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Der Ruepp

Ludwig Thoma: Der Ruepp - Kapitel 13
Quellenangabe
typefiction
booktitleDer Ruepp
authorLudwig Thoma
year1922
publisherAlbert Langen Verlag
addressMünchen
titleDer Ruepp
pages3-304
created20020508
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1922
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Dreizehntes Kapitel

Der Ruepp kam am besten über seine Kümmernisse weg, wenn er sie übers Heute auf ein Morgen und Übermorgen hinausschob.

Da wollte er daran denken und fest dahinter gehen und schon eine Hilfe finden; wenn er sich das vorgenommen hatte, warf er die Last, die auf ihm lag, ab und säuberte sich den gegenwärtigen Tag von allen grauen Sorgen.

Und war's dann heller um ihn, wußte er sich einen Lohn für seine festen Vorsätze zu finden, indem er zum Wirt hinunterging und am Ofentisch über allgemeine Beschwernisse Reden anhörte und führte.

So saß er auch jetzt täglich beim Bier, und wenn die drei oder vier andern, die zum Abendschoppen kamen, gegangen waren, blieb der Langgörgl bei ihm hocken.

Der war vor Jahren ein guter Bauer in der Nachbarschaft, in Kemaden, gewesen und durch liederliches Wirtschaften von Haus und Hof gekommen.

Seine Frau hatte ein kleines Gütl in Weidach geerbt; man hieß es beim Langgörgl.

Dort hauste jetzt der ehemalige Schaffler von Kemaden, fuhrwerkte mit einem Paar Ochsen und brachte sich als Taglöhner fort, kümmerlich und wenig geachtet, weil er sich aus seiner guten Zeit nichts erhalten hatte wie seinen Durst und seine Faulheit.

Wenn die andern nach dem Gebetläuten heimgingen, blieb er beim Ruepp sitzen und ließ sich eine Maß und zwei zahlen, die er sich mit Lobreden und Schmeicheln verdiente.

»Siehgst as, i hab's allaweil g'sagt, der Ruepp, sag i, is mir der Liaber in der ganzen G'moa. Mit dem, sag i, ko ma über all's red'n, und der hat an Vastand. De andern Büffi, de tean recht g'schwoll'n, weil sie a Glück g'habt hamm und unseroans ins Unglück kemma is, und, sag i, de hamm ja koan Begriff von dera Sach. Da best Mensch is gar nix, bal er koa Glück net hat, und ko'st no so füri schiab'n und füri tracht'n, bal da Karr'n von selm hinter si geht, helft da nix. Dös ko'st aba net an jed'n vazähl'n, da g'hört a Vastand dazua. Und siehgst, Ruepp, i sag dös mit Wahrheit, du bischt mir da Liabast da umanand und bischt aa da G'scheitest. Da is da Lukas zum Beischpiel. Ja, mei Gott! Wo waar denn der hi'kemma, bal eahm sei Bäurin net den Haufa Geld zuabracht hätt, und wann er net so an ausg'schamt's Glück bei dem sell'n Holzhandel g'habt hätt . . .«

»Wia r'a mit die Juden 's Moarholz kafft hot, in Irzenhamm hint,« bestätigte der Ruepp.

»Ja, z' Irzenhamm. Aba der woaß wohl nimma, daß er sei Geld g'rad an Zuafall zum vadank'n hot. Und i sag dös, a jeda möcht den Profit gar it. Daß er dera Wittiberin 's Holz so billi o'druckt hätt. I woaß g'wiß, du hätt'st di auf den Handel net einlassen, und dös g'fallt mir vo dir, siehgst. I sag dir's pfei'grad, weil's wahr is. Und oft denk i mir, bal si da Lukas gar a so protzt, als wann er da allerbest waar, protz di no, denk i mir, aba vo dem sagst du wohl nix, wo du dei Geld her host . . .«

»Magst d' no a Maß, Langgörgl?«

»I sag net na . . .«

»Wia, Kellnerin, schenk eahm no oani ei!«

»Ja, ja, Ruepp, a so is auf dera Welt. Mit da Redlichkeit kimmst zu nix, und bal mi no a so spart und no a so tracht, da helft dir all's nix. Aba d' Leut muaßt betrüag'n, und koa Gewissen derfst hamm, na geht's ehnder. Und grad de Leut, de wo's d' rüberzog'n host, de reschpektier'n di nacha am mehrern, und de andern, de wo si durchi frett'n mit da Ehrlichkeit, de san am wenigschten g'acht'. Is vielleicht net a so?«

»Recht hoscht. Und dös derfst glaab'n, Langgörgl, den sell'n Handel in Irzenhamm, den hätt i aa macha kinna. Warum denn net? Aba mög'n han i net, weil i a G'wissen hob.«

»Für dös kenn i di, Ruepp, da brauchst d' mir gar nix sag'n. I hab's oft scho g'sagt, da herin an dem Tisch han i's g'sagt, red's zua, sag i, und red's, was mögt's, da Bessa is do da Ruepp in da ganzen G'moa und a richtiga Mensch, der wo an Vastand hot und den Kloan aa was gelt'n laßt . . .«

Bei solchen Gesprächen blieb der Ruepp lange hocken, und wenn er genug Bier getrunken hatte, konnte er sich selber auf dem Heimweg einreden, daß alles lang nicht so gefährlich sei, wie es ihm in der ersten Angst vorgekommen war.

Wissen, was man richtig wissen heißt, tat die Afra nichts von dem Geld, das er weggenommen hatte. Vielleicht, daß sie einen Verdacht hegte, weil er damals in der Kammer war, aber das konnte er ihr ja ausreden, und außerdem, von ihrem Verdacht brauchte sie doch nichts zu sagen, und sie konnte ruhig schwören, daß sie nichts wisse.

Was man wissen heißt, also genau, wenn man was gesehen hat.

Die Loni, freilich, die hatte am Ende schon mit ihr geredet, denn sie hatte vor der Bäuerin keine Geheimnisse gehabt, und ob sie das verschweigen konnte?

Ah! Papperlapapp! Wenn er ihr zuredete, mußte sie doch ihm mehr glauben, und dann war halt das so eine Rederei von der Alten, die ihr Gedächtnis nicht mehr so genau beisammen gehabt hatte.

Das wollte er schon machen; die Afra hatte ihm zuletzt immer nachgegeben und nie hartnäckigen Widerstand geleistet.

Wart nur, gleich morgen wollte er mit ihr reden und ihr alles richtig vorstellen.

Aber am andern Morgen sah sich wieder alles viel grauer und zweifelhafter an.

Dann saß er auf dem Bettrande und horchte nach der Küche hin, wo er seine Bäuerin arbeiten hörte.

Sollte er hinausgehen und Zwiesprach mit ihr halten?

Pressierte ja nicht. Es waren noch zehn Tage, noch neun Tage bis zu dem Mittwoch.

Es war gescheiter, zu warten, denn wenn sie es zu früh wußte, hatte sie Zeit zum Nachdenken, und dann kamen ihr erst recht allerhand Bedenken.

Er hörte Schritte im Flöz und eine Stimme. Der Michel war's. Ah ja, mit dem hatte er auch noch was zu reden; er hatte es ganz vergessen über seinen eigenen Sorgen.

Er schloff in die Pantoffel und wollte schon hinausgehen, aber er blieb an der Türe stehen.

Zu was Verdruß aufrühren, solang das andere nicht in Ordnung war?

Und gleich darauf saß er wieder auf dem Bettrand und stierte vor sich hin auf den Boden.

Im Hof draußen pfiff der Kaspar vor sich hin und spannte den Gaul ein.

Arbeiten.

Ja, wenn man arbeiten könnte, und wenn man nie was anderes gewußt hätte, wie das!

Aber so war's, als hielte ihm jemand die Hände, oder als wären sie so schwer geworden, daß er sie kaum aufheben konnte.

Als wie gelähmt war der Ruepp.

Nun gab er sich doch einen Ruck und ging in den Hof.

»Wo aus?« fragte er den Kaspar.

»Ins Riadfeld hintri.«

»Was toa?«

»Siehgst ja, Mist fahr'n.«

»I hätt heut selm gern g'ackert . . .«

»Du?«

Kaspar fragte es so höhnisch, daß im Ruepp der Zorn aufstieg.

»I. Ja . . . i . . . Was is denn dös für a saudumm's Frag'n?«

»Dös werd ma no derfa, bal's oan seltsam vorkimmt.«

»Ja . . . seltsam. Und morg'n acker i amal g'wiß.«

»Wo nacha?«

»Dös is mir wurscht. In da Broat'n hint.«

Kaspar lachte.

»De hamm i und da Peta am Samsta scho firti g'macht.«

»'s Eckhofer-Feld, han i sag'n woll'n,« verbesserte sich der Ruepp.

»Von mir aus g'nua; ko'st d' heut hintri fahr'n . . .«

»I dank da schö für d' Erlaubnis, aber i hab g'sagt, morg'n, und na bleibt's bei dem.«

Kaspar trieb den Gaul an und ging neben dem Wagen her, ohne dem Vater nochmal zu antworten.

Er kannte diese Laune, die ihn hie und da zur Arbeit trieb und die nie länger wie einen Tag oder zwei anhielt, und er wußte, daß nach dem Lärm, den der Alte dabei machte, wieder das Faulenzen und Saufen kam.

Der Ruepp schaute ihm verdrossen nach. Er fühlte gut, wie wenig Respekt sie im eigenen Hause vor ihm hatten, und auch, daß das seine guten Gründe hatte. Aber er wollte ihnen noch zeigen, daß er auch anders konnte, wenn nur erst die dumme Geschichte vorbei war.

Ja, dann wollte er noch einmal das Regiment führen und Ordnung schaffen daheim, etliche Jahre, und hernach übergeben.

Er gähnte und wollte ins Haus zurück, als er den Postboten den Hohlweg heraufkommen sah.

Der Kaspar drehte sich auch nach diesem um.

Früherszeiten, da war selten eine Post heraufgekommen, aber seit Jahr und Tag ging das nicht mehr aus. Alle Daumen lang hatte der Postbot was zum unterschreiben, Ladungen und Mahnbriefe.

Wenn sie's anderswo in der Nachbarschaft nicht gemerkt hätten, daß es auf dem Ruepphof hinter sich ging, dann wußte es doch der Postbot und konnte es den Leuten erzählen.

Mit der Lüderlichkeit, mit der verdammten. Wiah . . . hö!

Der Ruepp ging dem Manne entgegen.

»Hast d' was für mi?«

»Für di? Na, eigentli für d' Bäurin. Aba i ko's dir aa glei geb'n.«

Er kramte ein Schreiben hervor und füllte ein gedrucktes Formular aus, indem er es auf seine Tasche legte.

»So . . . jetza hamm ma's,« sagte er und gab dem Ruepp das zusammengefaltete Papier. »An schön Herbst hamma; da werd 's as Kraut bald eina bringa.«

»Werd nimma lang dauern, wann's a so weita geht . . .«

»A Kraut und a Schweiner's dazua, auf dös g'freu i mi scho lang. Guat Morg'n, Ruepp!«

Dieser versteckte das Schreiben und ging langsam in seine Kammer. Hier öffnete er es.

Richtig. Es war die Vorladung der Afra Umbricht zur Ableistung des Offenbarungseides.

Mittwoch, den 3. Oktober.

Wie eine drohende, finstere Mahnung stand der Tag vor ihm. Mechanisch zählte er an den Fingern ab, wie lange es noch bis dahin sei . . . Deanstag, Mittwoch, Donnerschtag . . . noch acht Tage.

Ob er nicht jetzt gleich zu seiner Bäuerin hinausgehen sollte. Er öffnete leise die Türe und horchte.

Die Leni war bei ihr in der Küche; da ging's nicht, und er mußte es verschieben.

Aber auf wann?

Die Unruhe trieb ihn den ganzen Vormittag im Hof herum, bald war er im Stall, bald in der Tenne und überall, ohne zu wissen, was er eigentlich wollte. Es kam ihm alles wie fremd vor, als hätte er damit nichts mehr zu schaffen, als hätte er kein Recht mehr darauf.

Beim Mittag machen saß er schweigend am Tisch und vergaß beinahe aufs Essen.

Der Zotzen-Peter erzählte, daß beim Schaffler in Buch ein paar Ochsen versteigert würden.

»Wann waar nacha dös?« fragte der Kaspar.

»Am dritt'n Oktober hat da Heiß g'sagt . . .«

Dem Ruepp gab es einen Riß.

Mittwoch, den 3. Oktober.

Der Tag stand vor ihm, als wär' er mit großen Buchstaben an die Wand gemalt.

Geschah an dem Tag noch irgend etwas außer dem einen, das ihm so zentnerschwer auflag?

Er stand auf und ging ohne Gruß hinaus.

»Was hat a denn?« fragte die Bäuerin.

»Was werd er hamm,« brummte der Kaspar grob. Er wollte schon sagen, daß ihm vielleicht der Postbote wieder eine Überraschung gebracht habe, aber vor den Dienstboten unterdrückte er es.

Kaum hatte die Zenzi das Vaterunser vorgebetet, ging die Rueppin in die Kammer, wo sie den Bauern suchte.

Er war nicht da, war auch nirgends zu finden. Ohne recht zu wissen, wohin er gehen wollte, war er in Gedanken verloren hinter das Austraghäusel geschlichen. Er sah durch das verstaubte Fenster in die Stube. Hinten stand das Bett, in dem die Alte gelegen war, und da vorne links war ihr Kleiderkasten.

Alles noch wie an dem Tag.

»Was treibst denn da?«

Er wandte sich um. Die Bäuerin stand vor ihm und sah ihn mit einem scheuen Blick an.

»Nix. Schaug'n tua i halt . . .«

»I suach di überall'n, und derweil bist du da. Is was g'schehg'n?«

»Was soll denn g'schehg'n sei? I bin ganz zuafälli da hintri kemma und hab halt amal eini g'schaugt.«

»Daß du was hoscht, dös kenn i do guat.«

»No ja . . . eppas z' red'n hätt i scho mit dir . . .«

»Mit mir . . .?«

»Ja, aba alloa; in d' Kuachl kimmt all Aug'nblick wer.«

»Was werd na dös scho wieda sei? Willst d' da eina?«

Der Ruepp zögerte ein wenig.

War es nicht seltsam, daß er gerade in der Loni ihrer Kammer über das reden sollte?

Aber er gab sich einen Ruck.

»Warum denn it?«

Sie traten ein. Ein paar dürre Blätter lagen auf dem Tisch, und die stammten wohl von einem Kranze für die Verstorbene.

»Was hoscht na z' reden mit mir?«

»No ja, du ko'st da's leicht denk'n . . .«

»Is weg'n da Loni was?«

»Ja. I bi z' Dachau drin g'wen und hab dös richtig o'geb'n, wia's is, z'weg'n de dreitausend Mark, de wo mir de Alt g'liecha hot, und wia ma's ausg'macht hamm, daß i's z'ruckzahl'n derf, bal i mi leicht tua und . . . no ja, du woaßt as ja so . . .«

»Vo dem woaß i gar nix . . .«

Die Rueppin sagte es hart und abweisend.

»Was woaßt d' net?«

»Weil i net eini kemma mag in de G'schicht. I will gar nix z' toa hamm damit, durchaus gar nix . . .«

»Tua no net gar a so! Über so was red ma do mitanand . . .«

»Na, und i misch mi net ei . . .«

»Vo mir aus brauchatst di aa net ei'mischen; i lasset di wohl in Ruah damit, aba . . .«

»Was?«

»Der sell Ding is aa da g'wen, der sell Zuchthäusler . . .«

»Was will denn der?«

»Der Ambsrichta sagt, daß er irbt . . .«

»Siehgst as! Jetzt geht's a so, wia 'r i mir's denkt ho. Und du bist schuld . . .«

»Über dös kinnan mir net allaweil streit'n. I hätt ja an Notari g'holt, und daß er net kemma is, für dös kon i nix . . .«

»Ja . . . i . . .«

»Laß mi halt ausred'n! Dersell Lump hätt jetzt gar behaupt'n mög'n, daß no mehra Geld da g'wen waar als wia de dreihundertvierasiewaz'g Mark, und da hamm mir g'stritten geg'n anand, net, und da Ambsrichta hat g'sagt, i müaßt auf dös schwör'n . . .«

»Michi!«

»Was hast d' denn narrisch?«

Ihr Gesicht war gerötet, und ihre Augen richteten sich so starr auf ihn, daß er die seinen zu Boden schlug.

»I ko auf dös leicht schwör'n, daß it mehra da war in dera Schachtel.«

Sie wollte eine hastige Antwort geben, hielt sich aber mit Gewalt zurück. Dabei strich sie sich mit der Hand über Augen und Stirne.

Es war eine seltsame Unruhe in der sonst so stillen und zurückhaltenden Frau.

Der Ruepp, der das wohl merkte, fuhr zögernd fort:

»Und da Ambsrichta hat g'sagt, weil dös a so G'setz waar, sagt er, und weil also dös amal g'setzmaaßig is, ah . . . also durch dös, weil mi vaheirat san . . . daß du aa schwör'n muaßt, hat er g'sagt . . .«

Er hatte die letzten Worte hastig hervorgestoßen und schwieg jetzt.

Nach einer Pause fragte die Rueppin: »Dös tatst du von mir verlanga?«

»I net, aba der sell b'steht drauf, und der Ambsrichta sagt, daß 's fei muaß . . .«

Jetzt schrie sie:

»Du woaßt recht guat, daß i net schwör'n ko. Neamd woaß 's bessa, wia du . . .«

»Sei do staader! Müassen's d' Deanschtbot'n hör'n? Du brauchst ja bloß schwör'n auf dös, daß d' nix woaßt . . .«

»Wenn i's aba woaß?«

»Was denn?«

»Geh, tua net a so! I ho wohl nix g'sagt, weil i mi g'schamt hab für di. Weil mi gar it red'n mag von so was! So weit is kemma . . .«

»Was nacha?«

»Muaß i von dem red'n? Moanst d', i hab's net g'nau g'wißt, wia viel daß d' Loni gehabt hat? In de ersten Täg von ihra Krankheit hat sie mir's zoagt und hat g'sagt, daß dös an Michi g'hör'n soll, und jetzt sollt i mei Seligkeit verschwör'n? Aba zu dem kriagst mi net.«

»Mi muaß do schaug'n, wia ma de G'schicht außi bringt. Du ko'st do mi net an Stich lassen?«

»I geh it auf's G'richt, i geh net . . .«

»Bal ma mit dir net red'n ko . . .«

»Na, i will nix hör'n. I will nix hör'n und nix wissen davo. Mei Seligkeit verschwör i net . . .«

»Paß auf, laß dir sag'n . . .«

»Nix . . .« Sie hielt sich die Ohren zu und stampfte den Fuß auf den Boden.

»Bitt hab i di, zuag'redt hab i dir, nia hab i dir a schiach's Wort geb'n, und jetzt is so weit. Aba zu dera Schlechtigkeit kriagst mi net . . .«

»Afra, mir müassen . . .«

Sie war aber schon zur Türe geeilt, öffnete sie und lief über den Hof.

Der Ruepp schaute ihr mit blöden Augen nach.

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