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Der Untermensch und andere Satiren

Rudolf Presber: Der Untermensch und andere Satiren - Kapitel 5
Quellenangabe
typesatire
booktitleDer Untermensch und andere Satiren
authorRudolf Presber
firstpub1905
yearca. 1916
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleDer Untermensch und andere Satiren
pages3-100
created20070322
sendergerd.bouillon
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Reiselust.

Es gibt nichts, was die Menschen so rasch und so gründlich verändert, wie das Reisen. Nicht etwa nur, daß ein Weitgereister, der viele Menschen, Städte gesehen und Herzen ergründet, als ein Anderer, ein Reiferer, Ruhigerer zurückkommt. Nein, ich meine: Herr Müller auf Reisen ist ein ganz anderer, als Herr Müller zu Hause. Und das wird mit Herrn Schulze und Herrn Neumann nicht anders sein.

Einer, der zu Hause in einem abgeschabten, grünen Lodenjöppchen umhergeht, meist unrasiert, einen schlecht gewickelten Regenschirm unter dem Arm, spielt gern die wenigen Sommerwochen der Freiheit den ganz verfluchten Kerl, läßt einen weißen Strandanzug um seine ambrosischen Glieder schlottern, setzt einen verwegenen Florentiner-Strohhut schief aufs Ohr und schwingt ein silberbeknauftes Bambusröhrchen zwischen den Fingern. Weil er zu Hause schlecht oder überhaupt nicht bedient wird, klingelt er im Hotel den ganzen lieben Tag – »dem Kellner einmal, dem Hausburschen zweimal, dem Stubenmädchen dreimal« – und hetzt für sein Geld die Leute brav durcheinander. Und wer elf Monate im Jahre daheim den Patenten spielt, der liebt's, sich in der Sommerfrische eine grüne Joppe anzuziehen und mit recht dicksohligen Stiefeln seinen Morgengang auf die meist ungefährlichen Gipfel der nächsten Hügel zu unternehmen.

So läßt eine Reisebekanntschaft nie auf den Charakter schließen. Der Charakter ist zu Hause geblieben, der bewacht das Haus. Was sich da auf Urlaub tummelt, ist oft nur eure Karikatur von dem Original, das die elf anderen Monate im Jahre vielleicht ganz brav, ganz bieder und ganz brauchbar sein saures Tagewerk herunterschuftet.

Darum: man soll auf der Reise jede Dummheit machen, die einem Laune, Temperament und das unsagbare Wohlgefühl der plötzlich errungenen und, wie man weiß, nur kurzen Freiheit eingeben. Aber die folgenden vier Kardinaldummheiten soll man ängstlich vermeiden:

1. Man soll sich nie ein Hektoliter von dem Wein, der einem im Hotel am Laguner See oder in Norderney an der Table d'hote zwischen zwei hübschen Engländerinnen geschmeckt hat, nach Hause bestellen, ihn dort als Tischwein zu trinken. Er schmeckt zu Hause anders, und wenn der Händler in zehn Briefen beschwört, daß es dieselbe Marke ist. Das kommt vielleicht daher, daß man zu Hause nicht zwischen zwei hübschen Engländerinnen sitzt.

2. Man soll nie das Zimmermädchen eines Hotels in gleicher Stellung für sein bürgerliches Heim verpflichten, geblendet von dem Wahn, daß dieses Juwel eines Dienstboten seine Geschäfte und Pflichten zu Hause ebensogut verstehen wird, wie am Titisee im Schwarzwald oder in Dangast an der Ostsee. Dieses wird nämlich in 99 von 100 Fällen durchaus nicht der Fall sein. Denn im Hotel arbeitet das Mädchen für ein Trinkgeld, das sie noch nicht kennt und durch Liebenswürdigkeit und milde Freundlichkeit der Sitten zu mehren trachtet; daheim aber arbeitet sie für einen festgesetzten Lohn, und deshalb arbeitet sie möglichst wenig. Und dann: am Titisee oder in Dangast liegen weder Dragoner, noch Ulanen, noch Grenadiere. Zu Hause aber nicht nur Dragoner, Grenadiere und Ulanen, sondern auch noch Kürassiere. Und Train!

3. Man soll niemals einen sonst unbekannten Herrn, nur weil er durch vier Wochen ein »reizender Tischnachbar« war, die Forellen nicht mit dem Messer bearbeitete, beim Kauen nicht mit den Lippen schmatzte und jeden Tag zwei neue Scherze erzählte, als Logierbesuch zu sich einladen. Denn erstens: der Mann kommt wirklich. Zweitens: die guten Manieren gehören oft nur zur Ferientoilette; und drittens. mehr Witze, als die er im Bade erzählt hat, weiß er gewöhnlich nicht.

4. Man soll sich niemals bei einem schönen Sonnenuntergang, wenn das Meer glitzert und die alten Tannen rauschen, mit einer jungen Dame verloben, die so entzückend graziös im Strandkorb sitzt und so entzückend naiv über Himmel und Meer und ewige Dinge plaudert. Denn: die schönen Sonnenuntergänge sind daheim selten. Meer und Tannen hört man daheim nicht rauschen. Der Hintergrund eines Strandkorbes wird daheim selten geboten. Es bleibt also dann nur die »Naivität« übrig, die sich leicht auch auf Angelegenheiten der Küche, des Haushalts und des täglichen Lebens erstreckt. Dann aber wirkt sie peinlich. Außerdem aber hat solche junge Dame häufig noch Verwandte, die dem Sonnenuntergang damals aus guten Gründen fern blieben, später aber in deutliche und fühlbare Erscheinung treten. Dann wird's Tag.

. . . Vor allem aber soll man sich hüten, Leuten, die eine weite Reise tun, einen Rat zu geben. War der Rat gut, dann wird er entweder überhaupt nicht befolgt; und dann ärgert man sich, daß man seine Weisheit allzu freigebig verschwendet. Oder ja, er wird befolgt, und die Sache verläuft zur allgemeinen Zufriedenheit, so kann man hundert gegen eins wetten, daß die so gut Beratenen, heimgekehrt, Stein und Bein schwören, sie selbst seien auf den ausgezeichneten Einfall gekommen, die Reise so oder so zu machen.

. . . Ich erinnere mich noch mit großem Vergnügen eines alten Onkels, der in der ganzen Familie großes Ansehen genoß, weil er seine besten Junggesellenjahre damit verbracht hatte, die halbe Welt zu sehen.

Er hatte eine sinnige Sammlung von Menükarten von beiläufig fünfhundertunddreißig Hotels aller Länder, und wenn ihn ein Ischiasanfall zwang, noch tief in den März hinein zu Hausse zu bleiben, so aß er diese Menüs jeden Tag einmal durch; nur in der Phantasie natürlich. Er las auch gerne daraus vor. Das war durchaus nicht so langweilig; er las mit Ausdruck, ja mehr als das: mit Gefühl. Ich habe niemals auf der Bühne einen Romeo mit solcher Zärtlichkeit von Juliens Hand und Lippen reden hören, wie mein Onkel von den gedämpften Kalbsfüßen à la Milanese im Hotel Quirinal in Rom oder von dem Ochsenmaulsalat im Hotel de Paris in Christiania sprach . . .

Nun gut, als ich ein ganz junger Student war, fragte ich diesen Vielgereisten um Rat. Ich wollte durch ganz Italien fahren bis Brindisi und dann langsam, an allen Stationen, die große Erinnerungen oder Naturschönheiten versprachen, verweilend, wieder zurück. Der Plan war ein wenig blödsinnig; aber wenn man zwanzig Jahre alt ist, macht man leicht noch blödsinnigere Sachen. Nun sollte mir der vorzügliche Verwandte seinen Rat in einer schwierigen Frage erteilen: in welcher Klasse könnte ich wohl am besten reisen? In der ersten? – das erleichterte mein Reisebudget gleich um ein Bedeutendes. Aber, wenn der Onkel meinte – –?

»Nein!« sagte der Vielgereiste, indem er fast zornig das blaugeränderte Menü zum Lunch auf dem Schnelldampfer »Kleopatra,« Sonntag, 10. Mai 1887, zu den übrigen Kärtchen warf, »nein, das mußt du nicht tun. Die erste Klasse in Italien – damit habe ich üble Erfahrungen gemacht. Ich bin mal von Genua nach Monte Carlo in so 'nem rotgepolsterten Coupé gefahren – na, daran werd' ich denken! Hast du schon mal gehört, daß in der dritten Klasse ein Raubmord verübt worden ist? Nein. In der zweiten Klasse ist's schon eine große Seltenheit. Aber in der ersten siehst du – von fünfzig Raubanfällen auf der Eisenbahn kommen neunundvierzig auf die erste Klasse. Also, bitte, das hat ein Statistiker nachgewiesen. Ist auch natürlich. Wenn so ein Lump schon mal rauben will, so wird er sich vermutlich ein Opfer aussuchen, das möglichst viel Geld hat, und ein Coupé, in dem möglichst keine Zeugen sind. In der ersten sind nur sechs Plätze. Wer erster Klasse reist, der führt gewöhnlich mehr blaue Scheine bei sich, als ein Bäuerlein in der dritten, nicht wahr? Also, wie gesagt, auf der Fahrt von Genua nach Monte Carlo hatt' ich mal ein Abenteuer, das einen von der Vorliebe für die erste Klasse kurieren kann.

Ich hatte mir eine Flasche Rotwein, einen ›Secolo‹ und fünf Orangen gekauft und dem Kondukteur fünf Frank Trinkgeld gegeben, daß er mir ein leeres Coupé gibt. Ich wollte die herrliche Fahrt hoch auf dem Felsenweg, immer am Meere entlang, so recht von Herzen genießen und vom Fenster links zum Fenster rechts eilen können, ohne über vier karierte Engländerbeine zu klettern, die sich nicht regen.

Partenza!

Ich setze mich bequem in den Mittelsitz. Da plötzlich – eben geht ein erster Ruck durch den Wagen – reißt ein sehr erhitzt aussehender Mann die Coupétür auf und läßt sich ohne Gruß auf den Sitz mir gegenüber fallen.

Der Unwillkommene ist ganz schwarz gekleidet mit erstaunlicher Ersparnis an Wäsche. Er hat kein Gepäck. Seine schwarzen stechenden Augen gleiten nur suchend das Gepäcknetz entlang, mustern mit verdächtigem Interesse meine beiden neuen, gelben Handtaschen, fahren dann über meine ganze Figur, als ob sie mich entkleiden wollten, und bleiben schließlich starr auf meinem Hals haften. Ich bemühe mich, im ›Secolo‹ zu lesen; aber ich kann das Unbehagen nicht los werden; ich fühle immer den Blick des unangenehmen Herrn auf meinem nackten Hals.

Pegli–Voltri–Savona – ich habe nichts, einfach nichts von der Fahrt gehabt.

Ich lese im ›Secolo,‹ daß eine alte Russin auf der Fahrt Neapel-Rom im Eisenbahnwagen narkotisiert und beraubt worden ist. Mein Gegenüber regt sich nicht.

Tunnel folgt auf Tunnel. Wenn wir einfahren, fasse ich meinen Regenschirm fester, um für jeden meuchlings erfolgenden Angriff gewappnet zu sein. Wenn wir hinausfahren in die lachende Landschaft – das heißt ich glaube, sie lacht, weil ich davon gehört habe, sehen kann ich's nicht – sitzt mein Gegenüber noch unbeweglich da und starrt auf meinen Hals, unverwandt auf meinen Hals. Sucht er die Stelle, wo er mich erdrosseln will? Der Angstschweiß bricht mir aus. Ich fühle, daß ich mit den Händen zittere; das hält mich ab, ein Glas Wein zu trinken, obschon meine Kehle total trocken ist und meine Nerven danach verlangen. Kurz vor San Remo – die blühenden Orangenbäume senden ihren süßen Duft ins Coupé – erhebt sich mein unheimliches Gegenüber halb aus den Kissen, und immer noch meinen Hals anstarrend, sagt er auf italienisch: »Verzeihen Sie, mein Herr, haben Sie sich in Genua rasieren lassen?«

Ich habe das Gefühl, daß ich stottere vor Angst. »Ja, allerdings,« sag' ich, »aber –«

»Sie haben einen äußerst merkwürdigen Bartwuchs, mein Herr. Äußerst merkwürdig! Ja, Sie haben einen kleinen Haarwirbel unter dem Kinn, auf der rechten Halsseite. Darauf muß ein geschickter Raseur Rücksicht nehmen; sonst blutet das immer. Aber die wenigsten sehen das. Pah, wer kann überhaupt heute noch rasieren! Die Genueser Friseure sind schon gar nichts, wie Stümper!«

Ich vermute, daß der Mann irrsinnig ist, und mein ängstlicher Blick mag das auch ausgedrückt haben.

»Ah – Sie meinen, woher ich das weiß? Ich sehe das. Ich bin nämlich der Barbier des Fürsten Orlandini-Barberuzzo. Ich muß Se. Durchlaucht auf allen Reisen begleiten. Überall hin. Se. Durchlaucht hat nämlich ganz denselben Haarwirbel auf der anderen Seite des Halses. Er hat sich an mein Messer gewöhnt. Unter jedem anderen blutet der Hals Sr. Durchlaucht. Vorhin wäre ich beinahe zu spät bekommen. Sie bemerkten das? Das hätte meine Entlassung bedeutet. Denn in Monte Carlo will der Fürst sofort rasiert sein. Da bin ich lieber ins erste beste Coupé gesprungen. Ich werde in Monte Carlo nachzahlen müssen. Das macht nichts; ich bedaure es durchaus nicht. Ich habe das Wunderbare erlebt, einen Mann zu finden, der den selben Haarwirbel am Halse hat, wie der Fürst Orlandini-Barberuzzo. Sie gestatten doch, daß ich darüber an unser Fachblatt in Rom berichte?«

. . . So erzählte mein Onkel, dann vertiefte sich der merkwürdige Mann, der dem Fürsten Orlandini-Barberuzzo am Halse ähnlich sah, wieder in das Studium seiner geliebten Menüsammlung.

»Du meinst also, Onkel, ich sollte zweiter Klasse fahren?«

»Nein,« sagte der Vielgereiste bedächtig, »das meine ich durchaus nicht. Die zweite Klasse in Italien ist, was bei uns die dritte Klasse ist. Alle bessere Landbevölkerung steigt an den kleinen Stationen ein, schwatzt, streitet, spuckt fortwährend auf den Boden, raucht sehr schlechte Virginia und riecht äußerst sonderbar. Das wirklich charakteristische Leben aber spielt sich überhaupt in der dritten Klasse ab.«

»Also würdest du mir raten in der dritten Klasse zu fahren. Das würde meinem Geldbeutel sehr wohl tun.«

Der Onkel seufzte schwer, wie in einer höchst peinlichen Erinnerung.

»Die Bänke sind dort sehr hart,« sagte er, »und die Luft nicht gerade mit Myrrhen und Efeu geschwängert. Ich fuhr mal aus Interesse für das Volksleben in der dritten Klasse von Pisa nach Turin. An die Fahrt werde ich denken. Links hatte ich einen alten Bauer, der zwei Hühner, lebende Hühner, mit den Füßen aneinander gebunden, zwischen seinen Beinen hielt. Die Tiere waren sehr unruhig; und wenn ich ein Huhn gewesen wäre, die Situation hätte mir auch keine Freude gemacht. Auf meiner anderen Seite saß ein sauber rasierter, rundlicher Abbate, der halblaut in einem kleinen Erbauungsbuche las.

So oft die Hühner des Bauern in ihrer Angst nun gackerten oder an der Fessel zerrten, daß die kleinen Federchen flogen, sah mich der geistliche Herr mit einem langen tadelnden Blick von der Seite an. Das ärgerte mich, denn mir war schließlich dieses unruhige Federvieh genau so widerwärtig wie ihm.

Mir gegenüber saß eine Straßensängerin, die zu irgend einem Volksfeste fuhr. Sie hatte die Mandoline, in ein schmutzig-blaues Tuch geschlagen, auf dem Schoß. Um den Hals hingen ihr goldene Glasperlen, dick wie Roßkastanien, und ihre fertigen, reichberingten Hände fuhren manchmal im Traume in die Luft. Sie schlief, die Gute, schnarchte und schwitzte sehr dabei.

Es war unerträglich heiß in dem Coupé und die Mücken waren voll Scherz und Munterkeit. Ganz besonders dem Bäuerlein neben mir machten sie zu schaffen. Und als der Gequälte schließlich in heller Wut über die Zudringlichkeit eines solchen Quälgeistes sich mit beiden Händen nach der Nase fuhr, zerrissen die zappelnden Hühnerbeine den Strick.

Die schwarze Henne flog gackernd an meinem Gesicht vorbei nach der Wagendecke, wobei sie dem Abbate das Erbauungsbuch so unglücklich aus der Hand schlug, daß es zum Fenster hinauswippte. Die gesprenkelte Henne aber flatterte der schlafenden Mandolinensängerin auf den Kopf. Kreischend fuhr die dicke und nicht mehr junge Dame aus ihrem gesunden Schlaf auf, und da sie mich, der ich dem Bäuerlein die Hühner einfangen helfen wollte, vor sich stehen sah, war sie wohl der Ansicht, ich habe, berauscht von dem Anblick ihrer sinnverwirrenden Reize, ihre unbewachte Tugend im Schlafe überfallen und sie küssen wollen. Und deshalb gab mir die resolute Dame, eh' ich mich's versah, mit ihrer dicken, fettigen Hand eine schallende Ohrfeige.

Diesen geeigneten Moment hatte das gesprenkelte Huhn benutzt, dem schwarzen nach und aus dem Fenster zu flattern.

Und nun hatten wir den schönsten Skandal in unserem Coupé. Der Bauer schimpfte, die Mandolinendame keifte und schalt, der Abbate versuchte zu beruhigen, wurde aber niedergeschrien; und zwei Arbeiter, die in den Fensterplätzen an der anderen Seite die ganze Zeit geschlafen hatten, waren nun ebenfalls aufgesprungen und machten mich, so viel ich verstand, für alles verantwortlich. Einfach für alles, für die Mücken und die Hühner, für das verlorene Buch des Abbate und für die bei dem allgemeinen Skandal zertretene Mandoline.

In Ponte Nuovo, an der nächsten Station, ward ich zwei Karabinieri übergeben. Die verstanden meine Verteidigung natürlich genau so wenig, wie ich das Geschrei meiner Ankläger. Und um überhaupt weiter zu kommen – in dem elenden Nest war nicht mal ein Wirtshaus – hab' ich wirklich die Hühner und die Mandoline bezahlen müssen. Zusammen so was wie dreißig Frank. Dafür hatt' ich aber Volksleben in der dritten Klasse studiert. Mich verlangte nicht nach mehr! . . .«

»Nein,« schloß mein Onkel seinen Leidensbericht, »zur dritten Klasse würde ich dir nicht raten.«

»Ja, erlaub' mal, Onkel, nun hast du mir nacheinander von allen Klassen abgeraten. Da bleibt ja schließlich nur noch der Viehwagen.«

»Ja,« stimmte der Vielgereiste freundlich bei, »in dem bin ich noch nicht gefahren. Aber du kannst's ja mal versuchen.« . . .

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