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Der rote Napoleon

Floyd Phillips Gibbons: Der rote Napoleon - Kapitel 4
Quellenangabe
authorFloyd Gibbons
titleDer rote Napoleon
publisherErnst Rowohlt Verlag
year1930
printrun1. - 5. Tausend
translatorFranz Fein
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20190129
projectid2609b641
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»Das Moskauer Leben im Jahre des Herrn 1932 ist eine ganz verfluchte Angelegenheit für einen frei geborenen Amerikaner, der sich gern einen hinter die Binde gießt und einen Blick für Schönheit hat«, verkündete Speed Binney, während er Helm und Brille auf meinen Schreibtisch warf.

»Wieder eine Schweinerei ausgefressen?« fragte ich, ohne aufzusehen.

»Es hat nicht viel dazu gefehlt. Gestern abend sehe ich eine ganz entzückende Kommunistin auf dem Flugplatz. Ich fordere sie in der Zeichensprache auf, einen Wodka mit mir zu kippen, und sie übernimmt die Führung.

Sie bringt mich in ein Büro, dort verlangt der Beamte Dokumente von mir, und ich denke, es dreht sich um Papiere, die man braucht, wenn man eine Flasche Regierungsfusel kaufen will. Und was meinen Sie, wo ich war?«

»Keine Ahnung.«

»Im kommunistischen Standesamt! Beinahe hätten Sie Ihren Luftkurier verloren. Jetzt aber fange ich an, die Sprache zu lernen.«

»Sie sollten sich damit beeilen, damit Sie die Sachen hier lesen können«, sagte ich, auf einen Stapel von Moskauer Morgenblättern vor mir zeigend. »Ich muß jemand haben, der dieses Zeug für mich übersetzt. Die Situation wird brenzlich.«

»Verflucht brenzlich«, stimmte Speed zu. »Die Kinder sind heute früh schon mit ihren kleinen Gasmasken in Bereitschaft zur Schule gegangen. Mein Gott! So eine Kriegsangst.«

»Die Zeitungen sind voll davon. Hier ist eine Übersetzung aus der gestrigen Iswestija, die ich per Radio weitergegeben habe.«

Binney las laut:

 

»Der Mißerfolg der Washingtoner Abrüstungskonferenz bedeutet einen zweiten Weltkrieg. Amerika, Großbritannien, Frankreich und Japan sind, dank der Politik der britischen Admiralität, welche im Jahr 1928 den geheimen Militär- und Flottenpakt mit Frankreich durchsetzen konnte, wieder nicht imstande gewesen, zu einer Einigung über ihre Flottenstärken zu gelangen.

An der Oberfläche scheint diese Entwicklung auf einen bevorstehenden Kampf um die Vorherrschaft zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten hinzudeuten, in Wirklichkeit aber dient das Ganze nur zur Maskierung eines bereits existierenden Einverständnisses der kapitalistischen Völker, ihre See-, Luft- und Landstreitkräfte gegen Rußland zu dirigieren, den Rassenaufstand in Nordafrika zu unterdrücken, das weiße Prestige in Asien wiederzugewinnen, China zum zweitenmal für ihre Ausbeutungszwecke aufzuteilen und die Herrschaft über Indien wiederzugewinnen.

Wieder einmal beweisen Kapitalismus und Imperialismus, daß sie nicht daran denken, ihre Politik dem Frieden anzupassen. Das sozialistische Rußland muß darauf vorbereitet sein, die Prinzipien der Revolution bis auf den letzten Mann, die letzte Frau und das letzte Kind zu verteidigen.«

 

»Nicht nur die Zeitungen sprechen davon«, fügte Binney hinzu, »dieselbe Geschichte wird Tag und Nacht im Radio erzählt, und die Redner setzen sie den Fabrikarbeitern in der Mittagspause vor. In den beiden letzten Wochen wird von Tag zu Tag mehr davon geredet.

Die Frauen stricken jetzt Socken für die Soldaten, einige üben mit Maschinengewehren, und die Schulkinder sammeln Kopeken, um Kampfflugzeuge zu kaufen, die den Namen der Schule tragen sollen.«

Die Regierung nützte tatsächlich die Kriegsangst, die viel gewaltiger geworden war, als einige ihrer Drahtzieher erwartet hatten, zu ihren Propagandazwecken aus. Die Nachmittagsblätter brachten noch eine Steigerung.

Karakhan war vom Rat der Volkskommissare zum Höchstkommandierenden der Land-, Luft- und Seestreitkräfte Rußlands ernannt worden und hatte alle Vollmachten zur Organisierung der nationalen Verteidigung bekommen.

Die Zeitungen brachten große Photographien des neuen Oberbefehlshabers. Begeisterte Berichte über sein militärisches Genie und seine Erfolge auf dem Schlachtfeld erschienen. Er wurde als der Mann begrüßt, der Rußland vor dem Untergang bewahren konnte.

Karakhan nahm den neuen Posten wortlos an, und nahezu zwei Wochen lang drang keine offizielle Äußerung aus seinem Hauptquartier in Moskau, in dem jedoch eine furchtbare Tätigkeit herrschte. Eine Anzahl mit hohen Posten betrauter Generäle wurde an andere Stellen abgeschoben, und an ihren Platz traten plötzlich neue, jüngere Männer, die zum größten Teil einen niedrigeren Rang innehatten, aber direkt aus Moskau mit Befehlen kamen, die vom Oberkommandierenden unterzeichnet waren.

Dann sprach Karakhan.

Er betonte, die Verantwortung für das russische Volk ruhe nun bei ihm. Er erklärte, er habe die Verteidigung des Landes in einem schauderhaften Zustand vorgefunden. Es fehle der Armee an den notwendigsten Vorräten und Ausrüstungsgegenständen. Politische Einflüsse, die sich in Protektionswirtschaft bei Ernennungen äußerten, hätten die Moral der Kommandierenden und die Disziplin der Truppen gelockert.

Seine Verlautbarung, die ich ungekürzt an die Presse weitergab, schloß mit den Worten:

 

»Ich habe den Auftrag angenommen, den mir das russische Volk erteilt hat. Seines Vertrauens sicher, widme ich mich der augenblicklichen Organisierung aller Verteidigungsmaßnahmen, die für ein Land mit einer Bevölkerung von 130 000 000 Menschen nötig sind.

Das ist der Befehl, den mir die Massen Rußlands gegeben haben. Eine höhere Autorität kann ich nicht anerkennen. Ich werde nicht dulden, daß Einmischungen von politischer Seite mich in der Ausführung meiner heiligen Pflicht stören.«

 

Diese Kundgebung gefiel den Massen ausgezeichnet, in den Regierungskreisen erregte sie jedoch fürchterliche Wut. Ihr Sinn war ganz unverhüllt die Erklärung der Militärdiktatur. Der Rat der Volkskommissare trat eiligst zu einer Konferenz zusammen, um zu beraten, was für Maßnahmen zur Wahrung seiner Autorität getroffen werden könnten.

Rudsudak, der Volkskommissar des Transportwesens, riet zu einem augenblicklichen Disziplinarverfahren gegen den jungen Oberbefehlshaber. Smirnoff, der Volkskommissar des Post- und Telegraphenwesens, unterstützte seinen Antrag, aber Malik, der Volkskommissar der Arbeiter- und Bauerninspektion, erschreckte seine Kollegen mit der Mitteilung, daß es zu spät dazu sei.

»Das Volk hat genug von den Politikern. Es herrscht Nahrungsmittelknappheit, und alles ist teuer«, sagte er ihnen. »Karakhan hat an die Phantasie der Massen appelliert.

Seine Ernennung zum Höchstkommandierenden hat dem Volk neues Vertrauen eingeflößt. Jeder Versuch der Verwaltung, ihn jetzt zu maßregeln, wird zum Resultat haben, daß das Volk die praktische Diktatur, die er selbst verkündet hat, legalisiert. Kameraden, wir stehen einer vollendeten Tatsache gegenüber.«

Der nächste Tag brachte die Bestätigung für diese Behauptung.

Zwei Stunden nach dem Erscheinen der Iswestija, deren Leitartikel sich wütend gegen die Militärdiktatur wandte, versammelten sich Volksmassen vor der Redaktion der Zeitung. Plötzlich waren sie da, mit Fahneninschriften: »Wir haben genug von den Politikern.« »Redner haben das Vermögen der Revolution vergeudet.« »Keine Worte mehr.« »Mehr Taten.«

Redner stellten sich in der Straße auf Kisten und sprachen die Massen an. An einem Fenster im zweiten Stock des Zeitungsgebäudes erschien ein Mann und lenkte die Aufmerksamkeit auf sich. Er begann die Regierung zu verteidigen und sich gegen kräftige Maßnahmen auszusprechen.

Wütende Schreie und Beschimpfungen stiegen aus der Menge auf, ein Stein zerschmetterte das Fenster über dem Sprecher. Die Menge schob sich zum Eingang des Gebäudes vor.

Während dies geschah, gab es am Ende der Straße eine Bewegung, eine Schwadron Berittener kam im Trab heran. Mit wilden Hurrarufen wurden sie begrüßt. Der Offizier, der sie führte, nahm die Stelle des Sprechers im zweiten Stockwerk ein und sagte:

»Ich spreche im Namen eurer Kameraden von der Roten Armee Rußlands. Wir erneuern den Eid, den wir euch geleistet haben. Wir haben eine neue Führung bekommen. Vom Baltischen Meer bis zum Oschkoschsee dankt euch das Heer für seinen neuen Kommandanten. Solange er den Befehl hat, wird der heilige Boden Rußlands nie von unseren mächtigen Feinden betreten oder durch die Untüchtigkeit, Nachlässigkeit und Korruption von Bürokraten verraten werden.

Die heiligen Prinzipien der Revolution werden weder von außen verletzt noch von innen politisch verwässert werden. Unser ›Onkelchen‹ (das war Karakhans Spitzname in seinem eigenen Armeekorps) wünscht, daß ihr friedlich nach Hause zurückkehrt und eure Arbeit aufnehmt.

Er verspricht, daß die Politik der Iswestija von jetzt an in Einklang mit dem Willen des Volkes stehen wird.

Lang lebe Rußland, lang lebe Karakhan von Kasan.«

Die Straße widerhallte von Hurrarufen. Die Schwadron ritt durch die Straße zurück, begleitet von singenden Scharen, die ihr auf den Bürgersteigen zu beiden Seiten das Geleit gaben.

Zwei Stunden später wurde eine zweite Ausgabe der Iswestija in den Straßen Moskaus verteilt. Sie bat um Entschuldigung für den »übel angebrachten Leitartikel der Morgenausgabe« und berichtete über einen vollständigen Wechsel in der Leitung und der Redaktion der Zeitung. Karakhans eigene Leute hatten diesen Artikel geschrieben. In den folgenden beiden Wochen, in deren Verlauf der Diktator seine Macht in nahezu allen Ministerien fühlbar machte, sandte ich täglich telegraphische Berichte ab. Die Garnison Moskaus wurde unter seinem Befehl verdoppelt, und in den Straßen waren häufig Truppenbewegungen zu sehen.

Täglich zog bei Sonnenuntergang eine berittene Wache vor Lenins Grab auf dem Roten Platz auf. Persönlich zeigte Karakhan sich nur einmal, und bei dieser Gelegenheit wurde er mit begeisterten Zurufen begrüßt.

Zeitungen und Depeschen aus anderen Hauptstädten verrieten, daß das Einsetzen der lange befürchteten russischen Diktatur die ganze Welt erzittern ließ.

Gleich nach dieser russischen Überraschung kam Amerikas große Friedensaktion – im Kongreß der Vereinigten Staaten wurde die Lampson-Bill angenommen, welche den Philippinen volle Unabhängigkeit gewährte.

Sowohl in Amerika wie im Ausland bezweifelte man, daß Amerika sich aus idealistischen Beweggründen von den Inseln zurückziehe.

Die strategische Folge dieser Maßnahme war, daß das Asien-Geschwader der amerikanischen Flotte die Manila-Bay verließ und ihren neuen Stützpunkt in Honolulu nahm. Das Problem des Stillen Ozeans trat in ein neues Stadium. Amerikas Westgrenze im Ozean war um eine bedeutende Strecke zurückverlegt.

Aber die dritte Wirkung des Fehlschlags der Konferenz war die größte.

Die Rückkehr der japanischen Delegation nach Tokio gab das Signal zu der furchtbaren kriegs-, monarchie- und regierungsfeindlichen Demonstration, die von der Landarbeiterpartei, dem japanischen Arbeiterrat und der Vereinigung proletarischer junger Männer Japans geleitet wurde.

Die Zeitungskorrespondenten in Tokio waren durch das plötzliche Einsetzen der Zensur zum Schweigen verurteilt, und ich bekam den Auftrag, aus russischen Quellen, die besonders gut informiert waren und die Nachrichten überall in der Welt zu verbreiten wünschten, die ganze Angelegenheit aufzuklären.

Seit der Auflösung der drei radikalen Organisationen im Jahre 1928, der die Verhaftung und Einkerkerung 1000 japanischer Kommunisten folgte, war die rote Bewegung in Japan dazu gezwungen gewesen, illegal zu arbeiten, und trotz allen Anstrengungen der Polizei hatte sie sich weiter ausgebreitet und an Macht gewonnen.

In vier kurzen Jahren hatte sie ihre Mitgliederzahl um Hunderttausende vermehrt, und infolge der allgemeinen Dienstpflicht existierten in allen Teilen des Heeres, der Marine und der Luftflotte kommunistische Zellen.

Der Verlust der japanischen Interessensphären in Schantung, Tschih-Li und der Mandschurei infolge der Einigung Chinas hatte zu wirtschaftlichen Krisen geführt, und wie gewöhnlich mußten die unteren Schichten den größten Teil der Last tragen. Die herrschende Unzufriedenheit wurde beständig durch kommunistische Propaganda geschürt, die sowohl aus Sowjetrußland wie aus China kam.

Tausende von Studenten vereinigten sich mit den Arbeitern und marschierten mit ihnen durch die Straßen Tokios in jenem ungeheueren Demonstrationszug, der am 3. Oktober 1932 zu einem so entsetzlichen Ende führen sollte, als zwischen den Scharen der Demonstranten und dem vierten Regiment der Kaiserlichen Garde, das rings um den kaiserlichen Palast aufgestellt war, das Feuergefecht eröffnet wurde.

Über die Einzelheiten des Kampfes und seine Resultate wurde die Welt hauptsächlich über Moskau informiert, wo Karakhan allen militärischen und proletarischen Demonstrationszügen freie Bahn ließ, die »den Sturz der Tyrannei, das Ende der Monarchie und das Aufhören der Kapitalssklaverei unter unseren gelben Kameraden im Osten« feierten.

Offen rühmten Moskauer Redner der kommunistischen Internationale sich der Tatsache, daß die Tausende von chinesischen und russischen Gewehren, Kleinwaffen, Handgranaten und Gasbomben, die am Tag der Revolution plötzlich auftauchten, aus den Depots stammten, die Karakhan vor fünf Jahren an den Küsten des Baikalsees eingerichtet hatte.

Der Wendepunkt kam, als die in Tokio garnisonierten Regimenter Nummer 2 und 3 der Kaiserlichen Garde plötzlich zu den Revolutionären übergingen. Kaiser Hiroschito und die Mitglieder des kaiserlichen Hauses flüchteten sich in einem Flugzeug, und drei Tage lang wußte man nicht, wo sie waren.

Später erfuhr man, daß sie die Absicht gehabt hatten, in Yokohama zu landen, wo die japanische Flotte vor Anker lag, aber ihren Plan änderten, als sie aus dem belagerten Palast in Tokio eine Radionachricht bekamen, aus der hervorging, daß die Flotte bereits gemeutert habe und in den Händen der Roten sei.

Eine Woche später setzte der Dampfer American Banker von der American Dollar Line den Kaiser und seine Familie in Manila an Land.

In Tokio übernahm Kato Yakata an der Spitze des Soldaten-, Matrosen- und Arbeiterrates die Rote Regierung. Ein ehemaliger Oberst der Kaiserlichen Garde, der gezwungen worden war zu quittieren, weil er sich weigerte, an einem seiner Soldaten, der kommunistischer Propaganda im Heer überführt war, das Todesurteil zu exekutieren, wurde an die Spitze der revolutionären Streitkräfte gestellt. Neue kommunistische Abteilungen wurden zur revolutionären Armee eingezogen.

Dann folgten die fürchterlichen sechs Wochen der Hinrichtungen und die Flucht der älteren Staatsmänner, Minister und Parlamentsmitglieder. In ihrer sechsten Woche hatte die Revolution eher ein militärisches Gepräge als ein proletarisches.

Rußland erkannte unverzüglich die neue Regierung an, und Karakhan sprach dem japanischen Oberkommandierenden seine herzlichsten Glückwünsche aus, obwohl Truppen japanischer »Reaktionäre« noch viele Monate lang starke Stellungen im Inneren des Landes hielten.

Der Monat Oktober des Jahres 1932 brachte viel Arbeit für Speed Binney und mich in Moskau. Das rote Auswärtige Amt – die Komintern – erwies sich bald als beste Informationsquelle für die Vorgänge in Japan.

Die russische Botschaft in Tokio konnte dank der Verbindung mit den japanischen Revolutionären ununterbrochene Drahtverbindung nach Moskau unterhalten und über alles genau Bericht erstatten.

Einmal, als die Verbindungslinien, die aus dem Lande führten, verstopft waren, bekam ich die Erlaubnis, Binney mit meinen Depeschen nach Riga zu schicken. Der zweimotorige Breguet machte den Tausendkilometerflug in fünf Stunden, und ich konnte der erste sein, der die Nachrichten über die Gefangennahme und Hinrichtung des kaiserlich japanischen Gouverneurs von Korea verbreitete.

Binney flog zwei Tage später zurück und brachte mir Depeschen von der Redaktion in Chicago, die mir nach Riga geschickt worden waren und die Nachricht enthielten, daß ich für meinen »Weltrekord in der Berichterstattung« eine Gratifikation von tausend Dollar erhielt. Ich teilte dieses Geschenk des Himmels mit Binney, und am Abend sollte gefeiert werden.

Wir gingen in das Café Mont Blanc, das beste Nachtlokal Moskaus. Es war bereits Schnee gefallen, und im Caféhaus war es behaglich warm, die Lichter strahlten und die Musik spielte. Ein französisch sprechender Oberkellner nahm meine Tscherwoneznote an und setzte uns an einen Tisch vor der Tanzfläche.

Das Publikum war international. Mitten unter den weißen Gästen, die europäische Kleidung trugen, saßen Baschkiren, Tartaren, Kalmücken und Kirgisen mit glattrasierten Schädeln, einige von ihnen in ihren schwarzen Pelzkaftanen.

Indische Frauen waren da, die Schleier über dem Kopf trugen, und die weißen Russenmädchen waren zum größten Teil nach der Pariser Mode gekleidet. Einige hatten jedoch rote Seidentücher um den Hals geknüpft und waren so als Mitglieder der jungen Kommunistengruppen gekennzeichnet.

Zwei kleine Japaner in Uniform mit roten Binden am linken Ärmel wurden mit Beifall begrüßt, als sie sich gegenüber von uns niederließen.

Am nächsten Tisch war ein seltsames Paar. Ein Mädchen mit kurzem blonden Haar und ein junger Mann mit dunklen Augen und gelblichem Teint. Beide waren europäisch gekleidet, beide tranken heißen Tee mit Zitrone, beide schwiegen. Sie beobachtete die Tänzer, er ließ ihr Gesicht nicht aus den Augen.

»Da drüben sitzt Fräulein Rußland, kommt direkt vom Schönheitswettbewerb in Atlantic City«, sagte Binney, auf das Mädchen weisend. »Ich würde gern wissen, in welcher Sprache ich sie um einen Tanz bitten kann.« Er stürzte einen Wodka herunter, und seine Augen wanderten wieder zurück zu der hutlosen Schönheit mit dem hellen Haar.

»Sie sieht aus wie eine Skandinavierin«, antwortete ich.

»Ich spreche nicht fließend altnordisch«, sagte Binney, das Mädchen nicht aus den Augen lassend, »aber vielleicht versteht sie den alten internationalen Code«.

Die Blicke der beiden trafen sich. Binney zwinkerte mit den Augen. Seine Lippen teilten sich und zeigten eine Reihe ebenmäßiger weißer Zähne, die fast flehend »Wollen Sie?« fragten. Das Mädchen erwiderte seinen Blick, aber ihre Züge blieben unbeweglich, während sie ein brennendes Streichholz an ihre Zigarette hielt.

Speed wandte sich mit einem, jetzt albernen, Lächeln zu mir um. »Habe ich ein dreckiges Gesicht oder eine Warze auf der Nase? Haben Sie gemerkt, wie sie mich angesehen hat – als ob es in einer Eskimohütte ziehen würde. Eine Walroßhaut gegen eine Eisscholle vom vorigen Jahr, das ist ein Eskimoweib.«

Eine Stunde später, als der Inhalt unserer kleinen Wodkaflasche verschwunden war, zum größten Teil in Speeds Kehle, hatte dieser seine Verblüffung abgeschüttelt und lächelte jetzt offen in die noch immer unbeweglichen Züge der »arktischen Annie«, zum offenbaren Mißvergnügen ihres dunkelhäutigen Gefährten.

Ein Trommelwirbel, und einer der Geschäftsführer hob die Hand, um Schweigen zu gebieten. Der Kellner kam auf ein Zeichen von mir heran und übersetzte mir die folgenden Reden.

»Kameraden«, sprach der Geschäftsführer, »wir haben in unserer Mitte heute zwei neue Helden der Weltrevolution, die Kameraden Ischii und Karugi; beide nahmen an dem glorreichen Kampf vor dem alten kaiserlichen Palast in Tokio teil, bei dem einer von ihnen, Hauptmann Karugi, verwundet wurde. Sie sind heute abend die Gäste der Kameraden von der Weltrevolution. Wir begrüßen die beiden Helden an der Wiege der Weltrevolution und überreichen ihnen zum Zeichen unserer Bewunderung und Liebe diese Blumen.«

Karugi, der kleinere der beiden Japaner, erhob sich unter Beifallsgebrüll, nahm die Blumen entgegen und sprach in kurzen Worten seinen Dank für Rußlands Hilfe bei der Abschüttelung des imperialistischen Joches in Japan aus.

»Schulter an Schulter mit euch stehen wir jetzt in unserem größeren Kampf zur Befreiung der Welt aus den Klauen bürgerlicher Habsucht.

Rußland und Japan sind die beiden einzigen Länder der Welt, wo Rasse und Farbe der brüderlichen Gleichheit nicht mehr im Wege stehen. Weiß oder Gelb, Braun oder Schwarz, wir alle sind rot, wie das Blut in unseren Adern, und gleich.

Wir nehmen die Blumen an als Zeichen für das Band, das jetzt zwischen Rußland und Japan geknüpft ist. Ich drücke meine Anerkennung für diese Ehrung aus und ziehe den Knoten enger, indem ich diesen Strauß der Kameradin überreiche, die uns als lebendiges Symbol der herrlichen russischen Weiblichkeit erscheint.« Er legte die Blumen auf den Tisch des blonden Mädchens, das Speeds Neugier erregt hatte.

Sie wurde rot und lächelte verlegen, als ein Sturm der Begeisterung dieser Geste folgte. Aber ihr Gefährte sprang wütend auf, packte die Blumen mit beiden Händen und schlug mit dem feuchten, schweren Bündel dorniger Stiele und Knospen den erstaunten japanischen Helden ins lächelnde Gesicht.

Stühle scharrten auf dem Boden, Tische wurden umgeworfen, Flaschen und Gläser gingen in Trümmer, alles im Lokal sprang auf. Auch das Mädchen stand. Sie sprach hastig. Ihr Gefährte rief etwas in einer fremden Sprache, und augenblicklich bewegten sich Gäste auf ihn zu. Der Kampf war im Gange.

Der Gefährte des Mädchens warf Karugi zu Boden und stellte gleichzeitig einem riesigen Russen, der auf ihn losging, ein Bein. Im Sturz streifte der Mann das Mädchen mit der Schulter und riß sie zu Boden.

»Mir nach«, schrie Speed und tauchte in das Durcheinander. Ich folgte instinktiv. Wir waren eben an ihre Seite gekommen, da gingen die Lichter aus.

»Boss, wo sind Sie?« Es war Speeds Stimme.

»Hier neben Ihnen«, brüllte ich.

»Ich habe sie. Hier herum.«

Nebeneinander bahnten wir uns einen Weg im Dunkel durch das Chaos umgeworfener Stühle und zerbrochener Tische. Rings um uns Rufe, Schreie, Kreischen, Schläge.

Wir kamen an eine Wand und tasteten uns an ihr entlang. Speed führte, und ich konnte an seinen Bewegungen fühlen, daß einige menschliche Hindernisse aus dem Weg geräumt wurden. Einmal packte jemand vom Boden aus meine Beine, aber ich konnte mich mit einem Fußtritt frei machen.

»Hier ist eine Tür«, rief Speeds Stimme. »Hier heraus!«

Wir drängten uns durch eine enge Öffnung. Es war wohl noch dunkel, aber wir waren dem Kampf entronnen und standen bis zu den Knöcheln im schlammigen Schnee eines Hinterhofes.

»Das war mal ein Spaß«, sagte Speed. »Können Sie jetzt die Kleine französisch oder in irgendeiner anderen Sprache fragen, wohin wir gehen können, damit ich zu meinem Tanz komme?«

Neben uns wurde ein helles Lachen laut.

»Es braucht kein Französisch. Ich glaube, ich kann Sie verstehen, wenn Sie langsam sprechen.« Ihr Englisch war fehlerlos. Ihre Stimme hatte ein angenehmes Timbre und klang noch ein wenig nach dem Lachen.

»Heiliger Strohsack, hab' ich in der Finsternis die Falsche erwischt?« rief Speed entsetzt aus.

»Warten Sie, ich werde ein Streichholz anzünden«, sagte ich.

»Bitte nicht«, antwortete das Mädchen rasch und legte mir die Hand auf den Arm. Ich hatte den Eindruck, daß sie sich näher an mich schmiegte, wie um vor etwas Schutz zu suchen.

»Dann wollen wir auf die Straße hinausgehen«, sagte Speed. »Wenn das St. Louis wäre, müßte die Polizei jetzt schon hier sein.«

»Ich fürchte, ich werde nicht mit Ihnen gehen können, so gern ich auch möchte«, rief das Mädchen. Sie schien zaudernd zu sprechen, aber gleichzeitig ein Lachen zu unterdrücken.

»Wenn Sie wollen, bringen wir Sie in das Lokal zurück«, schlug Speed vor.

»Nein, das auch nicht«, erwiderte das Mädchen.

»Dann was zum Teufel …«

»Wissen Sie, es tut mir sehr leid, aber ich muß einen Mantel haben. Eigentlich brauche ich sogar mehr als einen Mantel. In Wirklichkeit brauche ich ein Kleid. Das meine habe ich bei der Balgerei verloren. Hier im Dunklen bin ich ja ganz zufrieden, aber ich möchte mich nicht gern in der Öffentlichkeit zeigen. Das können Sie doch verstehen, nicht?«

»Das hat jeder von uns schon mal geträumt«, sagte Speed. »Aber bei Ihnen ist der Traum in Erfüllung gegangen. Und das sind Sie auch – ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist – wenn Sie die sind, für die ich Sie halte – und jetzt bin ich sicher, daß Sie es sind. Da, nehmen Sie meinen Rock – benutzen Sie ihn wie eine Schürze, binden Sie sich die Ärmel um die Taille.«

»Windig und nach dem Süden ungeschützt, aber im Notfall genügend«, antwortete das Mädchen.

Ich ließ die beiden im Dunklen stehen, hielt auf der Straße einen Wagen an und holte sie dann ab.

Vor dem Hotel wartete ich mit ihr in der Droschke, bis Speed einen Polorock herunterbrachte, und dann gingen wir hinein.

Während sie sich in Speeds Zimmer aufhielt, um sich etwas anzuziehen, setzte er den Samowar in Betrieb und stellte Gläser auf den Tisch. Fünf Minuten später kam sie in seinen grauen Knickerbockers und einem hellblauen Golfsweater herein. Die Hände in den Hosentaschen, ging sie zu einem Lehnstuhl, plumpste hinein und zündete sich eine Zigarette an.

»Lady Godiva, wie heißen Sie?« fragte Speed.

»Ist das nicht gleichgültig, Sir Walter?« antwortete sie lächelnd. »Vergessen Sie nicht, daß ich jetzt die Hosen anhabe.«

Ich machte darauf aufmerksam, daß es wegen der ständigen Bespitzelung, der alle Ausländer in Moskau ausgesetzt seien, gut wäre, wenn sie uns so viel von sich erzählen wollte, wie sie für richtig hielt.

Sie nahm Papier und Bleistift und sprach, während sie schrieb:

»Name? Margot Denison. Adresse? 24, Sofiskaja, III. Stock. Familie? Ischwinski. Beruf? Stenotypistin. Beschäftigung? Arbeitslos. Wann zum letztenmal angestellt? Bis vor drei Tagen. Letzter Arbeitgeber? Moskauer Büro der British Platinum Co., Ltd.

Ursache für Verlust der letzten Stellung? Der Verdacht, Geschäftsgeheimnisse der Firma an das russische Handelsministerium verraten zu haben. Mit anderen Worten: verdächtig, rote Spionin zu sein. Nationalität? Englisch. Das übrige brauchen Sie doch nicht. Geburtsort, Alter, Teint, Gewicht, Größe usw.?«

Wir unterhielten uns bis nach Mitternacht. Das Mädchen hatte etwas ruhig Würdevolles an sich, das mir gefiel. Sie wußte von den augenblicklichen Vorgängen mehr, als man ihren dreiundzwanzig Jahren zugemutet hätte. Nach Moskau hatte sie das Interesse an dem soziologischen Experiment der Russen gebracht. Ihre Ansichten sympathisierten durchaus mit der Sowjetthese der Massenerhebung, und sie glaubte, daß schon viele Fortschritte erreicht seien, aber die Anschauungen der Dritten Internationale über die Weltrevolution teilte sie nicht.

Als ich sie fragte, ob der Argwohn, daß sie eine rote Spionin sei, irgendeine Grundlage habe, antwortete sie mit Nein, und ich glaubte ihr. Ihre Sprachkenntnisse ließen sie mir wertvoll für mein Büro erscheinen, und deshalb verabredete ich mit ihr, sie solle einen Teil des Tages in meinem Büro arbeiten, die russischen Zeitungen für mich lesen und übersetzen, Briefe schreiben und so weiter.

Binney brachte sie nach Hause, und ich ging zu Bett.

Am nächsten Morgen wurde ich in das Büro der Moskauer Tscheka gerufen. Während ich mich vor dem Schreibtisch Suroffs, des Chefs der Tscheka, setzte und diesem vielgefürchteten Meister asiatischer Grausamkeit in die stahlharten Augen blickte, hegte ich Befürchtungen für meinen Piloten, die Engländerin und auch für mich wegen der Rauferei im Caféhaus.

»Sie wissen, daß in Rußland auf Spionage, Konterrevolution und alle dahinzielenden Tätigkeiten Todesstrafe steht?«

Ich nickte.

»Wir haben einen Gefangenen, der ein Landsmann von Ihnen zu sein behauptet«, sprach Suroff weiter, mich ununterbrochen fixierend. »Wir müssen erfahren, was Sie von ihm wissen.«

»Um wen handelt es sich?«

»Er nennt sich Whitney Adams Dodge und behauptet, aus Boston zu sein.«

»Ich kann mich nicht erinnern, von ihm gehört zu haben«, antwortete ich langsam.

»Wir haben Ursache, ihn für einen englischen Agenten zu halten. Er gibt zu, bei der englischen Armee in Ägypten gewesen zu sein. Wir wissen, daß er sich durch die Kampfstellungen im Süden von Kairo geschlichen und sich dem Kommandanten der ägyptischen Roten Armee als amerikanischer Journalist vorgestellt hat.

Seit sechs Monaten folgen unsere Agenten seinen Bewegungen durch Abessinien, die Türkei und Armenien. Vor einem Monat haben wir ihn in Astrachan verhaftet, offiziell wegen des Betretens von russischem Boden ohne Paßvisum, und seitdem ist er in Untersuchung. Was wissen Sie über ihn?«

»Nichts«, antwortete ich mit ehrlicher Erleichterung. »Aber das verurteilt ihn noch nicht. Ich kenne nicht jeden Menschen, der für amerikanische Zeitungen schreibt. Wie sieht er aus?«

»Sie können sich selbst davon überzeugen.« Suroff drückte auf einen Klingelknopf, und durch eine Seitentür traten zwei Wachsoldaten ein, die einen jungen Mann zwischen sich hatten.

Das dunkle Haar des Gefangenen war ungekämmt, und in seinem Gesicht standen einen Monat alte Bartstoppeln. Er hatte keinen Rock, und sein Khakihemd war am Kragen offen. Seine blauen Hosen, die er an den Hüften mit den Händen festhielt, waren beschmutzt und zerdrückt. Seine Schuhe hatten keine Schnürsenkel, und heruntergerutschte, zerdrückte Socken ließen die Haut zwischen Knöcheln und Hosen sehen.

Das Fehlen von Krawatte, Sockenhaltern und Schuhbändern bewies, wie wichtig der Gefangene seinen Kerkermeistern zu sein schien. Die Tscheka riskierte es nicht, ihre Beute durch Selbstmord zu verlieren.

»Dodge«, sagte Suroff, »wenn Sie Amerikaner sind, sehen Sie hier einen Landsmann. Vielleicht können Sie ihn von Ihrer Nationalität überzeugen und ihm erklären, warum Sie in Rußland sind.«

Eine halbstündige Unterredung mit Dodge in Suroffs Gegenwart überzeugte mich von seiner Ehrlichkeit. Er war vierundzwanzig Jahre alt und hatte den größten Teil seines Lebens im Ausland verbracht. Sein Bostoner Akzent war nicht affektiert, sondern natürlich.

Die Unterhaltung schloß damit, daß ich Dodge die Versicherung gab, ich würde alles, was in meiner Macht stehe, tun, um seine Freilassung zu erwirken. Er schüttelte mir herzlich die Hand und ging mit den Soldaten aus dem Zimmer.

»Und jetzt Ihre ehrliche Meinung«, fragte Suroff.

»Eine völlig glatte Sache«, antwortete ich. »Ich glaube, ich kann Sie in zehn Minuten überzeugen.«

»Auf welche Weise?«

»Stellen Sie eine Fernverbindung mit meinem Londoner Büro her«, erklärte ich. »Ich werde mit unserem Korrespondenten sprechen, und Sie können zuhören oder ein stenographisches Protokoll des Gespräches aufnehmen lassen.«

Zehn Minuten später hörte ich die bekannte Stimme John S. Steeles, des Londoner Korrespondenten der Chicago Tribune, sprechen.

»Ich kenne Dodge sehr gut«, sagte Steele, »alte neuenglische Kolonistenfamilie. Er hat mit Auszeichnung in Oxford promoviert und war ein großer Ruderer vor dem Herrn. Lebt am liebsten in England.

Er ist prominent in der Londoner amerikanischen Kolonie – er hat eine Organisation der in London lebenden Amerikaner zur Befürwortung der Streichung der englischen Kriegsschulden an die Staaten aufgezogen. Dodge ist ganz in Ordnung – nur zu seriös. Von Spionage kann gar keine Rede sein. Ich bürge für ihn.«

»Und ich bürge auch für ihn«, sagte ich, den Hörer aufhängend, zu Suroff. »Steele kennt jeden Amerikaner von einiger Bedeutung, der sich im letzten Vierteljahrhundert in London gezeigt hat. Sie können sich auf ihn verlassen.«

Vierundzwanzig Stunden später war Dodge entlassen. Er zog in das Savoy-Hotel und feierte seine Freilassung mit einem gründlichen Bad.

Als ich ihn nachher sprach, begann er in der wüstesten Weise über Russen, Kommunisten, Bolschewisten und Revolutionäre zu schimpfen, bis ich ihn zurechtweisen mußte.

»Langsam, langsam. Bitte, Dodge, seien Sie vorsichtig mit solchen Reden, oder die Tscheka hat Sie bald wieder, und diesmal mich mit.

Ich billige weder die Theorie noch die Praxis der Roten, aber ich bin als Gast hier im Lande und muß mich dementsprechend benehmen. Schließlich ist es auch ihr eigenes Land, und sie können es regieren, wie sie es für richtig halten. Ich bin hier, um zu berichten, nicht um zu reformieren.«

»Es tut mir sehr leid«, entschuldigte sich Dodge. »Ich werde mich von jetzt an zusammennehmen.«

Mir war reichlich unbehaglich zumute, und ich hatte den aufrichtigen Wunsch, er möge sein Versprechen halten. Moskau war in jenen Tagen, wie die Ereignisse bald beweisen sollten, nicht der richtige Platz für ein loses Mundwerk.

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