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Der Waldläufer

Gabriel Ferry: Der Waldläufer - Kapitel 60
Quellenangabe
typefiction
authorGabriel Ferry
titleDer Waldläufer
publisherVerlag Lothar Borowsky
illustratorGustave Doré
translatorDr. G. Füllner
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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60 Der Versicherer und der Versicherte

Als sich die erste Verwirrung gelegt hatte, schickte Don Agustin vier von den am Büffelsee lagernden Vaqueros mit dem Befehl an die vier Wald und Ebene abtreibenden Trupps ab, den Kreis, den sie um die Tränke gezogen hatten, in der nächsten Nacht zu verengen. Man zweifelte jetzt nicht mehr daran, daß sich die Herde von Pferden, die man fangen wollte, in der Nähe befinde, und morgen um dieselbe Stunde glaubte man zum Ziel zu gelangen.

Als die vier Reiter aufgebrochen waren, um den erhaltenen Befehl auszuführen, beschäftigten sich die bei Don Agustin zurückgebliebenen Diener damit, das zum Feuer nötige Holz abzuhauen, mit dem man die Abendmahlzeit bereitete und das die Nacht hindurch das Lager erleuchten sollte. Die Büffeljäger halfen den Vaqueros Don Agustins – Encinas ausgenommen, mit dem sich Doña Rosarita einen Augenblick zu unterhalten wünschte, während ihr Vater und der Senator allein auf und ab gingen und ohne Zweifel ihre Pläne für die Zukunft besprachen.

Das junge Mädchen saß am Ufer des Sees und entblätterte mit zerstreuter Hand die Blüten der Wasserlilien, die der Senator für sie gepflückt hatte. Ein frischer Wind kräuselte die ruhige Fläche des Sees, auf den sie träumerisch ihre Blicke warf. Weiß und geschmeidig wie eine Undine träumte Rosarita, während ihr der Büffeljäger von den Gefahren erzählte, die den einsamen Reisenden in der Steppe umringen. Sie dachte aber nicht an ihre eigenen; alle ihre Gedanken waren vielmehr auf den jungen Mann gerichtet, der sich in der Nacht so plötzlich entfernt hatte und von dem sie seit vierzehn Tagen nicht hatte reden hören. Auf einige schüchterne Erkundigungen, die sie einzog, hatte sie die Antwort erhalten, daß weder auf der Straße nach Guaymas noch auf der nach Arizpe der Adoptivsohn von Arellanos gesehen worden sei. Ein Vaquero hatte seine Hütte verlassen gefunden und keine Spur seiner Rückkehr an dem Ort gesehen, wo seine Jugend verflossen war. Er hatte also nur den Weg nach Tubac einschlagen können; und gerade bei Tubac begannen die Gefahren, von denen sie für Tiburcio fürchtete. Encinas kam vom Presidio, und das junge Mädchen hoffte, durch ihn vielleicht einige Nachrichten von dem zu erhalten, mit dem ihre Erinnerung sich unaufhörlich beschäftigt hatte.

Die Dämmerung breitete sich schon düster über die Oberfläche des Sees, der den von der untergehenden Sonne rotgefärbten Himmel zurückstrahlte. Es war die Stunde, wo die feuchten Dünste des Sees sich über dem Wald verdichten und die Vögel aufhören, dem Tag Abschiedslieder zuzusingen. Der Abendwind murmelte unbestimmte Klänge in Rosaritas Ohr, die bis zu ihrem Herzen drangen, und das Herz sandte dem Ohr Melodien zurück, die so sanft und schwermütig waren wie der Abendwind. Sie hörte die Stimme des Windes, ohne zu zittern, aber sie fühlte sich verwirrt und zitterte bei den Antworten, die ihr Herz dem sanften Hauch der Abendluft gab. Rosarita liebte, und die plötzlich erwachten Gefühle der Tochter des tropischen Himmels vereinigten ihr erstes, geheimnisvolles Flüstern mit der Aufregung ihres Herzens. So hörte sie kaum auf die Erzählungen des Büffeljägers, der von seinen Kämpfen mit den Indianern sprach – als sie ihn plötzlich mit dem Ruf des Schreckens unterbrach, worauf Don Agustin, der Senator und einige der Leute herbeieilten. Rosarita blickte bleichen Antlitzes nach einer Richtung, die sie gleichzeitig mit dem Finger andeutete, und die Figur, auf die sie wies, war wirklich derart, daß ihr Schrecken gerechtfertigt war. Unter dem Laubdach, das sich über dem düsteren Kanal wölbte, in den sich die Gewässer des Sees verloren, näherte sich vorsichtig ein menschliches Wesen. An seinem schrecklichen und sonderbaren Kopfputz, an den Malereien seines Gesichts und seines Körpers, an den Tätowierungen konnte man den Indianer nicht verkennen.

Selbst Encinas teilte einen Augenblick die mit Schrecken gemischte Bestürzung der Zeugen dieser fremdartigen Erscheinung. Bald aber beruhigte er mit einem Wink Don Agustin, der sich schon den am Eingang des Zeltes aufgehängten Waffen näherte, den Senator, den der Schrecken an seinen Platz fesselte, und das junge Mädchen selbst. »Es ist nichts!« sagte der Büffeljäger. »Es ist ein Freund von einem in der Tat schrecklichen Aussehen; es ist derjenige, dem ich so sehr zu Dank verpflichtet bin, wie ich es eben der Señorita erzählte.« Um einen letzten Rest von Mißtrauen bei seinen Zuhörern vollends zu verscheuchen, näherte sich Encinas ruhig dem Indianer. Dieser hatte übrigens beim Anblick der am Ufer sitzenden Personen die Büchse, die er in der Hand hatte, über die Schulter geworfen. Er ging um den Teich herum, um bis zu dem Büffeljäger zu gelangen.

Er war ein junger Krieger mit eleganten, nervigen Körperformen und elastischem, stolzem Schritt. Seine breiten Schultern und die starke Brust waren nackt; um seine engen, gerundeten Hüften schlang sich eine feine Zarapa aus »Santillo« in glänzenden, verschiedenartigen Farben. Gamaschen aus scharlachrotem Tuch bedeckten seine Unterschenkel; aus Pferdehaar gestickte Kniebänder und merkwürdig aus Borsten des Stachelschweins gearbeitete Eicheln umschlossen diese Gamaschen über den Knöcheln; endlich waren die Füße des Indianers noch mit Halbstiefeln von einer nicht weniger kunstreichen Arbeit als die Kniebänder bekleidet. Sein Kopf war – mit Ausnahme eines Büschels kurzer Haare, der wie ein Helmbusch aussah – ganz geschoren und mit einem sonderbaren Schmuck bedeckt. Es war dies eine Art schmalen Turbans, aus zwei malerisch um seine Stirn gewundenen Tüchern bestehend. Die trockene, glänzende Haut einer ungeheuren Klapperschlange wand sich durch die Falten des Turbans, und der noch mit den Klappern versehene Schwanz und der Kopf mit seinen spitzen Zähnen hingen an jeder Seite seiner Schultern herab.

Wenn man sein Gesicht von den Malereien, die dessen Regelmäßigkeit und Anmut arg entstellten, befreit hätte, so würde es vollständig Encinas Lob gerechtfertigt haben. Die römische Nase des jungen Kriegers, seine hohe Stirn, auf der Mut und Biederkeit thronten, sein feiner und kühn geschnittener Mund, endlich seine Wangen, deren fast unmerkliches Hervortreten die Harmonie der Züge nicht störte – dies alles schien in florentinischer Lage nach irgendeinem antiken Brustbild von tadellosen Umrissen von der Natur geschaffen zu sein.

Der junge Krieger näherte sich, selbst sorglos und ruhig, und schien den Schrecken nicht sehen zu wollen, den er einflößte; doch heftete er einen Augenblick lang einen erstaunten und zugleich bewundernden Blick auf Rosaritas Gesicht, das bleich war wie der weiße Musselin ihres Kleides.

Die Turteltaube, die keinen Anstand nimmt, sich unter die spitzen Dornen des Nopals zu flüchten, um dem auf sie herabstürzenden Habicht zu entgehen, zittert nicht mehr als Rosarita, die sich vor Schrecken an den Büffeljäger drängte. Die Turteltaube ist aber auch nicht anmutiger als sie; und der bezauberte Indianer ließ seine glühenden Augen auf der Tochter Don Agustins ruhen und antwortete auf Encinas fragende Blicke nur durch die beiden folgenden Fragen, die die ganze orientalische Übertreibung der indianischen Sprache an sich trugen. »Ist heute morgen Schnee gefallen an den Ufern des Sees?« sagte er. »Oder wachsen die Wasserlilien jetzt im Gras der Wälder?«

Wir wissen nicht, ob der junge Krieger in den Augen des jungen Mädchens immer noch so häßlich schien; so viel können wir indessen mit Gewißheit sagen, daß sie sich nicht mehr an den Büffeljäger drängte.

Indessen waren die Besorgnisse dieses letzteren noch nicht ganz und gar beseitigt, und er antwortete auf die galanten, übertreibenden Fragen seinerseits nur dadurch, daß er Fragen anderer Art an ihn richtete. »Was heißt das?« fragte ihn Encinas auf spanisch. »Bringt der Komantsche mir eine böse Nachricht, und glaubte er sich in Feindesland zu befinden, daß er sich mit der Büchse in der Hand nähert, als wäre er auf den Spuren eines Apachen?« Diese Frage hatte Encinas auch zu dem Zweck gestellt, Rosarita über die Absichten des Indianers – besonders über die eigenartige Weise, in der er sich vorgestellt hatte – dadurch zu beruhigen, daß er ihn nötigte, eine bestimmte Erklärung zu geben. Rayon-Brûlant lächelte mit Verachtung. »Ein Komantschenkrieger verfolgt die Apachen nur mit der Peitsche in der Hand!« sagte er. »Nein; der Komantsche hat nicht weit von hier die Spuren von Büffeln gesehen, und er hoffte, sie hier zu überraschen, wenn sie am Wasser dieses Sees ihren Durst löschten.« Encinas hatte nicht vergessen, daß der Indianer ihm versprochen hatte, die Spuren der beiden Piraten der Prärien zu verfolgen, und er wußte auch, daß der junge Krieger nicht der Mann war, auf seinen Plan zu verzichten.

»Habt Ihr nichts weiter gesehen?« fügte der Büffeljäger hinzu.

»Unter den Spuren der Weißen habe ich auch die von Main-Rouge und von Sang-Mélé unterschieden und bin gekommen, Freunde zu warnen, damit sie auf ihrer Hut sind.«

»Wie? Diese Schelme sind noch hier?« rief der Jäger mit Besorgnis.

»Was sagte er?« fragte der Hacendero.

»Nichts Besonderes, Señor Peña«, antwortete Encinas. – »Erratet Ihr wohl«, fragte er den Komantschen. »in welcher Absicht Main-Rouge und Sang-Mélé in diese Gegend gekommen sind?«

Der junge Komantschenkrieger musterte schweigend alle um den See gruppierten Personen. Seine Augen blieben abermals wohlgefällig auf Dona Rosarita haften, die am Arm ihres Vaters hing. »Die Blume des Sees, die weiß ist wie der erste Schnee«, sagte er ernst. »Glaubt Ihr?« fragte Encinas.

»Wenn die Augen Rayon-Brûlants«, antwortete der junge Wilde, »nicht voll von dem Bild der Frau wären, die seine Hütte bewacht, so würden sie von dem Glanz derjenigen geblendet werden, die eine Wohnung besitzt, die aus einem Stück Himmel besteht. Es ist eine ihrer würdige Wohnung; Sang-Mélé will die Blume des Sees für sich.« Diese poetische Anspielung auf die Schönheit Rosaritas und auf die blaue Farbe ihres seidenen Zelts waren mit der Leichtigkeit und Ungezwungenheit eines Hofmannes mit vornehmer Haltung gesprochen, und die Tochter Don Agustins errötete schweigend unter dem Flammenblick des Sohnes der Wälder.

»Habt Ihr nicht zwei Krieger bei Euch?« fragte Encinas.

»Alle beide sind wieder zu ihrem Stamm zurückgekehrt; Rayon-Brûlant ist allein, aber er hat geschworen, den Tod derer zu rächen, die sich seinem Wort anvertraut hatten; er wird auch über die Blume des Sees wachen – ebenso mein Bruder.«

Nun kehrte Rayon-Brûlant, zufrieden damit, seine Freunde gewarnt zu haben, allein auf die Spuren zurück, die er einen Augenblick verlassen hatte. Der junge Komantsche sprach diese Worte mit einem Ausdruck voller Einfachheit, reichte dem Büffeljäger die Hand und entfernte sich, nachdem er abermals einen Blick naiver Bewunderung auf Rosarita geworfen hatte, und ebenso schweigsam, wie er gekommen war, ohne daß er anscheinend eine besondere Heldentat dadurch zu verrichten glaubte, daß er allein der Spur der beiden furchtbaren Banditen folgte. Der Leser weiß jedoch, ob einiger Mut dazu gehörte, sich an sie zu wagen.

Als der Indianer hinter den Bäumen am äußersten Ende des Sees verschwunden war, fragte der Senator nicht ohne ein geheimes Gefühl von Eifersucht: »Was meinte der junge Wilde mit seiner blumenreichen Rede?«

»Euer Gnaden wissen, daß die Indianer nur in Gleichnissen sprechen«, antwortete Encinas; »er hat uns jedoch damit nicht weniger treu die Anwesenheit zweier Taugenichtse angezeigt, die für zwei oder drei einzelne Reisende eine ernstliche Gefahr sein würden, die aber dreißig Männer, die sich hier oben in der Umgebung befinden, nicht erreichen können.«

Darauf erklärte er dem Hacendero das wenige, was er über die beiden Piraten der Steppe wußte.

Don Agustin war ein Mann, dessen Jugend im Kampf mit Indianern verflossen war, und sein kriegerischer Stolz hatte mit den Jahren nicht abgenommen. »Und wären es auch zehn«, sagte er; »es wäre eine Schande, sich wegen solcher Schelme Sorgen zu machen oder seine Vergnügungen ihretwegen zu unterbrechen. Übrigens sind wir, wie Ihr richtig bemerkt habt, zu zahlreich, um etwas fürchten zu müssen.«

»Ich erkläre mir jetzt Ohos Bellen«, erwiderte der Büffeljäger. »Er hatte die Feinde und die Freunde gewittert. Seht, er hat bei der Annäherung dieses jungen edlen Kriegers keinen Laut von sich gegeben. Ihr könnt Euch auf seinen Instinkt verlassen!«

Ehe jedoch die Nacht gänzlich einbrach, nahm Encinas seine Büchse, pfiff seiner treuen, tapferen Dogge und entfernte sich mit ihr, die Umgebung des Büffelsees zu durchstreifen. Don Agustin war trotzdem nicht ohne Besorgnis und ließ das Zelt seiner Tochter und sein eigenes mitten in der Lichtung unter den für das Nachtlager angezündeten Feuern aufschlagen.

Encinas' Gefährten und die Vaqueros hatten ihre Abendmahlzeit beinahe beendet, als dieser zurückkehrte; er hatte nichts gesehen, was irgend Unruhe hätte erregen können, und sein Bericht stellte eine vollständige Sicherheit bei den Herren und den Dienern wieder her. Während die ersteren ein kaltes Abendessen aus den Reisevorräten zu sich nahmen, lagerten die anderen in einiger Entfernung in Gruppen um ihr Feuer und unterhielten sich mit leiser Stimme von den Ereignissen des Tages. Der kräftige Büffeljäger setzte sich zu ihnen. Die Feuer warfen einen langen Schein unter die ersten Bäume des Waldes und strahlten von der Wasserfläche zurück. Der rötliche Schimmer verlieh dem malerischen Anzug der Vaqueros und der Büffeljäger einen seltsamen Reiz.

»Ich habe Euch etwas zum Abendessen aufbewahrt«, sagte der Neuling zu Encinas; »denn es ist doch gerecht, daß jeder seinen Teil bekommt, und besonders Ihr, der Ihr so prächtige Geschichten erzählt.«

Encinas dankte dem angehenden Vaquero für seine zuvorkommende Aufmerksamkeit und fing tüchtig an zu essen, jedoch mit ebensoviel Schweigsamkeit wie Appetit, so daß der letztere dabei nicht auf seine Kosten kam.

»Ihr habt also nichts Neues in der Umgebung gesehen?« fragte er, um ein Gespräch mit ihm anzuknüpfen.

Der Jäger machte ein verneinendes Zeichen, aber er öffnete den Mund nur zum Essen.

»All dies verhindert nicht«, sagte der junge Mann abermals, »daß Francisco noch nicht von seiner Jagd auf den Weißen Renner der Prärien zurück ist.«

»Der Weiße Renner der Prärien?« fragte einer der Vaqueros. »Was ist das für ein Tier?«

»Ein prächtiges Tier!« antwortete der Anfänger. »Aber wahrhaftig, ich weiß nichts weiter von ihm, Señor Encinas wird es Euch erzählen.«

»Ihr habt es doch wahrlich gesehen!« erwiderte der Büffeljäger. »Ihr habt es verfolgen wollen und Euch beinahe den Hals dabei gebrochen. Das geht immer so; ich habe es Euch gesagt!«

»Wenn mein Pferd nicht zu hitzig gewesen wäre, so würde es nicht ausgeglitten sein, und wäre es nicht ausgeglitten ...«

»So wärt Ihr nicht gestürzt. Aber Euer Tier ist ausgeglitten, und so mußte es kommen.«

»Bah, das ist mir wohl schon mit anderen auch begegnet. Das Wichtigste für die Ehre eines Vaqueros ist, nur mit seinem Pferd zu stürzen.«

»Das ist wahr; wenn Ihr aber wie ich die Prärien des Westens kennengelernt hättet«, fuhr Encinas ernst fort, »so würdet Ihr auch wissen, daß man dort von Zeit zu Zeit einem weißen Pferd begegnet, das so schön ist, daß man seinesgleichen nicht sieht, und so schnell, daß es im Trab rascher vorwärts kommt als ein anderes im vollen Lauf. Ich fordere Euch auf, mir zu sagen, ob Ihr jemals ein prachtvolleres und leichtfüßigeres Tier gesehen habt als das weiße Pferd heute abend?«

»Nein, ich gebe es zu«, antwortete der Vaquero.

»Nun gut; dieses Pferd ist ohne Zweifel dasjenige, das man den Weißen Renner der Prärien nennt.«

»Ich für meine Person glaube es gewiß!« rief der Neuling mit tiefer Überzeugung.

»Nun, was ist denn Besonderes an diesem Pferd?« fragte der Vaquero.

»Zuerst seine unvergleichliche Schönheit, dann seine Schnelligkeit ohnegleichen und zuletzt ... Laßt doch sehen; wie alt meint Ihr wohl, daß es ist?«

»Dieses Pferd muß noch sehr jung sein!« riefen alle einstimmig aus.

»Darin täuscht ihr euch eben«, erwiderte Encinas ernst. »Dieses weiße Pferd ist etwa fünfhundert Jahre alt.« Ein allgemeiner Ausruf erscholl auf diese Behauptung des Büffeljägers.

»Es ist so, wie ich die Ehre habe, euch zu sagen«, erwiderte er mit einer Sicherheit, die seine Zuhörer fast überzeugte.

»Aber ich habe, glaube ich, sagen hören«, warf ein Vaquero ein, »daß es noch keine dreihundert Jahre her ist, daß die Spanier Pferde nach Amerika gebracht haben.«

»Bah«, sagte der Neuling, »zweihundert Jahre mehr oder weniger, was tut das? Dreihundert Jahre, das ist schon ganz artig.«

»Und dann«, fuhr Encinas fort, den der Einwurf des Vaqueros nicht außer Fassung gebracht hatte: »Glaubt ihr denn, daß dieses Pferd von einer Stute abstammt? Es gibt sich selbst nicht mit den Stuten ab, weil es das einzige seiner Art ist und sich nicht wieder fortpflanzen kann!«

Die Menschen in allen Ländern sind von Natur dazu geneigt, an das Wunderbare zu glauben – und besonders diejenigen, die in der Einöde leben, wo die menschliche Schwachheit der Natur gegenüber sich lebhafter fühlbar macht als in den Städten –, und Encinas' Zuhörer baten diesen, ihnen doch alle Einzelheiten von dem Weißen Renner der Prärien, die etwa zu seiner Kenntnis gekommen sein möchten, zu erzählen. »Alles, was ich euch sagen kann«, fuhr der Büffeljäger fort, »ist, daß seit langen Jahren alle Vaqueros in Mexiko vergebliche Versuche gemacht haben, es zu fangen; daß die Hufe dieses Tieres härter sind als Feuerstein; daß man es bald aus den Augen verliert, wenn man es von weitem verfolgt, und daß, wenn man es zu nahe verfolgt, man niemand wiedersieht, was gerade so viel ist, als daß niemand euch wiedersieht. Ich weiß etwas davon.«

»Habt Ihr es etwa selbst verfolgt?« rief der Anfänger aus.

»Ich nicht; wohl aber ein Jäger aus Texas, der es mir erzählt hat.«

»Und Ihr werdet es uns ebenfalls erzählen!« rief eiligst der Neuling, indem er sich die Hände rieb. »Heda, Sanchez, reicht doch Senor Encinas einen Schluck Branntwein her! Es geht nichts darüber, um das Gedächtnis aufzufrischen!«

»Dieser junge Mann hat ganz prächtige Einfälle!« rief der Jäger aus. »Ich will euch also erzählen, was ich weiß.

Ein wahrhaftig merkwürdiges Original von einem Engländer reiste mit einer Art von Vormund, der nicht weniger Sonderling war als er, durch Mexiko und hatte diesem Jäger tausend Piaster geboten, wenn er ihm den Weißen Renner, von dem er hatte reden hören, herbeischaffen könnte. Man wollte dem Texaner von einem in der Ausführung so gefährlichen Plan abreden; aber er bestand dessenungeachtet auf seinem Vorsatz und suchte das schnellste und kräftigste Pferd unter denen, die er kannte, zu bekommen. Als er es hatte, erkundigte er sich nach dem Weg, den er einschlagen mußte, um den Lieblingsaufenthalt des Weißen Renners zu finden. Ihr müßt nun wissen, daß dieser mehrere hat: gegen alle Gewohnheit der Pferde, die in der Gegend, die sie besonders lieb haben, leben und sterben. Der Jäger brach auf und bemerkte, nachdem er einige Tage gesucht hatte, das Tier, von dem wir sprechen – ich muß euch noch sagen, daß es so leichtfüßig ist, daß man es am folgenden Tag hundert Meilen von dem Ort entfernt sieht, wo man es am Tag vorher gesehen hat. Der Texaner hatte ein Pferd von außerordentlicher Schnelligkeit; er glaubte, wie ich euch eben gesagt habe, wenig an die Furcht, die man ihm vor dem Weißen Renner hatte einflößen wollen, und hoffte, die versprochene Summe zu verdienen. Sobald er also das Tier, nach dem er suchte, bemerkt hatte, verfolgte er es mit geschwungenem Lasso, setzte über Abgründe, sprang über Felsen, flog durch die weite Ebene, denn sein Pferd war schnell wie der Wind, und der Weiße Renner verlor mit jedem Augenblick ein wenig von seinem Vorsprung. Dies geschah aber nicht deshalb, weil seine Kraft nachzulassen schien, versicherte mir der Texaner, sondern es kam daher, daß der Weiße Renner jeden Augenblick den Kopf nach ihm umwandte und so eine Zeit verlor, die der Reiter nur zu seiner Verfolgung benützte. Seine Kräfte waren weit davon entfernt, abzunehmen, sie schienen sich vielmehr zu verdoppeln. In der Tat: In dem Maße, als sein Pferd müde wird, erlischt sein Auge, und hier schienen sich die Augen des Weißen Renners, die unter dem Büschel auf der Stirn und der weißen Mähne funkelten, von Minute zu Minute immer mehr zu entflammen. Demnach wurde die Entfernung immer geringer, obgleich seine Augen lebhaftere Blitze schleuderten und im Verhältnis, als der Tag sich neigte und der Raum zwischen dem Weißen Renner und dem Jäger sich verminderte, die Augensterne des Tieres immer blitzender wurden. Das war jedoch nicht die einzige beunruhigende Tatsache, die der Texaner bemerkte, der, um Mut zu bekommen, sich einen hübschen Beutel mit tausend Piastern vorstellen mußte, die ebenfalls in tausendfachem Feuer erglänzten. Die Nacht war angebrochen, ohne daß er dem Renner so nahe gekommen wäre, um den Lasso nach ihm zu werfen, und der Texaner war sehr erstaunt, als er sah, daß die Hufe des weißen Pferdes – das jedoch nicht beschlagen war – im Galopp auf einem steinigen Boden bei jedem Schritt lange Streifen von Funken sprühen ließen, so daß, als die Nacht noch dunkler wurde, es nur mit Hilfe dieses sonderbaren Lichtschimmers möglich war, das Pferd nicht aus den Augen zu verlieren. Obgleich der Texaner es sich nicht erklären konnte, wie die Hufe aus Horn Funken hervorbringen könnten, wie die Augen des Pferdes einen so sonderbaren Glanz verbreiten ...«

Ohos Bellen unterbrach in diesem Augenblick die Erzählung des Büffeljägers zum großen Mißbehagen seiner Zuhörer. Die Dogge legte sich jedoch bald wieder beim Feuer nieder, wo sie ebenso aufmerksam auf Encinas' Erzählung zu lauschen schien wie die Vaqueros selbst; und da Oho gewiß nicht die Nähe eines Indianers andeutete, so fuhr Encinas in seiner Erzählung fort.

»Der Texaner konnte sich also die Ursache dieser Funken und dieses Glanzes nicht erklären; da er aber zu gut bezahlt wurde, um sich lange zu fürchten, so verfolgte er den Weißen Renner nur um so eifriger und hatte die Genugtuung, zu bemerken, daß dessen Schnelligkeit merklich abnahm. Dann sah er ihn plötzlich stillstehen, schnauben, wiehern und den Hals nach dem Horizont ausstrecken. Der Texaner ließ sein Pferd die Sporen fühlen, das auch anfing, langsamer zu werden, und stürzte sich mit dem Lasso in der Hand auf den Weißen Renner.

Plötzlich löste sich die Schleife des fliegenden Knotens in der Luft auf, und der Texaner ließ nur noch eine gerade Schnur, die nichts mehr umschlingen konnte, um seinen Kopf kreisen. Nichtsdestoweniger war sein Pferd vorwärts gespornt, ohne daß er daran gedacht hätte, es zurückzuhalten; dann befand er sich so nahe bei dem Weißen Renner, daß er ihn fast hätte berühren können, wenn er die Hand ausstreckte.

Der Texaner fluchte wie ein Heide, als er fühlte, daß der Lasso in seinen Händen nutzlos sei; seine Klagen dauerten nicht lange. Der Weiße Renner schlug aus und traf das Pferd des Reiters mit solcher Gewalt mitten auf die Brust, daß beide sich überschlugen und übereinanderrollten – wie Ihr eben in den See«, fügte Encinas hinzu, indem er sich an den Vaquero wandte, der seine Kleider trocknen ließ. »Und als der Texaner sich wieder erhob, war der Weiße Renner verschwunden. Was das Pferd des Vaqueros anbelangt, so erhob es sich nicht wieder – die ehernen Hufe des plötzlich unsichtbar gewordenen Tieres hatten ihm die Brust eingeschlagen, und das war ein Glück für den Texaner, denn ein Schritt weiter, und er wäre in eine bodenlose Schlucht gestürzt, an deren Rand der Weiße Renner stehengeblieben war. Ich begegnete dem Mann, als er zu Fuß von seiner Jagd zurückkehrte«, schloß der Erzähler, »und er erzählte mir, was ihr eben gehört habt.«

Diese Geschichte, die in einem gewissen Teil eine unbestreitbare Wahrscheinlichkeit an sich trug, fand keinen einzigen Ungläubigen in dem ganzen Kreis der noch halbwilden Männer, die sich um Encinas gruppiert hatten.

»Ihr seht also«, sagte der Neuling, indem er als erster ein Schweigen unterbrach, das mehrere Minuten gedauert hatte und in dem das Knistern des Feuers sich allein in der Stille des Waldes hören ließ, »daß den armen Francisco ein Unglück treffen wird, weil er diesen wunderbaren Renner verfolgt, der mit seinen fünfhundert Jahren noch so jung erscheint!«

»Ich fürchte es«, antwortete der Büffeljäger, den Kopf schüttelnd; »sofern ich mich nicht getäuscht habe und das prächtige Pferd, das wir alle gesehen haben, nicht wirklich der Weiße Renner der Prärien ist.«

»Gewiß; nur er kann es sein!« antworteten alle Vaqueros, die ganz entzückt waren, später einmal versichern zu können, daß sie in ihrem Leben einst dieses wunderbare Tier, das in den Prärien schon märchenhaft geworden war, getroffen hatten.

Encinas' Zuhörer wollten sich eben nach seinem Beispiel um das Feuer herum ausstrecken und schlafen – denn ihre Herrschaften hatten sich schon seit langer Zeit in ihre Zelte zurückgezogen –, als die Stimme der Dogge sich abermals hören ließ.

»Gewiß irgendein Reisender«, sagte Encinas, indem er sich auf seinem Ellbogen erhob und gleichgültig genug um sich blickte, um glauben zu machen, daß er seiner Sache ganz sicher sei.

Wenige Minuten nachher kamen an der Stelle, wo das Licht des Feuers nicht mehr hindrang, zwei Männer zu Pferd aus dem Wald in die Lichtung.

Derjenige von den Reisenden, der vorausritt, hielt sein Pferd an und schien mit Überraschung das sonderbare Gemälde zu betrachten, das der Büffelsee, die an seinen Ufern errichteten Zelte, der Widerschein der auf der schwarzen Wasseroberfläche zitternden Feuer und die wilden Reiter darboten, die an den Feuern lagen, halb auf der einen Seite im Schatten begraben, auf der anderen Seite von einem roten Glanz umgeben.

Der zweite Reisende trug in der Hand eine lange Büchse und hielt mit der anderen ein Pferd am Zügel, das mit einigem leichten Gepäck beladen war, auch zwei kleine lederne Felleisen an jeder Seite des Packsattels, ein Reisezelt und eine Schachtel trug, die ebensogut zur Aufbewahrung von Pflanzen dienen oder auch einen Farbenkasten darstellen konnte.

Während der erste Reisende sich nur damit zu beschäftigen schien, die malerische Seite der Szene, die er plötzlich vor sich sah, zu betrachten, schien der zweite den Auftrag zu haben, dessen wirkliche Seite ins Auge zu fassen.

»Tut Eure Pflicht!« sagte der erste zum zweiten in englischer Sprache.

»Meine Pflicht ist vollkommen getan«, erwiderte dieser letztere; Euer Gnaden sind hier in vollkommener Sicherheit.« Mit diesen Worten lenkte er sein Pferd zu den Schläfern, nachdem er seine Büchse wieder auf die Schulter geworfen hatte, und bat nach dem in der Steppe herrschenden Brauch in ziemlich schlechtem Spanisch die Besitzer der Lagerstelle um Erlaubnis, am gemeinschaftlichen Feuer Platz nehmen zu dürfen. Dies wurde ihm mit der bei den Mexikanern aller Klassen gewöhnlichen Höflichkeit bewilligt.

Während er abstieg und sich damit beschäftigte, das Packpferd abzuladen, näherte sich schweigend der bis jetzt zurückgebliebene Reisende, nickte den Vaqueros und den Büffeljägern, die ihn ihrerseits aufmerksam betrachteten, einen flüchtigen Gruß zu und stieg vom Pferd, ohne den Mund zu öffnen. Seine ausgezeichnete Haltung ausgenommen, hatte er sonst nichts Auffallendes in seiner Persönlichkeit. Sein Anzug war derjenige der Mexikaner in seiner ganzen Vollständigkeit, und die Dunkelheit verbarg seine Züge. Erst als er sich seines Hutes bediente, um sich Kühlung zuzufächeln, konnte man sein Gesicht sehen, das einen stark ausgeprägten englischen Charakter hatte.

Der Anzug seines Begleiters war gänzlich von dem seinigen verschieden, und die jetzt in Texas so zahlreichen amerikanischen Jäger hatten allein darin eine vollständige Ähnlichkeit mit ihm. Er war mit einem olivenfarbigen Jagdkittel aus ziemlich roh gegerbter Hirschhaut und mit langen Gamaschen aus gelbem Leder bekleidet. Er war von mittlerer Größe, etwa fünfzig Jahre alt, wie sein halb kahler Kopf und einige Büschel Haare, die auf seinen Hemdkragen herabfielen, andeuteten. Seine Glieder schienen die Kraft des Eisens zu besitzen, und seine Haare hatten die graue Farbe des Alters. Ein Hirschfänger hing in einem Wehrgehänge, ein Pulverhorn und ein breiter, sonderbar gefalteter Filzhut vervollständigten einen Anzug, den die anderen – mit Ausnahme der Büffeljäger – zum erstenmal sahen. Obgleich er offenbar unter den Befehlen seines Reisegefährten zu stehen schien, so beschäftigte sich doch der Amerikaner durchaus nicht mit dem Pferd des letzteren, das dieser selbst absattelte und abzäumte.

Als der Engländer dieses Geschäft, das er mit der unerschütterlichsten Schweigsamkeit vollzog, beendet hatte, hob er einen neben seiner Reisetasche auf die Erde geworfenen Gegenstand auf, zeigte ihn den Vaqueros und sagte: »Sollte dieser Hut etwa zufällig einem von euch gehören?«

»Ja«, antwortete einer von den Mexikanern bestürzt; »es ist der Hut, den Francisco noch vor einigen Stunden trug!«

Der Hut ging von Hand zu Hand, und alle erkannten ihn als den Hut des Vaqueros, dessen Rückkehr sie erwarteten oder vielmehr nicht mehr erwarteten.

»Habe ich es euch nicht gesagt?« rief Encinas. »Ergreift das Verhängnis nicht den, der den Weißen Renner der Prärien zu nahe verfolgt?«

Dieses letztere Ereignis hätte allein schon im Geist der Zuhörer des Büffeljägers vollends einen starken und unerschütterlichen Glauben an seine Erzählung geweckt, wenn nicht noch der Engländer beim Namen des Weißen Renners ausgerufen hätte: »Den gerade verfolge ich von Texas an bis hierher! Habt ihr ihn gesehen?«

»Er ist heute abend an den See, den Ihr ganz in der Nähe seht, zur Tränke gekommen. Seid Ihr es etwa, der einem texanischen Vaquero tausend Piaster geboten hat, wenn er ihn herbeischafft?« fragte Encinas.

»Ganz recht; und ich biete sie noch jetzt demjenigen an, der ihn fangen wird; denn ich habe geschworen, nicht ohne diesen wunderbaren Renner in mein Vaterland zurückzukehren. Laßt hören – ist jemand unter euch, der Lust hat, die versprochene Belohnung zu verdienen?«

Die Vaqueros schüttelten den Kopf, und nicht einer von ihnen erhob sich, um seinen Namen zu nennen.

»Man weiß zu gut, was es besagen will, um den Versuch zu machen, ein Pferd einzufangen, dessen unbeschlagene Hufe aus den Kieseln der Ebene Funken schlagen«, warf der Neuling ein.

Der Engländer zuckte die Schultern und antwortete nichts.

»Senor Fremder«, sagte Encinas, »es gibt keinen unter uns, der nicht täglich sein Leben für einige Piaster bei Unternehmungen aufs Spiel setzen würde, die der Mensch zu einem guten Ende führen kann; nicht aber bei solchen, wo Kühnheit an einer übernatürlichen Macht scheitert.«

»Gut!« sagte der Engländer kaltblütig. »Morgen mit Tagesanbruch werdet ihr mir die Spur des Weißen Renners zeigen, und ich werde ihn dann allein verfolgen.«

»Vielleicht werdet Ihr besser daran tun, auf eine Verfolgung zu verzichten, bei der Euch unaufhörlich Gefahren jeder Art umringen.«

»Gefahren?« sagte der Engländer lächelnd. »Ich habe diesen Jäger aus Kentucky bezahlt, damit er sie von meinem Weg entferne; ihn allein gehen die Gefahren an.«

»Ja, ja«, fügte der Kentuckyer phlegmatisch hinzu, »ich habe die Gefahren dieses Reisenden auf Akkord übernommen.«

»Und Ihr fürchtet nichts mit ihm?«

»Habe ich nicht bezahlt, um nichts zu fürchten?«

Diese Worte beendeten die Unterhaltung, und die beiden wunderlichen Gefährten, von denen der eine in seiner Tollheit tapfer genug war, um sich gänzlich auf die Bedingungen seines Versicherungskontraktes zu verlassen, streckten sich auf das Gras, ohne es der Mühe für wert zu halten, ihr Zelt aufzuschlagen; die Vaqueros hatten sich auch wieder niedergelegt, und das tiefste Schweigen herrschte bald in den Wäldern und auf den grasreichen Ufern des Büffelsees.

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