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Der rote Napoleon

Floyd Phillips Gibbons: Der rote Napoleon - Kapitel 14
Quellenangabe
authorFloyd Gibbons
titleDer rote Napoleon
publisherErnst Rowohlt Verlag
year1930
printrun1. - 5. Tausend
translatorFranz Fein
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20190129
projectid2609b641
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12

Am 1. Februar 1936 kam ich mit dem gestohlenen Karakhanbrief, der von ausschlaggebender Wirkung auf den Ausgang des Krieges sein sollte, nach St. Louis.

»Dieses Dokument ist von unschätzbarem Wert für uns«, sagte Admiral Wentworth, der Chef der Marineoperationen beim Generalstab. »Es kann gar nicht mit Gold aufgewogen werden. Sie haben uns damit einen sehr großen Dienst erwiesen, Mr. Gibbons.«

»Das Verdienst kommt nicht mir zu«, erklärte ich hastig. »Hinter den feindlichen Linien hält sich eine Engländerin auf, die fortwährend dem Tod und noch schlimmerem ins Auge blickt. Ohne sie hätte ich diese Information nie erhalten können.«

Dann erzählte ich dem Stab, wie Margot Denison zu dem Brief gekommen war, wie sie ihn mir übergeben, und wie Whit Dodge uns mit dem V-4 in der Nacht an der Massachusetts-Küste abgeholt und bei Atlantic City wieder an Land gesetzt hatte.

Da ich wußte, daß der Inhalt von Karakhans Brief einen Zusammenstoß zwischen den feindlichen Flotten voraussagte, erkundigte ich mich beim Generalstab nach Einzelheiten.

»Wenn es zu einem Seegefecht kommt, möchte ich es beobachten und darüber berichten, aber meine Kriegsberichterstattung hat sich bis jetzt fast ausschließlich auf Landkämpfe beschränkt, und ich muß gestehen, daß ich kaum weiß, was der Unterschied zwischen Backbord und Backofen ist. Ich wäre sehr dankbar, wenn der Generalstab einen Offizier abkommandieren würde, der mich genau über die Situation informieren könnte.«

Und so kam es, daß der Commander Blink Russell, der für seine kühne U-Booterkundung im Bostoner Hafen ausgezeichnet worden war, den Auftrag erhielt, mich über den Zustand der Marineangelegenheiten zu unterrichten. Von der Chicago Tribune wurde mir wieder ein Meldeflugzeug zur Verfügung gestellt, und Speed Binney, der sich jetzt ganz erholt hatte, war wieder mein Pilot. Vier Tage nach meiner Ankunft in St. Louis flogen Binney, Russell und ich zum Golf, um die improvisierten Stützpunkte der amerikanischen Flotte zu besichtigen.

Wir besuchten Tampa, Pensacola, Mobile, New Orleans, Galveston, Tampico, Vera Cruz und hielten uns dann auch zwei Stunden im Kommando des amerikanischen »Dardanellen«-Expeditionskorps am Cap Catoche auf, dem nördlichsten Punkt der Yucatan-Halbinsel. Von dort flogen wir in nordwestlicher Richtung über die Minensperren der Yucatan-Straße, passierten den westlichen Zipfel Cubas und landeten in Havana.

Während unserer Luftreise instruierte mich Commander Blink Russell über den Stand der Marineangelegenheiten.

»Ihre Unwissenheit auf diesem Gebiet«, erklärte er, »wird von der Mehrzahl der Amerikaner geteilt. Es sieht nicht gerade rosig aus. Die Rote Flotte im Karaibischen Meer hat einunddreißig Linienschiffe gegen unsere sechzehn. Ihre Überlegenheit ist nicht nur zahlenmäßig – ihre Artillerie hat im Durchschnitt eine größere Tragweite als unsere. Sie haben schwerere Breitseitgeschütze, und die Durchschnittsgeschwindigkeit ihrer Schiffe ist größer als die der unseren.

Unsere Flotte leidet aber auch noch unter einem anderen Nachteil. Alle unsere Stützpunkte lagen an der atlantischen und pazifischen Küste. Die Überlegenheit des Feindes zu Wasser und in der Luft machte sie unhaltbar. Die strategische Lage zwang uns zum Rückzug in den Golf von Mexiko, der durchaus nicht zur Aufnahme der Flotte vorbereitet war. Wir mußten riesige Schwimmdocks bauen, um die Schiffe in brauchbarem Zustand zu erhalten.«

»Das scheint ja ganz hoffnungslos zu sein«, sagte ich. »Was für Aussichten kann unsere Flotte gegen eine so kolossale Übermacht haben?«

»Es gibt eine Möglichkeit für uns. Erstens haben wir jetzt unsere Abwehreinrichtungen modernisiert. Das ewige Gezänke zwischen dem Kriegsministerium und die Streitigkeiten zwischen den den beiden Ministerien unterstehenden Luftflottendepartements ist vorbei. Dafür hat Präsident Smith gesorgt.«

»Wieso?«

»Die Luftflottendepartements sind abgetrennt und zu einem selbständigen Amt vereinigt worden. Unsere Streitkräfte zu Wasser, zu Lande und in der Luft werden jetzt im Kabinett von einem einzigen Mann vertreten – dem Minister der Nationalverteidigung, dem früheren Marinesekretär Maitland Davison.«

»Was ist aus dem Kriegsminister Wallace geworden?«

»Sein Rücktrittsgesuch ist angenommen worden – er ist geflogen, aber das ist der Öffentlichkeit noch nicht bekanntgegeben.«

»Das freut mich«, rief ich aus. »Er nannte mich einen Verräter und gelben Journalisten, vor zwei Jahren, als ich aus Europa zurückkam und vor das Kabinett zitiert wurde, um über Karakhan und seine Möglichkeiten zu berichten. Wallace behauptete, meine Berichte wären sensationelle Übertreibungen und Propaganda für den Feind.«

»Aber ebenso wichtig wie diese Reorganisation«, fuhr Blink fort, »ist die Tatsache, daß wir jetzt wieder eine Luftflotte haben, dank dem Produktionsprogramm des Hoover'schen Kriegsindustrieausschusses, das seit zwei Monaten bei seiner Höchstleistung angelangt ist. Wir haben wieder Flugzeuge – eine ganze Menge Flugzeuge – mehr Flugzeuge als Piloten, obwohl wir so rasch ausbilden, wie es nur geht. Und die Luftflotte ist bis jetzt auch intakt geblieben.

Das Heer wollte, daß sie ganz zurückgehalten wird, bis sie von den Landstreitkräften in diesem Frühjahr überraschend an der Neuenglischen Front eingesetzt werden kann. Die Marine wollte, daß sie mit der Flotte zusammenarbeitet, und begründete diesen Wunsch mit der These, daß wir Karakhan zu Lande niemals besiegen können, so lange die Rote Flotte die Meere beherrscht und seinen Nachschub deckt.«

»Also wieder die alten Streitigkeiten. Wieso wurden sie diesmal beigelegt?«

»Der Brief, den Margot Denison von Karakhan bekommen hat – damit war die Sache eigentlich erledigt. Staatssekretär Davison machte die Luftflotte zu einer selbständigen Einheit, die zunächst mit der Marine im Golf von Mexiko zusammen arbeiten soll.«

»Ich kann keinen Zusammenhang zwischen dem Brief und dieser Verfügung sehen. Wollen Sie mir das nicht erklären?«

»Die Sache ist höchst einfach. Wir wissen jetzt genau, was wir von Brixton, dem Befehlshaber der Roten Flotte zu erwarten haben. Erstens kennen wir seine Vergangenheit. Wir wissen, daß er in der Schlacht vor Jütland, in der er als Kapitänleutnant einen britischen Zerstörer kommandierte, wegen Mangel an Angriffsgeist gelegentlich einer Nachtattacke gegen die abziehende Flotte von Scheers getadelt wurde – mit anderen Worten wegen Übervorsichtigkeit.

Und jetzt wissen wir, daß er aus demselben Grund von Karakhan die bittersten Vorwürfe bekommen hat. Die Nachrichtenabteilung der Marine hat die Aufgabe, die Psychologie der einzelnen feindlichen Befehlshaber zu studieren.

Dieses Studium ist ebenso wichtig für uns, wie das Studium der feindlichen Schiffe und ihrer Bestückungen. Auf Grund der so erlangten Kenntnisse können wir berechnen, wie die betreffenden Befehlshaber sich unter gegebenen Umständen wahrscheinlich verhalten werden. Wir wissen, was sie tun müssen, und wir wissen, was wir tun können. Unsere Information über Brixton ist ein Trumpf für unsere Marine, und unsere Luftflotte ist der zweite Trumpf. Auf diese beiden Karten müssen wir alles setzen.

Zugute kommt uns außerdem, daß Karakhan Soldat und nicht Seemann ist. Der erste Napoleon hatte den gleichen Fehler.«

Für mich waren diese letzten Februartage, die wir in Kuba verbrachten, überaus aufregend und spannend. Tag und Nacht waren die geheimen Vorbereitungen für Amerikas großen Schlag im Gange; nächtliche Transporte brachten nach Tausenden zählende Verstärkungen von Key West über die Florida-Straße nach Havana, und diese Truppen wurden dann auf der Insel nach dem Osten geschafft und in Ortschaften zwischen Santiago und Cienfuegos einquartiert.

Eine Verstärkung der Marinegarnisonen in Haiti, der dominikanischen Republik und Portorico, die während der beiden Kriegsjahre fast ganz untätig geblieben waren, ließ sich nicht durchführen. Obgleich die Verteidigungsanlagen dieser Inseln imstande gewesen wären, einem Angriff ernsthaften Widerstand entgegenzusetzen, wurde nie geleugnet, daß Karakhan sie hätte erobern können; es war jedoch offenbar, daß der Rote Napoleon diese beiden westindischen Inseln für unwichtig hielt und sein Interesse nicht von dem Hauptkriegsschauplatz in Neuengland ablenken ließ.

Karakhans gefährlichste Position im Karaibischen Meer war die alte britische Insel Jamaica, die England im Jahre 1814 als Stützpunkt für seine Vorbereitungen gegen New Orleans gedient hatte. Jamaica bedrohte den Südeingang der Windward Passage und den Panamakanal, es spielte im Karaibischen Meer dieselbe Rolle wie Gibraltar im Mittelmeer.

Die Eroberung dieser Insel war das Ziel der amerikanischen Vorbereitungen, die jetzt im Gange waren.

Viele hundert Morgen von Zuckerrohr- und Tabakpflanzungen im östlichen Teil Kubas waren als Hilfsflugplätze ausersehen, und transportable Maschinenschuppen, Brennstoffvorräte undsoweiter waren dorthin geschafft und in den Gehölzen an den Rändern der Pflanzungen verborgen worden.

Die Vegetation auf den Pflanzungen sollte bis zum letzten Augenblick stehen bleiben. Den Oberbefehl über diese Expedition hatte Generalmajor I. K. Sanford.

Die Flotten- und Transportbewegungen, die bis in die letzte Einzelheit von den vereinigten Generalstäben ausgedacht waren, begannen am Nachmittag des 29. Februar. Von Key West, Tampa, Pensacola, Galveston, Tampico und Vera Cruz fuhren rasche Truppenschiffe aus, die sich in der Nähe der Yucatan Straße vereinigen sollten.

In der nächsten Nacht um zwölf Uhr brach die Luftflotte der Vereinigten Staaten, die zweihundert Geschwader mit etwas mehr als 3600 Maschinen zählte, nach den Flugfeldern auf Kuba und Haiti auf.

Geschwader um Geschwader flog über Key West nach Havana. Der Flug ging in der Nacht und in sehr großer Höhe vor sich, und die Geschwader erreichten ihre Bestimmungsziele bei Tagesanbruch, nachdem die alten Zucker- und Tabakpflanzungen im Lauf der Nacht abgebrannt und von Tausenden von Arbeitern zur Aufnahme der Flugzeuge vorbereitet worden waren. Sowie die Flugzeuge gelandet hatten, wurden sie mit großen Plachen, die die Farbe des Bodens hatten, maskiert.

Luftmarschall A. E. Rumsay, der Oberbefehlshaber der Luftflotte, konnte mittags bereits berichten, daß alle seine Vögel in ihren Nestern auf den neuen Flugplätzen in Kuba und Haiti seien, und man durfte annehmen, daß das Manöver vom Feind nicht beobachtet worden sei.

In der Nacht des 1. März umfuhr eine Gruppe rascher Transportdampfer, von der Dunkelheit gedeckt, das Kap San Antonio und kam unter den Schutz der Südküste der Insel Pinos.

Während amerikanische Zerstörer scharf patrouillierten, um U-Bootbeobachter aus den Gewässern um die kleine Insel fernzuhalten, waren in der Luft amerikanische Flugzeuge auf dem Posten. Die gefährlichen Tageslichtstunden des 2. März vergingen, ohne daß der Transport vom Feind bemerkt worden wäre.

Am Spätnachmittag fuhren die Truppenschiffe, geleitet von U-Booten und Küstenkreuzern, mit Volldampf in südöstlichem Kurs zur Nordküste Jamaicas ab.

Kurz vor der Dämmerung fuhren noch mehr Truppenschiffe, auf deren Decks die Soldaten sich drängten, mit südlichem Kurs aus Santiago und dem Golf von Manzanillo mit derselben Bestimmung aus. Jeder von Kuba abgehende Transport führte vier flache Landungsbarken mit sich.

Zwei Stunden vor der Morgendämmerung stieg die Luftflotte der Vereinigten Staaten von sechzig verschiedenen Flugplätzen auf und nahm südlichen Kurs auf Jamaica. Eine Stunde früher waren schon einige Geschwader von den haitischen Flugplätzen mit demselben Ziel abgeflogen.

Das Flugzeug der Chicago Tribune stieg mit Commander Blink Russell, Speed Binney und mir auf, um die Luftflotte bei ihrer ersten gemeinsamen Aktion zu begleiten.

Die Schlacht von Jamaica begann in der Morgendämmerung des 4. März 1936. Unter dem Schutz eines furchtbaren Bombardements von amerikanischen Luft- und Seestreitkräften bewegten sich unsere Flachboote mit den Soldaten unter den gepanzerten Decks auf die Küste zu; ihre Ziele waren die Montego Bay am westlichen und die Annoto Bay am östlichen Ende der Insel; beide waren strategisch sehr wichtige Punkte, die Bahnverbindung mit Kingston hatten. Wir beobachteten von oben die Landungsmanöver. Fünfundzwanzig Kilometer vor der Küste blitzten die Geschütze unserer Linienschiffe auf und sandten ihre Granaten nach den beiden kleinen Ortschaften an der Küste Jamaicas.

Die rote Küstenverteidigung, kleine bewegliche Einheiten aus 7,5-, 15- und 20 cm-Geschützen, wurde von den Gasgeschossen und Bomben unserer Flieger vernichtet. Aber Dutzende von Maschinengewehrnestern, die in den gelben Sandstreifen der Küste eingebaut waren, spien Tod und Verderben aus und brachten unseren tapferen Landungstruppen schwere Verluste bei.

Niedrig fliegende Kampfflugzeuge kamen ihnen zu Hilfe. Mit 250 Stundenkilometern, nicht ganz 150 m über der Brandung, fegten diese Zweisitzer dahin und richteten ihr Maschinengewehrfeuer auf die roten Stellungen an der Küste.

Ebenso ging es in der Montego Bay zu. Unsere Truppen hatten nunmehr an beiden Stellen die Bahnstrecke besetzt. Die sich zurückziehenden Verteidiger wurden ununterbrochen aus der Luft belästigt.

In der Dämmerung waren unsere überlegenen Luftstreitkräfte über den fünf Flugplätzen der Roten auf Jamaica erschienen. Bomben durchschlugen die Schuppen und vernichteten die Flugzeuge. Munitionsvorräte flogen in die Luft. An vielen Stellen brach Feuer aus. Rote Piloten, denen es gelungen war, aufzusteigen, wurden abgeschossen.

Als wir in südlicher Richtung über die Insel auf Kingston zuflogen, sahen wir einige der Flugplätze bereits in den Händen unserer Truppen; sie waren besetzt von amerikanischen Flugzeugen, die »in Linie« bereit standen. Luftmarschall Rumsey hatte eine Neuerung eingeführt. Seine Geschwader hatten nicht nur den Feind durch ihr Bombardement vertrieben, sondern auch tatsächlich Transportflugzeuge mit Besatzungen gelandet, die zur Sicherung der isolierten Flugplätze ausreichten.

»Dort liegt Kingston«, rief Blink Russell. Über der Hauptstadt explodierten Granaten, die uns zeigten, daß die Abwehrbatterien des Hafens in Tätigkeit waren.

Über der stark befestigten Stellung Port Royals bekamen unsere Bombengeschwader einen heißen Empfang von den roten Abwehrgeschützen. Amerikanische Torpedoflugzeuge, die mit furchtbarer Geschwindigkeit in geschlossener Formation niedergingen, beschossen die verankerten U-Boote und warfen Torpedos, Bomben und Tiefenminen ab.

Drei Unterseeboote, die von kleineren Fahrzeugen umgeben waren, schienen im Sinken begriffen zu sein. Ein leichter Kreuzer, in dem man später das ehemalige portugiesische Kriegsschiff Vasco da Gama erkannte, lag im Schwimmdock. Seine tapfere Besatzung richtete ihre Geschütze so hoch wie möglich und konnte zwei amerikanische Flugzeuge herunterholen, bevor ein Torpedo knapp unter der Wasserlinie mittschiffs traf und ein kolossales Loch in die Bordwand riß. Der Kreuzer kenterte und sank im Dock.

Um vier Uhr nachmittags war die Stadt Kingston ein Haufen rauchender Trümmer, und nur vereinzelte Schüsse verrieten, daß ein Teil der Verteidigungswerke noch in Tätigkeit war. Amerikanische Marinetruppen besetzten den Bahnhof und drangen von dort aus in die Stadt ein.

General Lincoln Wilberforce, der Neger, der den Oberbefehl hatte, ergab sich um fünf Uhr nachmittags, und schon in dieser Nacht luden amerikanische Transportschiffe Mannschaften und Vorräte im Hafen aus.

Es war Amerikas erster großer Sieg. Die neue, bisher unerprobte Luftflotte hatte das meiste zur Eroberung dieser starken feindlichen Stellung beigetragen.

Das Sternenbanner herrschte jetzt an Stelle der Regenbogenfahne über 12 500 Quadratkilometer, die dem Roten Napoleon entrissen worden waren.

Binney landete uns kurz nach dem Einzug der Marinetruppen im Hafen, und wir konnten der improvisierten Siegesfeier auf dem Marktplatz beiwohnen.

In dem letzten Teil eines begeisterten Berichts schilderte ich den feierlichen Augenblick, in welchem die amerikanische Fahne am Flaggenmast emporstieg.

Aber mir stand eine Enttäuschung bevor. Der Zensor unterdrückte den ganzen Bericht. Commander Russell erklärte mir jedoch, warum diese erste Siegesnachricht den wartenden Millionen in Amerika vorenthalten werden mußte.

»Die Sache ist die. Wir haben während der ganzen Operation Glück gehabt. Die Initiative ist jetzt auf unserer Seite. Die Roten wurden überrascht. Sie hatten nicht gedacht, daß wir es wagen würden.

Unser Luftangriff heute früh beschäftigte sich ganz besonders mit der Zerstörung der roten Funkstationen auf ganz Jamaica. Wir hoffen, daß es uns gelungen ist, jede Verständigung zu verhindern. Wilberforce wird wohl in den frühen Morgenstunden Verbindung mit den Roten Flotten in Colon gehabt haben. Aber in diesen ersten Berichten konnte er nur melden, daß der Angriff begonnen hatte.

Wir hoffen, daß die roten Kommandostellen nichts von der Eroberung Jamaicas wissen. Es liegt in unserem Interesse, daß der rote Flottenbefehlshaber glaubt, seine Truppen leisten noch auf der Insel Widerstand. Es ist ein Skandal, daß man der Bevölkerung diesen großen Sieg verheimlichen muß, aber ein noch viel größerer Sieg muß erst errungen werden.

Irgendwo da draußen« – er zeigte mit der Hand in südlicher Richtung auf das schwarze Karaibische Meer – »irgendwo da draußen suchen zwei kolossale Streitkräfte einander in der Dunkelheit. Von dem Ergebnis ihrer Manöver kann unter Umständen das Kriegsende abhängen.

Wir haben Jamaica genommen, jetzt müssen wir es aber auch halten. Irgendwo im Norden von Colon ist die Rote Flotte – die mächtigste Armada, die jemals unter einheitlichem Befehl stand – mobilisiert und fährt auf uns los. Das einzige, was zwischen uns und dieser Flotte steht, ist die amerikanische Marine. Von den Bewegungen dieser beiden Streitkräfte hängt alles ab.«

Später wurde nachgewiesen, daß die Hoffnungen des amerikanischen Kommandos hinsichtlich der zerstörten Verständigungsmittel des Feindes wohl begründet waren. Geronimo Peake, der schwarze Kriegskorrespondent von Jamaica, der die Eroberung der Insel überlebte, schreibt auf Seite 221 seines Buches »Der Fall Jamaicas« folgendermaßen:

»Das Resultat der Schlacht in der Windward Passage, und damit das Endergebnis des Krieges, hing an einem dünnen Faden. General Wilberforce hatte nach Colon von den Landungen in der Montego- und der Annoto-Bay Meldung erstattet, aber der amerikanische Luftüberfall war so furchtbar, daß zur Zeit, als der Angriff auf Kingston sich voll entwickelte, keine einzige Funkstation auf der ganzen Insel mehr intakt war.

General Wilberforce versuchte durch die Funkapparate der im Hafen liegenden Schiffe über seine Situation Bericht zu erstatten, aber die Luft war so mit Störungswellen verstopft, daß keine seiner Botschaften durchkam. Alle Fahrzeuge wurden von amerikanischen Seestreitkräften versenkt, und auch nicht ein einziges U-Boot konnte entkommen.

Unsere erbärmlich schwachen Luftstreitkräfte konnten sich kaum zwei Stunden lang halten. Ein Flugzeug, das am frühen Morgen leicht beschädigt worden war, wurde rasch instand gesetzt und stieg um drei Uhr nachmittags mit Wilberforces letztem Bericht und Ersuchen um Hilfe auf. Dieses Flugzeug kam nie an. Ob es durch einen Unglücksfall in das Meer stürzte oder abgeschossen wurde, ist nie bekannt geworden.« (»Der Fall Jamaicas« von Geronimo Peake, Jonathan Cape & Harrison Smith, New York, 12,50 Dollar.)

In dieser Nacht schlief ich auf meinem nicht abgegangenen Bericht. Binney bereitete alles für unseren Abflug am frühen Morgen vor. Blink Russell kam erst spät ins Hotel zurück, voll geheimer Informationen über die Entsendung amerikanischer Marinestreitkräfte nach dem südlichen Jamaica. Er war auch voll Jamaica-Rum und kaute Jamaica-Ingwer.

In der Morgendämmerung flogen wir in südöstlicher Richtung ab, über Kingston und Port Royal kreisend, um Höhe zu gewinnen. Wir beobachteten die Ankunft frischer Luftflotteneinheiten auf den neuen Flugfeldern. Dann schlossen wir uns einer Gruppe von Marineflugzeugen an, die in einer Höhe von 2500 m flogen. Nach einer Stunde befanden wir uns über einer großen Anzahl von Kriegsschiffen, in denen Russell die zweite Linienschiffgruppe der amerikanischen Flotte erkannte.

»Dort ist die California«, sagte er. »Da ist das Gruppenflaggschiff – Admiral Battling – dann vier Linienschiffe, vier Kreuzer, ein Geschwader Zerstörer, eine U-Boot-Division und ein Flugzeugmutterschiff – dort – die neue Wright. Wenn Sie Brennstoff brauchen, Binney, so können wir uns dort was holen. Ich kenne den Commander.«

»Meine Tanks sind voll«, antwortete Speed.

»Dort ist die Oregon«, erklärte Russell weiter. »Sie ist das Flaggschiff der ganzen Flotte, Admiral Kennedy. Dort, in dem grauen Kommandoturm, sitzt das Gehirn, von dem heute alles abhängt, was Onkel Sam angeht.«

Wir flogen in südöstlicher Richtung weiter, in Begleitung des Seeflugzeuggeschwaders, daß sich hoch oben in V-Formation bewegte. Der Tag war mild, der Himmel nahezu ganz wolkenlos, und die Sonne leuchtete strahlend auf das freundliche, blaue Karaibische Meer herab, das jetzt von nordöstlichen Winden gekräuselt war.

Kurz nach Mittag sichteten wir Rauch am Horizont vor uns, und der Führer unserer Gruppe ließ noch höher steigen, behielt aber denselben Kurs bei. Bald konnte Russell erkennen, daß es sich um amerikanische Schiffe handelte.

»Das muß die dritte Linienschiffgruppe unter Befehl des Admirals Custer auf der Texas sein. Die Linienschiffe Pennsylvania, Arizona und New York sind dabei, außerdem sollte sie begleitet sein von der zweiten Kreuzerdivision, der Chattanooga, der Galveston, der Denver und der Des Moines. Sie bildet eine zweite geschlossene Kampfeinheit für sich, mit einem Geschwader Zerstörer, einer U-Bootdivision und einer Flugzeuggruppe des Mutterschiffs John Rodgers. Die Rodgers befehligt Luftcommodore Doc. Watson. Wir wollen zu ihm hinunter und die letzten Neuigkeiten hören.«

Commodore Watson empfing uns auf der Brücke, und als ich sein Gesicht sah, fielen mir viele lustige Abende ein, die wir im Jahre 1928, als er die Marineflugzeugstation in Anacostia befehligte, in seiner Junggesellenwohnung in Washington verbracht hatten. Dieselbe eingeschlagene Nase, dieselben gemütlichen Augen, dieselbe zufriedene Stimme. Er begrüßte mich mit einem herzlichen Händedruck.

»Wir erwarten heute noch Kämpfe«, sagte er. »Aber wenn ich weiß, wo die schwimmenden Eisentöpfe dieses Karakhan sind, dann soll mich der Teufel holen. Wir sind die ganze Zeit von Samana Bay mit Volldampf unterwegs, ohne etwas von ihm zu Gesicht zu bekommen. Nicht einmal in der Mona Passage treibt sich wie sonst eines von seinen U-Booten herum, und auch von seinen Schiffen aus dem Golf von Para und dem Golf von Venezuela ist nichts zu sehen.«

Commander Russell und ich aßen mit dem Commodore, während Binney seine Mahlzeit mit den Offizieren einnahm. Kurz vor ein Uhr stiegen wir vom Verdeck der John Rodgers mit südwestlichem Kurs auf.

Gegen drei Uhr sichteten wir am südwestlichen Horizont die erste amerikanische Linienschiffgruppe, die südöstlichen Kurs zu haben schien.

Commander Russell erklärte uns, daß zu dieser Gruppe unter dem Befehl des Admirals Atkins die erste Linienschiffdivision gehörte, die aus der West Virginia, der Tennessee, der Maryland und der Colorado, Atkins Flaggschiff, bestand.

Vor der Linienschiffdivision fuhren die vier Kreuzer Salt Lake City, Chester, Chicago und Pensacola; der letzte zeigte die Flagge des Konteradmirals Burns. Der Gruppe voraus fuhren U-Boote und Zerstörer, die Nachhut wurde von einer Flugzeugstaffel des Mutterschiffes Langley gebildet. Russells scharfe Augen sahen ein Geschwader vom Verdeck der Langley in Kampfformation aufsteigen.

Wir folgten den Kampfflugzeugen mit südlichem Kurs, konnten aber nicht mit ihnen Schritt halten. Wir überflogen die weit auseinander gezogene Zerstörerkette, die der Kreuzerlinie vorausfuhr, und etwa 15 km weiter vorn konnten wir die U-Boote der Gruppe entdecken, die, nur ihre Türme und Teile des Decks zeigend, in aufgelöster Linie fuhren. Sie schienen dieselbe Geschwindigkeit zu haben wie die Flotte.

Eine Zeitlang verloren wir das Flugzeuggeschwader aus den Augen, aber wir behielten denselben Kurs bei, weil wir hofften, es entweder einzuholen oder ihm bei seinem Rückflug zu begegnen. Russell nahm an, daß es zu einem Erkundungsflug im Südwesten ausgeschickt sei.

Seine Vermutung war richtig, und als wir die neun Flugzeuge wieder sahen, waren sie in einen hartnäckigen Kampf mit sieben roten Maschinen verwickelt. Das Gefecht dauerte zwanzig Minuten; sechs feindliche und zwei amerikanische Flieger wurden abgeschossen.

Die U-Boote und Zerstörer der Gruppe des Admirals Atkins konnten nicht weit sein, aber zu sehen war, so weit mein Blick reichte, nichts.

Als das erste amerikanische Flugzeug stürzte, lenkte Binney unsere Maschine nach unten, und bald pfiff der Wind durch unser Gestänge, während wir auf den kleinen stahlgrauen Punkt, der im dunkleren Grün des Meeres schwamm, zueilten. Binney ging in Spiralen nieder, und keine hundert Meter von dem abgeschossenen amerikanischen Flugzeug setzten unsere Bootskiele auf das Wasser auf.

Die abgeschossene Maschine begann bereits zu sinken, als wir auf sie zufuhren. Russell ging nach vorn in den Bug; und ich stellte mich mit einem Rettungsring in die Tür der Kajüte. Unsere Bemühungen waren vergeblich. Der im Führersitz festgeschnallte Pilot war tot. Russell griff hinaus, nahm etwas vom linken Handgelenk des Fliegers, steckte es in den Mund und kletterte rasch zurück. Als er wieder bei uns war, nahm er eine Silberscheibe mit einem dünnen Kettchen aus dem Mund und sagte:

»Der arme Teufel ist erledigt, drei Kopfschüsse. Hier ist seine Erkennungsmarke. Die können wir seinen Leuten schicken. Ein Fliegertod und ein Seemannsgrab –«

»Achtung«, rief Binney plötzlich. »Da kommt ein zweiter«.

Unsere großen Motoren sprangen wieder an, und wir fuhren über das Wasser. Als wir volle Geschwindigkeit erreicht hatten, war das zweite stürzende amerikanische Flugzeug noch in der Luft. Im letzten Moment richtete die stürzende Maschine sich wieder auf, stürzte aber mit der Nase voraus in das Wasser. Als der Schwanz sich hob, wurde ein Körper aus dem Rumpf geschleudert.

»Da ist er«, rief Binney, unsere Maschine etwas nach links steuernd. Eine Minute später packte Russell, sich weit aus der Bugöffnung heraushängend, den Piloten am Kragen und zog ihn mit meiner Hilfe herein.

Er war nicht verletzt, sondern nur bewußtlos und kam bald wieder zu sich. Es dauerte allerdings einige Zeit, bis er ganz begriff, wo er war.

Plötzlich sprang fünfzehn Meter neben unserer Maschine eine Wassersäule auf. Als sie in sich zusammenstürzte, hörten wir eine zweite Granate heulen.

»Wir müssen sehen, daß wir weiterkommen«, rief Binney, während das Flugzeug mit brüllenden Motoren von der Wasserfläche aufstieg. Fortwährend kletternd fuhren wir mit Zickzackkurs in nördlicher Richtung.

»Das war von einem feindlichen U-Boot«, sagte Russell. »Nur fünfzehn Zentimeter, aber genug, um uns zu erledigen. Das U-Boot wird wohl auch nicht das einzige sein. Ich glaube, das ist die Vorhut der Roten Flotte. Sie muß mittlerweile ihr Konzentrationsmanöver durchgeführt haben und mit nördlichem Kurs von Colon ausgefahren sein.

Die Roten und unsere Kampfgruppen bewegen sich aus entgegengesetzten Richtungen auf diesen Punkt zu, wenn meine Berechnungen stimmen. Es ist höchste Zeit, daß wir von hier fortkommen.«

Wir nahmen nordöstlichen Kurs, weil Russell vermutete, daß wir auf diese Weise bald den vorrückenden Einheiten der dritten amerikanischen Kampfgruppe, die unter dem Befehl Custers stand, begegnen müßten.

Heute wissen wir alle, was wir damals nicht ahnten: während wir nordwärts flogen, um aus diesem Niemandsland des Meeres zu entrinnen, fand der erste Zusammenstoß zwischen der Roten und der amerikanischen Flotte statt.

Dieser historische Augenblick, der die erste Phase der Schlacht in der Windward Passage eröffnete, war 4.45 Uhr des 4. März 1936; die Stellungen der einander bekämpfenden Streitkräfte in dieser Minute werden am besten ersichtlich aus der von Fachleuten ausgeführten Skizze im Anhang des Buches, die das Gegeneinander-Rücken, die Fühlungnahme und die Flucht, beziehungsweise Verfolgung der gegnerischen Flotten darstellt.

Sie zeigt die vorgerückte Erkundungslinie der Roten Flotte, die ungefähr nord-nordöstlichen Kurs hatte und in diesem Augenblick, zirka 380 Kilometer südlich von Jamaica, einen Bogen in ostwestlicher Richtung bildete.

Im Südwesten von Jamaica lag die erste amerikanische Kampfgruppe mit südöstlichem Kurs.

Direkt im Süden des östlichen Zipfels von Haiti fuhr die dritte amerikanische Kampfgruppe mit südwestlichem Kurs.

Viel weiter im Norden, ungefähr in der Mitte zwischen diesen beiden Gruppen, nahezu genau südlich von Point Morant, war der amerikanische kommandierende Admiral mit der zweiten Kampfgruppe und einige Hilfsgruppen.

Die amerikanischen Streitkräfte bildeten also die drei Ecken eines unregelmäßigen Dreiecks, dessen Grundlinie sich, während sie in südlicher Richtung vorrückte, verkleinerte.

Während wir mit nordöstlichem Kurs weiterflogen, setzte Blink Russell uns diese Positionen auseinander. Wir stießen auf ein Geschwader von Marineflugzeugen, das östlichen Kurs hatte, und schlossen uns ihm an. Auf der glatten Meeresoberfläche unter uns war nicht ein Fahrzeug zu sehen. Nach einer Stunde brach eine wahre Hölle über uns los.

Eine geschlossene Kampfformation von etwa vierzig Roten Maschinen stieß auf unsere Gruppe herab. Es kam zu einem furchtbaren Kampf, in dessen Verlauf jeder amerikanische Pilot sich gegen zwei oder noch mehr angreifende Rote Flugzeuge zur Wehr zu setzen hatte. In den ersten fünf Kampfminuten stürzten vier von unseren Maschinen brennend ab. Von den Roten sah ich nur einen hinuntergehen.

Während Binney unsere schwere Maschine steil absteigen ließ, um aus dem Zentrum des Kampfes zu entkommen, heftete sich ein rascher Roter Kampfflieger hartnäckig an unseren Schwanz. Bleigeschosse durchbohrten die Kajütenwand. Während ich den Höhenmesser beobachtete, zertrümmerte ihn eine Kugel. Der Pilot, den wir gerettet hatten, bekam eine Kugel in den Kopf und war sofort tot.

»Benzinleitung durch«, rief der schwer arbeitende Binney nach vorne. Noch einmal bemühte er sich, dem Maschinengewehr hinter uns auszuweichen. Starker Benzingeruch füllte die Kajüte.

»Tank getroffen«, rief Binney. »Ich lasse sie hinuntergehen.« In dem Augenblick, als unsere Maschine die Wasseroberfläche berührte, brach in der linken Motorzelle Feuer aus.

Während Binney und ich die in Flammen stehende linke Tragfläche mit Feuerlöschapparaten bearbeiteten, flogen die drei übriggebliebenen amerikanischen Flieger in nördlicher Richtung davon, verfolgt von dreimal so viel Roten.

»Unmöglich, das Feuer zu löschen«, rief Russell. »Die Tragflächen sind mit Benzin durchtränkt. Wir müssen die Motoren abwerfen und die Tragflächen kappen. Fliegen können wir nicht mehr, aber vielleicht kann der Rumpf schwimmen, wenn wir dafür sorgen, daß er nicht von den Flammen erfaßt wird.« Russell und ich arbeiteten angestrengt, um die Bolzen und Metallverbindungen zu lösen, mit denen die Tragflächen und der Rumpf verbunden waren. Binney zertrümmerte die Motorbefestigungen, und unsere beiden Dragon-Motoren versanken zischend, eine Dampfwolke emporsendend. Zu dritt stemmten wir die Schultern unter die brennende obere Tragfläche und hoben an. Der Rumpf glitt rückwärts, und wir schossen unter der flammenden Masse durch, die vor uns ins Wasser fiel.

»Eine schöne Schweinerei«, sagte Russell verdrießlich. Kein Wasser, kein Proviant, nichts, woraus man ein Segel machen könnte. So sitzen wir mitten im Karaibischen Meer, während die größte Seeschlacht der Geschichte losgeht.«

»Das ist die letzte Maschine, die ich ohne Gewehr fliege«, schimpfte Binney. »Die zweite Kiste ist das schon, die ich verliere, weil ich mich gegen ein Maschinengewehr mit Küssen verteidigen muß. Die Chicago Tribune wird ja eine recht nette Spesenrechnung für den Krieg haben.«

Rasch fiel die Nacht herab, und es wurde schwarz um uns.

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