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Der Untermensch und andere Satiren

Rudolf Presber: Der Untermensch und andere Satiren - Kapitel 8
Quellenangabe
typesatire
booktitleDer Untermensch und andere Satiren
authorRudolf Presber
firstpub1905
yearca. 1916
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleDer Untermensch und andere Satiren
pages3-100
created20070322
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»Ehrenvolles Vertrauen.«

Ich muß in meinem Gesicht etwas ungeheuer Vertrauenerweckendes haben für alle Leute, die nichts können, die sich aber einbilden, sie könnten was.

Es ist gar nicht zu sagen und zu zählen, was mir schon für schlechte Gedichte vorgelesen worden sind! Wunderbarerweise noch niemals ein gutes.

Doch ja; ich will ehrlich sein: einmal. Aber das hatte auch seinen Haken. Es erwies sich nämlich später, daß dieses eine sehr schöne Gedicht, das mir ein äußerst heruntergekommener »Kollege« mit gewinnendem Pathos vorlas, gar nicht von ihm war, sondern von Uhland. Und die zehn Mark, die ich ihm, von seinem Talent und seinem Unglück gerührt, a conto seiner künftigen Größe geliehen, habe ich niemals wiedergesehen.

Aber ich muß sagen, dieser Fall mit dem Kollegen Uhland war durchaus nicht der betrübendste. Ich möchte lieber von Zeit zu Zeit zehn Mark an solchen »Schatzgräber« verlieren, als immer wieder das skandierte Blech genießen müssen, das begeisterte Jünglinge oder Jungfrauen in ihren weihevollsten Stunden zutage fördern oder gänzlich unschuldigen Leuten vorzulesen sich berechtigt glauben.

Ich stehe oft vor dem Spiegel und frage mich: Woher kommt's nur? Ist die in der Basis so breit geratene Nase daran schuld oder der Schnurrbart, dem ich soviel Sorgfalt widme, und der mir Gutes mit Bösem vergilt? Oder sind's die leicht gelichteten »Geheimratsecken« über den Schläfen, die so anziehend auf blutige Dilettanten wirken? . . . Es gibt doch Hunderte von gleichfalls nicht vorbestraften Leuten, die schließlich durch ihre Persönlichkeit, durch die Reize ihres Wesens oder den Glanz ihres Namens diese furchtbaren Kerle mit den von Manuskripten stolz geschwellten Paletottaschen eher und stärker und nachhaltiger anziehen müßten, als gerade ich, der ich mein bescheidenes, beschauliches Dasein mit meinen eignen Schrullen und Narrheiten in aller Stille zu leben bestrebt bin und mich ungern auf den Markt wage. Aber nein – es ist mein Schicksal. Und erst, wenn ich in der Anatomie zu Heidelberg, der ich meinen interessanten Leichnam in Dankbarkeit vermacht habe, seziert werde, stellt vielleicht ein besonders begabter Physio-Psychologe die richtige Diagnose, wie es gekommen ist . . .

Das Furchtbare hat – wie alle Laster und Verhängnisse – früh begonnen. Sehr früh.

Ich war noch in Unterprima und zitterte um meine Versetzung. Von wegen der analytischen Geometrie. Zwischen dieser sonst sympathischen Wissenschaft und mir haben stets peinliche Mißverständnisse obgewaltet, die mir viel Dornen auf den Weg des humanistischen Gymnasiasten gestreut haben. Doch stand ich im Geruch, einen anständigen deutschen Aufsatz zu schreiben, und hatte das unermeßliche Glück, dieserhalb einmal mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet zu werden.

Das ward mein Pech. Ich bin seitdem gegen alle silbernen Medaillen. Goldene – oder keine! Silber bringt mir Unglück.

Also damals – ich saß gerade über dem Lehrbuch von Henrici-Treutlein, das in den badischen Gymnasien den Lernenden als Zuchtrute auf den Rücken gebunden ist – besuchte mich eines Mittags eine Mutter mit ihrem Sohne. Die Mutter war Witwe eines Roßarztes. Witwen sind besonders geneigt, ihre männliche Nachkommenschaft zu überschätzen. Der Sohn war Untersekundaner.

Als das Mädchen mir den wunderlichen Doppelbesuch anmeldete, glaubte ich zuerst den Jüngling erwarten zu müssen, dem ich zwei Tage zuvor eine körperliche Züchtigung im Schulhof hatte angedeihen lassen müssen, weil er mich auf dem Korridor mit dem äußerst schmierigen, nassen Klassenschwamm geworfen hatte.

Das war nun allerdings ein Irrtum, wie ich sofort aus dem überaus freundlichen Wesen der eintretenden Mutter erkennen konnte. Diese junonische Erscheinung kam nicht um Vergeltung zu üben.

Wenn ich sage: es war eine Juno, so sage ich zu viel und zu wenig. So alt ist Juno in der Phantasie der galanten Römer nie geworden. Aber aus ihrer Körperlichkeit hätte man leicht zwei Göttermütter herstellen können. Es war eine ungemein plastische Dame.

»Sie sind doch der junge Mann, der kürzlich in der Aula die silberne Medaille bekommen hat?« Dabei prüfte sie mich, als ob sie mir so was durchaus nicht zutraute.

Ich stammelte einige bejahende Worte und betrachtete währenddessen den Sohn der scharmanten Dame, der allerdings in einem verwaschenen graugrünen Anzug und mit einem stumpfen Antlitz voller Frühlingspickel keinen im Sturm gewinnenden Anblick bot.

»Sie haben jedenfalls auch im Horaz eine gute Note?«

Ich war etwas verblüfft ob dieser inquisitorischen Unterhaltung; aber ich gab der Wahrheit die Ehre und bekannte: »Genügend, zum Teil gut.«

»Zum Teil gut –« wiederholte die Dame und nickte zustimmend, »ich dachte mir's wohl. Als ich Sie nämlich in der Aula beim Sedan-Akt sah, dachte ich mir's gleich, daß Sie im Horaz ›zum Teil gut‹ haben.«

Ich hatte in meiner großen Verwunderung vergessen, der freundlichen Dame einen Stuhl anzubieten. Aber sie saß schon.

Der Sohn vergnügte sich während dieser Zeit damit, den Goldfischen in meinem mit Stolz gehüteten Aquarium Papierschnitzel aus seiner Westentasche als Futter anzubieten, was ich nicht ohne sorgende Bekümmernis mit ansah.

»Ich kann leiden kein Latein« – sagte die Dame; was ich ihr aufs Wort glaubte. – »Mein Mann, der es sehr gut konnte, ist tot. Mein Bruder hat es vergessen. Mein Schwager, der es kann, lebt in Valparaiso . . .«

Ich dachte bei mir, daß diese Beziehungen der Familie des seligen Roßarztes zu der lateinischen Sprache mich eigentlich den Deubel angingen. Aber in verlegener Höflichkeit nahm ich jede einzelne Mitteilung mit gut geheucheltem Interesse entgegen.

»Ich habe einen Onkel,« erläuterte die gründliche Dame weiter, »der es vermutlich auch noch kann. Aber wir stehn nicht gut mit diesem Herrn, weil er meinen Adolf bei einer Erbschaft übervorteilt hat.«

Ich wußte zwar leider nicht, wer Adolf war, aber ich fand solches Benehmen auf alle Fälle sehr undelikat von einem Onkel, der Lateinisch konnte.

»Nun kam mir neulich der Einfall, Sie könnten mir vielleicht etwas Genaueres sagen. An die Lehrer möchte ich nicht gleich gehen, wissen Sie. Am Ende ist es nichts – na, und dann . . . Sie verstehen?«

Ich verstand zwar gar nichts; aber Figur und Redeweise der imponierenden Dame schüchterten mich ein. Ich glaube, wenn sie mich in diesem Augenblick gefragt hätte, ob ich fließend chinesisch spreche, oder ob ich schon einmal im Hundeschlitten quer durch Nowaja Semlja gefahren sei – ich hätte auch ein verlegenes Ja gestammelt.

»Schön. Also die Sache ist die. Mein Eduard glaubt sein Talent entdeckt zu haben, oder vielmehr ich habe meines Eduards Talent entdeckt . . . Komm mal her, Eduard!«

Das Talent Eduards konnte unmöglich auf zoologischem Gebiete liegen, denn meine Goldfische hatte er – wie ich wütend beobachtete – zuletzt mit den Tabakfasern einer Zigarette, die sich gleichfalls in seiner Rocktasche vorfand, zu füttern versucht.

»Mein Eduard hat nämlich ein metrisches Talent. Ich glaube wenigstens. Er hat einige Oden des Horaz übersetzt und mir vorgelesen. Ich sagte Ihnen schon – Eduard laß das! Komm hierher, sag' ich – sagte Ihnen schon, ich kann kein Latein – Eduard, hörst du nicht, du sollst hierher kommen! . . . Gerade deshalb möchte ich Ihnen die Proben vorlegen . . . Eduard, hast du die Mama nicht rufen hören?!«

Eduard entschloß sich endlich näher zu treten. Er zog aus der Tasche wenige Papiere von zweifelhafter Reinheit und suchte umständlich das Zusammengehörige.

Die Mutter beobachtete ihn mit jenem zärtlichstolzen Blick, der seit undenklichen Zeiten aus Mutteraugen glänzend das Talent der geliebten Söhne besonnt und erwärmt hat.

Ich aber war in diesem Augenblick sehr stolz. Ich debütierte hier in der Rolle des Kunstverständigen, des Protektors, des milden aber gerechten Richters, an dessen Mund und Stirnrunzeln ein Menschenschicksal hängt. So was schmeichelt. Ich überlegte mir, ob wohl Cousinchen Edith schon im Nebenzimmer bei meiner Schwester sei; ob sie uns hören könne; ob die süße, kleine, blonde Dumme auch begreifen würde, welche Rolle ich hier in der Familie des seligen Roßarztes zu spielen im Begriffe stand! Wenn sie's doch hörte . . . wenn doch!

»Lesen Sie, bitte, recht laut,« sagte ich gönnerhaft zu Eduard, der mit dem Ordnen der schmutzigen Papiere allmählich zu Ende zu kommen schien.

»Ja, Eduard, lies mit Ausdruck!« ermahnte die Mutter. »Überhaste dich nicht! Wir haben ja Zeit.«

Und Eduard las. Zuerst etwas mürrisch, dann kecker und freier.

»Es ist die einundzwanzigste Ode des ersten Buches,« leitete er ein, »die Ode auf die Latoiden.«

»Auf die Latoiden!« Kopfnickend wiederholte es die stolze Mutter wie ein Echo. Ob sie sich unter Latoiden nun Sternschnuppen oder Seeigel oder sonst was vorstellte, bleibt dahingestellt. Aber sie sprach es zärtlich aus: Latoiden . . .

»Ich werd's immer erst lateinisch sagen, damit Sie's wissen,« erläuterte Eduard. »Also passen Sie auf:

Dianam tenerae dicite virgine
intonsum, pueri, dicite Cynthium
    Latonamque supremo
    dilectam penitus Jovi.

Jetzt kommt's deutsch!« erklärte Eduard.

»Das ist nun von ihm,« erläuterte die Mutter und lehnte sich gemütlich zurück, um in bequemster Stellung die Poesie des Sohnes wohlig über sich hinfluten zu lassen.

Eduard las von dem fettigen Papier:

»Preist die Diana, o ihr Mädchen,
Rings im Städtchen.
Den Apollo preist als Kenner,
Ihr jungen Männer!
Und die Mutter Latona, die Jupiter freit',
Preist alle beid'!«

. . . Damals erlebte ich zum erstenmal die furchtbare Enttäuschung in meiner Seele. Ich war so ehrlich bemüht, ein Talent zu entdecken, und ich fand – einen Narren.

Die folgenden Verse von Eduards Übersetzung der schönen Ode zum Apollofest hab' ich längst vergessen – Gott sei Dank! Ich will's ihm auch nicht weiter anrechnen, daß er den Erymanthus mit seinen dunklen Tannenforsten mit dem braven Eurylochus verwechselte, jenem Schwager des Ulysses, der durch seine Vorsicht im Palast der Kirke der Verwandlung in ein Schwein entging. Auch daß er das Tal Tempe in Thessalien in seiner dichterischen Begeisterung beharrlich für eine römische Dame hielt und die Jünglinge ermahnte, diese anmutige Jungfrau zu lieben, sei ihm nicht nachgetragen. Aber die »Poesie« war furchtbar. Einfach erschreckend.

Ich suchte den beiden – Eduard und seiner Mutter – mild beizukommen. Ich machte den Dichter schonend darauf aufmerksam, daß doch zum Beispiel von »rings im Städtchen« nichts vorkomme im lateinischen Text, und daß die jungen Männer nirgends »als Kenner« aufgerufen würden.

»Das ist poetische Lizenz,« belehrte mich die Mutter, sichtlich schon etwas verstimmt.

Und Eduard fügte, verächtlich mit den Achseln zuckend, hinzu: »Wenn ich wörtlich übersetzen wollte, brauchte ich doch nicht zu reimen.«

Im weiteren belehrte mich die Witwe des seligen Roßarztes, daß Grillparzer gesagt habe: »Bildung ist das Gleichgewicht – Talent ist ein Übergewicht« – wobei sie das Übergewicht des Talents Eduards in den gänzlich überflüssigen Zusätzen seiner Übersetzung sah. Ferner teilte sie mir mit, Schlegel habe sich mal dahin geäußert: Verstand sei mechanischer, Witz sei chemischer, Genie aber sei organischer Geist. Was ich sehr tief, etwas unverständlich und in seiner Anwendung auf Eduards üble Verse einfach unbrauchbar fand. Auch darüber klärte mich die allmählich in eine Kampfstimmung übergehende Dame auf, daß Verstand nur Licht ohne Wärme sei, Phantasie nur Wärme ohne Licht. Beide vereint – sie blickte mit inniger Genugtuung auf Eduard, der sich wieder am Aquarium beschäftigte, und gab mir zu verstehen, wo sie diese Vereinigung suchen zu müssen glaube – beide vereint erst gäben das Genie, welches leuchtet und wärmt.

Schließlich, als ich immer noch nicht die poetischen Lizenzen in Eduards holprigen Versen preisen konnte, zankte sie mich förmlich aus. Sie zitierte Jean Paul, Hippel, Goethe, David Strauß und den toten Roßarzt, um mir zu beweisen, daß man Genie nur darin beweise, daß man sich durchaus an keine Regeln kehre. Schließlich warf sie mir meine silberne Medaille vor, mit der ich doch wirklich nicht renommiert hatte, und urteilte im höhnischen Ton, ich hätte »das Münzchen« doch wohl für meine Leistungen in der Grammatik bekommen.

»Oder in der Mathematik,« brummte Eduard verächtlich, indem er mit einem Füllfederhalter heftig und heimtückisch nach dem ängstlich herumschießenden Wetteraal stieß.

Kurz und gut: wenn ich den Erfolg meines ersten Debüts als kritischer Vertrauensmann heute überdenke, so läßt er sich dahin zusammenfassen: Ich hatte mir einige Grobheiten sagen und die gänzliche Wertlosigkeit meiner silbernen Medaille beweisen lassen müssen.

Zwei Goldfische, eine Schildkröte und der Wetteraal – der Stolz meines kleinen Aquariums – krepierten am Abend desselbigen Tages.

Die Witwe des Roßarztes dankte mir nicht mehr für meinen Gruß auf der Straße, und ihr Sohn, der flegelhafte Dichter, erzählte in der Klasse, ich sei der größte Schafskopf, der ihm je vorgekommen.

Meine hübsche Cousine Edith aber sagte zu mir, als ich ein wenig bekümmert nach der denkwürdigen Unterredung mit der Dichtermutter zum Kaffee kam: »Rudi, was hast du bloß der alten Dame getan, daß sie so grob zu dir war?«

Ja, was hatte ich ihr getan?

Ich hatte ihr gesagt und bewiesen, daß ihr Sohn Eduard nicht konnte, was hunderttausend braver, ehrlicher, brauchbarer Menschen schließlich auch nicht können. Und so hatte ich mir meine erste ehrliche Feindin erworben.

Seit jenen Tagen aber verfolgt es mich wie ein ewiges Mißgeschick. Es ist, als hätte mich die Witwe des Roßarztes mit einem Fluch belegt, dem ich nie und nirgends entgehen kann. Oder ich habe etwas an mir, das die heimlichen Dichter entfesselt.

Zu Hause, auf Spaziergängen, in der Schweiz, auf dem Schiff, ja im Tunnel im Zug hab' ich mir schon vorlesen lassen müssen. Ungereimte Gedichte, die sich reimten, und Oden, denen so was nicht nachzusagen war; Sinnsprüche, die keinen Sinn hatten, und Fabeln ohne Pointe; Balladen, die so lang waren, wie ein Güterzug der hessischen Ludwigsbahn, und bei denen man den Anfang schon vergessen hat, wenn das Ende noch lange nicht abzusehen ist, und Liebeslieder, die so feurig waren, daß sie sich nur für den Ofen eigneten.

In letzter Zeit ist aber das Allerfurchtbarste hinzugekommen.

. . . Es ist jetzt acht Tage her, da meldet das Mädchen: Ein Herr und eine Dame.

»Was wollen sie denn?«

»Ich weiß nicht. Es scheint ein Brautpaar. Sie haben sich an der Hand gefaßt, ganz zärtlich.«

Und Hand in Hand mit feierlich gemessenen Schritten traten die beiden denn auch ein. Jung, hübsch, freundlich.

»Erwin Kuhlicke, mit ck, wenn ich bitten darf,« stellt er sich vor.

»Mit ck? Gern. Und die Dame? . . . Fräulein Braut?«

»Doch nicht.«

Sie errötet. Er errötet. Ich erröte.

»Fräulein Anna Klötzchen . . . Aber der Name läßt sich ja ändern, nicht wahr?«

Ich verstehe nicht recht, warum der Name geändert werden soll. Aber ich bestätige, daß so was geschehen kann.

»Und womit kann ich den Herrschaften dienen?«

»Haben Sie vielleicht ein Klavier da?«

»Ja, aber – –« Ich ahne Unaussprechliches.

»Wir wollen nämlich zum Überbrettl gehn. Ich habe einen ›Ringeltanz zu zweien‹ gedichtet und komponiert. Fräulein Klötzchen und ich werden Ihnen – wenn Sie gütigst gestatten – das Tänzchen einmal rasch vortanzen. Es wäre uns so wertvoll, Ihr Urteil zu hören.«

Und die beiden, die ich nicht hindern kann, singen . . . und sie tanzen . . . und sie neigen sich . . . und sie tun äußerst neckisch . . .

Ich aber liege, ein gebrochener Mann, in meinem alten Ledersessel und sehe durch die geschlossenen Augenlider eine hohe junonische Gestalt – die Witwe des seligen Roßarztes.

Sie lächelt boshaft.

Und auf der Brust trägt sie, blank, rund, klein, höhnisch glitzernd – eine silberne Medaille.

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