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Der Wagehals

Fritz Skowronnek: Der Wagehals - Kapitel 23
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typefiction
authorFritz Skowronnek
titleDer Wagehals
publisherEulen-Verlag, A.-G.
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23. Kapitel

Mit verheißungsvollem Lächeln empfing Fedora den eintretenden Stanislaw. »Oh, Herr Graf, ich muß um Verzeihung bitten. Wenn ich das geahnt hätte ...«

»Sie irren sich auch diesmal wieder, mein Fräulein. Ich bin kein Graf und ebensowenig adlig wie Sie. Das ist mein Spitzname.«

Fedoras Lächeln erstarb. »Ach so ... Das war allerdings ein Irrtum. Es ist gut, Sie können gehen, ich habe jetzt nichts für Sie. Gegen Abend müssen Sie mit einem Telegramm nach Lasdehnen gehen.«

Sie nickte ihm herablassend zu und wandte sich zum Tisch, um eine Papyros anzuzünden, Stanislaw trat neben sie und griff auch in die Schachtel. Sie maß ihn mit einem erstaunten Blick von oben bis unten ...

»Was soll das heißen?«

»Daß Sie sich wieder geirrt haben.« Er faßte in die Brusttasche seiner Jacke, zog eine elegante Brieftasche hervor und entnahm ihr ein Papier, das er ihr mit zwei Fingern überreichte. »Kennen Sie das?«

Unwillkürlich war Fedora einen Schritt zurückgetreten. »Verzeihen Sie, das habe ich nicht vermuten können. Sie haben bisher immer in meinem Auftrage gehandelt.«

»Nur soweit ich es für richtig und nötig hielt. Den Ausweis erhielt ich nur für solch einen Fall, wie er jetzt eingetreten ist.«

»Und was bestimmen Sie jetzt?«

»Sie fahren heute nachmittag ab. Das Ziel steht Ihnen frei. Ich bleibe hier, um das Lager irgendwohin wegzuschaffen, sobald aus Rußland Order kommt. Hier hat es keinen Zweck mehr.«

Fedora nickte zustimmend. »Was ist mit der Dogge geschehen?«

»Die habe ich freigelassen. Sie ist ihm nachgelaufen.«

»Werden wir nicht bei der Abfahrt von den Bauern Schwierigkeiten haben?«

»Das überlassen Sie mir.«

Eine Viertelstunde später ging »der Graf« ins Dorf. Er sah jetzt nicht wie ein Knecht aus, sondern wie ein Herr. Er ging von einem Bauern zum anderen und bezahlte, was sie noch an Fuhrlohn zu fordern hatten, »im Auftrage des Herrn von Zaleski.« Zuletzt sprach er beim Dorfschulzen vor, der ihn etwas erstaunt, aber sehr freundlich empfing.

Bis jetzt hatte er ihn immer geduzt. Jetzt sagte er: »Herr Stanislaw ... was bringen Sie Gutes? Der Herr Baron schickt wohl die Jagdpacht?... Darf ich Ihnen ein Schnäpschen anbieten?«

»Ich danke sehr. Ich komme bloß, um Ihnen mitzuteilen, daß der Baron, wie Sie ihn nennen, vor einer Stunde mit einem kleinen Koffer weggegangen ist und, soviel ich weiß, nicht wieder zurückkommen wird.«

»Was, der Baron ist ausgerückt? Da soll doch gleich ...« Er riß die Tür nach der Gesindestube auf: »Lauf mal gleich einer zum Gendarm, er soll gleich nachreiten nach der Bahn.«

»Bemühen Sie sich nicht, Herr Gemeindevorsteher. Der Herr von Zaleski ist über die grüne Grenze nach Rußland.«

»0h, ich Esel, ich Esel. Das schöne Geld. Weshalb habe ich nicht Kaution stellen lassen? Jetzt werde ich das den Bauern bezahlen können.«

Stanislaw stand auf und zuckte die Achseln.

»Das geht mich nichts an. Der Baron hat mir bloß das Geld für die Fuhren hiergelassen. Sie haben noch für zehn Fuhren sechzig Mark zu bekommen. Hier sind sie. Bitte mir die Quittung zu unterschreiben ... Ich bleibe vorläufig noch hier. Es ist nicht unmöglich, daß ich noch Fuhrwerk brauche, um die Kisten wieder wegzuschaffen.«

»Aber gern, Herr Stanislaw, sehr gern.«

Am Nachmittag brachte der »Graf« Fedora zur Bahn. Spät abends kam er zurück. Am nächsten Tage kam eine vierspännige Fuhre und holte die Möbel ab, die nur gemietet waren. Für das kleine Stübchen hatte sich Stanislaw die nötigsten Stücke gekauft. Nun hauste er mutterseelenallein in dem verlassenen Anwesen. Jeden Tag fuhr er ein paar Kisten zur Bahn. Eines Abends kam er nicht wieder.

Wie ein Lauffeuer ging die Nachricht von dem Verschwinden des Barons und seiner schönen Cousine durch die ganze Gegend. Bauschus brachte sie zuerst nach der Oberförstern und sprach die Überzeugung aus, daß nun die Wilddieberei aufhören würde. Trotz der Entrüstung, die der Baron zur Schau getragen hatte, hielt er ihn für denjenigen, der auf Schnabel geschossen hatte.

Der Assessor dachte zuerst an die Jagd. Die Anzeige gegen Herrn von Zaleski war schon abgegangen und würde unzweifelhaft zur Folge haben, daß ihm der Jagdschein entzogen würde, wenn er überhaupt schon einen besaß. Jetzt war die Sache mit der Flucht des Barons schneller und besser erledigt.

»Der Gemeindevorsteher wird wohl in den nächsten Tagen bei Ihnen antanzen, Herr Assessor«, meinte Bauschus lachend. »Der schwitzt jetzt Angst, denn die Bauern wollen ihn für den Ausfall verantwortlich machen. Sie sind nicht mehr an Ihr Gebot gebunden und brauchen keinen Pfennig mehr zu bieten, als bisher gezahlt worden ist« ...

In tödlicher Spannung hatte Herr von Sperling auf Weschkalenes Rückkehr gewartet. Sie konnte ihn doch nicht ohne Nachricht lassen? Er nahm ein Buch, setzte sich ans Fenster und ließ sich etwas zu trinken bringen ... Endlich kam der Hegemeister angegangen. Er sah so vergnügt aus. Sollte der alte Herr ihm persönlich die gute Nachricht, die er erhoffte, bringen?

Durch das offene Fenster streckte er ihm die Hand entgegen. »Kommen Sie 'rein, Herr Hegemeister. Was bringen Sie mir? So, bitte, nehmen Sie Platz. Wollen Sie ein Glas Mosel mittrinken? Ich langweile mich gräßlich ... nein, ich sterbe vor Ungeduld. Bringen Sie mir etwas Gutes? Sie sehen so vergnügt aus.«

»Ja, ich habe alle Ursache, vergnügt zu sein. Mir ist etwas passiert, was ich Ihnen heute noch nicht sagen kann.«

»Ist denn die Weschkalene bei Ihnen?«

»Ja, sie hat mich hergeschickt, Ihnen Gesellschaft zu leisten. Sie hat sich jetzt die Wera vorgeknöpft. Ich werde aus dem Kind nicht klug ... Es war wohl für sie ein bißchen zuviel auf einmal. Ich habe mich manchmal im stillen amüsiert, wenn Sie drei Mann hoch bei mir saßen.«

»Wollen Sie mir eine Frage gestatten, Herr Hegemeister?«

»Bitte.«

»Glauben Sie, daß Ihre Frau Enkeltochter einem der beiden Forstaufseher ein wärmeres Gefühl entgegenbringt?«

Krummhaar zog die Schultern hoch. »Herr Assessor, aus den Weibsleuten bin ich mein Lebtag nie recht klug geworden, und im Alter verliert man das Interesse daran. Der Nante kommt meines Erachtens gar nicht in Betracht. Der hat das Rennen aufgegeben und sich getröstet. Der führt jetzt ein Leben wie im Lehm, seitdem er allein mit der Katinta haust ...«

»Na, und der Mooslehner?«

»Der hat sich nun schon zwei Jahre um sie bemüht.«

»Kann man daraus nicht schließen, daß Frau Wera keine Veranlassung empfindet, seine Bewerbung zu ermutigen?«

»Da fragen Sie mich zu viel, Herr Assessor, aber Sie können recht haben. Wie sie plötzlich ihre Witwenschaft aufgab und den gefangenen Mann aufmarschieren ließ, da wollte sie sich bloß den Mooslehner vom Halse halten. Das weiß ich bestimmt.«

»Das ist ja sehr erfreulich... Sie glauben also auch nicht an die Existenz ihres Gatten?«

»Offen gestanden, nein, Herr Assessor. Sonst hätte sie doch die Gelegenheit ergreifen müssen, sich über das Schicksal ihres Mannes Gewißheit zu verschaffen.«

»Das meine ich auch, Herr Hegemeister. Trinken Sie aus ... ich verspüre Lust, etwas Besseres zu trinken ... etwas ganz Exquisites, was nur zu feierlichen Anlässen bestimmt ist.«

»Na, na, nicht zu früh, Herr Assessor ... noch sind Sie nicht über den Berg.«

»Ich meinte bloß den Vorfall, der Sie so freudig gestimmt hat.«

»Sie wollen wohl auf den Busch klopfen? Das hilft bei mir nichts. Aber sagen Sie mal, ist das wahr, was ich von Ihnen gehört habe? Sie wollen der grünen Farbe untreu werden?«

»Das habe ich wohl in meiner ersten Stimmung hier so hingeworfen. Ich habe diese Karriere ohne eine bestimmte Neigung dafür eingeschlagen. Ich wollte bloß nicht durch einen Beruf dauernd gefesselt werden, wie als Arzt oder Jurist. Hauptsächlich reizten mich die Reisen als Feldjäger ... Ich habe ja so viel Vermögen, daß ich jederzeit meiner Neigung folgen kann. Wenn mir das Leben als Grünrock nicht zusagte, wollte ich den Dienst quittieren und auf Reisen gehen, um mir die Welt anzusehen. Und schließlich wollte ich mir ein Fleckchen Erde aussuchen, wo es mir sehr gut gefällt.«

»Na und jetzt?«

»Jetzt fordere ich Sie auf, lieber Herr Hegemeister, mit mir auf die grüne Farbe anzustoßen: es lebe, was auf Erden stolziert in grüner Pracht ... die Felder und die Wälder, die Jäger und die Jagd.«

»Dazu ist der Tropfen gerade gut genug, Herr Assessor«, rief Krummhaar, als er das Glas geleert hatte, und reichte ihm die Hand. »Das war ein schönes Wort, Herr Assessor. Ja, der schöne, deutsche Wald, der hat es uns allen angetan. Und nun werde ich Ihnen einen Vorschlag machen, Herr Assessor. Wir wollen einen Pakt schließen, von dem kein Mensch etwas zu erfahren braucht. Ich bilde Sie in diesem Herbst zum perfekten Jäger aus. Sie müssen noch ein bißchen fleißig auf dem Schießstand üben, wobei ich Ihnen Gesellschaft leisten werde. Ich denke, wir werden schon in den nächsten Tagen etwas Pfuhlschnepfen auf den Wiesen finden. Dann kommen Hühner und Fasanen an die Reihe, dann die Krummen ... Dann graben wir ein paar Dachse, und sobald der erste Schnee fällt, treiben wir auf Sauen.«

»Ich nehme den Vorschlag mit Dank an«, rief der Assessor vergnügt. »Darauf wollen wir trinken.«

»Sehen Sie unseren Forstmeister, der ist wirklich ein Meister in jeder Beziehung. Wie er den verflossenen Herrn von Zaleski ausstach, das war doch eine Glanzleistung ersten Ranges ... Im Notfall hätte ich es ja auch geschafft.«

»Na, na, Herr Hegemeister ... das läßt sich nachher sehr leicht sagen.« Krummhaar lachte still vergnügt in sich hinein. »Herr Assessor, ich spreche lateinisch nur da, wo es angebracht ist. Sonst bin ich ein ehrlicher Kerl, dem man glauben kann. Ich sage Ihnen, das war hier vor zwanzig, dreißig Jahren ein Betrieb. Da waren wir fünf, sechs Mann, die nie aus dem Schwarzen 'rauskamen. Zwanzigmal haben wir uns stechen müssen, bis der erste mal in die Elf 'rauswankte.«

»Das ist ja ganz was Außerordentliches, Herr Hegemeister ...«

»Nur ein gutes Auge, feste Hand und ruhig Blut und viel Übung. Wenn Sie mal nächster Tage zu mir kommen, erinnern Sie mich daran, daß ich Ihnen meinen Schützenrock zeige. Von den Schultern bis zu den Schößen dicht bei dicht mit silbernen und goldenen Medaillen besteckt. Nicht eine einzige hat mehr Platz ... Da muß ich Ihnen doch ein Stückchen erzählen aus jener Zeit. Wir hatten hier einen richtigen Verein gebildet mit dem Forstmeister, damals hieß er noch Oberförster, an der Spitze. Eines Tages bekommen wir eine Einladung nach Tilsit zum Prämienschießen. Ich suche mir also fünf Mann aus, und wir fahren hin. Wir kommen an... Eine Scheibe mit zwanzig Ringen und hundertfünfzig Meter.

Gleich zu Anfang gab es Streit. Die Kerle wollten uns keinen Probeschuß gestatten und einen freihändigen Schuß nicht mit zwei Ringen höher bewerten. Wir mußten uns fügen. Ich komme zuerst 'ran, ich gehe ein bißchen hoch in das Schwarze hinein und lasse fahren. Der Anzeiger springt vor und salutiert ... Was soll ich Ihnen sagen? Wir nahmen ihnen alle Preise ab und auch noch diverses Kleingeld beim Parieren ... Gegen Abend wurde die Stimmung so ungemütlich, daß wir uns schleunigst empfahlen. Sonst hätten wir noch fechten müssen.«

»Das sind schöne Erinnerungen, Herr Hegemeister.«

»Ja, ja, und je älter man wird, desto lieber werden einem solche Erinnerungen.«

»Sagen Sie mal, weshalb ist von Ihren Söhnen keiner ein Grünrock geworden?« In demselben Augenblick war es ihm peinlich, daß er die Frage getan hatte. Er sah deutlich, wie unangenehm sie dem alten Herrn war. »Entschuldigen Sie, Herr Hegemeister, ich wußte nicht ...«

Mit einer Handbewegung schnitt ihm der alte Grünrock das Wort ab. »Weil ich zu schwach war gegen meine Frau. Der Älteste hat mich auf den Knien gebeten, ihn Förster werden zu lassen. Mit vierzehn Jahren war er auf der Sekunda, obwohl er nie ein Buch in die Hand genommen hat. Und im Walde wußte er Bescheid, und eine Flinte schoß der Bengel! Ich war zu schwach, meine Frau wollte nicht ... die wollte mit ihren Jungen höher hinaus. Studieren sollten sie ... Sie hat es ja auch durchgesetzt ... Na, reden wir nicht darüber. Es ist ja zum Guten ausgeschlagen. Einer von meinen siebzehn Enkeln wird mir jetzt die Freude machen. Er ist schon auf der Akademie in Eberswalde.«

Er trank sein Glas aus und erhob sich. »Es ist Zeit, daß ich nach Hause gehe ... Wo bloß die Weschkalene bleibt?«

»Ja, ich denke auch daran ... Wollen Sie sich nicht mehr halten lassen, lieber alter Herr? Mir ist die Zeit wie im Fluge vergangen.« »Nein!« »Na, dann vielen herzlichen Dank für Ihren Besuch. Würden Sie mir vielleicht Nachricht schicken, ob Weschkalene noch bei Ihnen ist?«

Der Hegemeister war kaum hundert Schritt gegangen, als Weschkalenes Wagen ihm begegnete. Sie ließ halten und streckte ihm die Hand entgegen. »Komm morgen zu mir, ich fahre noch zum Assessor 'ran.«

»Was bringst du ihm für Nachricht?«

»Sehr schlechte, er hat nichts zu hoffen.«

»Schade, ich habe den kleinen Kerl ganz gern.«

Der Assessor stand noch vor der Tür und hörte den Wagen kommen. Er trat an den Schlag. »Guten Abend, Weschkalene. Sagen Sie mir nur ein Wort: ja oder nein.«

»Solche Dinge werden nicht auf der Straße abgemacht, Herr Assessor. Bitte, geben Sie mir Ihren Arm. So, danke... Die Sache ist nicht mit einem Wort abzumachen«, fuhr sie fort, als sie ihm in der Stube gegenübersaß. »Wera hat uns ein Märchen erzählt, der Mann lebt nicht mehr, er ist im Aufstand gefallen. Es ist aber trotzdem noch ein Hindernis vorhanden.«

»Was kann das sein? Das muß sich doch beseitigen lassen.«

»Nicht so hitzig, junger Freund! Ja, jetzt fehlen mir alten Frau die Worte ... Sagen Sie mal, Herr Assessor, muß es denn durchaus die Wera sein? Sie passen beide nicht zueinander. Sie sind ein leichtlebiger junger Herr. Sie brauchen eine junge, lebenslustige Frau, jung und schmiegsam, die alles mit Ihnen mitmacht. Die Wera ist schwerfällig, und sie hat in ihrem Leben soviel Schweres durchgemacht, mehr als ich Ihnen sagen kann.«

»Sie wollen mich möglichst schonend vorbereiten, Weschkalene.«

»Ich will Sie gar nicht vorbereiten. Es wäre gar nicht unmöglich ... Aber das sage ich Ihnen gleich ... vor ein, zwei Jahren entscheidet sich Wera nicht. Sie hat noch nicht überwunden, und wir müssen sie völlig in Ruhe lassen, sonst kommt sie uns ganz aus Rand und Band. Lassen Sie sich von mir alten Frau mal beraten.«

»Es geht alles vorüber im menschlichen Leben; auch das Leben geht vorüber. Und deshalb soll man es sich möglichst so einrichten, daß man am Ende nicht zuviel Neue zu empfinden braucht ... Wir Landleute denken in solchen Fragen ruhiger ... Wir wissen, daß man zwei Pferde von verschiedenem Temperament nicht zusammenspannen soll. Die machen sich gegenseitig zuschanden. Und bei den Menschen ist das ebenso. Da gibt es immer ein Unglück, wenn sich zwei so verschiedene Menschen für ein ganzes, langes Leben zusammenspannen.«

»Ja, Weschkalene, das sagen Sie so, aber wenn das Herz schreit ...«

»Dann nimmt man es in beide Hände und hält es fest. Nachher ergibt es sich schon ... Sie haben mich aber falsch verstanden. Der Weg ist ja frei bei Wera, für Sie wie für jeden andern. Also gar kein Grund, Trübsal zu blasen. Und nun will ich Ihnen einen Vorschlag machen. Kommen Sie mit mir und leisten Sie einer alten Frau ein paar Stunden Gesellschaft. Ihr Auto kann Sie nachher abholen.«

»Gern, Weschkalene, ich bin Ihnen ja so viel Dank schuldig.«

Als sie in Weschkallen vorfuhren, kam ihnen ein Wagen von der Rampe her entgegen. Das Ehepaar Steputat war zu Besuch gekommen mit Adusche ... ganz zufällig ...

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