob.

»Dann nahm er das als deine Antwort?«

»Meine Antwort – – ?«

»Auf seine Rückkehr – –«

»So scheint es. Ich sagte dir ja, er habe ungewöhnliches Taktgefühl bewiesen.« Bessy streckte ihre sich weich verjüngenden Arme über den Kopf und ließ sie dann mit einem weiteren Gähnen herunter sinken. »Aber es ist fast schon Morgen – es ist gemein von mir, dich so lange wach gehalten zu haben, wenn du auf sein musst, um nach all diesen Leuten zu schauen!«

Sie schlang mit einer flüchtigen Gebärde ihre Arme um Justines Schultern und drückte ihr einen dürren Kuss auf die Wange.

»Schau mich nicht mit diesen großen Augen an – sie haben dein ganzes Gesicht verschlungen! Und du brauchst nicht zu denken, dass es mir leid tut, was ich getan habe,« erklärte sie. » Kein Bisschen – nicht – das geringste – winzige – Atom – tut's mir leid!«


 

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