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Der Seelensucher

Georg Groddeck: Der Seelensucher - Kapitel 23
Quellenangabe
typefiction
booktitleDer Seelensucher
authorGeorg Groddeck
year1971
firstpub1921
publisherLimes Verlag
addressWiesbaden
titleDer Seelensucher
pages377
created20130129
sendergerd.bouillon@t-online.de
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22. Kapitel.

Nicht wahr, zwei Damen? Und' der Schlag aufs Paradiesesäpflein.

Thomas war, sobald er annehmen konnte, daß Agathe den Bahnhof geräumt hätte, dorthin geeilt und hatte sich, vereint mit dem seiner harrenden Keller-Caprese, in dem Zug nach Berlin niedergelassen. Er freute sich wie ein Schulknabe, seinen beiden 142 Aufpassern entronnen zu sein, und um dieser Freude Ausdruck zu geben, setzte er sich dem Reisegefährten auf den Schoß, was ihm eine Mahnung, sich anständig zu betragen vonseiten des streng königlich preußisch gerichteten Schaffners eintrug. Er wollte sich gerade mit der Behauptung zur Wehr setzen, daß er lediglich Mutter und Kind mit seinem Freunde spiele, was bei dem riesigen Knebelbart Keller-Capreses, seinen haarigen Händen und der dicken Zigarre zwischen seinen Zähnen schwer zu glauben war, als vom Gang her eine Dame in das Coupé hineinäugte und mit den Worten:

»Nein, wie ich mich freue, lieber Meister, Sie hier zu treffen,« beide Hände zum Gruß vorgestreckt, auf Keller-Caprese zueilte.

Thomas sprang sofort auf und während der Maler mit gut gespieltem Erstaunen der Dame die Hand küßte und ihr dabei zuflüsterte: Ich fürchtete schon, Ihr würdet nicht kommen« – half Weltlein einem jungen Ding in etwas kurzen Kleidern mit einem kindlich rundbackigen Engelsgesicht, das Handgepäck im Netz unterzubringen.

»Es ist reizend, Sie und Ihr Fräulein Tochter nach so langer Zeit zu sehen, Frau von Lengsdorf. Hoffentlich führt uns der gleiche Weg nach Berlin.«

»Gewiß, gewiß.« Die Dame lächelte den Schaffner, als sie ihm das Billet zur Kontrolle zeigte, ebenso bezaubernd an wie den Künstler. »Ich will der Kleinen ein wenig die Hauptstadt zeigen und sie in die Gesellschaft einführen. Die Fürstin Pleß bat schon lange darum, ihr das Kind einmal mitzubringen und Prinz Victor hat uns Karten zum Subskriptionsball besorgt. Da soll sie dann Majestät vorgestellt werden. Nicht wahr, Helene?«

Thomas, der gerade eine Ladung Schirme oben im Netz unterzubringen suchte, guckte mit halb gewendetem Kopf an seinen ausgestreckten Armen vorbei zu dem jungen Mädchen herab, pustete langsam durch die zugespitzten Lippen und sah in seinem erkünstelten Respekt so drollig aus, daß das Fräulein erst heftig errötete, ihn dann voll und offen anblickte und zutraulich zulächelte.

Frau von Lengsdorf, deren große Smaragdohrringe bei jeder Bewegung die Menschen zur Bewunderung der reizenden 143 Ohrmuscheln aufzufordern schienen, warf einen fragenden Blick auf Keller-Caprese und streckte dann nach glücklich verlaufener Vorstellung dem hilfsbereiten Weltlein ihre Hand entgegen, als ob sie einen vertrauten Freund nach langer Trennung wiedersähe.

»Ihr Freund Lachmann hat mir von Ihnen erzählt, nicht wahr, Helene? Und in Bäuchlingen sind Sie zu Hause. Solch ein wunderhübsch gelegenes Städtchen, nicht? Du besinnst dich doch, Kind. Bäuchlingen mit der schönen Aussicht oben auf dem Berg, wie heißt er doch, nun, du weißt es doch, nicht, Liebling? Burg –«

»Ah Sie meinen die Lügenburg, nicht?« half Thomas aus und begleitete diese Erfindung seiner Phantasie mit einem zufriedenen Lachen, das ihm den Bauch erschütterte.

»Richtig, richtig,« mischte sich jetzt Helene in das Gespräch. »Ich besinne mich jetzt ganz gut. Wir waren mit dem Grafen Andor oben. Ich sehe ihn noch, wie er auf die Mauerbrüstung kletterte, um dort ein Glockenblümchen zu pflücken.« Sie sah mit den Unschuldsaugen traumverloren in die Vergangenheit. »Ich hatte schreckliche Angst, er könnte fallen und der Abgrund war –«

»Ach ja, der gute Andor,« sagte Frau von Lengsdorf, »er hätte gewiß sein Leben hingegeben, wenn er dir damit hätte Freude machen können, nicht?« und dabei strich sie ihrem Töchterchen über die Wange und ließ ein kostbares Armband im Lichte spielen. »Sie sollten auch einmal nach Bäuchlingen kommen, lieber Meister,« wandte sie sich an Keller-Caprese.

»Das ist eine köstliche Idee,« jubelte das Fräulein, »wir wollen uns alle dort treffen und auf der Lügenburg Kaffee trinken.«

Frau von Lengsdorf war im Begriff, ihren Schleier hochzuheben, hinter dem sie ein paar Falten verbarg, mitten in der Bewegung stutzte sie.

Thomas nickte ihr freundlich zu und sagte: »Ich muß Ihnen mein Kompliment machen, gnädige Frau, das heißt, eigentlich muß ich Ihnen eine ganze Menge machen. Sie besitzen ja alles, was man an Vollkommenheit am Weibe wünschen kann, nicht? Schönheit, Grazie, Liebenswürdigkeit, und Ihr Fräulein Tochter auch, nicht wahr? Aber vor allem, Sie haben Ihr Kind gut erzogen. Haben ihr das mitgegeben, was Sie selbst in so hohem Grade besitzen 144 und was sich nun bei der Tochter zur Vollkommenheit entwickelt hat, nicht wahr, Keller-Caprese?«

Dem Maler war ungemütlich zu Mute, er nickte nur, während Frau von Lengsdorf sich verbindlich ihrem Gegenüber zuneigte und ihre schönen Zähne zeigend, sagte: »Ja, ich habe mir Mühe gegeben mit dem Kinde, aber ich weiß nicht, was bei mir so hervorragend und bei meiner Tochter zur Vollkommenheit entwickelt ist.«

»Die Wahrheitsliebe, gnädige Frau.«

Frau von Lengsdorf streckte ihm die Hand entgegen – »Welch ein schönes Wort.« Helene errötete kindlich unschuldig und Keller-Caprese hätte beinah die Zigarre verschluckt, so tief steckte er sie in den Mund, um nicht laut zu lachen.

Thomas hielt die Hand der Dame, holte sich unbefangen die Helenens dazu und sagte: »Sehen Sie, wenn andere Leute lügen, dann suchen sie das zu verbergen, aber Sie, gnädige Frau, setzen, wenn Sie lügen, Ihren Worten ein »nicht« oder »nicht wahr« hinzu, das ist der Gipfel der Ehrlichkeit, nicht wahr?«

Frau von Lengsdorf wurde zum ersten Mal in ihrem Leben verlegen und versuchte ihre Hand zurück zu ziehen.

Thomas aber fuhr unbeirrt fort. »Der Gipfel? Den hat Fräulein Helene erklommen. Wenn sie etwas sagt, sei es, was es sei, selbst wenn sie das nicht wahr hinzufügt, glaubt man ihr. Solch kindlich reine Züge können nicht lügen; aber sie errötet und sie zwinkert mit den Augen, und man weiß dann, daß sie immer lügt.«

»Mein Herr, diese Beleidigung –« Frau von Lengsdorf war im Begriff, den ganzen Plan, den sie mit Keller-Caprese ausgeheckt hatte, über den Haufen zu werfen, so wenig fühlte sie sich der Situation gewachsen, aber Thomas kam ihr zu Hilfe.

»Verzeihung, ich wollte Sie nicht kränken, im Gegenteil, ich bewundere Sie. Ich halte das Lügen nicht für ein Laster, sondern für einen Grundpfeiler alles Schönen, Edlen und Herrlichen. Den Menschen lügen zu lehren sollte das Ziel aller Erziehung sein. Es wäre viel vernünftiger, ein Kind zu strafen, wenn es einmal zufällig die Wahrheit sagt, als es für das Lügen zu schlagen. Dem Kinde würde dann der schreckliche, in seinen Folgen geradezu verheerend wirkende Konflikt erspart, der daraus entsteht, daß die 145 Eltern immer lügen dürfen und immer lügen, während das Kind die Wahrheit sagen soll. Nehmen Sie die Lüge aus der Welt und es bleibt nichts übrig. Der Staat, der Handel, die Wissenschaft, die Religion – was ist es anders als Lüge? Und nun gar die Kunst. Keller-Caprese wird es mir bezeugen, er erzählt der Welt, daß er malt, aber er weiß, daß er lügt.«

Helene wollte sich ausschütten vor Lachen über die Gesichter der beiden andern Zuhörer. Sie hatte den Hut abgenommen und spielte damit, bis er vom Schoß rutschte und über den Boden rollte. Als sie aufsprang und sich bückte, stieg in Thomas, bei so gefährlicher Nähe beider Weltenhalbkugeln, eine tolle Idee auf.

»Warte du,« rief er und klapste ihr munter eines hinten drauf.

Frau von Lengsdorf fuhr vom Sitz auf. »Was erlauben Sie sich,« keifte sie Weltlein an. Aber schon hatte der Maler, halb erstickt vor Lachen über das dämliche Gesicht des Mädchens, das vor Überraschung kein Wort hervorbringen konnte, sie am Arm gepackt.

»Nimm dich doch in acht,« rief er ihr ungeniert zu, »du verdirbst ja alles.«

Thomas hatte die Hand auf den Kopf der vor ihm stehenden Helene gelegt. »Ich sehe doch, daß sie es gewöhnt ist, wenn auch vielleicht von früheren Jahren her,« sagte er, »so wie sie legt nur jemand, der es gelernt hat, die Hand auf die bedrohte Festung, und auch Sie, Gnädigste, begleiten zu oft Ihre Worte mit Armbewegungen, die beweisen, wie gern und oft Ihre Hand ausrutschte, wie es die meine tat. Es wäre übrigens eine Beleidigung gewesen, wenn ich dieser appetitlichen Herausforderung beider Hemisphären nicht gefolgt wäre.« Er zog das Mädchen an sich heran, was sie benutzte, um sich dicht an ihn zu drängen und mit der Engelsmiene des Töchterchens ihre linke Brust in seine Hand zu schmiegen. Dabei zwinkerte sie dem Maler zu, der befriedigt erst die rechte, dann die linke Hälfte seines Schnurrbarts strich, die Zigarre in den Mund und beide Hände in die Hosentaschen steckte, sich zurück lehnte und vergnügt paffte.

»Sehen Sie, Lügenmaler, wie sie jetzt zwinkert. Sie brauchen es nicht zu glauben, wenn sie sich an mich drückt, aber die Berührung der Halbkugel, sei sie vorn oder hinten, hat sie doch gern.«

Helene stieß seine Hand fort und setzte sich nieder. Thomas fuhr unbeirrt fort. »Das ist die unsterbliche Evanatur. Mit solchem 146 Apfel verführte schon die Menschenmutter den Adam. Hoffen wir, daß ihre Brust so schön und prall war wie die dieses Kindes, für das ich gewiß kein richtiger Adam bin. Mit meiner 45jährigen Schlange darf ich das Paradiesesgärtlein nicht einmal betreten. Und beachten Sie doch,« er wurde immer eifriger, »und Sie, glückliche Mutter, die Sie dieses Wunder der Welt neun Monate lang trugen, welch ein schönes Beispiel innerer Ansteckung sie ist. Die Ohren sind unter der Frisur versteckt und sagen den wahren Spruch: Wer nicht hören kann, muß fühlen. Und um deutlich zu machen, wo das ersehnte Gefühl sitzt, ist das Haar scharf in der Mitte gescheitelt, ich sehe« – er fuhr den Scheitel mit dem Finger entlang, – »die liebliche Kerbe im Geist und fühle den Flaum des rundlichen Pfirsichs.«

»Unverschämter,« brauste Frau von Lengsdorf auf und wollte seine Hand fortreißen. Aber Thomas holte aus seiner Hosentasche eine Hand voll Goldstücke, steckte sie wieder ein und sah die Mutter mit einem grausamen Blick an, so daß sich Helene wie in Erwartung einer Züchtigung duckte.

»Umsonst ist der Tod, Gnädigste, und ich habe Narrenfreiheit.«

Sie biß sich auf die Lippen, kniff sich in Keller-Capreses Arm ein und schwieg.

»Die Mutter dieses wundervollen Kindes ist schon der Anbetung würdig, die reife Schönheit strotzt uns entgegen; aber welcher Unterschied der Charaktere, welche Weiterbildung, wie in der inneren Wahrhaftigkeit, so in der äußeren Form. Dort eine Brosche mit leuchtenden Steinen, die den Blick zur Doppelquelle der Lust und Mütterlichkeit lenkt; hier keine Spur von Schmuck, dafür aber – sehen Sie nur das Kinn, wie lieblich es gespalten ist, ein kleiner lieber Popo, einladend zum Tätscheln. Glauben Sie mir, die Seele bildet den Körper und alle die, die diese Kinnbildung haben, lieben das Schlagen. Wollen wir Schule spielen, Helenchen? Unartiges Kind spielen? In Wahrheit wieder einmal, wie wir es taten, als wir klein waren? Überlege es dir, wie nett es war, vom Spielgenossen übergelegt zu werden.«

Das Mädchen sah starr vor sich hin, sie hatte das Kinn in die Hand gestützt, so daß der kleine Finger an den Lippen war und mit der anderen Hand öffnete und schloß sie abwechselnd die 147 Druckknöpfe ihrer Handschuhe, die vor ihr auf dem Schosse lagen, während Keller-Caprese den Knebel seiner Uhrkette im Knopfloch hin und her zog und Frau von Lengsdorf nervös mit dem Sonnenschirm gegen ihre Stiefelspitze klopfte. Thomas hatte die Arme über der Brust gekreuzt und sah scharf von einem zum andern.

»Ansteckung,« sagte er plötzlich, »sie wissen nicht, was sie tun.«

In diesem Augenblick eilte der Pikkolo des Speisewagens vorbei, rief sein gewohntes: »Das Diner ist serviert« und stierte dabei gierig nach der üppigen Brosche der üppigen Frau.

»Den unmündigen Adam lockt, was reichlich rund ist. Die Säuglingsjahre liegen ihm näher als mir. Man sagt, ich sei lange mit der Flasche genährt worden; so etwas bleibt, nur wandelt sich mir Milch in Wein, Silber in Gold. Weiser Niedlich,« rief er in Erinnerung versunken, »wie gut, daß ich dich auf dem Weg der Schmerzen traf und von dir lernte, wie tief der Sinn des Geldes ist. Vermögen, Geld und Jugend« – er sah ernsthaft der Frau von Lengsdorf in das böse lächelnde Gesicht, »sind selten gepaart, und hat das Mädchen die leere Tasche, ist's gut, den Mann zu finden, der sie mit seinem Vermögen füllen kann. Nur hurtig muß man sein, Gnädigste, die Beine auseinander reißen, um vorwärts zu kommen. Auf die langen Beine kommt es an. Und –« er steckte wieder die Hände in die Hosentaschen und klimperte mit dem Gelde »Helenchen weiß darauf zu laufen, in ihrer Unschuld geschickter als die Läufischsten. Die schlagen, wenn sie zeigen wollen, die Beine übereinander und wippen mit dem Fuß das Kleid ein wenig hoch, dies Kind,« er legte wieder die Hand auf Helenens Kopf, die voll Wut danach mit den Zähnen schnappte, »wird vom inneren Gott geleitet. Wenn es sich hinsetzt, wir sehen es alle, streicht es die Röcke mit der Hand nach unten, das ist sehnsuchtweckend und verheißend, ist das Verlangen nach der Gegenbewegung. Tief ist das Leben, glaubt es nur. Zuerst das Stehen,« er streckte den Zeigefinger aus, um ihn langsam zu krümmen, »dann das Zusammensinken beim Hinsetzen und danach ist's wohl richtig, das Kleid zu ordnen. Auf Wiedersehen, meine Damen, in Berlin, ich gehe speisen.«

Er trat auf den Korridor hinaus und schritt in der Richtung des Speisewagens vorwärts. Als er die Gangtür zum nächsten 148 Halbwagen öffnete, stolperte er und fiel nach vorn. Nach einem Halt suchend, faßte er eine Coupétür, sie gab nach, schloß sich rollend und klemmte ihm, während er auf das eine Knie sank, empfindlich die rechte Hand. Unwillkürlich steckte er die schmerzenden Finger in den Mund, dann aber streckte er anbetend die Arme empor und rief laut und deutlich die Worte: »Heil dir, göttlicher Lenker, du läßt mich fallen, aber im Fall schaue ich Abgründe tiefsten Geheimnisses«. Nachdenklich betrat er den Speisewagen, blickte sich einen Augenblick um und setzte sich dann an einen Tisch, an dem schon zwei Herren Platz genommen hatten.

Während dessen hatten die beiden Damen eine heftige Auseinandersetzung mit dem Maler, bei der eine die andere im Schimpfen auf Thomas und Keller-Caprese überbot. Dabei stand dem jungen Mädchen die größere Fülle und Deutlichkeit der Kraftausdrücke zu Gebot und wenn sich die Mutter in Schaf, Esel, Ochse erschöpft hatte, fing die Tochter damit an, dem Malerfreund einen Wasserkopf anzudichten und schloß damit, ihn einen Scheißkerl zu nennen. Und wenn die Mutter von Thomas als einem Schmutzfink sprach, brauchte Helenchen den Ausdruck: dickes Schwein und wollte sich ausschütten vor Lachen über die vergeblichen Anstrengungen, mit denen Keller-Caprese ihren lauten Redeschwall einzudämmen versuchte. »Warum hast du uns mit diesem Kerl zusammengebracht?« fragte Mutter Lengsdorf schließlich und die Tochter pflichtete ihr bei: »Mit diesem Biest, diesem Aas; diesem –« Hier unterbrach das Vorübergehen des Schaffners ihre Blütenlese von Schimpfworten und der Maler benützte die Pause, um zu rufen: »Aber Kinder, er ist doch ein Narr und hat Geld, und er wird es euch lassen, wenn ihr schlau seid. Auf Wiedersehen in Berlin, sagte er. Wartet bis dahin mit Schimpfen.«

Helene sprang ihm auf den Schoß, zupfte ihn am Schnurrbart und wiederholte: »Geld hat er, reichlich viel Geld; wird er mich ins Theater führen und mir ein Auto halten, ein richtiges, niedliches Auto, mit frischen Blumen drin alle Tage?«

Keller-Caprese bejahte es mit tausend Schwüren, und das Ende war, daß alle drei einen neuen Kriegsplan ausdachten, um den reichen Esel zu schröpfen. 149

 


 

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