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Der Roman einer Nonne

Benito Pérez Galdós: Der Roman einer Nonne - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorBenito Perez Galdos
titleDer Roman einer Nonne
publisherVerlag von Sachs & Pollák
year1902
translatorDoña Servita
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071202
projectide96cafb8
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8.

Dankbar und zufrieden zog sich der Gebieter von Albalata zurück, und indem er den General verließ, dachte er nur an die Nothwendigkeit, Nelet eine Unterkunft zu verschaffen. Vorerst suchte er nach den Verwandten, die Nelet in Lledo besaß, doch konnte er sie nicht auffinden und Niemand wußte es zu sagen, wohin sie geflüchtet waren. Es gab kein anderes Mittel, als sich in einem Hause einzurichten, wo man ihnen gegen Bezahlung eine entsprechende Gastfreundschaft bot. Don Beltran wählte mit Rücksicht auf seine gesunde und luftige Lage einen Meierhof am Eingänge des Dorfes. Der Besitzer war ein alter Catalane, dem zwei hübsche Töchter zur Seite standen. Beide waren höflich, ein wenig kokett, was die Familie in den Augen Don Beltran's anziehend erscheinen ließ. Sie gaben dem Kranken ein Zimmer im oberen Stockwerke des Hauses mit einem annehmbaren Bett, und Don Beltran bezog ein anstoßendes Gemach, auf dessen Plafond Pflanzen und Kräuter zum Trocknen hingen. Die Wohnung schien ihm passend, obgleich das Lager von einer Härte war, daß er vermeinte auf Pfirsichkernen zu liegen, und er hätte hier sehr glücklich leben können, würde die Krankheit seines Freundes ihm nicht eine schwere Besorgniß verursacht haben.

Nelet verbrachte die erste Nacht in einem Zustande, der seinen Meister ein sehr ernster schien. Er hatte ein starkes, mit Delirien verbundenes Fieber. Am nächsten Tag zeigten sich am ganzen Körper Ausschläge, wie von unzähligen Bienenstichen hervorgerufen, Don Beltran wich nicht von seinem Bette, er wachte Tag und Nacht und pflegte ihn mit der größten Aufmerksamkeit im Vereine mit dem dienstbereiten Hauswirth und seinen beiden Töchtern, die in diesen Dingen sehr erfahren waren. In dem Dorfe gab es keinen Arzt, nicht einmal einen Bader. Don Beltran und Chimeta (dies der Name des älteren hübscheren und intelligenteren der beiden jungen Mädchen) hielten lange und zahlreiche Berathungen ab und verschrieben den Kranken, was ihnen gutdünkte. Ruhe, Reinlichkeit, viel warmes und gezuckertes Wasser waren die einzigen therapeutischen Mittel, die sie während der acht Tage der Gefahr, wo der Gesichtsausschlag beunruhigend war, zur Anwendung brachten. Der Hauswirth versicherte, daß der Ausschlag keineswegs als Blatternkrankheit zu betrachten sei, denn solche Fälle hätte er in seiner Familie schon genug behandelt. Seiner Meinung nach war die Krankheit eine Folge des erhitzten Blutes, eines Wuthanfalles, der sich nicht Luft machen konnte.

Auf die acht gefahrvollen Tage folgten acht andere, in welchen der Ausschlag nachließ und die Haut sich allmälig erneuerte; das Fieber verschwand und der Kranke vermochte, wenn auch mit Widerstreben einige Nahrung zu sich zu nehmen. Wenn Chimeta das Krankenlager verließ und Don Beltran allein bei dem Patienten blieb, konnte er sich nicht der Traurigkeit erwehren, die ihm übermannte. Wohl hatte er die Freiheit wieder erlangt – das war ein unschätzbares Gut –, aber die Angelegenheit, die ihn nach Teruel führte, blieb unerledigt. Er glaubte kein Unrecht zu thun, wenn er wünschte, was ihm gesetzlich zukam, und ohne sich von den Empfindungen zu entfernen, welche die beängstigenden Tage von Rossele in seiner Seele erweckt hatten, würde er es doch bitter beklagt haben, hatte er nach Cientruenigo mit leeren Händen zurückkehren müssen.

Seine Hoffnungen verflüchtigten sich. Nelet schien geistesgestört zu bleiben. Er raisonnirte nicht mehr, und was er sprach, entbehrte des Zusammenhanges. Und dann sprach er auch nicht mehr von der Nonne. Beltran, der von dem Aufenthaltsorte Marcela's keine Kenntniß hatte, wünschte die Liebesbotin, die alte Malaena, herbei. Und dieser Wunsch erfüllte ihn so sehr, daß er sich immer wiederholte: »Sie wird kommen, sie muß kommen!« Und als hätte sie dieser Suggestion gehorcht, kam die Frau mit dem Mausgesichte eines Morgens wirklich. Zwanzig Tage waren vergangen, seit Santapau auf dem Krankenbette lag, und seine Intelligenz kam nur schwerfällig zum Durchbruch, kaum, daß es ihm gelang, seine Gedanken zu sammeln.

Don Beltran empfing die Botin im Garten und seine Zufriedenheit wuchs noch, als er vernahm, daß Marcela nicht weit entfernt sei. Nachdem sie den Tod ihres Bruders erfahren hatte, begab sie sich nach Gandese, um den Resten Franciscus' ein würdiges Grab zu besorgen. Beltran wollte nicht, daß Malaena sich vor Nelet zeige, der nicht in der Lage war, heftige Gemütsbewegungen zu ertragen, die seine Heilung schädlich beeinflußt hätten. So ließ er ihr ein Mahl zubereiten und er installirte sie in dem Stalle unter Reinlichkeits- und Nahrungsverhältnissen, welche der Liebesbotin bis dahin unbekannt waren.

Und während er für ihr Wohl sorgte, bestürmte Don Beltran Malaena mit Fragen, da er nicht nur den Seelenzustand, aber auch die Zukunftspläne der Büßerin kennen lernen wollte.

Malaena ließ in ihrer barocken Sprache verstehen, daß Marcela von der Krankheit Nelet's und von der Todesgefahr, in welcher er schwebte, Kenntniß habe und sich äußerst betrübt zeige; sie hatte viel Thränen vergossen und in allen Gebeten bat sie für das Leben des tapferen Offiziers, der sich ihr gegenüber so großmüthig benommen hatte. Sie war überzeugt, daß Nelet die grausame Krankheit überwinden werde, und die Art, wie Marcela sich ausdrückte, ließ keinen Zweifel über die zärtlichen Gefühle, die sie für den Obersten hegte, zu dem sie sich nun umsomehr hingezogen fühlte, als der Tod ihres Bruders sie zur alleinigen Erbin der von ihrem Vater vergrabenen Güter machte, und sie nun eines neuen Schutzes bedurfte, um das Vermögen ihres Vaters zu retten und seinen letzten Willen erfüllen zu können.

Die Malaena erzählte ferner, daß sie Marcela zum letzten Male in der Richtung von Monte Caro gesehen habe.

– Sie und die beiden Alten trugen eine schwere Vase, so schwer, daß sie alle Drei mit vereinten Kräften sie tragen mußten.

– Kamen sie aus dem Schlosse oder gingen sie hinein? fragte Don Beltran mit geheuchelter Gleichgiltigkeit.

– Sie gingen nach dem Schlosse, sagte die Alte im valencianischen Dialekte. Ich weiß aber nicht, ob sie hineingingen oder weitergingen, denn die heilige Dame gab mir Brod und Käse und befahl mir, mich zurückzuziehen. Und ich ging weiter, ohne mich umzublicken.

Diese Nachrichten schienen dem edlen Greis wie eine weiße, verführerische Hand, die in seiner Seele die Geldgier erregte, diese Schlange, die seit dem Pfingsttage in seinem Innern eingeschlummert war. Um sein Gewissen zu beruhigen, bemühte er sich, sich selbst zu beweisen, daß sein eigenes Gut zu wünschen und dessen Wiederverstattung zu erstreben keine Thorheit sei, sondern eine gerechte Absicht. Zwischen Wunsch und Furcht pendelnd, kam er um den Schlaf. Da er sah, daß der Zustand Nelet's sich bedeutend gebessert hatte, verständigte er ihn von der Ankunft Malaena's und von dem Gespräch, das er mit ihr hatte. Der Kranke war sehr erregt und gewann seine gewohnte Schwatzhaftigkeit wieder. Aber schon nach den ersten Worten konnte Don Beltran gewahr werden, daß die Gewissenskrankheit ihn noch immer quälte. Der Professor zögerte nicht, sie mit Eifer zu bekämpfen und sagte:

– Ueberlasse das mir, denn Du bist nicht in der Lage, eine so ernste Sache zu erledigen. Ich werde Alles ordnen, was ein günstiges Resultat herbeiführen kann und was Deine Ehre erfordert. Deine Scrupel werden sich verflüchtigen und Marcela wird Dein Weib werden. Man muß in Allem Maß halten, selbst in der Tugend. Und wenn Du in der Lage sein wirst, zu gehen, werden wir uns auf den Weg machen, um die göttliche Frau auf zu suchen. Santapau war damit einverstanden, und sie beschlossen, noch zwei Tage zu warten, bis Nelet sich kräftigte, denn da sie weder Pferde hatten, noch die Mittel, welche zu kaufen, mußten sie den beschwerlichen Weg zu Fuß zurücklegen.

Als der für den Abmarsch anberaumte Tag herangebrochen war, machten sie sich auf den Weg. Beltran war wirklich traurig, als er sich von der schönen Chimeta verabschiedete, die durch ihre Anmuth und ihre Heiterkeit auf das Herz des Greises einen tiefen Eindruck gemacht und sich platonisch in einem seiner besten Herzwinkel eingenistet hatte. Mit feuchten Augen sagte der aragonische Edelmann ihr Lebewohl, und obgleich ihre Hände von der Arbeit rauh und ein wenig formlos waren, wollte er sie küssen. Er wünschte ihr einen guten Verlobten, der einen guten Gatten abgeben könnte und erinnerte sie an die Rathschläge, die er ihr über das Verhalten den Männern gegenüber gab. Sie, ihre Schwester und auch ihr Vater sahen die Gäste betrübt scheiden und wünschten ihnen Gesundheit und gute Erfolge. Von Malaena begleitet, wählten sie die Wege, die nach Horta führten, wo sie ihre erste Tagreise beenden wollten. Sie hatten das Aussehen zweier armer Gaukler, die von einem Hund im Unterrocke begleitet waren, oder noch besser, von einem vierfüßigen Affen, der durch Kapriolen und Grimassen die Mildthätigkeit der Dorfbewohner herausfordern sollte. Sie marschirten langsam, manchesmal schwiegen sie lange Strecken hindurch, manchmal wieder unterhielten sie sehnsüchtige Gespräche. Aus Angst, Christinistin zu begegnen, sandten sie Malaena voraus, damit sie das Nahen verdächtiger Erscheinungen signalisiren könne. Während der Ruhepause in einem Gasthofe zu Horta entschloß sich Nelet, die intimen Gedanken, die sein Gehirn erfüllten, die sehr seltsam waren, und auch die Visionen, die ihn seit Beginn seiner Krankheit heimsuchten, zu schildern. Unter den letzteren war eine – sie erfüllte ihn unausgesetzt –, welche jeden Anderen hätte erbleichen machen.

– Die ich Ihnen schildern will – sagte Santapau, indem er sich nach der schlechten Mahlzeit neben seinen Freund ausstreckte, sah ich ganz deutlich in Lledo in der ersten Nacht meiner Krankheit; dann verschwand sie und vermischte sich mit anderen Bildern. Aber sobald ich wieder gesundete, sah ich sie wieder deutlich mit einer Klarheit, die von Nacht zu Nacht zunahm und einen Punkt erreichte, daß ich das Bild nun auch am Tage mit offenen Augen vor mir sehe.

– Erzähle mir rasch, ich brenne vor Neugierde. Ich zweifle nicht, daß diese Vision in Verbindung ist mit dem Gegenstand und dem Unternehmen, das Dein Leben erfüllt, und daß das Bild Marcela's der Mittelpunkt aller Sphären und Kreise sei, welche Dir in Deinen Delirien erschienen ...

– Also hören Sie. Sobald ich von der Vision ergriffen bin, fühle ich, daß ich die Nonne von Sijena zu Pferd verfolge.

– Und sie? Ist sie zu Fuß?

– Ich weiß nicht. Ich weiß nur, daß sie vor mir ist, ich errathe es, ich fühle es. Ich schreie und sie hört mich nicht.

– Und Du reitest und reitest und spornst das Pferd ...

– Ich bediene mich keiner Sporen, weil ich der Kleider und selbst des Fleisches entblößt bin. Ich bin ein Skelet. Mein Pferd ist auch ein Skelet, das Skelet eines Pferdes wohlverstanden ... Ich habe keinen Sporn als mein Fersenbein und das Pferd hat keinen Leib, dem ich die Sporen geben könnte. Aber das ist gar nicht nothwendig, denn es rennt, rennt, ohne daß ich es anfeuerte, und seine vier Beine verursachen ein regelmäßiges Geräusch, das mir an die Ohren schlägt. Trab! trab! immer gleichmäßig.

– Du mußt viel leiden, wenn Du einem Phantom nachjagst, ohne es zu erreichen.

– Mehr noch als unter der wilden Jagd nach dem Phantom leide ich unter dem Trab-Trab des Pferdes; und diese vier Skeletbeine schütteln mich manchmal, als wären sie aus Eisen. Und wissen Sie, wohin mich diese schreckliche Galoppad führt! Durch ein Feld, das üppig scheint, und auf dem doch weder Baum noch Pflanze, noch Gras wächst. Es ist von kleinen Lebewesen belebt, welche den Erdboden bedecken. Was für Lebewesen? werden Sie fragen. Kinder, wie man sie auf der Erde sieht? Ja, Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren. Wie schön und anmuthig sind sie. Sie lachen wie ein Bébé, das ins Licht blickt; sie lassen ein süßes Vogelgezwitscher vernehmen. Und durch dieses Kinderfeld treibt mich der Galopp auf der Jagd nach Marcela. Mein Pferd zerstampft sie, vernichtet sie zu Tausenden, aber umso zahlreicher erstehen sie von neuem und zwitschern und leben ...

– Mein Sohn! Nie hat eine seltsamere Mission einen Christen gequält; nur kann ich den Zusammenhang zwischen diesem Kinderfeld und Deinem Kummer nicht feststellen, mein armer Nelet.

– Ich ja auch nicht, aber Thatsache ist, daß diese Halluzination mich nicht verläßt, und ich gestehe Ihnen, daß ich diese unendliche Kindermenge liebe, als ob sie mein eigen wäre.

Nach diesem seltsamen Bekenntniß schwieg Nelet und gleich darauf waren die beiden Reisenden in einen festen Schlaf versunken. Am nächsten Morgen, der regnerisch anhub, setzten sie ihre Reise fort, indem sie sich unter die Bäume stellten, wenn der Regen zu sehr goß. Der aufgeweichte Boden machte den Fußmarsch sehr beschwerlich, bald mußten sie unter einer Mauer, bald unter einem Felsen Schutz suchen, und dann wieder eilen, um bald einen bewohnten Ort zu erreichen. Trostlos über diese Angelegenheiten und den schlechten Zustand, in welchem sie ihre Reise erledigten, sagte Santapau, als sie unter einer elenden Strohhütte Schutz fanden, zu seinem Freunde:

– Weder Sie noch ich können uns erniedrigen und unsere Reise wie elende Landstreicher fortsetzen: von Allem entblößt, schlecht gekleidet und unsere Zeit, unsere Gesundheit und unsere Geduld vergeudend. Wir müssen Pferde, Kleider und Geld haben. Da wir nahe zu Cherte sind, wo ich Verwandte, Freunde und ein Gut besitze, dessen zweihundert Dukaten betragende Rente ich in diesem Jahre noch nicht aufnahm, werden wir dorthin gehen, oder ich gehe allein, wenn Sie nicht disponirt sind. Ich bleibe nicht länger, als nothwendig ist, alles Geld, das möglich ist, zusammenzuraffen und ein Paar Pferde zu verschaffen, oder Maulthiere, oder gar Esel.

Dieser Wunsch schien Beltran bewunderungswürdig, doch verzichtete er darauf, Nelet zu begleiten. Er war zerschlagen, abgespannt, alle Glieder seines Körpers schmerzten ihn. Sie vereinbarten, daß Nelet bei Tagesanbruch sich auf den Weg mache. Er war mit den Wegen wohlvertraut, und er glaubte, ohne sonderliche Eile in drei Stunden wieder zurück zu sein. Don Beltran sollte in der Strohhütte bleiben und sich von dem Unwohlsein erholen, welches er sich durch den Marsch im Regen zugezogen hatte. Nelet machte sich am frühen Morgen in Begleitung einiger Marktweiber auf den Weg und der alte Edelmann machte sich's auf einem Strohlager bequem und gab sich dann wieder den Gewissensbissen hin. Einen moralischen Stich fühlte er in seinem Herzen, wenn er daran dachte, daß er eine Braut Christi ihrem heiligen Beruf abwendig machen wollte, und dazu kam noch sein Plan, Marcela verheimlichen zu wollen, daß ihr Anbeter und Verlobter der Mörder ihres Bruders war.

Aus den drei Stunden waren aber allmälig drei Tage geworden, und Don Beltran, der vor Ungeduld außer sich gerieth, überließ sich noch mehr seinen düsteren Betrachtungen. Exaltirten Geistes rief er nach Malaena, die zurückgeblieben war, um ihn zu betreuen.

– Malaena, komm', ich fürchte mich nicht vor Dir! Du schienst mir eine alte Hexe, wie jene, welche den Kindern Furcht einflößen. Aber ach! jetzt sehe ich, daß die alte Hexe eigentlich in meinem Innern ist: mein Gewissen. Nun hat mich Gott aber erleuchtet und ich werde zur Tugend zurückkehren. Wenn ich sterben muß, werde ich sterben. Ich will aber keine Sünden mehr begehen und keine bösen Gedanken mehr hegen. Möge wer es will dem Golde nachjagen! Ich will keinen Schritt mehr dafür thun. Keine Verheimlichungen vor Marcela mehr! Ob die Tage, die ich noch zu leben habe, kurz oder lange dauern, von nun ab soll nur die Wahrheit meine Schritte lenken.

In diesem Augenblick vernahm er das Geräusch von Menschen und Thieren. Es war Nelet, der aus Cherte zurückkehrte. Das Vergnügen, das Don Beltran empfand, als er seinen Freund umarmte, stand gar nicht im Verhältnisse zu der kurzen Dauer von des Letzteren Abwesenheit. Er sah Nelet stärker und schwungvoller denn je; er fand ihn vollkommen hergestellt und das Gesicht von den häßlichen Wunden befreit. Freilich war dies eine Illusion des armen Alten, der eben das sah, was er sehen wollte. Santapau hingegen fand seinen Meister gebrochener, gebeugter und wankender denn je.

Nachdem sie die Vorräthe, welche der Pächter Nelet's mitgebracht, verzehrt hatten, sagte Nelet:

– Ich blieb drei Tage, da die Verhältnisse in Cherte ganz verändert sind. Eine Menge von Freunden und Bekannten, die ich traf, machten es mir unmöglich, meine Geschäfte in kürzerer Zeit zu erledigen.

– Ich hörte, daß in dieser Gegend sehr viele Truppen beider Armeen herumstreifen. Was geht vor ?

– Ja, es gibt viele Truppen beider Parteien in der Umgebung. Entfernen wir uns rasch, ehe meine Kameraden, die jetzt viel zahlreicher sind denn je, uns erreichen.

– Gewiß, Du hast Recht. Aber sage, hörtest Du nichts von einem gewissen Rapella, der zwischen den beiden Parteien als Vermittler fungirt und der ein Arrangement auf Grundlage einer Heirath anstrebt? Ist er nicht bei dem König?

– Ich hörte etwas von diesem Italiener und auch noch von einigen fremden Abenteurern, welche Don Carlos umgeben. Ich schenkte aber der Sache keine Beachtung und kann Ihnen so keine Auskunft geben.

Nelet wollte schon am nächsten Morgen aufbrechen, um Marcela aufzusuchen. In Cherte erfuhr er, daß sie aus Gandese zurückkehrte, wo sie die Ueberreste ihres unglücklichen Bruders in einer würdigen Ruhestätte beisetzte. Dem Kaplan des ersten Regiments von Toriosa, mit dem sie eines Morgens in der Nähe von Rio Seco zusammentraf, sagte sie, sie hätte die Absicht, nach Arenna de Lledo zu gehen, um einen Kranken zu besuchen. Also hatte sie die Absicht, zu ihren Freunden zu gehen, wie diese wieder sie suchten. Der Sicherheit wegen beschloß Nelet, die Botin noch in der Nacht mit genauen Angaben über ihre Reiseroute, ihre Aufenthaltsorte und Raststationen Marcela entgegenzusenden.

Einverstanden mit dem Plan und erstaunt über die Geschicklichkeit, mit welcher Nelet die Dispositionen traf, glaubte Don Beltran den Moment gekommen, wo er Nelet ohne viel Umschweife seinen Seelenzustand enthüllen konnte.

– Während Deiner Abwesenheit, mein Sohn, habe ich immer an Deine Angelegenheit mit Marcela gedacht, die nun durch den unglücklichen Fall mit dem armen Franciscus nur noch mehr komplizirt wurde, und da ich einen Ausweg suchte, hat Deine Gewissenskrankheit auch mich überkommen, Gott hat mich erleuchtet. Ich widerrufe meinen Rath, wonach wir Deine Schuld Marcela verheimlichen sollen. Denn gewinnen wir dadurch auch irdische Güter, so würden wir uns doch des ewigen Heils entäußern. Nein, nein, Nelet, Du hattest Recht und ich Unrecht. Du warst die Wahrheit und ich die Lüge. Du warst ritterlich, ich verächtlich. Jetzt sage ich mit Dir: die Wahrheit zu verheimlichen oder nur entstellen, wäre eine große Sünde; ich bin nun ganz Deiner Ansicht.

– Ich glaube, theurer Freund, erwiderte Nelet ernst, diese Willensübereinstimmung ist eine sehr glückliche Sache. Heute wie gestern betrachte ich es als eine Treulosigkeit, wollte ich Marcela meine Schuld verheimlichen. Da ich aber nicht den Muth besitze, ihr dieses Geständniß abzulegen, wäre es gut, wenn Sie ihr davon Mittheilung machten, und mein Schicksal wird von ihrer Entscheidung abhängen.

– Das scheint mir sehr richtig. Ich werde ihr den Hergang erzählen. Und sie wird Dir verzeihen in der Einsicht, daß Du das Opfer eines Augenblicks der Erregung wurdest. Welcher Erfolg, mein Sohn! Ich fühle es in meinem Herzen, daß es so kommen wird, denn die Wahrheit führt immer zum Heil.

– Mir verzeihen! schrie Nelet. O, wenn das möglich wäre, aber ich zweifle daran. Ich sehe nicht mehr den Kopf Franciscus Luco's, der »Ja« sagt, jetzt wendet er sich von links nach rechts und winkt »Nein! Nein!« Und das will bedeuten: »Für Dich gibt es keine Verzeihung!«

– Genug von den Visionen, mein Sohn! Deine Halluzinationen sind ansteckend und nun träume ich auch allnächtlich von dem Pferde, das einem Phantom nachjagt. Aber die Kinder, die ich zerstampfe, erstehen nicht mehr zum Leben.

– Nun, auch die meinigen lachten nicht mehr in der vergangenen Nacht, sie weinten. Ich überlasse es Ihnen, was wir nun beginnen sollen. Gehen Sie zur Ruhe. Ich werde Sie rufen, wenn es Zeit ist abzureisen. Ich will nicht mehr schlafen, ich denke nur an Marcela, die uns sucht und mit der wir zusammentreffen werden.

Alles kam, wie Santapau es geplant hatte. Vor Tagesanbruch reisten sie ab, und sie verfolgten stillschweigend ihren Weg, Santapau fragte sich immer nur: »Wird sie mir verzeihen?«

Urdaneta versuchte es, ihn zu beruhigen. Er rieth ihm, nicht so ängstlich zu sein und der Begegnung mit männlichem Muth entgegenzusehen. Da er aber an ihm Zeichen einer wirklichen Furcht bemerkte, sagte er:

– Wenn Du Dich nicht beherrschen kannst und darauf bestehst, daß ich zuerst mit ihr spreche und ihren Seelenzustand erforsche, dann kehre nach Horta zurück und lass' mich die Büßerin und ihre zwei Begleiter hier erwarten. Aber habe die Güte, mich an einen Ort zu führen, wo ich mich niedersetzen kann; denn ich bin sehr schwach und ich hätte Mühe, mich hier fortzubringen.

Nelet führte ihn zu einer geschützten Stelle, wo er bequem sitzen konnte, und da er seine Angst von Minute zu Minute wachsen fühlte, verschwand er mit den Worten:

– Ich glaube, ich höre sie; es ist, als würde sie aus einem Brunnen emporsteigen. Ich gehe nach dem Dorfe, wo ich das Urtheil erwarte. Adieu!

Don Beltran blieb allein inmitten der Ruinen, was für den Greis nicht sehr lustig war. Die Morgenfrische machte sich fühlbar und zwang ihn, sich fest in den Mantel zu hüllen, den Nelet ihm gegeben hatte. So verbrachte er nahezu eine Stunde, bald betend, bald sich gleich Nelet ängstigend. Jeden Augenblick vermeinte er ein leichtes Geräusch zu vernehmen, als würde die Kutte der Büßerin das Geröll streifen.

– Nein, sagte er sich, ich vernehme kein Geräusch. Ich werde erst den Kopf, dann die Schultern sehen, und ohne ein Geräusch zu verursachen, wird sie plötzlich vor mir stehen.

Die Sonne stieg höher und bald hörte er die Stimmen. Die eine, sonor und sanft, war die einer Frau, die anderen rauh und zitternd verriethen die Anwesenheit der beiden Greise. Das war sie! Ja, das war Marcela, von den beiden Todtengräbern begleitet, mit denen sie in der Höhlung einer Ringmauer erschien.

– Ich bin's, liebes Kind, schrie der Greis freudig und sein Angst vergessend aus.

Flink wie eine Gemse sprang Marcela herab und küßte die Hand des Edelmannes, der wieder die ihre küßte. Dann fragte sie:

– Und Nelet?

– Sei unbesorgt, liebes Kind, antwortete Don Beltran, verstimmt darüber, daß er eine Nothlüge gebrauchen müsse; es geht ihm gut, er ist aber noch schwach, und so erlaubte ich ihm nicht, vor Sonnenaufgang aufzustehen. Ich ließ ihn in Horta zurück, und dort werden wir ihn aufsuchen, sobald wir uns ausgeruht haben werden. Da aber diese Stelle für unsere Begegnung bestimmt war, kam ich hierher, um das Rendezvous nicht zu verpassen.

– Sie hätten Malaena schicken und sich diese frühe Reise ersparen sollen, die Ihnen schaden kann. In Ihrem Alter, lieber Herr, darf man mit der Gesundheit nicht spielen.

– Das ist wahr, ja ... aber wir wollten die Alte nicht schicken ... weil ... stammelte Don Beltran, der wieder zu einer Nothlüge seine Zuflucht nehmen mußte. Malaena ist gestern erkrankt, die viele Nahrung, die sie verschlang, ist ihr schlecht bekommen. Die Arme!! ... Aber setzen wir uns und plaudern wir ein wenig, ehe wir ins Dorf hinabgehen, setz' Dich hierher zu mir ... nahe zu mir ... so ... Wir sahen Dich nicht seit Vallirana. Nun ist's Zeit, daß Du eine Entscheidung triffst; der arme Nelet erwartet sie. Hast Du die Sache ernst erwogen?

– Sie werden überrascht sein, erwiderte Marcela zögernd. Sie werden mich vielleicht des Leichtsinns beschuldigen ... aber das ist es nicht ... Nein ... Und wenn Sie mir zuhören wollen ... Aber ich kann mich nicht ausdrücken ... Nun, Sie wissen, daß die Gründe meiner zwei Freunde mich rührten ... der Wandel und die Beständigkeit des armen Nelet.

– Ah, welches Glück ... ich hoffte in der That ...

– Und ich bin überzeugt, daß der Wille Gottes nicht unbetheiligt ist an meiner Sinnesänderung. Ich glaube, die Stimme Gottes veranlaßt mich, Nelet zu lieben und mein Leben zu ändern. Ich halte die Ehe für eine heilige Institution; ihre strenge Gesetze führen uns zu einem nützlichen Leben ...

– Gewiß. Hast Du den Fall Deinem Beichtvater unterbreitet?

– Ja, und er sagte mir, daß ich, wenn ich einen Theil meines väterlichen Erbes religiösen Stiftungen widme, ich ein neues Leben beginnen könnte. Der Dispens aus Rom wird nicht schwer zu erhalten sein.

– Und hast Du Deinen Bruder Franciscus befragt? Weißt Du, sein Tod hat mein Herz verwundet. Jetzt bist Du die einzige Erbin Juan Luco's und diesen Umstand mußt Du mit in Rechnung ziehen. War es Dir noch möglich, Deinen Bruder um seinen Rath zu befragen?

– Ja. Und mein armer Bruder, der sowohl die Gegenwart, als auch die Zukunft in Betracht zog, rieth mir, ein neues Leben zu beginnen, da wir darauf sehen müssen, das Erbe unseres Vaters zu erhalten, zu sammeln, was zerstreut ist, um einem Verlust zu entgehen. Und er befand sich in der gleichen Lage, da er in Faliel ein hübsches junges Mädchen kennen lernte, und da er dachte, dies sei ein Fingerzeig Gottes, seinen Beruf zu ändern. So hatte er die Absicht, das Klosterleben aufzugeben und das junge Mädchen zu heirathen. Ein Drittel unseres Vermögens sollte religiösen Stiftungen anheimfallen und von unseren zwei Dritteln wollten wir die moralische Verpflichtungen erfüllen, die unser Vater seinem großen Freunde und Protektor Don Beltran gegenüber hatte.

– Sprach er so? O Vorsehung! rief der Greis aus. Sehr gut, mein Kind, sehr gut. Aber nun weiter: Wußte Franciscus von Deiner Neigung zu Nelet?

– Ja, denn ich sprach davon. Er meinte, wenn Nelet mir gefiele, könnte ich ihm folgen, da er den Ruf eines tapferen, wackeren Mannes besitzt, obgleich er ein wenig allzu leicht der Wuth sich ergibt.

– Das sagte er? Bist Du dessen sicher?

Der Greis begann hierauf mit neuen Lobpreisungen der Allmacht Gottes. Er wußte nicht, wie er diese Unterredung beenden sollte. Endlich zog er sich mit einer Frage aus der Verlegenheit:

– Wie viel Tage vor seinem Tode sprachst Du mit Deinem Bruder?

– Zwei Tage. Dann folgte der Arme seiner Truppe und am Abend nach der Schlacht von Gandese wurde er mit zwanzig Kameraden gefangen genommen und auf elende, feige Weise ermordet.

– O, welches Unglück! Da Du aber sein trauriges Ende zweifelsohne von seinen Kameraden erfuhrst, die entkommen konnten, weißt Du wohl auch, wer seine Hinrichtung kommandirt hatte?

– Man sagte, ein Hauptmann stand an der Spitze der Henker, und dieser selbst durchbohrte meinen Bruder mit seinem Degen.

– Weißt Du, wie dies geschah?

– Nein, ich weiß es nicht.

– Und würdest Du dem Mörder verzeihen, wenn er Dir bekannt wäre?

– Als Christin ja, aber nur als Christin. Wüßten Sie vielleicht, Don Beltran, wer es war?

Hier ergab sich die schreckliche Gelegenheit zur Enthüllung der Wahrheit, der Alte fand aber nicht den Muth, seinen Gedanken laut werden zu lassen. Er war nur Mensch, diesen Muth konnte aber nur ein Heiliger finden. Er hatte die Absicht, gut zu sein, Tugenden zu üben, aber ein Heiliger war er nicht, nein, das war er nicht.

– Wissen Sie es, fragte Marcela erschreckt durch sein Stillschweigen.

Und Don Beltran, der sich von der christlichen Vollkommenheit hundert Meilen entfernt fühlte, sagte nur:

– Nein, liebes Kind, ich weiß nichts.

In diesem Augenblick erschien Santapau auf der Höhe der Mauer. Er sprang herab und schrie:

– Ja, ja, Don Beltran weiß es, er hat aber nicht den Muth, es zu sagen.

Beim Anblick Nelet's, dessen Erregung und dessen verzerrtes Gesicht Angst einflößen konnten, erhob sich Marcela brüsk und wie ein aufgescheuchter Vogel floh sie entsetzt ins Weite.

– Komm', Marcela, komm', fliehe nicht, rief Nelet ihr nach.

– Wie wagst Du es, so zu kommen? stammelte die Büßerin verwirrt. Warum kommst Du in einem Zustand, wo Du eher einem Dämon denn einem Menschen ähnlich bist?

– Weil ein Dämon aus der Hölle Franciscus Luco elend ermordet hat! Und dieser Dämon bin ich! ... Unser Freund hat nicht den Muth, es zu sagen! Ich aber besitze den Muth ... ich ja!

Marcela führte ihre Hand entsetzt an die Schläfen und wandte den Kopf ab. Dann sank sie auf die Knie.

– Erhebe Dich, sagte Nelet, indem er sich ihr näherte. Ich muß mich erniedrigen. Und voll Demuth sage ich Dir, daß ich Deine Verzeihung nicht verdiene, ich erflehe sie aber, ich will sie. Ich war blind, rasend, ... die Wuth Blut zu sehen, Alles zu zerstören, die Feinde hinzurichten ...

– Verzeihung! Verzeihung! bat auch Beltran, der sich auf die Knie warf und wie ein Kind schluchzte.

– Ungeheuer! sagte Marcela, gebeugt vor Schmerz. Ungeheuer! Als Christin verzeihe ich Dir, aber fliehe bis ans Ende der Erde! Dorthin, wo ich Dich niemals sehen kann. Du bist für immer verdammt und ich will es nicht sein. Dein Blick ist Unheil, ich will Dich nicht sehen, noch die gleiche Luft mit Dir einathmen.

– Friede, Friede, meine Kinder, wiederholte Urdaneta mit erhobenen Händen, seid Christen! Sprecht nicht von Verdammniß. Rettet Euch durch die Verzeihung! Retten wir uns Alle!

Marcela floh und hinter ihr rannte, die Steine wild übersetzend, Nelet her.

– Nähere Dich mir nicht, sagte die Nonne, bleibe allein verdammt. Ich will nicht mit Dir zugrunde gehen.

Von einer wahnsinnigen Wuth erfaßt, schrie Nelet:

– Allein! Nein, ich hab' die Einsamkeit satt. Du bleibst bei mir ... und für immer.

Und als er sah, wie das unglückliche Mädchen gleich einem gehetzten Wild hinter den Steinen Zuflucht suchte, verfolgte er es bis dorthin, und ehe die Alten ihrer Herrin und Freundin zu Hilfe eilen konnten, erschoß er sie. Die Detonation erschütterte die Höhlen der Ruinen, als würden sie zusammenstürzen wollen. Machtlos, das Gesicht zur Erde gekehrt, fand Beltran kaum die Kraft zu fragen:

– Nelet, was thust Du?

Nach einer entsetzlichen Pause hörte der Greis die Antwort, einen zweiten Schuß, nicht weniger geräuschvoll, nicht weniger düster als der erste war.

Die armen Greise, welche das Entsetzen und ihre eigene senile Schwäche lähmten, konnten das Unglück nicht verhindern. Nach dem ersten Schuß fiel Alfajar zu Boden, Zaida, der Muthigere, wollte mit erhobener Hacke sich auf Nelet stürzen, um seine Herrin zu rächen. Der Schuldige aber übte mit eigener Hand Gerechtigkeit.

Nach einer langen Pause näherte sich Zaida Don Beltran und fragte:

– Herr, leben wir, oder sind wir todt?

– Ich weiß nicht, mein Freund. Und Du, lebst Du? Reiche mir Deine Hand, ich will versuchen, mich zu erheben. Ach, die Jugend geht zugrunde! Sie zerstört sich selbst ... und wir traurigen Ruinen, wir athmen noch. Und warum? Ach! ...

– Herr, unsere Pflicht ist nun, zwei Gräber zu graben.

– Nein, mein Freund, nur eines, aber sehr schön muß es sein, und dann begraben wir die zwei armen Kinder.

Die drei Greise verbrachten den ganzen Tag auf dem Schreckensorte. Und als der Abend nahte, und sie betrübt und schluchzend von dannen zogen, hörten sie aus der Ferne Trompeten und Trommeln. Je mehr sie sich Lledo näherten, umso intensiver wurde der Kriegslärm. Und als die Sonne unterging, unterschied Zaida, der das beste Gesicht hatte, am östlichen Saume des Rio Seco Soldaten, die auf den Wegkrümmungen in Schlangenwindungen heranmarschirten. Es war die Avantgarde der königlichen Expedition, die, von Cabrera geführt, nach der Grenze von Aragon marschirte.

Ende.

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