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Der Waldläufer

Gabriel Ferry: Der Waldläufer - Kapitel 71
Quellenangabe
typefiction
authorGabriel Ferry
titleDer Waldläufer
publisherVerlag Lothar Borowsky
illustratorGustave Doré
translatorDr. G. Füllner
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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71 Der Gefangene

Die Vorbeifahrenden hielten einen Augenblick an, um dieses ruhige Gemälde zu betrachten.

»Sir«, sagte Wilson, der schon seit einiger Zeit, wie er sagte, in dem Boot die Haltung und die Züge des jungen Komantschen, dem er zum zweitenmal begegnete, wiedererkannt hatte, »wir haben hier einen tapferen Krieger, dessen Hand schon einmal die Eurige gedrückt hat.«

»Ich gehe zu ihm«, antwortete Sir Frederick Wanderer, ohne den Kopf zu heben. »Und wer ist dieser Freund? Denn dank Eurer Sorgfalt begegne ich niemals einem Feind, was in der Tat langweilig wird.«

»Sir«, erwiderte der Amerikaner, »was geschrieben ist, ist geschrieben; ich weiß von nichts anderem. Und außerdem – wenn Eure Gnaden wünschen, daß ich Euch irgendeiner tüchtigen Gefahr gegenüberstelle, so müssen wir dies in einem nachträglichen Zusatz zu unserem Vertrag bemerken; außerdem ... Ihr fühlt wohl, Sir Frederick, könnte ich nicht einwilligen, ohne mich einem Prozeß oder den Vorwürfen meines Gewissens auszusetzen ...«

»Wir wollen sehen«, unterbrach ihn der Engländer und stand auf. »Ah, es ist ein junger, tapferer Komantsche«, fügte Sir Frederick lebhaft hinzu; »ich freue mich, ihn wiederzusehen.«

»Durchstreifen Eure Gnaden schon lange die Ufer des Red River?« fragte Bois-Rosé englisch.

»Seit sechs oder sieben Tagen«, antwortete Sir Frederick, »bin ich auf der Verfolgung dieses schönen weißen Renners, den Ihr dort unten seht, und im Begriff, diesen Ufern lebewohl zu sagen, an denen man wahrlich so sicher reist als an denen der Themse.«

»Da bin ich in diesem Punkt ganz verschiedener Ansicht«, unterbrach ihn der Grenzjäger. »Fragt Bois-Rosé!«

»Fragt Wilson!« erwiderte Sir Frederick.

Bois-Rosé unterbrach das Gespräch, das zur großen Freude Wilsons lebendig wurde. »Ihr seid also nicht zwei Banditen und ungefähr zehn Indianern begegnet, die einen gefangenen jungen Mann bei sich hatten?«

»Banditen? Ihr setzt mich in Erstaunen, mein Freund«, erwiderte Wanderer; »sie existieren nur in Eurer Einbildung. Wilson, haben wir Banditen gesehen?«

Der amerikanische Jäger blinzelte mit den Augen und sagte: »Sir Frederick, nach dem Wortlaut unserer Übereinkunft muß ich Euch nicht bloß im allgemeinen aus jeder Gefahr – wohlverstanden in der Steppe! – befreien, sondern es auch verhindern, daß Ihr dieser ausgesetzt seid. Nun ist nicht später als bei Tagesanbruch...«

Die verzweifelten Anstrengungen des weißen Pferdes, seine Bande zu zerreißen und sich von seinen Fesseln zu befreien, zwangen den amerikanischen Jäger, hinzulaufen, um es daran zu hindern, sich zu verwunden. Während er es mit Worten zu beruhigen suchte, warf Diaz bewundernde und neidische Blicke auf den prachtvollen weißen Renner, den er zugleich beim Anblick des Blutes bedauerte, das die fleckenlose Reinheit seiner schneeigen Farbe trübte.

»Wer ist der Barbar«, fragte der Abenteurer mit nur schlecht verhehltem Unwillen, »der es gewagt hat, Schwert oder Büchse gegen ein derart schönes Tier zu gebrauchen, das ein König zu besteigen stolz sein würde?«

»Dieses edle Pferd«, erwiderte Sir Frederick, »ist, so wie Ihr es hier seht, dasjenige, das die Vaqueros in Texas den Weißen Renner der Prärien nennen. Von Texas her verfolgen wir es, Wilson und ich, und gestern hat er, des Krieges müde, das Mittel in Anwendung gebracht, dessen man sich in seinem Vaterland bedient, um die Pferde zu bekommen, die dem Lasso entgehen: nämlich dem Tier eine Kugel seitwärts in den Hals zu schießen. Es ist ein grausames und gewagtes Mittel, aber es ist gelungen, denn dort steht der Renner. Seine Wunde hat nichts zu bedeuten, und ich werde in London einige Ehre mit ihm einlegen.«

»Wenn Ihr dort hinkommt«, murmelte Diaz.

»Also«, fuhr Wilson fort, der sich der Gruppe wieder anschloß, »wie ich schon die Ehre hatte, Euch zu sagen – ich habe nicht später als gestern um vier Uhr, während Euer Gnaden arglos schliefen, ein Kanu den Fluß hinabfahren sehen, mit einer Ladung von Passagieren, die wohl die Ansichten Eurer Gnaden über die Sicherheit dieser Ufer hätten ändern können, wenn ich nicht gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen hätte, um Euch ihren Augen zu entziehen.«

Der Kanadier hörte aufmerksamer zu.

»In diesem Kanu befanden sich ein gewisser Half-Breed und ein anderer Bandit, den ich kenne, mit Namen Red Hand.«

»Half-Breed und Red Hand?« rief Bois Rosé aus, der Sang-Mêlé und Main-Rouge unter ihren englischen Namen wiedererkannte. »Gestern, sagt Ihr, habt Ihr sie gesehen?«

»Gegen Abend, und sie fuhren in einem Kanu den Fluß hinab.«

»Waren sie allein?« fragte Pepe lebhaft beim Anblick des Kanadiers, den die Aufregung erbleichen ließ.

»Ach nein; sie hatten noch etwa zehn Indianer bei sich. Diese Schelme verstehen die Kunst, in diesen Steppen eine Menge von Banditen ihrer Art anzuwerben.«

»Und es war kein junger Weißer dabei?« fragte der Kanadier, indem er den raschen Schlag seines Herzens unterdrückte.

»Ich wage nicht, etwas zu behaupten – weder für noch gegen«, erwiderte Wilson.

Diese ausweichende Antwort schmetterte Bois-Rosé ganz nieder; sein Gesicht verriet seinen Schmerz.

»Er war dabei; er mußte dabei sein!« rief Pepe ungestüm.

»Er war nicht dabei«, murmelte Bois-Rosé schmerzlich.

»Er war dabei, sage ich dir!« erwiderte der Spanier. »Es war in der Dämmerung; dieser Jäger hat es nicht recht sehen können.«

»Das ist möglich«, sagte der Yankee phlegmatisch.

»Ihr hört es, Komantsche«, fuhr Pepe feurig fort, »gestern abend sind Sang-Mêlé und Main-Rouge, diese beiden Teufel der Hölle, in einem Kanu den Fluß hinabgefahren. Vorwärts! Binnen hier und einigen Stunden haben wir sie wieder eingeholt. Tod und Blut! Zu wissen, daß sie so nahe bei uns sind! Sir Frederick«, fuhr der Spanier fort, »wenn Ihr Lust dazu habt, so kommt mit uns, und Ihr sollt einem blutigen Kampf beiwohnen.«

»Wenn Ihr eine heilige Sache als die Eurige ansehen wollt«, rief Bois-Rosé aus, der wieder einigermaßen Herr seiner selbst geworden war; »die Sache eines Vaters, der den Sohn, den ihm Gott, genommen hat, einem schrecklichen Tod zu entreißen sucht – so kommt mit uns, und Gott wird Euch eines Tages vergelten, was Ihr für den Vater und den Sohn getan haben werdet.«

»Das ist wider unsere Übereinkunft«, bemerkte Wilson. »Sir Frederick, das geht Euch persönlich an, und Ihr werdet mich schriftlich entbinden.«

»Ich tue es hier vor allen«, sagte der Engländer, den der Schmerz und die Stimme des alten Waldläufers gerührt hatten; »es soll nicht gesagt werden, daß ich einem betrübten Vater eine abschlägige Antwort gegeben hätte.«

»Gut«, erwiderte Wilson, »denn wir haben bis jetzt ein Leben wie Tagediebe geführt.«

Die Pferde wurden rasch gesattelt und beladen, und als man um die Nüstern des weißen Renners einen Riemen gelegt und ihn an den Schweif von Wilsons Pferd angebunden hatte, verfolgten sie alle eilig die Richtung des Flusses abwärts, und zwar die Indianer zu Fuß, die beiden neuen Reiter auf dem Ufer und der Rest der Truppe in dem Kanu aus Büffelhaut.

Wenn man sich in Gedanken in den Augenblick zurückversetzt, wo die beiden unerschrockenen Jäger – bereit, Fabian zu folgen – allein, ohne Verteidigungsmittel und sterbend vor Hunger von Gayferos eingeholt worden waren und sich andere Waffen verschafft hatten; wenn man bedenkt, daß jetzt die drei Freunde Fabians in den Kriegern Rayon-Brûlants neun furchtbare Verbündete gewonnen hatten; daß stete Scharmützel die Apachen geschwächt hatten; daß Diaz dabei war; daß zwei andere Gefährten in der Gefahr sich eben an Pepe und den Kanadier angeschlossen hatten und daß endlich die ganze Schar sich auf fünfzehn Streiter belief, so meinen wir, diesen treu genug das Geleit gegeben zu haben, so daß es uns nun wohl erlaubt sein darf, ihnen auf diesem letzten Marsch nicht mehr zu folgen.

Wir haben zu lange den Gefangenen – den Gegenstand so großer Sorge und so vieler Anstrengungen – in seinem Unglück vergessen; eine gebieterische Pflicht, eine Pflicht der Zuneigung führt uns zu Fabian von Mediana zurück. Wir müssen jedoch zuvor in einigen Worten das erzählen, was ihm seit dem Augenblick begegnet war, wo er in seinem Kampf mit Lufthauch samt seinem Gegner bis zum Fuß des abgestumpften Hügels hinabgerollt war.

Die Büchse des jungen Spaniers lag zur Seite ihres bewegungslosen, scheinbar leblosen Besitzers. Die Belagerer, in der Gewißheit, daß die beiden Gegner ohne Feuerwaffen sie nicht erreichen konnten, hatten sich auf Fabian gestürzt, und wenige Augenblicke hatten genügt, sich seiner zu bemächtigen und ihn samt dem Indianer fortzutragen, der nur noch eine Leiche war. Man warf die drei gefallenen Indianer in den Schlund des Wasserfalls; was Fabian anlangt, so konnte man leicht sehen, daß er noch lebte.

Der Mestize war zwar durch diesen Erfolg befriedigt, begann aber doch seine Toten zu überzählen. Von elf Indianern, die er bei sich gehabt hatte – die vom Los Bestimmten mit eingeschlossen –, waren sechs getötet, Baraja war das siebente Opfer. Plötzlich erscholl ein Geheul in der Ebene, und einer von den vier Kriegern, die dort im Hinterhalt lagen, lief herbei und erzählte dem Mestizen vom Tod seiner drei Begleiter. Der Mestize stampfte wütend mit dem Fuß auf den Boden, aber er besann sich nicht länger. Main-Rouge erhielt den Befehl, den immer noch ohnmächtigen Gefangenen in das unter dem unterirdischen Kanal des Sees angebundene Kanu zu tragen. Der alte amerikanische Renegat sowie Gemse und der Bois-Rosé entschlüpfte Indianer trugen Fabian auf ihren Armen fort und warteten auf den Mestizen, der bald nachkommen sollte.

Gerade in dem Augenblick, wo er allein geblieben war, überraschte Bois-Rosé, der, von seiner Unternehmung zurückgekehrt, aufrecht auf der Plattform stand, den Piraten, ehe dieser es vermutete. Der Schmerz des Kanadiers machte es ihm begreiflich, daß es hieß, Bois-Rosé das Leben nehmen, wenn man Fabian seiner Liebe entriß. Der wilde Mestize versuchte indessen dem Kanadier irgendeine grausame, wenn auch nicht tödliche Wunde beizubringen und den Blutdurst zu stillen, der ihn verzehrte; da er sich jedoch bei dem vom Himmel herabströmenden Regen von der Wirkungslosigkeit der Feuerwaffen überzeugte, so dachte er an den Rückzug, oder, um es richtiger auszudrücken, er ergriff die Flucht.

Mitten in der wachsenden Dunkelheit brauchte der Mestize sich keine Mühe zu geben, bei dem doppelten Schleier des Regens und des Ungewitters seine Spur den Nachforschungen der Jäger zu verbergen. Das Ufer des Flusses, dessen Zugänge er genau kannte, war so von den Bergen eingeschlossen, daß es unmöglich war, sogleich die richtige Stelle zu finden, und Bois-Rosé und Pepe irrten noch auf gut Glück sehr weit davon umher, als der Mestize schon seine Gefährten, die ihn ungeduldig erwarteten, eingeholt hatte.

»Wer zuviel unternimmt, führt es schlecht aus«, sagte Main-Rouge im Ton übler Laune, während er mit seinem Sohn ruderte, um fortzukommen. »Du hast immer zwanzig Pläne im Kopf und führst niemals irgendeinen davon aus.«

Der Mestize zeigte schweigend mit dem Finger auf den am Boden des Kanus ausgestreckten und geknebelten Fabian, um gegen die Anklage seines Vaters zu protestieren.

Main-Rouge fuhr fort: »Und die beiden anderen, die du ausliefern solltest? Und dieser Schatz, den wir zurückgelassen haben, während wir dank der Dunkelheit und unseren Waffen uns im Handumdrehen der Männer und des Goldes bemächtigen konnten?«

»Höre, Main-Rouge, wenn ich mich herablasse, mein Verfahren zu rechtfertigen, so geschieht es in der Absicht, daß du mir nicht mehr die Ohren mit deinen Beschuldigungen zerreißt. Wir sind nur noch vier gegen zwei. Bei einem solchen Wetter wie diesem hier ist eine Büchse nicht mehr wert als ein Messer. Abwarten, bis der Sturm vorüber ist, hieße bis zum nächsten Sonnenaufgang warten, und ich habe keine Zeit dazu. Was die Männer anlangt, so ist hier schon einer; binnen hier und drei Tagen werde ich ihn dem Schwarzen Falken ausliefern. Die beiden anderen zählen nicht mehr; in den Prärien ist ein Jäger ohne Waffen ein toter Mensch; Hunger und Bären werden uns von ihnen befreit haben, ehe wir an der Red Fork sind. Über den Schatz brauchst du dich nicht zu ärgern; es ist keine Gefahr vorhanden, daß er davonfliegt, und wir werden vor dem Ende des Mondes zu ihm zurückkehren, während ich durch eine Verzögerung von einem Tag die Gelegenheit einbüßen kann, mich eines anderen Schatzes zu bemächtigen: nämlich der weißen Taube des Büffelsees, die Flügel zum Fortfliegen hat. Hast du nun noch etwas auf diese Gründe zu erwidern, so sprich schnell, damit keine Rede mehr davon ist.«

»Was gehen mich alle Tauben der Welt – weiße oder rote – an? Die beiden Jäger werden den Schatz mitnehmen, und bei unserer Rückkehr werden wir den Vogel ausgeflogen finden.«

Der Mestize zuckte verächtlich die Schultern. »Gibt das Gold etwa zu essen in der Steppe?« sagte er. »Denkt man daran, Schätze zu sammeln, wenn man vor Hunger stirbt und mehr als achtzehnhundert Meilen von jeder Niederlassung entfernt ist? Für diese beiden waffenlosen Landstreicher hat das Gold gerade ebensoviel Wert wie das von den Wölfen abgenagte Skelett eines Bisons. Ich habe mehr als einen Jäger, der eine gute, nie fehlende Büchse hatte, vor Hunger in den Prärien rasend werden sehen. Was sollen diese ohne Gewehre machen? In dieser Stunde suchen sie unsere Spuren und finden sie nicht; der Tod wird sie bei ihren Nachforschungen überraschen. Was die weiße Taube anbelangt, so geht sie mich sehr viel an; und sollte ich auch deinen eigenen Leichnam mit Füßen treten, um zu ihr zu gelangen, so würde ich zu ihr gelangen. Nimm das als gesagt an!«

»Möchtest du doch einst einen Sohn haben, der eines Tages dieselbe Sprache gegen dich führt!« rief der alte Renegat aus und senkte den Blick vor den funkelnden Augen Sang-Mêlés, während er diese fürchterlichen Worte aussprach. »Aber du wirst keinen erhalten – er könnte nur noch abscheulicher werden als du!«

»Hast du mir sonst noch etwas anderes zu antworten?« fragte der Mestize spöttisch.

Main-Rouge antwortete nicht, und die beiden Banditen ruderten schweigend weiter; aber der Amerikaner mußte an irgend jemand die Wut auslassen, die ihn erstickte. »Wo hast du den Schatz vergraben, du Hund?« fragte der Freibeuter und stieß Fabian mit dem Fuß, als dieser gerade die Augen zum erstenmal wieder öffnete. »Wirst du wohl antworten, du Landstreicher?« fuhr der ungeduldige Renegat fort.

»Wer seid Ihr?« fragte Fabian, der sich seines Sturzes erinnerte und in dessen Augen seine wirkliche Lage noch nicht in ihrem ganzen schrecklichen Licht erschien.

»Er fragt, wer ich bin!« rief Main-Rouge mit wildem Lachen aus. »An dir ist es, mir zuerst zu antworten! Wo hast du den Schatz vergraben?«

Bei dieser zweiten Frage hatte Fabian seine ganze Besinnung wiedererlangt. Er suchte mit den Augen Bois-Rosé und den Spanier, und sein Blick fiel nur auf die Gesichter der beiden Piraten der Prärien und auf die indianischen Malereien der beiden Apachen. Was war aus den beiden Jägern geworden? Fabian wußte es nicht und wollte sich davon Gewißheit verschaffen. »Ein Schatz?« fragte er. »Ich habe niemals davon reden hören. Bois-Rosé und Pepe hatten nicht die Gewohnheit, mir ihre Geheimnisse anzuvertrauen; fragt sie selbst darum!«

»Diese Landstreicher darum fragen?« rief der alte Renegat aus. »Frag die Wolke, die wir gestern gesehen haben und die wir nicht wiedersehen werden. Wird die Wolke dir antworten?«

»In der Tat, die Toten reden nicht mehr«, sagte Fabian.

»Die Landstreicher sind nicht tot, aber sie sind auch nicht mehr wert als Tote. Wozu wird ihnen die Freiheit ohne ihre Waffen nützen? Ein Raub des Hungers zu werden! Wozu nützt dir jetzt das Leben? Um ein Raub des Schwarzen Falken zu werden, dessen Krallen dir den Körper stückweise zerreißen werden.«

Die beiden Jäger waren frei und am Leben, und ein verächtliches Lächeln flog über Fabians Lippen, als er diese Gewißheit erlangt hatte. »Es gibt Jäger ohne Waffen, die die Piraten der Prärien noch zur Flucht zwingen, obgleich diese sich den Anschein geben, als verachteten sie ihre Gegner«, sagte er und schaute dem Banditen ins Gesicht.

»Wir fliehen nicht! Verstehst du, Hund?« sagte der Renegat, mit den Zähnen knirschend. »Sieh doch die Frechheit dieses jungen Schelms! Was mich anlangt, so weiß ich nicht, was mich zurückhält, ihm seine beleidigenden Worte in den Schlund zurückzustoßen«, schloß er und entblößte sein Messer.

In der Aussicht auf eine schreckliche Marter zog Fabian einen raschen Tod den Qualen vor, von denen er sich bedroht wußte. »Ich will euch sagen, was euch zurückhält«, antwortete er mit Zuversicht: »Es ist die Furcht vor dem Schwarzen Falken, der seine Jagdhunde aus euch gemacht und euch drei Männern nachgehetzt hat, die ihn und zwanzig Krieger fast während eines ganzen Tages und einer ganzen Nacht mit Vorteil bekämpft haben.«

Vielleicht wären diese Worte, die Main-Rouges Wut bis aufs äußerste brachten, die letzten gewesen, die Fabian gesprochen hatte, wenn nicht der Mestize die Hand seines Vaters, die zum Stoß bereit war, zurückgehalten hätte. »Der junge Krieger aus dem Süden hat Furcht vor dem Marterpfahl«, sagte Sang-Mêlé, »und er beleidigt seine Sieger, um sich lange Qualen zu ersparen; aber in drei Tagen wird er anders sprechen.«

»Ein Weißer kann sterben wie ein Indianer.« Nach dieser Antwort schloß Fabian die Augen, um die greulichen Gesichter der beiden Banditen nicht mehr zu sehen, die lebhaft miteinander sprachen, ohne daß er sie verstand.

Der Sturm brüllte in seiner ganzen Heftigkeit, der Regen fiel immer noch in dichten Strömen mitten unter dem Rollen des Donners herab. Das Rindenkanu flog leicht wie ein trockenes Blatt, das auf den Flügeln des Windes dahinschwebt, über die Oberfläche des Wassers und trug den Gefangenen weit von seinen beiden Beschützern weg. Fabian lag auf dem Boden des Kanus ausgestreckt; das Wasser des Himmels badete sein Gesicht, seine Kleider waren durchnäßt und klebten an seinem Körper. Er dachte an den Schmerz des Kanadiers, und zuweilen lächelte ihm auch in Gedanken eine unbestimmte Hoffnung zu – bis zu dem Augenblick, wo er die Augen wieder öffnete und beim unheilverkündenden Schein der Blitze die wilden Mienen der Freibeuter und die öde, düstere Gegend erblickte, durch die sie hinfuhren. Dann sagten ihm die rohe Wildheit des Vaters und die spöttische Grausamkeit, die sich in den wilden Zügen des Sohnes aussprach, daß er von ihnen keine Gnade zu erwarten habe; und die öden Schlünde erinnerten ihn daran, daß trotz des Mutes seiner beiden Waffengefährten keine Spur seines Vorüberkommens zurückbleiben konnte – ebensowenig wie die Blitze am Gewölbe des Himmels eine solche zurückließen.

Fast die ganze Nacht verfloß unter solchen moralischen Qualen, die durch seine körperlichen Leiden noch vermehrt wurden, während die beiden Piraten und die Indianer sich ablösten und unter dem Schutz ihrer Decken schliefen, je nachdem die Reihe an sie kam, ohne daß sie das Wasser, das auf sie niederströmte, zu beachten schienen. Es war eine traurige, grauenvolle Nacht. Indessen hatte jedoch der Mestize den schmerzenden Gliedern Fabians einige Erleichterung dadurch verschafft, daß er die Bande, mit denen sie gefesselt waren, ein wenig lockerte.

Als der Himmel sich aufgeklärt hatte, machten die beiden Piraten am Ufer des Flusses halt, und zwar an einer Stelle, wo sich eine Gruppe von großen Bäumen mitten im hohen Gras erhob. Der erste Schimmer der Morgendämmerung verbreitete eben ein unbestimmtes Licht, und einer von den Indianern benützte den Augenblick, der den Tag von der Nacht scheidet, um sich nicht weit vom Lager auf die Jagd zu begeben. Es war die günstigste Zeit, um auf den Anstand von Hirschen oder Rehen zu gehen, die zum Fluß hinabstiegen.

Fabian wurde im Kanu in einem an Vernichtung grenzenden Zustand der Erstarrung zurückgelassen, denn der Hunger verdoppelte noch das Unwohlsein, das er fühlte, und die traurigen Gedanken, die ihn beherrschten. Währenddessen zündeten der Mestize, sein Vater und der bei ihnen zurückgebliebene Indianer ein mächtiges Feuer an, um daran ihre durchnäßten Kleider zu trocknen.

Der Jäger kam bald wieder mit einem Damhirsch auf den Schultern, den er geschossen hatte, zu ihnen zurück, und während er die fettesten und zartesten Stücke davon zum Frühstück braten ließ, lagen seine drei Gefährten am Feuer und schliefen. Als der Braten fertig war, wachten die Schläfer auf und begannen zu essen. Die Sonne war aufgegangen und strahlte an einem Himmel, auf dem keine Spur von dem schrecklichen Sturm am Abend vorher zurückgeblieben war.

Der alte Renegat beschäftigte sich zuerst so sorgfältig mit dem Gefangenen, daß sein wilder Groll, den er noch von Fabians Worten her bewahrte, daraus hervorleuchtete. »Was wird der Schwarze Falke denken«, sagte er zu Sang-Mêlé, »wenn du ihm einen von Hunger und Leiden jeglicher Art halbtoten Gefangenen überlieferst? Welches Gesicht, welche Haltung soll denn dieser junge Landstreicher am Pfahl zeigen, wenn er nicht die Kraft hat, sich aufrecht zu halten?« »Er wird weniger lange leiden«, antwortete der Mestize gleichgültig. »Was kümmere ich mich darum?«

»Aber ich kümmere mich darum!« rief der wilde Amerikaner aus. »Ich will sein Fleisch beben und sein Herz schwach werden sehen; ich will hören, wie er um Gnade bittet, und ihm meinerseits sagen können, daß er nur ein Feigling ist.«

»Mach, was du willst, und laß mich in Ruhe!« sagte der Mestize ungeduldig, bei dem die Liebe vielleicht seine unbarmherzige Seele ein wenig milder stimmte.

Main-Rouge nahm ein Stück Wildbret und ging zu dem nicht weit vom Feuer angebundenen Kanu. »Hat der Gefangene Hunger?«

»Ja«, antwortete Fabian fest; »aber ich will nichts essen, und binnen hier und morgen werdet ihr nur noch den Leichnam Eures Gefangenen ins Wasser zu werfen haben.«

»Der Gefangene ist nur ein falscher Tapferer«, sagte Main-Rouge, der sich in seiner Erwartung getäuscht sah.

»Und Ihr seid eine wirkliche Memme. Schweigt! Eure Stimme ist meinen Ohren verhaßt wie der Geruch des Iltis meiner Nase.«

»Oh«, rief der Renegat aus, »ich will dich mit meinen eigenen Händen martern und dir mit dem Fleisch deines Körpers den Widerruf deiner Worte entreißen. Ja, der Gefangene ist nur ein falscher Tapferer; wenn er seines Mutes gewiß wäre, so würde er essen, um seine Kräfte zu erhalten.«

»Ich werde Euch Lügen strafen«, sagte Fabian, »und will essen; es sind ja auch jetzt zwei Jäger auf meiner Spur, die wollen, daß ich lebe; aber ich esse nicht wie ein Hund an der Kette.«

»Ah, ah, der Gefangene macht seine Bedingungen.«

»Ja«, erwiderte Fabian kaltblütig, »ich werde nur Nahrung zu mir nehmen, wenn meine Arme sich frei bewegen können.«

»Gut, es soll geschehen, wie du es wünschst.«

Bei diesen Worten hob der athletische Main-Rouge den ganz gefesselten Fabian aus dem Kanu, legte ihn nicht weit vom Feuer auf das Gras und ließ die Bande seiner Arme auf seine Füße niederfallen. Zum erstenmal seit zwölf Stunden konnte der arme junge Mann seine Arme mit einem Gefühl von Wollust frei ausstrecken; darauf lehnte er sich mit dem Rücken an den Stamm eines Baumes und nahm das Stück Wildbret, das ihm sein Henker reichte.

Sang-Mêlé gab bald das Zeichen zum Aufbruch, und Fabian wurde abermals auf den Armen des alten Renegaten ins Kanu getragen; das war auch der Grund, warum die beiden Freunde des Gefangenen, als sie am folgenden Tag fast zur selben Stunde die um das Feuer und an den Ufern des Flusses zurückgelassenen Eindrücke genau untersuchten, die Spuren Fabians nicht fanden.

Die Absicht des Mestizen war, ihre Schiffahrt nur bis zur Höhe der Büffelinsel fortzusetzen. Der Bandit wollte sich versichern, ob das Versteck, das ihren Raub umschloß, noch unberührt geblieben wäre. Sobald er einmal Gewißheit hiervon erhalten hatte, verlangte sein wohlverstandenes Interesse, seinen Weg während des folgenden Tages zu Land fortzusetzen, um die zahlreichen Krümmungen des Flusses zu vermeiden, wodurch die Entfernung bis zur Red Fork fast verdoppelt wurde.

Main-Rouge und Sang-Mêlé nahmen die Ruder zur Hand, und als sie nach ziemlich kurzer Zeit von weitem die wohlbekannte Gestalt der Büffelinsel erblickten, lenkten sie ihr Kanu so, daß sie sehr nahe längs der Ufer hinfuhren. Die beiden Banditen konnten also im Vorüberfahren die kleine Lichtung, die die Frucht ihrer Räubereien bedeckte, übersehen: sie war unberührt, wie sie sie drei Tage zuvor verlassen hatten. Gewiß, wenn jemand den beiden Piraten der Prärien vorhergesagt hätte, daß nach vierundzwanzig Stunden dieses geheimnisvolle Versteck ausgewittert und aufgebrochen sein würde, daß die kostbaren Güter – die Waffen, die es enthielt teils in den Fluß geworfen, teils von den beiden Jägern, die sie den Qualen des Hungers preisgegeben glaubten, weggenommen und gegen sie selbst gekehrt sein würden, so hätte dieser Unglücksprophet vielleicht eine Kugel in den Kopf oder einen Messerstich in die Gurgel bekommen; sicherlich jedoch hätte seine Prophezeiung nur Ungläubige gefunden.

Der Mestize steuerte, sobald er die Überzeugung gewonnen hatte, daß sein Versteck unverletzt sei, nach dem gegenüberliegenden Ufer. Ein Gefühl des Mißtrauens schien ihn zu warnen, nicht durch den mit Bäumen bedeckten Engpaß zu fahren, wo, wie wir gesehen haben, Rayon-Brülant und seine Verbündeten sich unter das Laubgewölbe begeben hatten, und er landete an einer Stelle, wo dichtes Gebüsch und hohes Gras es ihm möglich machten, das Rindenkanu, das er zurückließ, zu verbergen.

Sang-Mêlé wußte, daß er sich nun auf dem Jagdgebiet der Lipanesen,Es ist hier der Ort, zu bemerken, daß man auf der ungeheuren Strecke zwischen dem Golf von Kalifornien und der Bai von Espiritu Santo neun kriegerische Stämme zur Familie der Apachen zählt; die furchtbarsten darunter heißen: Gilenos, Mescaleros, Lipanesen und Mimbrenos; diese vier stellen ungefähr 1400 Krieger. der Verbündeten des Stammes der Gilenos, zu denen der Schwarze Falke gehörte, befand und daß er in aller Sicherheit von der Büffelinsel bis zur Red Fork wandern konnte. In der Tat: Nach einem Marsch von kaum einigen Stunden stieß er auf zehn herumstreifende Lipanesen, die sich nichts Besseres wünschten, als sich ihm anzuschließen, sobald sie wußten, daß es darauf ankam, weiße Jäger anzugreifen und ihnen die Pferde wegzunehmen, die sie unter tausenderlei Mühseligkeiten eingefangen hatten. Diese räuberische Schar war nun vierzehn Mann stark und lagerte, bis es Nacht wurde, um dann ihren Marsch unter dem Schutz der Kühle und der Dunkelheit fortzusetzen.

Main-Rouge hatte Fabian die Fesseln von seinen Füßen abgenommen, und dieser war, die Hände auf den Rücken gebunden, nicht ohne Anstrengung seinem Entführer gefolgt. Der junge Gefangene war zwar körperlich müde, aber geistig durchaus nicht niedergeschlagen; er saß in einiger Entfernung vom Feuer des Nachtlagers im Gras und wurde von zwei Indianern, die ihn keinen Augenblick verließen, bewacht, als drei lipanesische Kundschafter einen Indianer herbeibrachten, den sie in der Nähe des Lagers überrascht hatten.

Der Indianer war ein Komantsche und wurde in seiner Eigenschaft als ein Sohn eines feindlichen Stammes gefesselt neben Fabian geworfen. Er sollte dem jungen Weißen als abschreckendes Beispiel der Todesmarter eines Kriegsgefangenen dienen. Der Komantsche verstand einige Worte Spanisch, und die Gefangenen, von denen der eine dem anderen den blutigen Todespfad zeigen sollte, konnten einige letzte Worte miteinander wechseln. Fabian nannte die beiden Jäger mit ihren indianischen Namen Adler und Spottvogel; er rühmte ihren Mut, ihre Kraft, ihre Geschicklichkeit und besonders die grenzenlose Anhänglichkeit an seine Person.

»Und wie nennen diese Hunde den jungen Weißen, der nach mir sterben wird?« fragte der Indianer.

»Den jungen Krieger aus dem Süden, den Sohn des Adlers der Schneegebirge«, antwortete Fabian.

Sang-Mêlé unterbrach das traurige Zwiegespräch. Die Stunde des Komantschen hatte geschlagen. Dieser erhob sich und folgte dem Mestizen mit festem Schritt, indem er in seinem Todesgesang, den er anstimmte, den Namen und das Lob Rayon-Brûlants mischte, der ihn rächen sollte.

Dieser Name brachte eine Änderung im Plan Sang-Mêlés hervor. Er hatte dem Schwarzen Falken versprochen, ihm Rayon-Brûlant auszuliefern, und die Gelegenheit war günstig, um sich gegen den jungen Komantschen einen falschen Schein von Anhänglichkeit und Großmut zu geben.

»Mein Bruder«, sagte er zum Indianer, »ist einer von den Kriegern Rayon-Brûlants; er ist frei, weil die Freunde des Komantschen die Sang-Mêlés sind.« Und er entließ den Kundschafter, indem er zu ihm sagte: »Sang-Mêlé und seine Gefährten werden den Tag hindurch bei diesem Feuer bleiben; geh und sage dem Komantschenhäuptling, daß er hier willkommen sein wird und daß es für ihn dampfendes Wildbret gibt und Herzen, die sich bei seinem Anblick freuen.«

Der listige Mestize wußte wohl, daß Rayon-Brûlant nicht kommen würde, sich an seinem Feuer niederzusetzen; aber er hoffte wenigstens ihn durch trügerische Worte einzuschläfern und ihn dahin zu bringen, daß er in ihm nur noch einen Freund sähe, der bereit wäre, ihm zu dienen, wenn nicht gar sich ihm ganz hinzugeben.

Der Rest des Tages verfloß, und Rayon-Brûlant hütete sich wirklich, zu kommen. Am Abend vor Sonnenuntergang bestand der Häuptling der Lipanesen darauf, daß die ganze Schar wieder den Weg auf dem Red River in seinem Kriegskanu fortsetzte. Es war dies eine aus dem Stamm einer Zeder gearbeitete Piroge, lang, schmal und mit flachem Boden. Sie konnte zwanzig Mann tragen, und ihr schneller Gang mußte die langen Krümmungen des Flusses wieder ausgleichen.

Das Anerbieten wurde von den beiden Piraten der Steppe angenommen, und Fabian folgte ihnen mit leichtem Herzen, seitdem er wußte, daß ein Feind Sang-Mêlés ihn gesehen und seinen Namen erfahren hatte und daß er zu seinem Häuptling zurückkehrte, ohne sich von den friedlichen Worten des Mestizen täuschen zu lassen. Wenn nun – wie er nicht zweifelte – Bois-Rosé und Pepe seiner Spur folgten, so konnte der Zufall sie leicht mit dem Komantschenkrieger zusammenführen. Der Zufall diente ihm besser, als er hoffte, auf diese Weise erhielten die beiden Jäger die letzten ihn betreffenden Nachrichten und fanden in Rayon-Brûlant einen Verbündeten, ohne den sie wahrscheinlich in diesem letzten Scharmützel unterlegen wären.

Trotz ihres schnellen Laufes legte doch die indianische Kriegspiroge die Entfernung bis zur Red Fork nicht so schnell zurück, als es hätte geschehen müssen. Einer von den lipanesischen Räubern hatte einen Schlauch mit Mescal bei sich, wie ihn die Indianer aus der Wurzel der Aloë destillieren und der davon den Namen der Mescaleros erhalten hat. Szenen der Verwirrung und der Trunkenheit machten den Lauf des Fahrzeuges langsamer und hätten mehr als einmal die Reise beinahe blutig gemacht.

Schläfrigkeit folgte bald dem rasenden Taumel, und die Piroge fuhr während eines Teils der Nacht unter dem Druck ihrer vom Feuerwasser berauschten Ruderer mehr als einmal auf dem Fluß hin und her. Erst bei Sonnenaufgang konnte die Schar Sang-Mêlés endlich den Zusammenfluß des Red River, die Red Fork genannt, erreichen.

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