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Des Baumes Frucht

Edith Wharton: Des Baumes Frucht - Kapitel 18
Quellenangabe
authorEdith Wharton
titleDes Baumes Frucht
publisherProjekt Gutenberg-DE
year2017
firstpub2017
translatorbruce.welch@gmx.de
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20170825
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XVII.

Bessy hatte ihre kleine Tochter an diesem Tag noch nicht gesehen, und sich voller Schuldgefühle an Justines Mahnung erinnernd, eilte sie geradewegs zum Unterrichtsraum.

In letzter Zeit war bei gewissen Launen ihre mütterliche Zärtlichkeit durch ein Gefühl der Beklommenheit in des Kindes Gegenwart überschattet gewesen, denn Cicely bildete für Mr. Langhope und Mr. Tredegar das wirksamste Argument bei ihrem Bemühen, den Erfolg von Amhersts Ideen aufzuhalten. Bessy war immer noch unfähig, sich ein eigenständiges Urteil über die lästige Fabrikfrage zu bilden, und pendelte weiterhin zwischen den Standpunkten der streitenden Parteien: bald betrachtete sie Cicely als unschuldig Leidtragende und sich selbst als widernatürliche Mutter, die ihres Kindes Aussichten der Förderung von Amhersts Projekt opferte – bald wurde sie sich einer vagen Feindseligkeit gegenüber dem kleinen Mädchen bewusst, indem es die Hauptursache jener Meinungsverschiedenheiten darzustellen schien, die so rasch den Himmel ihrer zweiten Ehe bewölkt hatten. Dann kamen wieder Augenblicke, in denen Cicelys rosiges Blühen sie bitterlich an das verlorene Kind erinnerte – jenen Sohn, auf den ihr Ehrgeiz sich versteift hatte. Wenn ihr Junge überlebt hätte, so schien es ihr nun, hätte sie Amhersts Liebe behalten und in seinem Leben eine wichtigere Rolle spielen können; und über der Tragödie von des Kindes Kränklichkeit brütend verübelte sie Cicely ihre Lebhaftigkeit und Vitalität. Das Ergebnis war, dass sie in der Behandlung ihrer Tochter zwischen Momenten überzogener Zuneigung und Tagen der Vernachlässigung schwankte, sich niemals lange glücklich fühlte, wenn sie dem Kind fern war, und dennoch unruhig und selbstquälerisch in ihrer Gegenwart wurde.

Nach ihrer Unterhaltung mit Justine fühlte sie sich stärker beunruhigt als gewöhnlich; so ging es ihr stets, wenn ihre ertraglosen Anwandlungen von Selbstentblößung abflauten. Bessys Gemüt war ohnehin für Introspektion nicht geschaffen, und nun hatte der Zufall es auch noch mit unverständlichen Problemen belastet. Sie hielt sich selbst für das Opfer von Umständen, denen ihre Vorstellung vorsätzliche Bösartigkeit zuschrieb, wie Kinder es mit Möbeln tun, an denen sie sich beim Spielen gestoßen haben. Dies half ihr dabei, ein Gefühl hilfloser Ungerechtigkeit zu kultivieren und im Vorhinein genau den Rat, den sie eigentlich dauernd suchte, zu verschmähen. Wie lächerlich war beispielsweise die Annahme, ein Mädchen könne die Gefühle einer verheirateten Frau verstehen! Justines Vorschlag, sich Amherst gegenüber noch weiter zu demütigen, hinterließ in Bessys Kopf lediglich ein nagendes Gefühl, gerade von jenen missverstanden und unterbewertet zu werden, an die sie sich in ihrer äußersten Not wandte, und sie sagte sich in einem Satz, der gut in ihren eigenen Ohren klang, dass früher oder später jede Frau lernen müsse, ihre Schlachten allein zu schlagen.

In dieser Laune betrat sie den Raum, in dem sich Cicely mit ihrer Gouvernante beim Abendessen befand, und umfasste das Kind in einem Wirbel leidenschaftlicher Liebkosungen. Cicely hatte jedoch das nüchternere Westmore-Temperament geerbt, so dass die sprunghaften Zärtlichkeiten ihrer Mutter stets eine hemmende Wirkung auf sie ausübten. Sie erwiderte pflichtschuldig einen kleinen Bruchteil von Bessys Küssen und widmete sich dann wieder mit erleichterter Miene ihrem Marmeladenbrot.

»Du scheinst dich nicht ein Bisschen zu freuen, dass ich gekommen bin!« rief Bessy, während die kleine Gouvernante nervös große Amüsiertheit über dieses ungeheuerliche Paradox vortäuschte, und Cicely setzte ihren Silberbecher ab und fragte in richterlichem Ton: »Warum sollte ich mich mehr freuen als an anderen Tagen? Es ist kein Geburtstag.«

Diese einer Cordelia Des Titelhelden jüngste Tochter in Shakespeares Drama »König Lear«. würdige Antwort ging Bessy ans Herz. »Du abscheuliches Kind! Wie kannst du solche Sachen sagen, wo du weißt, dass ich dich jede Minute immer mehr liebe! Aber du hast nichts mehr für mich übrig, weil Justine dich mir weggenommen hat!«

Diese letzte Anklage sprang ihr erst im Vollzug des Sprechens in den Kopf, aber da sie nun ausgesprochen war, nahm sie umgehend den Charakter einer Tatsache an und schien eine weitere Begründung ihres Elends zu liefern. Bessy war nicht von Natur aus eifersüchtig, ihre Vorstellungskraft verhielt sich jedoch wie ein Sklave dem gesprochenen Wort gegenüber, und es verschaffte ihr eine plötzliche, unerfindliche Erleichterung, Justine mit den dunklen Gründen ihres Leidens zu identifizieren.

»Ich weiß, dass sie klüger ist als ich, amüsanter, und dir von Pflanzen, Tieren und anderen Sachen erzählen kann … und ich könnte mir denken, dass sie dir erzählt, wie langweilig und dumm ich bin …«

Sie sprang plötzlich auf, beschämt von Cicelys erstauntem Blick und von dem zitternden Versuch der Gouvernante, die Szene weiterhin als eine von »Mamas« gelungensten Scherzen zu behandeln.

»Kümmert euch nicht um mich – ich habe fürchterliches Kopfweh. Ich denke, ich werde vor dem Dinner auf ›Impuls‹ noch einen Ausritt machen. Miss Dill, wie sehen denn Cicelys Nägel aus? Ich nehme an, das kommt vom Graben nach Feldblumen.«

Und mit diesem Abschiedsschuss auf Justines Betätigungen rauschte sie aus dem Unterrichtsraum hinaus und ließ Schülerin und Lehrerin in ergriffenes Schweigen gestürzt zurück; Cicely tauchte aus diesem schließlich wieder auf und sagte mit jener Freimütigkeit, die Miss Dill mehr fürchtete als jede strafwürdige Beleidigung: »Mutter ist am schönsten – aber am liebsten hab' ich Justine.«


Es war fast dunkel, als Bessy das Pferd bestieg, das hastig auf ihren Befehl hin gesattelt worden war; allerdings war es ihre Gewohnheit, zu jeder Stunde allein auszureiten, und in letzter Zeit hatte nur ein harter Galopp ihre Nerven beruhigen können. Ihr Verlangen nach Beschäftigung hatte in dem Maße zugenommen, wie ihr Leben zerstreuter und aufgeregter geworden war, und das Bedürfnis, jede Stunde zu füllen, trieb sie zu übersteigerter körperlicher Anstrengung, weil sie andere Formen der Betätigung nicht kannte.

Als sie in kurzem Galopp unter dem halbdunklen Himmel mit einer starken Seebrise in ihrem Gesicht dahin ritt, erfüllte sie der Luftzug und ihr Bemühen, ihr nervöses Vollblutpferd zu beruhigen, mit einem Glühen körperlicher Energie, aus dem ihre Gedanken etwas gereinigt von ihrer Bitterkeit hervorgingen.

Sie hatte sich widerlich zur armen kleinen Cicely verhalten; nun empfand sie eine reuige Sehnsucht nach ihr, die sie fast dazu brachte, den Kopf ihres Pferdes nach Hause zu wenden, um die Treppe hoch zu rasen und Buße am Bett ihres Kindes zu tun. Und dass sie Justine angeschuldigt hatte, ihr Cicely wegzunehmen! Es erschreckte sie, sich selbst dabei zu ertappen, dass sie Böses von Justine dachte. Bessys Wahrnehmungen waren in gewissen Richtungen durchaus fein, und sie wusste, dass ihre zweite Ehe ihre Beziehungen zu ihrem gesamten früheren Freundeskreis verändert hatte. Obgleich sie sich immer noch um sie sammelten und die bequeme Gewohnheit vertrauten Verkehrs aufrecht erhielten, hatte sie allmählich bemerkt, dass ihr Blick auf sie ein Element von Kritik und Mitgefühl in sich barg. Sie hatte sich einst eingebildet, dass Amhersts gutes Aussehen und die anderen Qualitäten, die sie in ihm erblickt hatte, ihm sofort freien Zutritt zu dem erlauchten Kreis verschaffen würde, in dem sie sich bewegte; aber die Missachtung seiner Chancen hatte sie entmutigt, und vor allem die grundlegenden Unterschiede in seiner Lebensanschauung. Er verhielt sich nie ordinär oder lächerlich, aber sie erkannte, dass er nie diese kleinen gesellschaftlichen Fertigkeiten erwerben würde. Er liebte Bewegung, aber es langweilte ihn, davon zu sprechen. Die Männer-Anekdoten aus dem Rauchzimmer amüsierten ihn nicht, das Auf und Ab am Aktienmarkt ließ ihn kalt, er konnte nicht eine Spielkarte von der anderen unterscheiden, und seine flüchtigen Versuche am Billard hatten einst Mr. Langhope veranlasst, in Hörweite seiner Tochter zu murmeln: »Aha, das ist der Test – ich hab's ja gewusst!«

Wenn Amherst so ausgeschlossen war von dem, was für Bessy die Hauptpunkte des Kontakts mit dem Leben bedeutete – wie konnte er hoffen, in dieser Beziehung beschlagenere Gemüter zu beeindrucken? Als das Gefühl seiner gesellschaftlichen Unzulänglichkeit in ihr wuchs, wurde Bessy empfänglicher für jene latente Kritik an ihrer Heirat, die – welch unerträglicher Gedanke – ein Urteil über sie selbst beinhaltete. Sie war zunehmend begierig nach Zustimmung und Beifall ihres kleinen Publikums, misstraute aber ebenso zunehmend seiner Ehrlichkeit und war umso kläglicher überzeugt, dass sie und ihr Ehemann die Zielscheibe ihrer wirkungsvollsten Geschichten seien. Sie wusste auch, dass es draußen Gerüchte über Uneinigkeit wegen Westmore gab, und der Verdacht, dass Amhersts Verhalten den Gegenstand unfreundlicher Kommentare bildete, provozierte bei ihr eine Reaktion von Loyalität gegenüber seinen Ideen …

Von diesen Turbulenzen widerstreitender Einflüsse blieb einzig ihre Freundschaft mit Justine Brent unberührt. Obwohl Justines Anpassungsfähigkeit ihr die Eingliederung in das Leben von Lynbrook erleichterte, wusste Bessy, das sie ebenso außerhalb stand wie Amherst. Sie ließ sich zum Beispiel nie von den Gedanken Maria Ansells, der Gaines oder der Telfers beeinflussen. Sie folgte ihren eigenen Verhaltensmaßstäben, die Bessy zwar unverständlich blieben, Justine aber eine Freiheit des Geistes bewahrten, auf den jene sich wiederum in blinder Vertrauensseligkeit stützte. Und dass nun plötzlich sogar ihr Glaube an Justine durch einen eifersüchtigen Gedanken vergiftet worden sein sollte, schien zu beweisen, dass die Folgen ihrer Heirat schrittweise ihr gesamtes Leben infizierten. Bessy vermochte männliche Huldigung nur als Untertänigkeit gegenüber dem geringsten Wunsch ›Dero Göttlichkeit‹ zu begreifen; sie argumentierte, wenn Amherst sie wirklich liebte, dann hätte er nicht so leichthin die Grundlagen ihrer Welt zerstören können. Und so drehten sich ihre quälenden Gedanken beständig um sich selbst und kehrten wieder zu ihrem zentralen Kummer zurück – dem Fehler ihrer Heirat. Wäre ihre eigene Liebe erloschen, so wäre es viel einfacher gewesen – sie war umgeben von Beispielen gemeinsamen Sichentziehens aus einer mühseligen Verbindung. Da war zum Beispiel Blanche Carbury, mit der sie in letzter Zeit eine tiefere Freundschaft geschlossen hatte … es war absolut klar, dass Blanche Carbury sich wunderte, wie viel Bessy noch aushalten wollte! Aber das Quälende an ihrer Lage bestand ja darin, dass sie einen radikalen Widerspruch enthielt, indem sie Amherst immer noch liebte, obwohl sie ihm nicht verzeihen konnte, sie geheiratet zu haben.

Worunter sie vielleicht am meisten litt, war seine zu rasche Einwilligung in die Halbentfremdung zwischen ihnen. Nach knapp drei Jahren Ehe musste sie sich immer noch daran gewöhnen, dass es zu Amhersts Wesen gehörte, bis zum Morgengrauen mit dem Engel zu kämpfen Jakobs Kampf mit dem Engel: Moses I, 32, 22f. und dann sein übriges Geschäft in Angriff zu nehmen. Ihre Seele konnte weiter ebenso endlos in demselben Kummer kreisen wie ein Eichhorn in seinem Rad; die Gewohnheit ihres Mannes, die anerkannte Tatsache einfach abzuschütteln, war wohl ein Zeichen von Gefühlsarmut. Wenn er sich nur ein wenig mehr angestrengt hätte, sie zu halten – wenn er, sogar jetzt noch, zu ihr zurück käme und ihr das Gefühl gäbe, dass sie ihm mehr bedeutete als diese elende Fabrik!

Als sie ihr Pferd nach Lynbrook lenkte, hatte sie erneut größte Sehnsucht nach Amherst. Er hatte seit Wochen nicht geschrieben – sie hatte Maria Ansell mitteilen müssen, dass sie keine Ahnung von seinen Plänen hatte, und der Gedanke demütigte sie, dass jeder um seine Vernachlässigung wusste. Wenn sie trotzdem auch jetzt noch nach der Heimkehr ein Telegramm von ihm finden würde, das seine Ankunft ankündigte, würde das Gewicht der Einsamkeit sich heben, und alles im Leben würde sich verändern …

Ihre nervöse Stute roch den Weg nach Hause und raste mit ihr, erregt von dem phantastischen Spiel der Lichter und Schatten am Wegesrand, dahin in wildem Galopp, mit dem der fieberhafte Rausch ihrer Gedanken Schritt hielt; als sie das Haus erreichte, sank sie mit schmerzenden Handgelenken und betäubtem Kopf aus dem Sattel.

Sie trat durch eine Seitentür ein, um jede Begegnung zu vermeiden, und rannte die Treppe hinauf, weil sie wusste, dass sie kaum noch Zeit hatte, sich zum Dinner umzuziehen. Als sie die Tür ihres Wohnraums öffnete, erhob sich jemand von dem Stuhl am Feuer; sie blieb stehen und erkannte ihren Mann …

Es war der Moment, den beide herbei gesehnt hatten, aber als er nun da war, machte er sie sprach- und hilflos.

Bessy ergriff als erste das Wort. »Wann bist du gekommen? Du hast mir nicht geschrieben, dass du kämst!«

Amherst trat auf sie zu und streckte seine Hand aus. »Nein; du musst mir verzeihen. Ich war sehr beschäftigt,« sagte er.

Immer dieselbe Entschuldigung! Derselbe Stich gegen sie wegen der verhassten Tatsache, dass Westmore zuerst kam und sie sich zufrieden geben musste mit dem, was von seiner Zeit und seinen Gedanken noch übrig war!

»Du bist dauernd zu beschäftigt, um von dir hören zu lassen,« sagte sie kühl, und die Hand, die seiner entgegen geschnellt war, fiel zurück an ihre Seite.

Wenn er jetzt nur freimütig gesagt hätte: »Es war zu schwierig – ich wusste nicht, wie ich es anstellen sollte,« hätte der Klang der Wahrheit sie noch erreicht und berührt; er hatte jedoch den Ton erleichterter Selbstbeherrschung angeschlagen, der unter ihren Freunden üblich war, und wie gewöhnlich scheiterte sein Versuch.

»Tut mir leid – ich bin ein schlechter Briefschreiber,« gab er zurück; und sein böser Dämon veranlasste ihn hinzuzufügen: »Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen?«

Bessys Gesicht verfärbte sich. »Natürlich nicht. Aber es muss unseren Besuchern ziemlich seltsam vorkommen, dass ich so wenig von deinen Plänen weiß.«

Daraufhin demütigte er sich noch weiter. »Ich weiß, ich denke zu wenig über den äußeren Anschein nach – ich will versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.«

Der äußere Anschein! Er sprach, als hätte sie ihn wegen einer Verletzung der Etikette getadelt … es kam ihm niemals in den Sinn, dass es sich um einen Schrei aus ihrem gedemütigten Herzen handelte! Der Strom von Wärme, der sich in seiner Gegenwart stets entwickelte, versiegte, und an seiner Stelle begann ein kühles Rinnsal langsam hinauf zu ihrem Hals und ihren Lippen zu kriechen.

In Amherst spielte sich inzwischen der entgegengesetzte Prozess ab. Seine Gattin war für ihn immer noch die schönste Frau der Welt oder besser gesagt vielleicht die einzige Frau, für deren Schönheit er Augen hatte. Diese Schönheit vermochte zwar nicht mehr zu seinem Herzen zu dringen, sie berührte aber immer noch seine Sinne, nicht mit Leidenschaft, sondern mit einer zärtlichen Freundlichkeit, so wie man sie wohl für die lebhaften Bewegungen eines Vogels oder Kätzchens empfindet. Sie schien ihn anzuflehen, von ihr nicht mehr zu verlangen, als sie geben konnte – zufrieden zu sein mit dem äußeren Liebreiz und darin nicht nach einer tieferen Bedeutung zu suchen. Er ging auf sie zu und nahm ihre passiven Hände in seine.

»Du siehst müde aus. Warum reitest du so spät noch aus?«

»Oh, ich wollte nur Impuls einen Galopp gönnen. Ich hatte vorher keine Zeit, mit ihr hinaus zu gehen, und wenn ich sie den Grooms zum Training überlasse, ruinieren sie ihr das Maul.«

Amherst runzelte die Stirn. »Du solltest diese Stute nachts nicht allein reiten. Sie wird bei allem scheu nach Einbruch der Dunkelheit.«

»Sie ist das einzige Pferd, aus dem ich mir etwas mache – die anderen sind alle Rindviecher,« murmelte sie, ihre Hände ungeduldig lösend.

»Also, du musst mich mitnehmen, wenn du das nächste Mal ausreitest.«

Widerwillig ließ sie sich etwas besänftigen. Reiten war das einzige Vergnügen, das er mit ihr zu teilen liebte, und der Gedanke an einen langen Galopp über die Plains an seiner Seite brachte die Wärme in ihre Adern zurück.

»Ja, das werden wir morgen tun. Wie lange beabsichtigst du zu bleiben,« fragte sie, erwartungsvoll zu ihm aufschauend.

Es freute ihn, dass sie das wissen wollte, dennoch machte ihn die Frage verlegen, denn es war nötig, innerhalb dreier Tage nach Westmore zurückzukehren, und er konnte sie mit keiner Ausflucht hinhalten.

Bessy erkannte sein Zögern, und ihre Farbe stieg erneut an. »Ich hab' nur gefragt,« erklärte sie, »weil am zwanzigsten ein schicker Ball im Jagd-Club stattfindet, und ich wollte vorher hier ein großes Dinner geben.«

Amherst begriff nicht, dass auch sie ihre sprachlosen Momente hatte und dass der Hinweis auf den ›schicken Ball‹ nur improvisiert war, um ihre Ungeduld zu verbergen, für die seine Antwort zu lange auf sich warten ließ. Er dachte vielmehr, sie würde im Hinblick auf seine Pläne lediglich erwarten, dass er ihr beim Arrangement ihrer Dinner-Tafel nicht wieder dazwischen käme. Wenn das alles war, was sie kümmerte, wurde es plötzlich leicht, ihr mitzuteilen, dass er nicht bleiben konnte, und er antwortete leichthin: »Schicke Bälle sind nicht gerade meine Sache; aber ich muss jedenfalls übermorgen zurück in der Fabrik sein.«

Die Enttäuschung ließ Bitterkeit auf ihre Lippen dringen. »Übermorgen? Es lohnt wohl kaum, für zwei Tage so weit her zu kommen!«

»Oh, die Reise macht mir nichts aus – und es gibt ein paar Dinge, die ich mit dir besprechen muss.«

Es hätte kaum eine unbedachtere Antwort geben können, aber Amherst verhielt sich nun rücksichtslos. Wenn sein Kommen ihr nur deshalb etwas bedeutete, weil er einen Platz an einer ›schicken‹ Dinner-Tafel füllte, dann wollte er ihr zeigen, dass er nur gekommen war, weil er die Formalität erledigen musste, ihr gewisse Maßnahmen zu unterbreiten, damit sie in Westmore ergriffen würden.

Bessy spürte allmählich die physischen Reaktionen ihres Kampfes mit der Stute. Die Erschöpfung, die zuerst ihre Nerven abgestumpft hatte, weckte diese jetzt zu feinerer Empfindlichkeit, und ein bittendes Wort ihres Mannes hätte sie in seine Arme gezogen. Aber seine Antwort trieb all ihr Blut zurück ins Herz.

»Ich begreife nicht, warum du noch diese Formalität, dich mit mir zu besprechen, auf dich nimmst, wenn du dort ohnehin immer getan hast, was dir beliebte, ohne Rücksicht auf mich oder Cicely.«

Amherst gab keine Antwort; die Enttäuschung darüber, dieselbe alte Klage von ihren Lippen zu hören, hatte ihn verstummen lassen; und sie selbst schien, nachdem sie gesprochen hatte, ebenfalls über die Nutzlosigkeit solcher Erwiderungen betroffen zu sein.

»Es ist egal – natürlich werde ich tun, was du wünschst,« fuhr sie lustlos fort. »Aber ich hätte meine Unterschrift schicken können, wenn das alles ist, weswegen du gekommen bist – –«

»Danke,« sagte Amherst kalt. »Ich werde nächstes Mal daran denken.«

Sie standen einen Moment schweigend, er mit auf sie gerichteten Augen, sie mit abgewandtem Kopf und ihre Reitpeitsche zwischen ihren Fingern drehend; dann sagte sie plötzlich: »Wir kommen zu spät zum Dinner,« ging in ihren Ankleideraum und schloss hinter sich die Tür.

Amherst musste sich selbst wachrufen, als sie verschwand.

»Bessy!« rief er zu ihr gehend; aber als er sich der Tür näherte, hörte er drinnen die Stimme der Zofe, wandte sich ab und suchte sein eigenes Zimmer auf.


Bessy kam spät zum Dinner herunter, mit blühenden Wangen und einem Hauch forcierter Ungezwungenheit; und die Art ihres Eintretens, kombiniert mit der unangekündigten Ankunft ihres Ehemannes, rief bei ihren beobachtenden Gästen das Gefühl verborgener Komplikationen hervor. Obgleich Mr. Langhope augenscheinlich nichts von der Rückkehr seines Schwiegersohnes gewusst hatte, bevor sie einander im Salon begrüßten, war er ein zu guter Kartenspieler, um Überraschung zu verraten, und Mrs. Ansell übertraf sich selbst in ihrer köstlichen Weise, alles als selbstverständlich hinzunehmen; aber genau diese Heuchelei schärfte die Wahrnehmung der anderen Gäste, die durch lange Praxis zu Experten in der Deutung solcher Zeichen geworden waren.

All dies war Justine Brent bewusst; auch dass von jedem außer ihr selbst die mutmaßliche Entfremdung zwischen den Amhersts allein auf das Geldproblem zurückgeführt wurde. Für die Mehrzahl der anwesenden Personen gab es eigentlich keine andere begreifliche Quelle ehelicher Zwietracht, weil jede bekannte Schwierigkeit mit Hilfe dieses universellen Schmiermittels reguliert werden konnte. Diese Einträchtigkeit der Anschauung war es, was die Mitglieder von Bessys Welt zu jener Kompaktheit eines neuen Feudalismus zusammen schweißte, was sie mit ihren Parolen und gesellschaftlichen Prüfungen versorgte und sie sicher gegen heimtückische gedankliche Angriffe verteidigte.


Der Weltgeist Genius of History« im Original. Man verzeihe mir die Ersetzung des im Deutschen nicht üblichen durch den Hegelschen Begriff., der gewöhnlich die Possen seiner Marionetten lenkt, lässt manchmal das Schauspiel in einer Reihe beziehungsloser Episoden stagnieren und packt dann, plötzlich den Schritt beschleunigend, in eine Szene den Stoff eines Dutzends. Die Zufallsbegegnung von Amherst und Justine, die scheinbar keine Bedeutung für sie besaß, enthielt die Saat für eine Entwicklung, welche die beiden allmählich gewahr wurden, bevor der Abend vorüber war. Ihr kurzes Gespräch – der erste wirklich vertraute Wortwechsel zwischen ihnen – hatte die Wirkung, ein Solidaritätsgefühl zu schaffen, das in der Atmosphäre der Dinner-Tafel von Lynbrook rasch wuchs.

Justine nahm an Bessys Wochenend-Dinners stets nur widerwillig teil; doch als sie an diesem Abend die Stufen hinabschritt, bereute sie nicht, ihre Anwesenheit versprochen zu haben. Sie wollte einfach Amherst wieder sehen – sein Umgangston und seine Lebensanschauung verstärkten ihre eigenen Überzeugungen und stellten ihren Glauben an die Wirklichkeit und die Bedeutung all dessen, was Lynbrook ignorierte und ausschloss, wieder her. Ihre extreme Empfänglichkeit für umlaufende Gedanken- und Gefühlsschwingungen sagte ihr, als sie ihn zwischen den Blumen und Kerzen der langen Dinner-Tafel erblickte, dass auch er sich dunkel derselben Wirkung bewusst war; und es durchfuhr sie wie ein Blitz, dass sie unbewusst dadurch zusammengeführt worden und die einzigen beiden Fremden in diesem Raum waren. Jeder sonst hatte denselben Standpunkt, sprach dieselbe Sprache, bezog seine Anspielungen aus dem demselben Vorrat, verwendete dieselben Maße und Gewichte beim Abschätzen von Personen und Handlungen. Der träge Scharfsinn Mr. Langhopes und die rudimentären Denkprozesse der rosigen Telfers unterschieden sich zwar in ihrem Grad, nicht jedoch ihrem Wesen nach. Wenn Mr. Langhope das Spektakel objektiver betrachtete, lag es nicht daran, dass er das Gefühl für dessen Bedeutung bereits überlebt hatte, sondern weil Jahre der Erfahrung ihn mit seinen geringsten Einzelheiten vertraut gemacht hatten; und diese Vertrautheit mit der Welt, in der er lebte, hatte eine gründliche Verachtung für jede andere erzeugt.

Nichts konnte die Berührungspunkte zwischen Amherst und Justine lebhafter zum Ausdruck bringen als ihre stillschweigende Ausschließung von dem Meinungsstrom um sie herum. Amherst saß in ernstem Erdulden am Kopf der Tafel zwischen Mrs. Ansell, die sorgfältig ihre Freundlichkeiten verteilte, und Blanche Carbury, die rücksichtslos mit Gesprächsbrocken um sich warf; Justine erschien er als ebenso fremd wie sie selbst unter diesen Leuten, zu denen seine Heirat ihn geführt hatte. So stark spürte sie ihre gemeinsame Isolation, dass es sie nicht überraschte, wie ihr Gastgeber, als die Männer nach dem Dinner in den Salon zurückkehrten, sich zwischen den aufgestellten Bridge-Tischen geradewegs zu der Ecke durchschlängelte, in der sie saß. Amhersts Methoden waren auch im Salon ebenso direkt wie in der Baumwollfabrik. Er ging immer sofort zu der Person, die er suchte, ohne Zeit an ein taktisches Vorspiel zu verschwenden; und bei dieser Gelegenheit vermutete Justine, ohne zu wissen, was zwischen ihm und Bessy vorgefallen war, aus der Erscheinung beider, dass ihr Gespräch bei Amherst zu einem wachsenden Verlangen geführt hatte, mit jemandem zusammen sein, zu dem er frei und unverstellt über das Thema sprechen konnte, das seinem Herzen am nächsten stand.

Sie begann ihn sofort über Westmore zu befragen, und die Veränderung in seinem Gesicht bewies, dass seine Arbeit auch eine Zuflucht war vor all dem, was das Leben entmutigend und unverständlich gemacht hatte. Welche Überzeugungen ihm auch immer durchkreuzt oder geschmälert worden sein mochten: sein Glaube an die Wichtigkeit seiner Aufgabe blieb unangetastet; und die Bestimmtheit, mit der er an ihr fest hielt, erfüllte Justine mit einem Gefühl seiner Stärke. Dieses Gefühl entfachte ihr eigenes Verlangen, wieder in die Welt der Taten einzutauchen, und in einer plötzlichen Reaktion bremste es die wachsende Zuneigung zu Stephen Wyant, die aus ihrer Auflehnung gegen Lynbrook hervorgegangen war. Hier gab es einen Mann, der ebenso sorglos mit den minderen Verhaltensformen umging; seine Wertschätzung ihrerseits blieb jedoch unberührt von dem Mangel an Anpassungsfähigkeit, die an ihrem Verehrer zu kritisieren sie sich vorwarf. Sie begriff allmählich, dass es nicht das Gefühl von Wyants gesellschaftlichen Defiziten war, das sie zurück gehalten hatte; und diese Entdeckung befreite ihr Urteil über ihn, indem es sie in Stand setzte, zu den wahren Gründen ihrer Abneigung vorzudringen. Sie erkannte jetzt, dass der von ihr empfundene Mangel weitaus tiefer lag als bloß ein Verhaltensfehler. Es war das Gefühl einer gewissen unberechenbaren Haltlosigkeit, einer Art gewalttätiger Schwäche, was durch den Kontrast mit Amhersts ruhiger Entschlossenheit ans Licht kam. Hier war ein Mann, den keine gelegentlichen Windstöße aus seiner Zielrichtung bringen konnten, während sie spürte, dass die Karriere, auf die sich die Wyant so inbrünstig geworfen hatte, stets seinen flüchtigen Gefühlsregungen schutzlos ausgeliefert wäre.

Als dieser Unterschied deutlicher wurde, zitterte Justine bei dem Gedanken, dass sie sich selbst, ohne den Vorwand der Liebe, fast einem Mann versprochen hätte, dessen Mängel sie so hellsichtig beurteilen konnte … Hatte sie aber wirklich jemals daran gedacht, Wyant zu heiraten? Während sie weiter mit Amherst sprach, rückte eine solche Möglichkeit in immer weitere Ferne, bis sich schließlich das Gefühl durchsetzte, dass sie nichts als ein Albtraum war. Aber ihr Versprechen, Wyant am nächsten Tag zu treffen, erinnerte sie an die Nähe der Gefahr. Wie hatte sie mit ihrem Schicksal so leichtfertig spielen können – sie, die ihr Leben so wertschätzte, weil sie in ihm solch unerprobte Kräfte des Handelns und Fühlens spürte? Sie lauschte immer noch Amhersts Bericht von seiner Arbeit mit genügend äußerer Selbstherrschung, um die richtigen Kommentare abzugeben und die richtigen Fragen zu stellen, und war sich doch nur der ruhigen Stärke, die sie von seiner Anwesenheit aufnahm, bewusst und der Art und Weise, in der seine Worte, seine Stimme, seine bloße Nähe allmählich ihren Willen stabilisierten und klärten.

Nachdem die Damen hinauf gegangen waren, fuhr Amherst im Rauchzimmer damit fort, sich mechanisch seiner Pflichten zu entledigen, vor dem unpassenden Hintergrund der bemerkenswerten Sportbilder seines Vorgängers – denn es war bezeichnend für Amhersts Beziehung zu Lynbrook, dass sein Leben dort weiter lief inmitten einer Sammlung von Floretts, Boxhandschuhen, Schusswaffen und Renn-Trophäen, die Dick Westmores Ideale repräsentierten. Da Amherst nie besonders aufgeschlossen war für seine dingliche Umgebung und um die Ironie dieser Nachbarschaft nicht einmal wusste, hatte er schließlich die Gäste seiner Frau ebenso fraglos wie deren Hintergrund akzeptiert und mit demselben Gefühl wie ihr Dasein auch einen unvermeidlichen Teil seines neuen Lebens. Ihre Unterhaltung war für ihn nicht verständlicher als die roten und gelben Hieroglyphen auf den Rennsportbildern, und er rauchte schweigend, während Mr. Langhope Westy Gaines einen Vortrag hielt über die jüngste Verkaufsaktion chinesischen Porzellans, bei der er so glücklich gewesen war, jene Ming-Garnitur für seine Tochter zu erwerben, und Mason Winch erläuterte einer Gruppe gelangweilter Zuhörer die grundlegende Abhängigkeit der Werktätigen vom Erfolg der Wall Street Straße in New York, die bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jh. der zweitwichtigster Finanzplatz der Welt war; heute befindet sich dort die weltgrößte Wertpapier-Börse.. In einem zurückgezogenen Winkel ließ Ned Bowfort Fakten mehr persönlicher Natur einer auserwählten Gefolgschaft zu Teil werden, die mit unterdrückter Freude die Erwähnung echter Namen begrüßte; und dann und wann hielt sich Amherst für verpflichtet, zu Fenton Carbury, den er kameradschaftlich unter seine Fittiche genommen hatte, zu sagen: »Ja, ich sehe ein, dass Niedrigprofilreifen die besten sind,« oder: »Es spricht eine ganze Menge für Niederspannungsmagnetzünder – –«

Die ganze Zeit über verweilten freilich seine bewussten Gedanken bei der Erinnerung an sein Gespräch mit Justine Brent. Er war von seiner Frau in jenem Stadium moralischer Abgeschlagenheit gegangen, wo die stärksten Hoffnungen ermatten, weil sie mit Gleichgültigkeit und Feinseligkeit infiziert sind, und wo jegliche Anstrengung, sie zurück zu gewinnen, in keinem Verhältnis zum absehbaren Ergebnis zu stehen scheint; als er jedoch Justine zuhörte, wurden all seine Kräfte wieder lebendig. Hier war endlich jemand, der die Dringlichkeit seiner Aufgabe spürte: jedes Wort, jeder Blick von ihr bestätigte ihren Kommentar vom Nachmittag: »Westmore muss mit der Zeit für Sie beide Vorrang erhalten; ich kann nicht erkennen, wie einer von Ihnen dem entkommen könnte.«

Sie hielt dies, wie er selbst, für jenes besondere Ventil, auf Grund dessen er seinen Wert für die Welt zum Ausdruck bringen sollte; und mit dem Wissen, dass eine andere Person ebenfalls diese Berufung erkannte, erklang sie wieder laut in seinem Herzen. Ja, er würde weiter machen, geduldig und beständig, Hindernisse überwinden, Verzögerungen durchleiden, Kritik ertragen – und am härtesten von allem: die sich vertiefende Gleichgültigkeit und das Misstrauen seiner Frau aushalten. Justine hatte gesagt, »Westmore muss mit der Zeit für Sie beide …«, und er würde beweisen, dass sie Recht hatte – trotz den Mächten, die sich gegen ihn vereinten, würde er am Ende Bessy überzeugen!

Diejenigen Beobachter, welche die Länge und Lebhaftigkeit von Miss Brents Gespräch mit ihrem Gastgeber betroffen gemacht hatte – und unter ihnen standen Mrs. Ansell und Westy Gaines an erster Stelle – hätten kaum glauben mögen, welch geringe Rolle Justines persönlicher Charme gespielt hatte, um Amherst anzuziehen. Er befand sich noch unter der Herrschaft jener anderen Art von Schönheit – der zarten Anmut, die den ersten Triumph des Geschlechts in seinem Herzen personifizierte – und Justines dunkle Schlankheit vermochte nicht sofort das sanfte Bild aufzulösen. Er betrachtete sie wohlgefällig, während sie sprach, aber ihr Gesicht interessierte ihn nur als Medium ihrer Ideen – sie sah aus, wie ein Mädchen aussehen musste, das fühlte und dachte, wie sie es tat. Er wurde gewahr, dass alles an ihr rasch, fein und geschmeidig wirkte und dass die Charakterstärke nahe an der Oberfläche des Fühlens lag; aber die gegenseitige Durchdringung von Leib und Seele, die ihren Körper wie die lichte Projektion ihres Geistes erscheinen ließ, machte ihm nur die Einzigartigkeit ihrer Gedanken bewusst.

So ließen diese beiden in ihrer Stunde des Zweifels gegenseitig Stärke in ihre Herzen strömen, ohne dass ihnen bewusst war, was sie da gaben und welch verborgene Macht darin für die Erneuerung ihrer Ziele lag.


 

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